DE537896C - Verfahren zur Darstellung von Arsinsaeuren der Pyridinreihe - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Arsinsaeuren der Pyridinreihe

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DE537896C
DE537896C DEB114594D DEB0114594D DE537896C DE 537896 C DE537896 C DE 537896C DE B114594 D DEB114594 D DE B114594D DE B0114594 D DEB0114594 D DE B0114594D DE 537896 C DE537896 C DE 537896C
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DEB114594D
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Dr Arthur Binz
Dr Curt Raeth
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Schering Kahlbaum AG
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Schering Kahlbaum AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/66Arsenic compounds
    • C07F9/70Organo-arsenic compounds
    • C07F9/80Heterocyclic compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Arsinsäuren der Pyridinreihe Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 5-Arsinsäuren des 2-Amino-oder 2-Oxypyridins.
  • Die Herstellung dieser Arsinsäuren erfolgt erfindungsgemäß derart, daß man 2-Amino-oder 2-Oxypyridine mit unbesetzter 5-Stellung, die noch andere Substituenten enthalten können, mit Arsensäure im Schmelzfiuß oder auch in Gegenwart von organischen oder anorganischen Lösungsmitteln in Reaktion bringt.
  • Aus dem Reaktionsgemisch kann man die entsprechende 2-Aminopyridin-5-arsinsäure bzw. 2-Oxypyridin-5-arsinsäure abscheiden.
  • Es war nicht vorauszusehen, daß die Reaktion in dieser Weise - entsprechend der bekannten Verschmelzung von Anilin mit Arsensäure - verlaufen würde, da die schon in der aromatischen Reihe unter Schwierigkeiten vor sich gehende Reaktion kaum Erfolg versprechen konnte, wenn man bedenkt, daß Reaktionen der Benzolreihe in den heterocyclischen Reihen nicht immer durchführbar sind.
  • Die nach vorliegendem Verfahren herstellbaren Arsinsäuren können nach den in der Benzolreihe üblichen Methoden durch Reduktionsmittel, wie z. B. unterphosphorige Säure, Hydrosulfit, Elektrolyse usw., gegebenenfalls unter Mitwirkung von Katalysatoren, wie Kaliumjodid, in niedrigere Oxydationsstufen des Arsens übergeführt und letztere dann wieder durch Oxydation in die Arsinsäuren zurückverwandelt werden. Diese Arbeitsweise stellt einen bequemen Weg zur Abscheidung und Reinigung der Arsinsäuren dar. Beispiel i Zoo g 2-Aniinopyridin werden mit 2o-o g Arsensäure ungefähr io Stunden bis auf 2oo° erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird in Wasser aufgenommen und mit Salzsäure angesäuert. Durch Zusatz von unterphosphoriger Säure oder Natriumhypophosphit und Mineralsäure und gleichzeitiges Erwärmen auf dem Wasserbade wird die gebildete Arsinsäure zur Arsenoverbindung reduziert. Diese ist in verdünnter Salzsäure löslich und aus dieser Lösung mit Alkalien fällbar; gegebenenfalls kann man sie auch durch Einleiten von Salzsäuregas ausfällen, da sie in konzentrierter Salzsäure schwer löslich ist. Die so erhaltene Arsenoverbindung wird abfiltriert und sodann durch vorsichtige Zugabe (Innenkühlung mit Eis) von etwa io%iger Wasserstoffsuperoxydlösung zur Arsinsäure oxydiert. Man filtriert die wässerige Lösung der Säure von etwa vorhandenen unlöslichen Verunreinigungen ab und erhält durch Einengen die 2-Aminopyridin-5-arsinsäure in Form farbloser Nadeln, die bei Zoo' unter Schwarzfärbung sintern. Die Säure ist leicht löslich in Wasser, Mineralsäuren, Alkalien und läßt sich durch Lösen in Eisessig und Wiederausfällen mit Äther leicht reinigen. Beispiel e i go g 2-Oxypyridin (a-Pyridon) und 28o g Arsensäure werden unter vermindertem Druck bis zum Festwerden der Schmelze bis auf i 4o' erhitzt und dann bis 2 i o° bis zum Wiedererstarren des neuen Schmelzflusses gehalten. Die Aufarbeitung des Reaktionsproduktes erfolgt analog Beispiel i. Die so erhaltene 2-Oxypyridin-5-.arsinsäure bildet weiße Kristalle, die unter Zersetzung bei 2oi° schmelzen. Sie ist löslich in Wasser, Alkalien und Methylalkohol.
  • Es ist bereits bekannt, Arsinsäuren der Indolreihe durch Einwirkung von Arsensäure auf Indole herzustellen. Untersuchungen der Erfinder haben ergeben, daß durch Anwendung von Indolarsinsäuren in den durch ihre große Giftigkeit bedingten kleinen Dosen therapeutische Wirkungen nicht zu erzielen sind. Dagegen besitzen die nach dem vorliegenden Verfahren erhältlichen Arsinsäuren der Pyridinreihe auffallende Ungiftigkeit in Verbindung mit ausgezeichneten trypanociden und spirillociden Wirkungen. Sie sollen in der Therapie und zur Weiterverarbeitung auf andere therapeutisch brauchbare Präparate Verwendung finden.
  • Es ist weiterhin bekannt, daß man 2-Methylchinolin-6-arsinsäure (Chinaldinarsinsäure) durch Aufeinanderwirken von Arsanilsäure und Acetaldehyd und Behandeln des Reaktionsproduktes mit Bromwasserstoffsäure gewinnen kann (vgl. Berichte 46 [igi3], S. 25q.9). Hierbei erhält man die 2-Methylchinolin-6-arsinsäure in Form eines unreinen Produktes mit schlechter Ausbeute. Die Therapie wird durch die Herstellung dieser Verbindung nicht bereichert. Demgegenüber ermöglicht das vorliegende Verfahren die Herstellung einer Reihe von therapeutisch wertvollen Arsinsäuren der Pyridinreihe.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Darstellung von Arsinsäuren der Pyridinreihe, dadurch gekennzeichnet, daß man auf 2-Amino- oder 2-Oxyverbindungen des Pyridins, deren 5-Stellung unbesetzt ist, Arsensäure, zweckmäßig im Schmelzfluß, einwirken läßt.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die substituierten Pyridinarsinsäuren durch Reduktion und Wiederoxydieren nach den in der Benzolreihe üblichen Methoden einer Reinigung unterwirft.
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