DE544779C - Verfahren zur Darstellung heterocyclischer Arsenoverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung heterocyclischer Arsenoverbindungen

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DE544779C
DE544779C DEB124266D DEB0124266D DE544779C DE 544779 C DE544779 C DE 544779C DE B124266 D DEB124266 D DE B124266D DE B0124266 D DEB0124266 D DE B0124266D DE 544779 C DE544779 C DE 544779C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/66Arsenic compounds
    • C07F9/70Organo-arsenic compounds
    • C07F9/80Heterocyclic compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung heterocyclischer Arsenoverbindungen Es ist bekannt, Arsinsäuren durch Behandlung mit Reduktionsmitteln in niedrigere Oxydationsstufen, insbesondere in Arsenoverbindungen überzuführen. Diese Reaktion ist bisher hauptsächlich in der aromatischen, gelegentlich auch in der aliphatischen und heterocyclischen Reihe durchgeführt worden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man zu besonders wertvollen neuen Arsenoverbindungen gelangt, wenn man Arsinsäuren der Pyridin-und Chinolinreihe in üblicher Weise mit Reduktionsmitteln, wie z. B. Hydrosulfit, unterphosphoriger Säure oder Bisulfiten, behandelt oder sie, z. B. durch elektrolytische Reduktion, in Arsenoverbindungen überführt. Auf diesem Wege kann man glatt von den Arsinsäuren über die intermediär entstehenden Arsmoxyde zu den entsprechenden Arsenoverbindungen gelangen.
  • Die als Ausgangsstoffe dienenden Arsinsäuren können nach dem in den Berichten (Band 46, 1913, Seite 2549) beschriebenen Verfahren oder z. B. dadurch gewonnen werden, daß man den Arsinsäurerest über den Diazoweg in Verbindungen der Pyridin- und Chinolinreihe einführt, z. B. derart, daß Ausgangsstoffe, wie 2-Oxy-5-arninopyridin oder 5-Aminochinolin oder 6- bzw. 8-Aminochinolin, nach üblichen Methoden diazotiert werden und die Diazolösung dann mit Arseniten, z. B. Natriumarsenit, umgesetzt wird; sie können Substituenten, insbesondere solche elektronegativen Charakters, wie z. B. die O H- Gruppe, enthalten. Auch mehrfach substituierte Arsin-Säuren können dem Reduktionsverfahren unterworfen werden.
  • Aus der Möglichkeit, andere Arsinsäuren durch Reduktion in Arsenoverbindungen über= zuführen, konnten Schlüsse auf das Gelingen der vorliegenden Reaktion in der Pyridin- und Chinolinreihe nicht gezogen werden, denn bekanntlich werden bei der Reduktion von Pyridinderivaten, wie z. B. Aminopyridin, Aminonitropyridin, Pyridon u. dgl., die Substituenten des Pyridins zum Teil vollkommen durch Wasserstoff ersetzt. Auch Halogenatome können bekanntlich aus Pyridin- und Chinolinverbindungen leicht abgespalten werden.
  • Das Verfahren führt zu therapeutisch wertvollen neuen Verbindungen, welche sich unter anderem durch ausgezeichnete trypanocide und spirillocide Wirkungen, große Ungiftigkeit und ausgezeichnete Haltbarkeit auszeichnen.
  • Beispiele i. 2-Oxypyridyl-5-arsinsäure wird zweckmäßig unter Luftabschluß bei mäßiger Erwärmung mit unterphosphoriger Säure behandelt. Nach einiger Zeit fällt das 2, 2'-Dioxy-5, 5'-arsenopyridin als hellgelbes, in den gebräuchlichen Lösungsmitteln schwer lösliches Pulver aus.
  • 2.'5 g Chinolin-5-arsinsäure werden in verdünnter Salzsäure gelöst, mit etwa 15 g Natriumhypophosphit versetzt und einige Zeit auf dem Wasserbad erhitzt. Es fällt ein gelbroter Niederschlag:, aus, welcher filtriert und mit verdünnter Salzsäure `'gewaschen wird. Das erhaltene _ 5;.5'rArsenot"hinolinchlorhydrat ist leicht löslich in Wasser.
  • 3. 5 g Chinolin-6-arsinsäure werden in verdünnter Salzsäure gelöst, mit r 5 g Natriumhypophosphit versetzt und einige Zeit auf dem Wasserbad behandelt. Der entstandene gelbrote Niederschlag wird filtriert und mit Wasser gewaschen. Das erhaltene 6, 6'-Arsenochinolindichlorhydrat ist in Wasser unlöslich, in starker Salzsäure löslich.
  • ¢. 5 g Chinolin-8-arsinsäure werden in verdünnter Salzsäuregelöst und mit 15gNatriumhypophosphit reduziert. Das erhaltene 8, 8'-Arsenochinolindichlorhydrat ist in Wasser unlöslich, in starker Salzsäure löslich.

Claims (1)

  1. PATLNTANSYRUCH; Verfahren zur Darstellung heterocyclischerArsenoverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man Arsinsäuren der Pyridin-oder Chinolinreihe, insbesondere solche, welche Substituenten elektronegativer Natur im Kern enthalten, in an sich bekannter Weise mit Reduktionsmitteln, wie unterphosphoriger Säure, Hydrosulfit,oder auf elektrolytischem Wege behandelt.
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