DE342048C - Verfahren zur Herstellung hydrierter 2-Phenylchinolin-4-carbonsaeure, deren Homologeund Salzen dieser Saeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung hydrierter 2-Phenylchinolin-4-carbonsaeure, deren Homologeund Salzen dieser Saeuren

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DE342048C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D215/00Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems
    • C07D215/02Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen atoms or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D215/16Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen atoms or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D215/48Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen
    • C07D215/50Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen attached in position 4
    • C07D215/52Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen attached in position 4 with aryl radicals attached in position 2

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung hydrierter 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure, deren Homologe und Salzen dieser Säuren. Es wurde gefunden, daß man zu neuen, therapeutisch wertvollen Produkten gelangt, wenn man die 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure oder deren im Chinolinrcst durch Alkyl- oder Alkoxylgruppen substituierten Derivate mit Reduktionsmitteln behandelt.
  • Zur Herstellung können sowohl saure und alkalische Reduktionsmittel als auch elektrochemische Reduktionsmethoden angewandt werden, z. B. Zinn und Salzsäure, Zink oder Eisen und Säuren, ferner Zink und Natronlauge, Natriumamalgam, weiter elektrochemische Reduktion an einer Quecksilberkathode.
  • Auf diese Weise erhält man eine 2-Phenyltetrahydrochinolin-4-carbonsäure - bzw. ihre Alkyl- und Alkoxylderivate, die in üblicher Weise aus den Reduktionsgemischen gewonnen werden.
  • Die neuen Verbindungen sind in Wasser schwer löslich, in Alkohol wie in Benzol sind sie leichter löslich als die Ausgangsstoffe. Sie bilden leicht lösliche Älkali- und schwer lösliche Erdalkalisalze, die sich nach bekannten Methoden herstellen "lassen. Im Gegensatze zu den widerlich bitter und kratzend schmeckenden Alkalisalzen der 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure sind die Alkalisalze der Hydroverbindungen geschmacklos, wodurch ihre therapeutische Anwendung ermöglicht wird.
  • Die Phenyltetrahydroclrinolincarbonsäuren lösen sich in verdünnten Säuren leichter als die entsprechenden Ausgangsstoffe und bilden schwer lösliche Nitrosoderivate. Sie lassen sich nach den üblichen Methoden in Acetylverbindungen überführen.
  • Bezüglich der therapeutischen Wirksamkeit ist zu bemerken, daß die hydrierten Körper harnsäureausscheidend und temperaturherabsetzend wirken. Der Harn zeigt nach Einnahme der Tetrahydro-2-phenylchinolin-4-carbonsäure die gleichen Reaktionen wie nach Verabreichung der 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure ; er gibt sowohl Gelbfärbung mit konzentrierter Salzsäure als auch mit Phosphorwolframsäure.
  • Gegenüber den bekannten hydrierten Chinolinderivaten, wie z. B. Kairin, Thallin, Kairolin und anderen (vgl. Patentschriften 24317, 29123, 30426, 42871) zeigen die nach vorliegendem Verfahren hergestellten Verbindungen in therapeutischer Hinsicht den Unterschied, daß sie in viel geringerem Maße die Körpertemperatur herabsetzen und die plötzliche, Schüttelfrost erzeugende Wirkung der bekannten Verbindungen nicht aufweisen.
  • Von den nach den Verfahren der Patentschriften 252643, 261o28, 2672o9, 287993 und 284233 und der schweizerischen Patentschrift 694o9, erhältlichen Körpern, die geschmacklose Derivate der 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure darstellen, unterscheiden sich die nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Verbindungen dadurch, daß nicht nur die Hydrosäuren selbst geschmacklos sind; sondern auch deren leicht lösliche Salze, was für die therapeutische Verwendbarkeit wichtig ist.
  • Die 2-Phenyltetrahydrochinolin-4-carbonsäure, ihre Alkyl- und Alkoxylderivate sowie ihre Salze sollen therapeutischen Zwecken diene. ;_ Beispiel z.
  • 50 g 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure werden in 300 g konzentrierter Salzsäure und ioo g Wasser heiß gelöst und in diese Lösung in kleinen Anteilen Eisenspähne unter Erhitzen eingetragen. Sobald die Eisenspähne aufgebraucht sind, werden neue hinzugegeben und notfalls weitere Mengen Salzsäure zugesetzt. Nach etwa fünfstündigem Erhitzen wird mit Wasser verdünnt, mit Scda alkalisch gemacht und vom Eisenschlamm abfiltriert. Die kalte, alkalische Lösung wird nun mit verdünnter Salzsäure ausgefällt. Der so erhaltene, weiße Niederschlag wird abfiltriert, ausgewaschen und nach dem Trocknen aus Benzol umkristallisiert. Die 2-Phenyltetrahydrochinolin-4-carbonsäure stellt verfilzte, weiße Nädelchen dar und zeigt einen Schmelzpunkt von etwa 149'C. Beispiel e.
  • 5o g 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure werden mit 300 g Wasser angeschlämmt und langsam 2prozentiges Natriumamalgam unter kräftigem Rühren eingetragen. Man trägt so lange Natriumamalgam in kleinen Anteilen ein, bis eine deutliche Wasserstoffentwicklung wahrzunehmen ist. Während der Zugabe des Amalgams leitet man einen kräftigen Strom Kohlensäure durch die Flüssigkeit. Nach beendetem Eintragen rührt man noch kurze Zeit, trennt die Lösung vom Quecksilber und fällt aus ihr die freie Hydrosäure in der Kälte mit Salzsäure aus. Man erhält einen weißen Niederschlag, der aus Benzol umkristallisiert feine, weiße Nädelchen der 2-Phenyltetrahydrochinolin-4-carbonsäure darstellt, die bei etwa r49' C schmelzen.
  • Beispiel 3: 50 g 8- Methoxy-2-phenylchinolin-4-carbonsäure wer3en mit ioo g Natronlauge von 2i° B6 und 3oo g Wasser bei 6o' C gelöst und langsam unter Rühren in kleinen Anteilen etwa 6o g Zinkstaub eingetragen. Die Reduktion ist beendet, wenn eine Probe der Flüssigkeit mit Salzsäure keine Gelbfärbung mehr zeigt. Nun wird filtriert und das erkaltete Filtrat mit Salzsäure ausgefällt. Der weiße Niederschlag wird aus Alkohol umkristallisiert und so in Form von weißen Nadeln erhalten. Die 8-Methoxy-2-phenyl.tetrahydrochinofn-4-carbonsäure hat einen Schmelzpunkt von 185 bis i86° C. Sie löst sich farblos in Salzsäure im Gegensatz zum Ausgangsstoff, der sich mit dunkelgelber Farbe in Säuren auflöst.
  • Beispiel 4.
  • 2o g 2-Phenylchinolin-q-carbonsäure werden mittels 2o g Natriumhydroxyd in 4oo g Wasser gelöst und in ein Gefäß gefüllt, dessen Boden etwa i cm hoch mit Quecksilber bedeckt ist. In das Gefäß wird eine poröse Tonzelle eingesetzt, die mit 4 prozentiger Natronlauge gefüllt ist, und zwar wird die Zelle etwas seitlich angeordnet, so daß sich ein Rührer in dem Glasgefäß betätigen kann. In das Quecksilber läßt man einen Eisenstab, der mit dem negativen Pol der elektrischen Stromquelle verbunden ist, eintauchen, während in die Tonzelle eine Kupferelektrode führt, die mit dem positiven Pol vereinigt ist. Während der Stromzuführung wird die Kathodenflüssigkeit kräftig gerührt und so lange bei 3 bis 5 Volt elektrolysiert bis eine Probe sich in Salzsäure sehr leicht und farblos löst. Die Kathodenflüssigkeit wird mit Salzsäure ausgefällt und der Niederschlag aus Benzol umkristallisiert. Die so erhaltene 2-Phenylteixahydrochinolin-4-carbonsäure schmilzt bei etwa 14g° C.
  • Beispiel s.
  • 25 g 2-Phenyltetrahydrochinolin-4-carbon säure werden in -i-.o g Wasser suspendiert und so lange mit einer konzentrierten Lösung von Lithiumhydroxyd versetzt, bis nur noch eine ganz geringe Menge der Säure ungelöst und die Reaktion neutral ist. Nun wird filtriert, die klare Lösung im Vakuum zur Trockne verdampft und bis zur Gewichtskonstanz getrocknet. Das Lithiumsalz stellt ein weißes Pulver dar, _ das in Wasser leicht löslich und geschmacklos ist. Sein Gehalt an Lithiumoxyd beträgt etwa 5,8 Prozent.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcH: Verfahren zur Herstellung hydrierter 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure, deren Homologe und Salzen dieser Säuren, dadurch gekennzeichnet, daß man 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure oder deren im Chinolinrest durch Alkyl- oder Alkoxylgruppen substituierten Derivate mit Reduktionsmitteln behandelt und gegebenenfalls die so entstandenen Tetrahydrochinolincarbonsäuren nach den üblichen Methoden in ihre Alkali-oder Erdalkalisalze überführt.
DE1916342048D 1916-06-18 1916-06-18 Verfahren zur Herstellung hydrierter 2-Phenylchinolin-4-carbonsaeure, deren Homologeund Salzen dieser Saeuren Expired DE342048C (de)

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