AT96688B - Verfahren zur Darstellung von neuen aromatischen Carbonylverbindungen mit dreiwertigem Arsen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von neuen aromatischen Carbonylverbindungen mit dreiwertigem Arsen.

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  Verfahren zur Darstellung von neuen aromatischen Carbonylverbindungen mit drei- wertigem Arsen. 



   Die Carbonylgruppe in Aldehyden und Ketonen ist bekanntlich sehr reaktionsfähig und es treten demgemäss Aldehyde und Ketone sehr leicht mit den verschiedenartigsten Reagentien in Wechselwirkung. Allgemein bekannt ist z. B. die leichte Reduzierbarkeit der genannten Körper durch die verschiedensartigsten Reduktionsmittel. Es ist fernerhin bekannt, dass die Carbonylgruppen mit Bisulfiten und Hydrosulfiten Additionsprodukte von   esterartigem   Bau geben. Ein weiteres Beispiel   tür   die leichte Angreifbarkeit der Carbonylgruppe lieferte Fossek ("Wiener   Monatshefte",   Band 5, Seite   625   und Band 7, Seite 20), welcher zeigte, dass Aldehyde, Ketone, Säureamide usw. mit Phosphortrichlorid Phosphinsäuren liefern. 



   Es wurde nun die   überraschende   Beobachtung gemacht, dass es   möglich   ist, aromatische Verbindungen, die neben dem Arsensäurerest eine oder mehrere Carbonylgruppen in nicht cyklischer Bindung enthalten, wie z. B. aromatische Aldehydarsinsäuren oder Ketonarsinsäuren, einer nur auf die Arsengruppen gerichteten schonenden Reduktion zu unterwerfen, so dass man z. B. Arsiusäuren vom Typus R. As 03H2 zu den betreffenden Oxyden R. As = 0 und diese Oxyde zu den betreffenden Arsenoverbindungen R. As = As. R oder auch die Arsinsäuren unmittelbar zu den betreffenden Arsenoverbindungen reduzieren kann, ohne dass die Carbonylgruppen angegriffen werden.

   Es kommen für das Verfahren insbesondere zwei Gruppen von   earbonylhaltigen   Verbindungen in Betracht, nämlich :
1. acidylierte, ein-oder mehrkernige oder kondensierte aromatische und hydroaromatische Verbindungen, die entweder nur einen Arsensubstituenten enthalten oder die neben Arsen noch anderweitig substituiert sind, z. B.   durch OH-, NH2-,   NH. CO.

   X- (wobei   unter X   zu verstehen ist H oder ein beliebiges aromatisches oder aliphatisches   Radikale,   substituiert oder unsubstituiert), Halogen-, Alkyl-, Aldehydoder Ketogruppen, Carbonyl-, Sulfogruppen usw.   c : 1rbo- oder heterocyklischer   Natur, bei denen die 
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 gesättigten aliphatischen Säure (auch der Ameisensäure oder einer Oxy-, Aldehydo-,   Keto-oder Amino-     säure usw. ) sein kann.   



   2. Fettketone und Fettaldehyde, mit einem oder mehreren aromatischen Resten, einkernig,   mehrkernig oder kondensiertkernig,   die entweder nur Arsen in irgend einer Bindungsform oder daneben noch andere Substituenten (z. B. OH-, NH2-, Halogen-, Alkyl-, Keto-oder Aldehyd-, Carbonyl-, Sulfogruppen usw.)   carbo-oder hetrocyldischer Natur, gleichgültig,   ob eine oder mehrere Carbonylgruppen anwesend sind. 



   Zur   Bewirkung   der Reduktion sind vorzugsweise die bekannten Reduktionsmittel für organische Verbindungen mit fünfwertigem Arsen, z. B. Natriumhydrosulfit, Phosphortrichlorid, phosphorige Säure, schwefelige Säure und Jodwasserstoff, Natriumbisulfit od. dgl. geeignet. 
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 besitzen an und für sich schon wertvolle therapeutische Eigenschaften und liefern überdies Derivate mit höchst aktiven trypanociden und spirillociden Eigenschaften. 



    Beispiel 1 : 5 g Benzaldehydarsinsäure werden in 44 cm3 n-Natronlauge (2 Mol. ) gelöst und die   Lösung mit 80 cm3 Wasser verdÜnnt. Diese Lösung gibt man zu einer Lösung von 50 g Natriumhydrosulfit und 10 g Magnesiumchlorid in 200   cm3   Wasser und rührt bei etwa   60  1   bis 2 Stunden gut durch. 



  Hiebei scheidet sich das 1-Formyl-4-arsenobenzol aus. Nach dem Absaugen und Waschen wird es im Vakuum getrocknet, wobei es sich dunkler färbt. Von   260  ab   tritt Zersetzung ein. 

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 4-arsenobenzol verfärbt sich allmählich beim Erhitzen über 100  dunkel, ohne zu schmelzen. 



   Beispiel 3 : 1 g p-Acetophenonarsinsäure wird mit 5 cm3 Natriumbisulfitlösung übergossen. 



  Beim Erwärmen auf offener Flamme geht die Substanz einen Augenblick in Lösung, darauf tritt sofort Fällung des Arsinoxyds ein. Die Reaktion lässt man durch ¸tündiges Erwärmen auf dem Wasserbad zu Ende gehen. Nun saugt man ab,   wäscht   und trocknet auf Ton. Das Arsinoxyd bildet ein in n-Natronlauge   schwer lösliches Natronsalz,   das auf Zugabe von Wasser in Lösung geht. Aus dieser Lösung kann 
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 n-Natronlauge in   Lösung   gebracht   und   filtriert. Zur Lösung gibt man   0#4 g Jodkali   und 16 cm3 Schwefelsäure (1 :   5) und   leitet unter Wasserkühlung Schwefeldioxyd etwa 1 Stunde lang ein.

   Das gut verschlossene Gefäss lässt man 24 Stunden stehen, saugt das entstandene l-0xy-6-nitro-2-acetophenon- 
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 das Arsinoxyd bei etwa   2300 bis 2350   zu einer braunschwarzen Masse zusammen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : EMI2.4 Arsen, dadurch gekennzeichnet, dass aromatische Verbindungen, die neben dem Arsensäurer@st eine oder mehrere Carbonylgruppen in nicht cykliseher Bindung enthalten, wie z. B. aromatische Aldehyd- EMI2.5
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