<Desc/Clms Page number 1>
Einrichtung zur Strornzutührung von unten für zwischen seitlichen Begrenzungen sich in beliebiger Richtung bewegende, elektrisch angetriebene Fahrzeuge.
Gegenstand der Erfindung ist eine. Einrichtung zur Stromzuführung von unten für elektrisch angetriebene Fahrzeuge, die sich in beliebiger Richtung zwischen seitlichen Begrenzungen bewegen, wie dies beispielsweise bei Karussels u. dgl. der Fall ist.
Es muss in diesem Falle die Aufgabe gelöst werden, die Motorklemmen ohne Gefahr von Kurzschüssen und eventuell dauernde Unterbrechungen an die verschiedenen Speisepunkte anzuschliessen, die in der Fahrbahnebene angeordnet sein müssen. Die Erfindung löst dies dadurch, dass an die Motorklemmen unter Zwischenschaltung von Schaltorganen vom Fahrzeug nach abwärts reichende Kontaktfinger angeschlossen sind, die mit mindestens drei in der Fahrebene liegenden, abwechselnd entgegengesetzte Polarität aufweisenden Kontaktstreifen zusammenwirken.
Den meisten Zwecken genügend, hat sich eine Einrichtung erwiesen, bei der vier Kontaktfinger am Fahrzeug mit vier abwechselnd gegenpoligen Kontaktstreifen zusammenwirken, wobei die Abstände der Kontaktfinger und die Abstände und Breite der Kontaktstreifen derart gewählt sind, dass zwei benachbarte Kontaktfinger nie gleichzeitig stromlos werden können.
Die Wahl der Sehaltorgane hängt nun hauptsächlich von der Art des Betriebsstromes (wobei am besten nur Einphasenweehselstrom oder Gleichstrom verwendet wird) und der Motorbauart ab.
Bei Wechselstrom, wo die Vertauschung der Motorklemmen unter Last geringere Stromstösse hervorruft, wird man am besten einen elektromagnetisch gesteuerten Umschalter verwenden, der je zwei an verschiedenpolige Streifen anzulegende Kontaktfinger, ohne Rücksicht auf die Stromrichtung abwechselnd an die Motorklemmen anlegt. Bei Gleichstrom kann man bei Verwendung polarisierter Relais oder Solenoide, von einer Umschaltung des Motors bei Übergang der Kontaktfingerpaare auf entgegengesetzt polarisierte Kontaktstreifen absehen, da immer gleichpolige Kontaktstreifen an die entsprechenden Motorklemmen angelegt werden.
In der Zeichnung sind drei beispielsweise Schaltschemen der Einrichtung dargestellt (Fig. 1, 2 und 3).
Die in der Fahrbahnebene liegenden Kontaktstreifen I, II, III, IV sind abwechselnd an verschiedene Pole der Stromquelle angeschlossen. Mit diesen Kontaktstreifen wirken die am Fahrzeug nach abwärts reichenden Kontaktfinger 1, , , zusammen. Die Breite der einzelnen Kontaktstreifen, sowie deren Abstände, als auch die der Kontaktfinger ist so gewählt, dass zwei benachbarte Kontaktfinger nie gleichzeitig stromlos werden können. Die vier Kontaktfinger liegen an vier Kontakten a, b, c, d eines Umschalters U, von denen je zwei Kontakte abwechselnd an eine Motorklemme 5 oder 6 angeschlossen werden können. An einem Arm des Umschalthebels greift ein Weieheisensolenoid < S'an, während am anderen Arm eine Rückführungsfeder 10 angreift.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist nun folgende :
Die Kontaktstreifen I und III, sowie II und IV liegen an verschiedenen Stromquellenpolen. In der gezeichneten Stellung ist 2 und 4 stromlos, während der Stromkreis über die Stromquelle 7-7-a-6- Motor-J-c-3-77 zur Stromquelle geschlossen ist. In dem Moment, als und 4 auf einen Kontaktstreifen auflaufen, wird der Kern des Solenoids angezogen und der Sehalterhebel entgegen der Wirkung der Feder 10 verschwenkt, so dass nun der Stromkreis über 2-b-5-Motor-6-d-4 geschlossen ist.
Dieses Spiel wiederholt sich bei jedem Übergang der Kontaktfinger auf benachbarte Kontaktstreifen.
Hiebei ist auf den Wechsel der Stromriehtung im Motor keine Rücksicht genommen, da bei Verwendung von Weehselstromkollektormotoren die auftretenden Stromschwankungen in Kauf genommen werden können.
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
und zwischen dem negativen Kontaktstreifen I, III und der negativen Motorklemme 6 der Stromsehluss hergestellt wird. Das gleichfalls an die Finger 1, : angeschlossene Relais C ist entgegengesetzt polarisiert, d. h. es schliesst bei Polwechsel in den Fingern 1, 3 die Finger an die gleichpoligen Motorklemmen an.
Zwischen den Kontaktfingern 2, 4, den Relais B, D und den Kontaktstreifen 7-7V besteht dieselbe im vorstehenden geschilderte Beziehung.
Die in Fig. 2 benötigte Schalteinrichtung lässt sich bei Verwendung von doppelt polarisierten Relais noch weiter vereinfachen, wie dies die Fig. 3 zeigt. Bei dieser Einrichtung sind die Relais A, f und B, D
EMI2.2
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist nun folgende : Unter der Voraussetzung, dass die Kontaktstreifen und die allgemeine Fahrtrichtung in einer zur Zeichenebene senkrechten Richtung verlaufen, so werden bei Abweichungen von der durch die. Kontaktstreifen vorgeschriebenen Bahn die Kontaktfinger abwechselnd mit verschiedenen Kontaktstreifen zum Stromschluss gelangen, d. h. die Kontaktfinger werden quer über die Streifen bewegt werden. Dies ist dann der Fall, wenn die das Fahrzeug lenkende Person innerhalb der seitlichen Begrenzungen das Fahrzeug von einer Kontaktstreifengruppe auf die benachbarte lenkt. In der gezeichneten Eontaktfingerstellung geht der Strom von dem Kontaktstreifen II über Finger 3, durch die beiden Wicklungen A, C'und über Finger 1 zum negativen Streifen 1.
Da das Relais C entgegengesetzt polarisiert ist, spricht es nicht an, während der Kern der Wicklung A, die gleichartig polarisiert ist, ausgestossen und dadurch die Finger 1,'3 an die Motorklemmen J, 6 angelegt werden.
EMI2.3
parallel zu den Fingern 1, 2 an die Motorklemmen angelegt werden. Bei weiterer Abweichung nach rechts werden die Finger 1, 3 stromlos, so dass das Relais A unterbricht und nur B angeschlossen bleibt. Diese einander übergreifenden Stromsehlüsse wiederholen sich bei jeder Relaisgruppe, je weiter das Fahrzeug abweicht, so dass nie der Motor stromlos werden kann.
Das Schema Fig. 3 arbeitet in ganz der gleichen Weise, mit dem einzigen Unterschied, dass die Relaishälften durch besondere Rückholfeder in ihre Aus-
EMI2.4
Wesentlich ist, die Kontaktfinger 1-4 derart schräg anzuordnen, dass sie auch, wenn die Fahrzeug- achse stark zu den Kontaktstreifen geneigt, d. h. quer gestellt ist, noch mit benachbarten Kontaktstreifen zum Kontaktschluss gelangen.
Es steht natürlich frei, an Stelle der Relais Schützen od. dgl. zu verwenden oder die Zahl der
Kontaktfinger und Streifen zu vermehren, bzw. durch einfache Umschaltnngen denselben Zweck zu er- reichen, nämlich gleichpolige Stromzuführung von unten, von abwechselnd entgegengesetzt polarisierten
Kontaktstreifen.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Einrichtung zur Stromzuführung von unten für zwischen seitlichen Begrenzungen in beliebiger Richtung sich bewegende elektrisch angetriebene Fahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, dass an die Motorklemmen unter Zwischenschaltung von Schaltorganen vom Fahrzeug nach abwärts reichende Kontakt-
EMI2.5
finger auf die verschiedenen Kontaktstreifen immer entgegengesetztpolige Kontaktstreifen (I, II-II, III-III, IV) an die Motorklemmen angeschlossen werden (Fig. l).