AT18444B - Elektrische Blocksignaleinrichtung. - Google Patents

Elektrische Blocksignaleinrichtung.

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AT18444B
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Alfred Oesterreicher
Lorenz Nemelka
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Alfred Oesterreicher
Lorenz Nemelka
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Description


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   Österreichische PATENTSCHRIFT   Nr.   18444. ALFRED OESTERREICHER UND LORENZ NEMELKA IN WIEN. 



   Elektrische Blocksignaleinrichtung. 



   Vorliegende Erfindung betrifft ein zur   Sicherung von Folgezügen   dienendes BlockSystem, bei welchem das Stellen der Signale oder Weichen im allgemeinen auf automatischem Wege erfolgt. Bei diesem automatischen Blocksystem wird der zum Betrieb erforderliche Strom mittelst eines auf dem Zuge angeordneten Stromabnehmers von einer örtlich angebrachten Oberleitung entnommen und unter Vermittlung der Erde als Rückleitung in den zum Stellen des Signales oder der Weiche des befahrenen Blockes dienenden   Elektro-   motor geleitet, sowie auch ein Strom mittelst einer Leitung und der Erdrückleitung in den Elektromotor des Vorblockes geleitet wird, wodurch das Stellen des Signales oder der Weiche des befahrenen Blockes auf"Halt"und des Vorblockes auf"Frei"vermittelt wird.

   Der hiebei unter Einwirkung des Zuges die   Signalmotoren   betätigende Blockapparat ist durch zwei abwechselnd stromleitende Zuleitungen und eine gemeinsame Rückleitung mit dorn zugehörigen Signalmotor, sowie durch eine Leitung mit dem gleichen   Blockapparat   des Vorblockes verbunden und mit einer durch einen elektrischen Selbstunterbrecher betriebenen Schaltvorrichtung versehen, welche bei Beendigung der Motorbewegung die jeweilig   stromleitende Zuleitung unterbricht, dagegen   die andere Zuleitung zur Betätigung des Motors schliesst.

   Letzterer betätigt zwei Schaltereinrichtungen, von denen die eine den Motor nach erfolgtem Stellen des Signales oder der Weiche durch   Stromunterbrechung   abstellt, während die andere in bekannter Weise eingerichtete Schaltereinrichtung die für den   umgekehrten   Gang des Motors notwendige   Lcitungsverbindung herstellt,   so dass die   Ut. stellung   des Signales oder der Weiche durch einen Folgezug unter Vermittlung des zugehörigen. an die Oberleitung angeschlossenen Blockapparates bewirkt werden kann. 



   In den Fig. 1, 2 und 3 der beiliegenden Zeichnungen ist eine Ausführungsform des   zum   Stellen des Signales oder der Weiche dienenden Elektromotors in Verbindung mit den von demselben zu   betätigenden Schaltereinrichtungen,   im senkrechten Längenschnitt, in der Draufsicht und Endansicht dargestellt. Fig. 4 zeigt den Blockapparat im Aufriss bei abgenommener vorderer   Gehäusedeckplatte.   Fig. 5 ist ein Horizontalschnitt durch diesen   Blockappar, at.   Fig. 6 zeigt diesen Apparat im kleineren Massstabe in der Vorderansicht. 



   Fig. 7 zeigt das   Schaltl1ngsschema   fur das Blockwerk eines einzigen Streckenblockes bei einer zweigeleisigen Anlage. Fig. 8 zeigt den in der Station angeordneten, zum Stellen des   Einfahrtsignalos dienenden   Apparat in Verbindung mit einer die Stellung des Signales oder der Weiche angebenden Kontrollvorrichtung, wobei die vordere Gehäusedeckplatte entfernt ist. Fig.') zeigt diesen Apparat in kleinerem   Massstabo   in der Vorderansicht. Fig. 10 ist ein vertikaler Schnitt durch diesen Apparat und Fig. 11 zeigt das Schaltungsschema für denselben. Die zusammengehörigen Fig. 12, 12 a und 12b zeigen das Schaltungsschema einer vollständigen   zweigeleisigen   Anlage mit drei Streckenblocks. 



   Der   zum   Betriebe erforderliche Strom wird vorteilhaft von Akkumulatorenbatterien geliefert. Die Aufstellung derselben erfolgt entweder in den Stationen, wobei den Zwischen- 
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   @ beweglichen Ladestation aus geladen werden kann. Bei   der im Schaltungsschema Fig. 12 bis 12b gezeichneten Anlage, welche drei Blockposten Pl, P2   P umfasst,   ist die zuletzt erwähnte Anordnung der Akkumulatorenbatterien a gewählt und die in dem anderen Falle in den Blockstrecken anzuordnende Speiseleitung aX durch   Strichpunktlinien   angedeutet. 

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   Die Blockierung der bereits befahrenen Blockstrecke und die   Doblockicrung des   Vorblockes erfolgt unter Vermittlung des Zuges durch eine in jedem   Blockposten angebrachte   Leitung o mittelst eines einzigen in jeder Blockstrecke örtlich angebrachten Stückes einer Oberleitung 0 oder eines einzigen Schienenkontaktes, wobei diese Leitung o über dem zugehörigen Blockwerk von    der Akkumulatorenbatterie a Strom erhält. Dieser Strom   wird von der Oberleitung 0 durch einen Stromabnehmer b (Fig. 12) bekannter Art entnommen und mittelst der Lokomotivräder und des Geleises durch die Erde der Batterie wieder zugeführt. 



   Die Stellung der Signale oder Weichen erfolgt durch je einen Elektromotor, welcher als Gleichstrommotor beliebiger Type ausgeführt sein kann, der sich bloss durch die Einrichtung seiner Ankerwelle von den gebräuchlichen Elektromotoren unterscheidet. In den Fig. 1, 2 und 3 ist ein zweipoliger Gleichstrom-Serienmotor M der bekannten Manteltype dargestellt, welcher mit einem Ringanker   R     gebräuchlicher   Art, sowie mit   Kohlenbürsten   C versehen ist, die mit Rücksicht auf die Umkehrbarkeit der Drehrichtung verstellbar sind. 



  Die Ankerwelle d ist hohl und besitzt in der Mitte einen mit Innengewinde versehenen Teil, in welchen eine Gewindespindel e eingeschraubt ist. Das Gewinde besitzt möglichst geringe Ganghöhe, um eine zu rasche Achsialverstellung der Spindel e beim Drehen der
Ankerwelle zu verhindern. Die Gewindespindel besitzt an beiden Enden im Querschnitt kantige Verlängerungen e1 und   e2,   welche durch entsprechend geformte Öffnungen der in den Seitenwänden des Motorgehäuses befindlichen   Lager e3 für   die Zapfen der hohlen
Ankerwelle d nach aussen dringen. Die beiden Verlängerungen el, e2 bilden die   Führungs-   stangen für die Gewindespindel e und verhindern gleichzeitig die Drehung derselben.

   Die
Führungsstange   el   ist an ihrem Aussenende mit einem Zapfen f vorsehen, der in einen 
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 versetzt, so wird die an der Drehung gehinderte Spindel e gezwungen, sich achsial zu vorstellen, so dass der Zapfen f die Welle G verschwenkt und die Umstellung des Signales 
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 Winkel bis zu 900 verschwenkt werden. 
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   Im nachfolgenden ist zunächst an der Hand der Fig. 7 die Leitungsverbindung   wischen   dem Motor M der Akkumulatorenbatterie a und den   beiden vorerwähnten Schalter-   einrichtungen naher beschrieben, um die Wirkungsweise der letzteren erklären zu können. 
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 den unteren Kontakten j der Stabilitscheibe h verbunden. Bei der in Fig. 1 gezeichneten Endstellung des Motors steht das   Signal- auf" Halt" und   die beiden Schaltereinrichtungen nehmen die im Schaltungsschema (Fig. 7) auf der rechten Seite gezeichneten Stellungen ein, bei welchen die Bürste k die Kontakte i   und j   verbindet, während der Kontakt zwischen   i1   und j unterbrochen ist.

   Der nächste Stromimpuls, welcher die Stellung des Signales   auf Frei"bezweckt, kann   nur durch die mit i verbundene Zuleitung 1 erfolgen, da dieselbe durch die Bürste k an j und demgemäss an den Motor angeschlossen ist, während die Leitung 11 zwischen il und kl unterbrochen ist. Der Strom verläuft nun 
 EMI3.2 
 Scherenkontakt 13, Kontakt 10, Motoranker R, Kontakt 11, Kontakt 12, Schalterarm 16, Klemme 24 durch die Feldmagnetbewicklung F und Leitung   111   zurück zur Batterie a. Der Motor stellt das Signal S und die Bürsten k, k1 um. Die stromleitende Bürste k verlässt gegen Ende der Signalumstellung den Kontakt i, während die Bürste kl mit il in Berührung kommt. Hiedurch wird der Motor stromlos.

   Mittlerweile hat sich auf der anderen Seite des Motors folgendes abgespielt : Bei der Bewegung der   Gewindespihdel e   nach links stösst die Mitnehmernase 21 an das Querstück 20 und nimmt zunächst den lose auf der Welle 14 sitzenden Arm 19 mit, ohne die Schalterhebel 15, 16 und   151,   161 zu bewegen. Hiebei wird die Feder 18 solange gespannt, bis der Arm 19 mit dem auf der Welle 14 sitzenden Arm 17 in eine Linie fällt, wie dies in Fig. 1 durch strichpunktierte Linien angedeutet ist. Überschreitet nun der Arm 19 diese Stellung, so reisst die Feder 18 
 EMI3.3 
 anker B, Kontakt 10, Schalterarm 15, Klemme 24 durch die Feldmagnetbewicklung F und Leitung 111 zurück zur Stromquelle.

   Da der Strom im Anker in umgekehrter Richtung verläuft, so wird sich derselbe in einer der früheren entgegengesetzten Richtung drehen und die Achsialverstellung der Gewindspindel e nach rechts bewirken, wobei die Kontaktbürste kl schliesslich den Kontakt il verlässt, die Bürste k wieder mit i in Berührung kommt und die Mitnehmernase 22 den Umschalter wieder in die ursprüngliche Stellung 
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 den Signalstellungen mit je zwei roten und grünen Kreisen versehen ist, von denen je einer in einer Öffnung 37 (Fig. 6) der Gehäusovorderwand erscheint und die jeweilige Stellung des Signales angibt. Die genannten Teile sind auf einem Rahmen 38 angeordnet, der zwischen Führungsrippen 39 leicht in das Gehäuse L eingeschoben werden kann. Das Gehäuse L nimmt bei einer zweigeleisigen Strecke zwei solcher Apparate auf.

   Der unterhalb der beiden Apparate befindliche Raum des Gehäuses dient zur Aufnahme der beiden   Klemmen-oder Schaltbretter   40 für den   Anschluss   der Leitungen an den Blockapparat. Oberhalb des Gehäuses L sind noch die erforderlichen Wecker   w   (Fig. 12),   Bieisicherungcn   und Blitzschutzvorrichtungen bekannter Art angebracht. 



   In den Fig. 12, 12a und 12 b sind die oben erwähnten Schaltbretter bloss durch die Klemmen 1-9 versinnlicht, während alle übrigen in Fig. 4 ersichtlichen Hilfsklemmen weggelassen sind. Wie aus diesen Figuren ersichtlich, ist die Kontaktbürste 33 durch die Leitung 42 an die mit der Zuleitung   1   verbundene Klemme 3, die Kontaktbürste 34 durch die Leitung 43 und Klemme, 2 an die Zuleitung 11 und die Kontaktbürste 35 durch die Leitung 44 und die Klemme 7 und 6 an die Rückleitung III gelegt.   Die Kontaktbürsten 331   und 341 sind durch die Leitung 45 parallel an die Klemme 5 gelegt, welche durch die 
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 Blockapparates im Vorblock verbunden ist.

   Ferner ist die Kontaktfeder 29 an die   Klemme 1,   die Kontaktfeder 31 an die durch die Leitung o mit der Oberleitung 0 verbundene Klemme 9 gelegt, während die Kontaktfedern 30 und 32 durch eine Leitung   48   über den gebräuchlichen Wecker w, die Elektromagnetwicklung l mit dem Ankerhebel   m   verbunden sind, dessen zugehörige Kontaktschraube u an die zur Klemme 5 führende Leitung 45 gelegt oder unmittelbar mit dieser Klemme verbunden ist. Die Klemme 4 ist einerseits an die Rückleitung   777, andererseits durch eine   Leitung 49 an die Stromquelle   a   angeschlossen. 



   Es sei nun zunächst die Wirkungsweise des Blockapparates für sich allein näher beschrieben. Wird Strom durch den   Elektromagnet   geschickt, so zieht derselbe seinen Anker 11 an, der mittelst der Schaltklinke p das   Schaltrad l'und   daher auch die Wolle q der Kontaktmesser   26,   27,   271 um   ein Stück dreht.

   Beim Anziehen des Ankers wird der Kontakt bei der Schraube u aufgehoben, so dass der Strom unterbrochen, der Elektromagnet stromlos wird, wodurch die Feder n den Anker abreisst und wieder Stromschluss bei   10 IJerstellt.   Bei einem längeren Stromschluss gelangt also der Anker in schwingende Bewegung, wodurch die jeweilig mit den Kontaktbürsten in Berührung befindlichen   Messer (26 oder 27, 271) ausgehoben und   die anderen Messer (27, 271 oder 26) eingerückt werden. Das rechtzeitige Stehenbleiben der Schalterwelle q wird durch die auf den Messing- ringen s, s1 befindlichen Isoliernasen t, t1 erreicht, welche in dem Augenblicke, in dem das zugehörige Messer bezw. die Messer den Kontakt herstellen, die Kontaktfedern 29, 30 
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 dieser Stelle herbeiführen.

   Die Verwendung dieses mit Selbstunterbrecher versehenen Blockapparates bietet den Vorteil, dass bei atmosphärischen Entladungen kein Einfluss auf den   mockapparat ausgeübt   wird, da durch einmalige Anziehung des Ankers      keine Ein-oder Ausschaltung der Kontaktmesser erfolgen kann. 



   Die Wirkungsweise des ganzen Blocksystems beim Befahren einer zweigeleisigen Strecke soll nun au der Hand der Fig 12, 12a und 12b näher beschrieben werden. In diesen Figuren seien die Posten P und P3 als Ausfahrt-bezw. Einfahrtstationen gedacht, zwischen welchen bloss ein Streckenblockposten p2 vorhanden ist. Die Bezeichnungen in diesen Figuren sind denjenigen der anderen Figuren entsprechend gewählt.   Bi,   B2... sind die aufeinander 
 EMI4.4 
   RI, R2, RJ.,.   die Anker der Motoren, Z1,   Z2...   sind die   Züge.   Jedes Geleise ist durch eine einzige Linie dargestellt. Bei den Stationen ist bezüglich der   Freigabeapparate   keine Rücksicht auf zentrale Weichenstellung genommen, da dieser Fall später behandelt wird. 



   Es soll nun die Tätigkeit der Apparate beim Befahren des Blockpostens P2 beschrleben werden. Das Signal   S3 steht noch auf #Frei".   Sobald der Stromabnehmer b auf die-Oberleitung 03 (Fig. 12a) aufläuft, wird folgender Stromkreis hergestellt : Von der 
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 bürsten 34, 341, Leitung 45,   Klemme 5 zurück   zu a2. 



   Gleichzeitig wurde aber auch für die im   Dlockposten   P1 gelegene Batterie al folgender Stromkreis hergestellt. Durch die Drehung der Schalterwelle   q   im Blockapparat B3 wurde auch der Kontakt bei 35,   351   geschlossen. Es fliesst daher von der Batterie al des Blockpostens p1 ein Strom zur Klemme 4 des   Blockapparates B',   von hier zur Klemme 6 desselben Apparates, zur Erde, durch dieselbe zur Klemme   6   bezw, 7 des Blockapparates Bs und Leitung 44 zu 35, durch Messer 271 zu 351, zur Klemme 8 (in   B3)   und durch Leitung 47 zu Klemme 1 des Blockapparates   Bl.   durch Feder 29, Messingscheibe s zu 
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 Leitung 46 zur Batterie al des Postens P1 zurück.

   Hiedurch wird die Schaltvorrichtung des Blockapparates   Bl   in Tätigkeit gesetzt, wobei der Kontakt 34,   341,   35, 351 und   29, 30   aufgehoben und der   Kontakt bei 31, 32   und 33, 331 geschlossen wird. Durch das Schliessen des Kontaktes bei 33, 33] gelangt Strom in den Motor des bisher auf "Halt" stehenden Signales   81 und bewirkt   die Freigabe desselben. Diese Freigabe kann jedoch erst dann erfolgen, wenn das Signal 83 tatsächlich auf" Halt" gestellt worden ist, da dem Vorausgehenden zufolge die Umschaltung und die erforderliche Leitungsverbindung erst in der   "Halt"-Stellung diesed   Signales durchgeführt ist.

   Der die Freigabe des   Signale, ; SI bewirltende   Strom geht von der Batterie al des Pfostens Pl zur Klemme 4   des Apparates B   über Leitung III zur Feldmagnetwicklung F1, Klemme 24, Schalterarm 16,   Klemme 12, Klemme 11,   
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 durch strichpunktierte Linien angedeutete Speiseleitung   a-x   Strom erhalten, so entfallen in diesen Streckenblocks die Leitungen 49, während die Leitung 46 an diese Speiseleitung gelegt ist. Der selbsttätige Betrieb erfolgt   ausschlielàlich   auf der offenen Strecke
Bei der Einfahrt in die Station kann jedoch der Fall eintreten, dass infolge von Rangierungen das Einfahrtgeleise noch nicht frei ist, in welchem Falle auch das Einfahrtsignal nicht   auf #Frei" gestellt werden   darf.

   Zur Freigabe desselben dient ein besonderer Apparat, der von dem diensthabenden Beamten betätigt wird. Dieser Apparat wird bei Stationen mit zentraler Weichenstellung mit der Sicherungsanlage entweder mechanisch oder elektrisch in   Abhängigkeit   gebracht. Der letztere Fall ist im Schaltungsschema (Fig. 12, 12a, 12b) veranschaulicht. Die Einrichtung dieses Apparates zeigen die Fig. 8 
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 einer darunter befindlichen Kontrollvorrichtung, welche den jeweiligen Stand des Einfahrtsignales durch verschiedenfarbige (rote und grüne) Blendung eines Fensters des Apparates anzeigt. In dem Gehäuse V sina bei zweigeleisigen Anlagen zwei der nachstehend beschriebenen Apparate angebracht. Auf einer aus Isoliermaterial hergestellten Platte 50 sind zwei mit Anschlussklemmen versehene, gekrümmte Kontaktstücke 51 52 angebracht.

   Die Platte 50 ist mittelst in derselben vorgesehener Öffnungen auf die vorstehenden Enden der Kerne 53 eines Elektromagneten v aufgeschoben und an der   Rückwand   des Gehäuses V befestigt. Zwischen den beiden Spulen des Elektromagneten ist eine Welle 54 angeordnet, auf welcher durch eine Büchse isoliert die Kontaktbürste 55 angebracht ist, die bei der   Normalstellung   der Welle 54 ausser Berührung mit den Kontakten 51 und 52 ist, während durch eine Drehung der Welle entgegengesetzt der Uhrzeigerbewegung (Fig.   8)   die Bürste 55 diese Kontakte leitend miteinander verbindet.

   Der die Kupferbürste 55 tragende Arm 56 ist mit einem seitlichen Ansatze 57 versehen und durch eine Zugfeder 58 mit der Platte 50 verbunden. Über die Welle 54 ist der Elektromaguetanker 59 geschoben, welcher durch eine diese Welle umgebende Schraubenfeder 60 von den Magnetkernen abgedrückt wird, so lange der Elektromagnet stromlos ist. Der Anker ist durch lose denselben durchdringende Messingbolzen an der Drehung gehindert. An den Anker ist seitlich ein federnder Haken 61 befestigt, in welchen bei Umstellung des Schalters bezw. der Wolle 54 der 

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 Ansatz 57 oinklinkt, wodurch der Schalter in der   Schliessstellung   gehalten wird. Das aus lem Gehäuse ragende Ende der Schalterwelle 54 ist mit einer Kurbel oder Handhabe   ic   versehen, mittelst deren diese Welle gedreht werden kann. 



   Die in dem Gehäuse V unterhalb des Umschalters angeordnete Kontrollvorriclltung besteht aus zwei Elektromagnetspulen 62, 63, zwischen deren Kernen ein auf der Welle 64 angebrachter Anker 65 hin und her schwingen kann. Auf der Welle 64 ist noch eine Scheibe 66 befestigt, welche mit zwei Abflachungen 67 versehen ist. An die letzteren legt sich eine Stahlfeder 68 in den beiden Endstellungen des Ankers an und verhindert ein Zurückfallen desselben beim Unterbrechen des durch den Elektromagnet 62, 63 fliessenden Stromes. An dem Untorende des Ankers sind zwei Mitnehmerstifte 69 angebracht, welche bei der Ankerschwingung einen um 70 drehbaren Hebel 71 mitnehmen.

   An dem oberen Ende dieses Hebels sind die   Kontrollsignalscheiben   72 (rot) und 73 (grün) befestigt, von denen je nach der Stellung des Ankers die eine oder andere Scheibe in dem Fenster 74 der vorderen   Gelbäusedeckplatte   erscheint. Unterhalb der Kontrollvorrichtung ist das Schaltbrett 75 mit den zum Anschliessen der Leitungen notwendigen   Klemmen   angeordnet.

   Die eine Elektromagnetspule (62) der Kontrollvorrichtung ist, wie aus dem Schaltungsschema (Fig. 11) ersichtlich, mit der Bewicklung des Schalter-Elektromagneten l'hintereinander in die zu den bezüglichen Leitungen I und   111   des Blockwerkes führenden Leitungen 11 und   III1   eingeschaltet, während die andere Spule   (63)   zwischen der zu II führenden 
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 schema (Fig. 12   bis 121))   ist der Schalter   ("51,   52, 55) durch einen einfachen Taster 55 und einen Kontakt 51 ersetzt, der an die Erde gelegt ist. Taster 55 ist durch Leitung y an die Klemme 1 des Blockapparates B2 bezw. B5 im Posten P1 bezw. P3 gelegt. 



   Im nachfolgenden ist die Wirkungsweise des Schalters zum Stellen des Einfahrtsignales näher beschrieben. Soll das Einfahrtsignal auf"Frei"gestellt werden, so dreht der diensthabende Beamte den Schalter mittelst der Handkurbel x nach links (Fig. 8). Hiedurch gelangt der Ansatz 57 unter den Haken 61 und wird somit die Bürste 55 in der   Schliessstellung   festgehalten. Die Spiralfeder   58   wird hiebei gespannt.

   Durch das Schliessen des Kontaktes 51, 55 (Schaltungsschema Fig. 12b) fliesst ein Strom von der Batterie a3 über Klemme 4 des Blockapparates B5 und   Klemme   6 zur Erde, durch dieselbe zum Kontakt 51 durch 55 und Leitung y zur Klemme 1 des Blockapparates B5, durch die Federn 29 und 30 über Wecker   w5   zur Magnetbewicktung 1, Ankerhebel   tis,   Leitung 45, 
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 Leitung I1 passierend, die   Spule 62 des Kontrollapparates   und die Auslösespule   t'des vor-   beschriebenen Freigabeapparates, welch letztere die selbsttätige Aufhebung des Kontaktes 51 bis 55 bewirkt, indem die Feder   Cl   von dem Ansatz 57 des Armes 56 abgehoben und   letzterer mitte1st   der Feder 58 in die Unterbrechungsstellung gebracht wird.

   Kommt der Motor zum Stillstand und hört somit auch der Strom in der Leitung   J1 auf,   so hindert die früher erwähnte Feder 68 das   Zurückfallen   des Ankers 65 der Kontrollvorrichtung. 



  Da der Anker 59 durch die Feder 60 von den   Magnetkernen   53 des Elektromagneten t' abgehoben worden ist, so steht der Apparat wieder zu erneuter Tätigkeit bereit. Wird nun durch den einfahrenden Zug das Signal in der angegebenen Weise mittelst der Ober- 
 EMI6.3 
 denselben einfahren kann. Das sogleich nach   der #Halte"-Stellung   des Eirfahrtsignales erfolgende Unterbrechen der, Kontakte 51, 55 ist unbedingt notwendig, da durch anhaltendes Schliessen dieser Kontakte das Einfahrtsignal S5 sich aus   der Halt"-Stellung   sofort wieder in   die #Frei"-Stellung begeben würde.   



   Für den Fall, als durch den Beamten das Einfahrtsignal irrtümlich auf"Frei"gestellt wurde, bevor noch das Einfahrtgeleise frei geworden ist, wird noch ein unter Plomben-   verschluss   stehender Doppeltaster z in der Station angeordnet, welcher an dia zur Oberleitung 0 führende Leitung o angeschlossen ist, während der zugehörige Schliesskontakt an die Erde gelegt ist. Solange der Taster z niedergedrückt ist, wird   der Anschluss der   betreffenden Oberleitung (in der Station) und dem Geleise hergestellt, dieser Taster über-   nimmt   also in diesem Falle die Tätigkeit des Zuges.

Claims (1)

  1. PATBNT. AN SPRÜCHE : 1. Elektrische Blocksignaleinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass durch Stromschluss vom Zuge aus mittelst einer einzigen Kontaktleitung oder eines einzigen Schienenkontaktes ein durch Selbstunterbrechung zur Wirksamkeit gelangender Schaltwerksblockapparat betätigt wird, der eine derartige Stromschaltung bewirkt, dass einerseits der Motor des eigenen Signales letzteres auf"Halt"stellt, andererseits der Schaltwerksblockapparat des rückliegenden Signales nach erfolgter #Halt"-Stellung des befahrenen Signales zu wirken beginnt und den Motor des zugehörigen Signales zur Freistellung des letzteren einschaltet.
    2. Bei einer elektrischen Blocksignaleinrichtung der unter 1 angegebenen Art eine Einrichtung zum Stellen der Signale oder Weichen mittelst Mutter und Spindel, dadurch gekennzeichnet, dass die nicht drehbare, aber achsial verschiebbare Stellspindel in die Hohlwelle des Elektromotors eingeschraubt ist.
    3. Bei einer elektrischen Blocksignaleinrichtung der unter 1 angegebenen Art ein unter Einwirkung des Zuges den Elektromotor betätigender Blockapparat, gekennzeichnet durch einen über einen gebräuchlichen Wecker an die zugehörige Oberleitung oder Schienenkontakt angeschlossenen Elektromagnet (l), dessen als Selbstunterbrecher wirkender, das heisst den Strom in einzelne Stromstösse auflösender Anker bei seiner schwingenden Bewegung ein mechanisches Schaltwerk und durch dasselbe den beweglichen Kontaktteil (26, 27, 271) eines elektrischen Schaltapparates ruckweise und stets nach der gleichen Richtung fortbewegt, wobei dieser Kontaktteil in jeder Schaltstollung durch einen selbsttätigen Ausschalter (t tl) festgestellt wird.
    4. Ausführungsform des unter 1 angegebenen Blockapparates, gekennzeichnet durch eine vom Schattwerk mittelst einer auf dem Elektromagnetanker sitzenden Schaltklinke ruckweise fortbewegten Umschalterwelle, auf welcher zum Schliessen der fixen Kontaktteile dienende, verbreiterte Kontaktmesser, sowie zwei zwischen Kontaktfedern angeordnete, leitende Scheiben mit Isoliernasen angebracht sind, welch letztere erst nach einer grösseren Reihe von einzelnen aufeinander folgenden Stromstössen in eine solche Stellung gelangen, dass diese Nasen durch Abheben der zugehörigen Kontaktfedern von den leitenden Scheiben in bekannter Weise das Unterbrechen der jeweilig stromleitenden Zuleitung bewirken, sobald die Schalterwelle in einer Schaltstellung angelangt ist.
    5. Bei einer elektrischen Blocksignaleinrichtung der unter 1 angegebenen Art eine Schaltungsanordnung für den Blockapparat, dadurch gekennzeichnet, dass die fixen Kontaktteile (38, 84, 35) des von dem mechanischen Schaltwerk betätigten elektrischen Schaltapparates durch zwei abwechselnd stromleitende Zuleitungen 1, 11 und eine gemeinsame Rückloitung 777 über den Umschalter und Ausschalter des Motors an letzteren derart angeschlossen sind, dass bei einer Ruhestellung des Kontakttciles ( 36',, 27, 271) der Strom durch die Zuleitung I, bei der nächstfolgenden Ruhestellung durch die Zuleitung II dem Motor zugeführt,
    in beiden Fällen jedoch durch die Leitung Il1 zurÜckgeführt wird. EMI7.1 das Stellen des Einfahrtsignales ermöglichende Apparat, bestehend aus einem Einschalter, welcher einerseits mit der Erde, andererseits mit dem Blockapparat des Einfahrtsignales verbunden ist und einen Elektromagnet besitzt, dessen federnder Anker bei stromlosem Magnet den in die Schliessstellung gebrachten Schaltkontakt in dieser Stellung festhält, und aus einer Kontrollvorrichtung mit zwei Elektromagnetspulen, welche auf einen zwischen den Kernen derselben angeordneten,
    das Kontrollsignal tragenden Anker einwirken und mit der Bewicklung des Einscbalter-Elektromagneten derart an die beiden Stromzuleitungen I und 11 und die Rückleitung III gelegt sind, dass beim Schliessen des Einschalters das Einfahrtsignal unter Vermittlung dc, Blockapparates auf"Frei" gestellt wird, wobei gleich- zeitig der durch die Bewicklung des Einschaltermagneten fliessende Strom die Erregung dieses Elektromagneten bewirkt, wodurch dessen Anker angezogen wird und den Schalt- kontakt auslöst, der nun wieder in die Unterbrechungsstellung zurückkehrt.
    7. Bei einer elektrischen Blocksignaleinrichtung der unter 1 angegebenen Art ein Ausschalter zum Unterbrechen der jeweilig stromleitenden Zuleitung (I oder 11) für den Motor, bestehend aus einer vom Motor bewegten Kontaktbürste und ans zwei Paaren von auf einer Isolierbüchsc sitzenden, festen Schliesskontakten, von denen das eine Paar parallel an die gemeinsame Stromrückleitung 777 angeschlossen ist und stets mit der Kontaktbürste in Berührung bleibt, während die beiden Schliesskontakte des anderen Paares an die zugehörigen Stromzuleitungen I bezw. II angeschlossen und um mehr als Bürstenbreite gegeneinander versetzt angeordnet sind, so dass die Bürste in den beiden Endstellungen je EMI7.2
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