AT106209B - Verfahren zur Abscheidung von Enzymen aus ihren Lösungen. - Google Patents

Verfahren zur Abscheidung von Enzymen aus ihren Lösungen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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   Die bisher bekannten Methoden zur Abscheidung von Enzymen leiden alle mehr oder weniger an gewissen Mängeln und sind technisch daher in grossem Massstab unvorteilhaft. 



   Es ist nun   gefunden worden, dass man Enzyme in guter Ausheute und   in einfacher Weise dadurch aus ihren Lösungen niederschlagen und in fester haltbarer Form gewinnen kann, dass man die Lösungen mit einem Neutralsalz. je nach der Natur des angewendeten Salzes, vollständig oder fast vollständig sättigt und alsdann in der Lösung vermittels eines wasserlöslichen Salzes einer aromatischen   Su1fosäure   eine   Fällung   erzeugt. 



   Die Lösung kann alkalisch,   vorzugsweise ammoniakalisch geilalten werden,   sie kann aber auch neutral oder sogar schwach kongosauer sein, auch kann man sie vor der Fällung filtrieren. 



  - Als Salz kommt hauptsächlich Kochsalz. Nalriumsulfat oder Chlorkalium auch in der Form der natürlich vorkommenden Arten in   Betracht. Es wird der Losung   in festem Zustand zu gefügt. Auch die Fällung soll vorzugsweise durch Zu'satz feste]'Fällungsmittel hervorgerufen werden. Wendet man dagegen Lösungen des   Fällungsu) itte) s an,   so muss die Enzymlösung 
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 Lösung des   Fällungsmittels   enthaltene Wasser nicht   herabgesetzt wird.   



   Der Niederschlag enthält das Enzym in Verbindung mit der als Fällungsmittel benutzten Sulfosäure. Für den angegebenen Zweck eignen sich in hervorragendem Masse die Alkalisalze der   Naphtalin-&alpha;-monosulfosäure.   Die vermittels des Salzes der Sulfosäure ausgefällten Enzyme werden von der Lösung abfiltriert und können in   geeigneter Weise getrocknet werden.   



   In einer   abgeänderten   Weise kann das Verfahren   folgendermassen ausgeführt werden.   



   Man sättigt die   Enzymlösung, wie   oben angegeben, beispielsweise mif Kochsalz und erzeugt dann einen Niederschlag, beispielsweise mit Hilfe von Natriumphosphat und Kalzium-   chlorid.-Nun fügt   man der Masse noch ein Salz einer aromatischen Sulfosäure, beispielsweise   Naphtalin- < x-monosulfosaures Natrium hinzu.-In diesem Falle   entfaltet auch noch das Salz der aromatischen Sulfosäure seine Wirkung, indem es den   Niederschlag einhüllt und   die Lösung leicht filtrierbar wird. Diesen Niederschlag filtriert man nunmehr ab und rührt ihn alsdann mit Wasser an, bis das Salz der aromatischen Sulfosäure und das Enzym in Lösung gegangen sind. Die vom unlöslichen Kalziumphosphat getrennte Lösung sättigt man mit einem Salze, z. B.

   Kochsalz, wobei das Salz der aromatischen Sulfosäure ausgesalzen wird, das nunmehr das gesamte Ferment enthält. 



   In Verbindung mit dem Niederschlag ans beispielsweise Kalziumphosphat oder Magnesiumhydroxyd oder dem Salz einer aromatischen Sulfosäure bewahrt es seine diastatische Kraft, sodass es ohne weiteres in diesem Zustand verwendet werden kann. Man kann es aber auch 
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  Man kann so das Enzym in ausserordentlich hoher Konzentration erhalten. 



   In manchen Fällen kann es zweckmässig sein, die mit Salz versetzte Lösung vor dem Zusatz   des Fällungsmittels   zu filtrieren, um mechanische und etwa vorhandene, zuerst ausgefällte oder ausgesalzene Verunreinigungen zu entfernen. 



   Beispiele :
1. 100 kg Malzextrakt werden in   800 1'Wasser gelöst,   mit   Ammoniumkarbonat leicht     lakmusalkalisch   gestellt und gegebenenfalls nach vorherigem Filtrieren unter Rühren mit Kochsalz 

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 bis zur Sättigung versetzt. Alsdann lässt man eine mit Ammoniumkarbonat leicht lakmus alkalisch gestellte Lösung von   4 A'y Naphtalin- < x-mouosulfosaurem Natrium in 20 1 Wasser   langsam einlaufen. Es entsteht ein Niederschlag, der das gesamte Enzym an das   Naphtalin-K-mono-   sulfosaure Natrium gebunden enthält. Man saugt ab, wäscht mit einer gesättigten Kochsalzlösung aus, presst die Kuchen, und trocknet vorsichtig nach bekannten Methoden. 



   Das erhaltene Produkt kann in dieser Form technisch z. B. zum Entschlichten verwendet werden, indem man es mit schwach ammoniakalischem Wasser   anrührt,   wobei das Enzym in Lösung geht, während das Kalziumphosphat ungelöst   zurückbleibt.   



   Will man vollständig wasserlösliche Produkte gewinnen. so zieht man den   ungetrockneten   Niederschlag mit möglichst wenig Wasser, das man mit Ammoniak schwach alkalisch stellt, aus, filtriert und fällt nun das Enzym. 



   2.100 Teile verdünnter wässriger Bauchspeicheldrüsenauszug werden unter Rühren mit einem Gemisch von 0, 125 Gewichtsteilen Natriumphosphat und 0, 8 Gewichtsteilen Kaliumphosphat 
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 Trocknen gelangt man zu Präparaten mit den geschilderten Eigenschaften. 



   Wie oben erwähnt, erhält man die Enzyme in guter Ausbeute und als blank wasserlösliches Pulver, das auch bei höheren Temperaturen    beständig'ist.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Abscheidung von Enzymen aus ihren Lösungen, dadurch gekennzeichnet, dass man aus diesen Lösungen, nachdem man sie durch Zufügung eines Salzes,   z.   B. Kochsalz. mehr oder weniger vollständig gesättigt hat, das Enzym durch Zufügung eines   wasserlöslichen   Salzes einer aromatischen Sulfosäure ausfällt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1 zur Abscheidung von Enzymen aus ihren Lösungen, dadurch gekennzeichnet, dass man diese Lösungen durch Zufügung eines Salzes hinreichend sättigt, in der so erhaltenen Lösung in bekannter Weise einen Niederschlag, z. B. aus Natriumphosphat und Kalziumchlorid, erzeugt und ein Salz einer aromatischen Sulfosäure hinzufügt.
    3. Verfahren nach Anspruch 2 zur Abscheidung von Enzymen aus ihren Lösungen, dadurch gekennzeichnet, dass man den nach dem Verfahren des Anspruches 2 erhaltenen Niederschlag aus z. B. Kalziumphosphat, Enzym und Sulfosäure filtriert, ihn mit Wasser behandelt und die von den unlöslichen Teilen, z. B. Kalziumphosphat, abgetrennte Lösung mit einem aussalzenden Salze, z. B. Kochsalz, versetzt.
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