DE188435C - - Google Patents

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DE188435C
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DE
Germany
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silver
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salts
water
nucleic acids
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Expired - Lifetime
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DE1906188435D
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Publication of DE188435C publication Critical patent/DE188435C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H23/00Compounds containing boron, silicon, or a metal, e.g. chelates, vitamin B12

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In dem erloschenen Patent 118050, Kl. 12 p, ist ein Verfahren zur Darstellung einer Silberverbindung der Hefenucleinsäure beschrieben, welches darin besteht, daß man Salze dieser Säure in wässeriger Lösung mit Silberoxydsalzlösung behandelt. Nach diesem Verfahren wird eine wasserlösliche Verbindung erhalten, welche ungefähr 10 Prozent Silber , enthält.
Bei der Prüfung des Verhaltens der Nucleinsäuren gegenüber Silbersalzen wurde beobachtet, daß die Bildung der Silberverbindungen z. B. in folgender Weise vor sich geht: Fügt man zu der Lösung eines nucleinsäuren Salzes allmählich eine Silbersalzlösung, so wird das an der Einfallstelle sich ausscheidende nucleinsaure Silber von überschüssigem nucleinsäuren Salz wieder gelöst, bis eine bestimmte Grenze erreicht ist, bei deren Überschreitung das ausfallende Silbersalz sich nicht mehr löst. Diese Grenze liegt für Hefenucleinsäure bei einem Gehalt von ungefähr 10 Prozent Silber, und es ist daher nach dem oben genannten Verfahren nicht möglich, eine wasserlösliche Silberverbindung von höherem Silbergehalt herzustellen.
Es wurde nun gefunden, daß man bedeutend höherprozentige Verbindungen aus Nucleinsäuren oder den Formaldehydverbindüngen der Nucleinsäuren dadurch herstellen kann, daß man, über die oben erwähnte Grenze der Lösungsfähigkeit der Silberverbindung hinausgehend, die durch die Einwirkung von Silbersalzlösungen auf Salze der Nucleinsäuren oder deren Formaldehydderivate erhältlichen ausgefällten Silberverbindungen mit wasserlöslichen Salzen behandelt, wodurch wieder Lösung erfolgt, aus der die Körper in geeigneter Weise isoliert werden können. Hierbei wird mehr als doppelt soviel Silber verbraucht, als nach der Arbeitsweise der Patentschrift 118050 möglich ist. Es wird z. B. in folgender Weise verfahren: Man versetzt die konzentrierte Lösung eines nucleinsäuren Salzes oder die entsprechende Formaldehydnucleinverbindung so lange mit einer Silbersalzlösung, bis ein dicker Brei von ausgeschiedenem Silbersalz entsteht. Zu diesem Gemenge fügt man nun nach und nach die Lösung eines Neutralsalzes, wie z. B. Chlornatrium, Bromkalium, Natriumacetat usw., hinzu, bis eine klare Lösung entsteht, und scheidet daraus die Silberverbindung in geeigneter Weise, z. B. durch Fällen mit Alkohol oder durch Eindampfen der Lösung im Vakuum, ab.
Außer dem bedeutend höheren Silbergehalt von über 20 Prozent Silber, welcher die Herstellung von konzentrierteren und daher wirksameren Lösungen gestattet, wie die oben erwähnte Silberverbindung der Patentschrift 118050, haben die neuen Produkte noch den großen Vorzug, daß sie vollständig reizlos
sind, was sie für ihre therapeutische Verwendbarkeit besonders wertvoll macht.
Zur Darstellung der neuen Körper können die wasserlöslichen Salze der Nucleinsäuren beliebiger Herkunft (z. B. aus Hefe, Thymus, Sperma usw.) oder deren Formaldehyderivate verwendet werden, ebenso sind für das neue Verfahren alle wasserlöslichen Silbersalze verwendbar. Zur Lösung der ausgeschiedenen Silbersalze können alle wasserlöslichen Alkali- oder Erdalkalisalze organischer oder anorganischer Säuren benutzt werden. Eine Verunreinigung der neuen Silberverbindungen mit überschüssigem unlöslichen Silbersalz kann bei dem vorliegenden Verfahren leicht dadurch vermieden werden, daß man event, entstandene unlösliche Silberverbindungen, wie z. B. Chlorsiber, vor dem Isolieren der neuen Silbernucleinverbindung abfiltriert.
Überschüssige lösliche Silbersalze bleiben gelöst und finden sich nach Abscheidung der Nucleinsilbersalze im Filtrat oder können gegebenenfalls durch Auswaschen leicht entfernt werden,
Anstatt die unlöslichen Silberverbindungen aus den nucleinsäuren Salzen oder deren Formaldehydderivaten und einer Silberverbindung zu fällen, kann man sie auch aus den freien Nucleinsäuren oder deren Formaldehydverbindungen ■ und frisch gefälltem Silberhydroxyd oder Silbercarbonat herstellen und die so gewonnenen Produkte dann auf dieselbe Weise durch Behandeln mit Salzen in Lösung bringen.
Beispiel 1.
100 Teile nucleinsaures Natrium aus Hefe werden in 300 Teilen Wasser gelöst und unter Umrühren mit einer Lösung von 40 Teilen Silbernitrat in Wasser versetzt. Es entsteht ein dicker Brei, zu welchem man nach und nach so lange eine gesättigte Kochsalzlösung hinzugibt, bis eine klare Lösung entstanden ist. Dieselbe wird dann mit Alkohol gefällt, der Niederschlag mehrmals mit Alkohol gewaschen und im Vakuum getrocknet. Das neue Produkt bildet ein gelblichweißes, in Wasser mit gelblichbrauner Farbe leicht lösliches Pulver, welches etwa 22 bis 23 Prozent Silber enthält. Es ist unlöslich in Äther und Benzol.
Beispiel 2.
50 Teile nucleinsaures Natrium aus Thymus werden in 150 Teilen Wasser gelöst und mit einer Lösung von 19,5 Teilen Silbernitrat in 60 Teilen Wasser versetzt. Zu dem entstandenen Brei gibt man darauf langsam eine wässerige Natriumacetatlösung, bis wieder Klärung erfolgt ist, und verarbeitet die so erhaltene Lösung nach eventuellem Filtrieren, wie in Beispiel 1 angegeben. Das so erhaltene Produkt gleicht in seinen Eigenschaften dem in diesem Beispiel beschriebenen Produkt.
Beispiel 3.
100 Teile der nach Beispiel 1 der Patentschrift 139907, Kl. 12 p, dargestellten Formaldehydverbindung der Nucleinsäure werden in 300 Teilen Wasser gelöst und unter Umrühren mit einer wässerigen Lösung von 40 Teilen Silbernitrat versetzt. Es entsteht ein dicker Niederschlag, der durch Zusatz einer gesättigten Kochsalzlösung wieder in Lösung gebracht wird. Aus dieser Lösung wird durch Fällen mit Alkohol oder Eindampfen im Vakuum die Silberverbindung der Formaldehydnucleinsäure isoliert. Das neue Produkt bildet ein gelbbraunes Pulver, das sich in Wasser mit gelbbrauner Farbe löst. Beim Erwärmen mit Natronlauge tritt Geruch nach Formaldehyd auf. Es enthält etwa 22 Prozent Silber.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von leicht löslichen Silberverbindungen der Nucleinsäuren und deren Formaldehydderivate, darin bestehend, daß man die durch die Einwirkung von Silberverbindungen auf Nucleinsäuren, deren Formaldehydderivate oder die Salze dieser Verbindungen in wässeriger Lösung erhältlichen unlöslichen Silberverbindungen mit wasserlöslichen Neutralsalzen behandelt, worauf die in Lösung gegangenen Silberverbindungen der Nucleinsäuren oder deren Formaldehydderivate durch Ausfällen mit Alkohol oder durch Eindampfen der wässerigen Lösung im Vakuum abgeschieden werden können.
DE1906188435D 1906-03-27 1906-03-27 Expired - Lifetime DE188435C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
AT35550D AT35550B (de) 1906-03-27 1907-07-05 Verfahren zur Darstellung von leicht löslichen Silberverbindungen der Nukleinsäuren und deren Formaldehydderivate.

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