Beschreibung
Verfahren zur Herstellung eines Leuchtdioden-Displays und Leuchtdioden-Display
Es wird ein Verfahren zur Herstellung eines Leuchtdioden- Displays angegeben. Darüber hinaus wird ein Leuchtdioden- Display angegeben. Eine zu lösende Aufgabe besteht darin, ein Verfahren
anzugeben, mit dem ein mikropixeliertes Leuchtdioden-Display mit einer hohen Qualität herstellbar ist.
Diese Aufgabe wird unter anderem durch ein Verfahren und durch ein Leuchtdioden-Display mit den Merkmalen der
unabhängigen Patentansprüche gelöst. Bevorzugte
Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist das Verfahren zur Herstellung eines Leuchtdioden-Displays vorgesehen.
Leuchtdioden-Display kann bedeuten, dass im Betrieb von dem Display emittierte Strahlung vollständig oder überwiegend mittels Leuchtdioden, kurz LEDs, erzeugt wird. Bei dem
Leuchtdioden-Display kann es sich um ein Aktiv-Matrix-Display handeln. Es ist möglich, dass das Leuchtdioden-Display frei ist von einer Flüssigkristallmatrix.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst das Verfahren den Schritt des Bereitstellens eines Aufwachssubstrats . Das Aufwachssubstrat weist eine Substratoberseite auf. Bei dem Aufwachssubstrat handelt es sich beispielsweise um ein
Saphirsubstrat oder um ein Siliziumsubstrat.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst das Verfahren den Schritt des Aufbringens einer oder mehrerer
Pufferschichten mittelbar oder unmittelbar auf die
Substratoberseite. Die mindestens eine Pufferschicht kann in direktem Kontakt zu der Substratoberseite stehen oder durch eine oder mehrere Zwischenschichten von der Substratoberseite beabstandet sein.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist das Verfahren den Schritt des Erzeugens einer Vielzahl von separaten
Anwachspunkten auf. Die Anwachspunkte werden an, in und/oder auf der Pufferschicht erzeugt. Beispielsweise handelt es sich bei den Anwachspunkten um bestimmte, lokale Bereiche der Pufferschicht .
Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist das Verfahren den Schritt des Erzeugens von einzelnen, strahlungsaktiven Inseln auf. Die Inseln werden ausgehend von den Anwachspunkten erzeugt, beispielsweise mittels epitaktischem Wachsen.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfassen die Inseln jeweils eine anorganische Halbleiterschichtenfolge oder bestehen aus einer solchen Halbleiterschichtenfolge. Die Halbleiterschichtenfolge der Inseln beinhaltet eine oder mehrere aktive Zonen zur Erzeugung einer Strahlung im Betrieb des Leuchtdioden-Displays. Bei der aktiven Zone kann es sich um eine Einfach-Quantentopfstruktur oder um eine Mehrfach- Quantentopfstruktur oder um einen pn-Übergang handeln. Die Halbleiterschichtenfolge basiert bevorzugt auf einem III- V-Verbindungshalbleitermaterial . Bei dem Halbleitermaterial handelt es sich zum Beispiel um ein Nitrid- Verbindungshalbleitermaterial wie AlnIn]__n_mGamN oder um ein
Phosphid-Verbindungshalbleitermaterial wie AlnIri]__n_mGamP oder auch um ein Arsenid-Verbindungshalbleitermaterial wie AlnIn]__n_mGamAs, wobei jeweils 0 ^ n < 1, 0 ^ m < 1 und n + m -S 1 ist. Dabei kann die Halbleiterschichtenfolge Dotierstoffe sowie zusätzliche Bestandteile aufweisen. Der Einfachheit halber sind jedoch nur die wesentlichen Bestandteile des Kristallgitters der Halbleiterschichtenfolge, also AI, As, Ga, In, N oder P, angegeben, auch wenn diese teilweise durch geringe Mengen weiterer Stoffe ersetzt und/oder ergänzt sein können.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform weisen die Inseln, in Draufsicht auf die Substratoberseite gesehen, einen mittleren Durchmesser von mindestens 50 nm oder von mindestens 200 nm oder von mindestens 500 nm oder von mindestens 0,5 ym oder von mindestens 10 ym auf. Alternativ oder zusätzlich beträgt der mittlere Durchmesser der Inseln höchstens 20 μιη oder höchstens 5 μιη oder höchstens 2 μιη. Es ist möglich, dass die Inseln ein Aspektverhältnis, also einen Quotienten aus einer mittleren Höhe und dem mittleren Durchmesser, von > 1 oder > 2 oder > 5 aufweisen. Das Aspektverhältnis kann zum Beispiel < 25 oder < 20 oder < 15 sein.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist das Verfahren den Schritt des Verschaltens der Inseln mit Transistoren auf.
Über die Transistoren sind die Inseln einzeln oder in Gruppen elektrisch ansteuerbar. Dabei können jeweils genau eine Insel oder auch mehrere elektrisch parallel geschaltete Inseln mit genau einem Transistor elektrisch leitend verbunden sein. Mit anderen Worten handelt es sich bei dem Leuchtdioden-Display dann um ein so genanntes mikropixeliertes Display, wobei die einzelnen Inseln die Mikropixel bilden.
In mindestens einer Ausführungsform ist das Verfahren zur Herstellung eines Leuchtdioden-Displays eingerichtet. Das Verfahren umfasst mindestens die folgenden Schritte:
A) Bereitstellen eines Aufwachssubstrats mit einer
Substratoberseite,
B) Aufbringen wenigstens einer Pufferschicht mittelbar oder unmittelbar auf die Substratoberseite,
C) Erzeugen einer Vielzahl von separaten Anwachspunkten auf oder an der Pufferschicht,
D) Erzeugen von einzelnen, strahlungsaktiven Inseln,
ausgehend von den Anwachspunkten, wobei die Inseln jeweils eine anorganische Halbleiterschichtenfolge mit mindestens einer aktiven Zone umfassen und ein mittlerer Durchmesser der Inseln, in Draufsicht auf die Substratoberseite gesehen, zwischen einschließlich 50 nm und 20 μιη liegt, und
E) Verschalten der Inseln mit Transistoren zu einer
elektrischen Ansteuerung der Inseln.
Die Verfahrensschritte werden bevorzugt in der angegebenen Reihenfolge ausgeführt. Eine abweichende Reihenfolge ist, soweit technisch durchführbar, ebenfalls möglich.
Bei der Herstellung von mikropixelierten Displays auf der Basis von Leuchtdioden treten bei einem konventionellen
Produktionsansatz, das heißt einer Segmentierung einer flächig aufgebrachten Epitaxieschicht, große
Herausforderungen hinsichtlich einer defektarmen
Strukturierung auf. Ein derartiger Produktionsansatz wird auch als Top-Down-Ansatz bezeichnet. Soll zudem ein Display mit einer Aktiv-Matrix-Schaltung realisiert werden, so muss auch ein Träger mit den notwendigen Transistorelementen zielgenau justiert zu den Leuchtflächen, insbesondere
gebildet durch die Mikropixel, aufgebracht werden.
Eine Strukturierung einer Halbleiterschichtenfolge hin zu einem mikropixelierten Display erfolgt beispielsweise durch trockenchemische Verfahren. Üblicherweise wird ein Träger mit der segmentierten Halbleiterschichtenfolge und den
Mikropixeln in einem Flip-Chip-Verfahren mit einem Wafer mit den Treiberschaltungen verbunden.
Dem beschriebenen Leuchtdioden-Display liegt unter anderem die Idee zugrunde, dass epitaktische Strukturen, die im
Mikrobereich oder im Nanobereich strukturiert auf einem
Wachstumssubstrat abgeschieden werden, für das Mikrodisplay verwendet werden. Eine entsprechende Herstellung wird auch als Bottom-Up-Ansatz bezeichnet. Bevorzugt entspricht hierbei eine epitaktische Wachstumsinsel genau einem späteren
Leuchtpixel. Es ist jedoch auch möglich, dass kleinere Inseln zu einem Leuchtpixel zusammengefasst werden. Zusätzlich besteht bei einem solchen Verfahren die Möglichkeit, das epitaktische Wachstum direkt auf dem gleichen Substrat durchzuführen, das auch zuvor oder später mit den
Treibertransistoren versehen wird. Hierdurch kann ein
Bondvorgang zwischen dem Träger mit den Mikropixeln und dem Träger mit der Treiberschaltung entfallen. Ferner kann eine Strukturierung einer Halbleiterschichtenfolge mit einer aktiven Zone nach der Epitaxie entfallen. Eine Segmentierung zu den Mikropixeln wird also bereits durch das Wachstum vorgegeben. Hierdurch ist insbesondere eine hohe
Materialqualität und damit eine Unterdrückung von durch
Ätzschäden hervorgerufenen Leckströmen erzielbar.
Durch das gezielte, dreidimensionale Wachsen der Inseln ist eine Schädigung der aktiven Zone durch
Strukturierungsprozesse wie Ätzen vermeidbar. Ein Risiko
möglicher Schäden durch elektrostatische Entladungen,
Kleinstromprobleme und/oder Nebenschlüsse kann hiermit minimiert werden. Ein Verlust an einer strahlungsaktiven Fläche durch die Strukturierung kann durch einen Kern-Schale-Aufbau der
Inseln, englisch core-shell-Aufbau, ausgeglichen werden. Bei einem hohen Aspektverhältnis ist sogar ein Gewinn an aktiver Fläche, verglichen mit einem planaren Top-Down-Ansatz , möglich. Somit ist auch eine Effizienzsteigerung durch eine Reduzierung der Stromdichte bei gleichzeitigem Erhalt der Leuchtdichte möglich.
Im Fall einer Integration einer Transistor-Ansteuerlogik in dem Wachstumssubstrat ist ein präzises, genau justiertes
Bonden in einem nachfolgenden Schritt nicht notwendig. Ein Wachstum vergleichsweise dünner Inseln in Form von so genannten Nano-Rods erlaubt zudem eine Verbesserung der Materialqualität, da Versetzungen an nahe liegenden
Oberflächen abbiegen, anstatt die gesamte, epitaktisch gewachsene Schichtdicke zu durchsetzen.
Durch ein Wachstum einzeln stehender, dreidimensionaler Inseln in Form von Nanostrukturen oder Mikrostrukturen statt einer geschlossenen zweidimensionalen Schicht können zudem Verspannungen, die bei der Verwendung von Materialien mit unterschiedlichen Gitterkonstanten und/oder
Ausdehnungskoeffizienten auftreten, abgebaut oder reduziert werden. Dies reduziert auch eine Durchbiegung eines Wafers und/oder des Aufwachssubstrats bei einem Wachsen und kann eine Prozessierung vereinfachen, speziell bei einem Bonden auf andere Materialien oder Wafer. Weiterhin können für das
Wachstum größere Substrate oder Fremdsubstrate eingesetzt werden .
Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens werden die Transistoren in dem Aufwachssubstrat erzeugt. Dies erfolgt beispielsweise durch eine Dotierung bestimmter
Teilgebiete des Aufwachssubstrats . Insbesondere werden die Transistoren als Feldeffekttransistoren, kurz FET, oder als pnp-Transistoren in dem Aufwachssubstrat erzeugt.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform folgt der Schritt des Erzeugens der Transistoren teilweise oder vollständig dem Schritt D) nach. Insbesondere hinsichtlich thermischer
Belastungen, etwa durch Diffusionen in p-Wannen und n-Wannen des Transistors, die während des Wachstums einwirken, können alternativ aber einige oder alle Prozessschritte für die Herstellung der Transistoren vor dem Schritt D) durchgeführt werden . Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens wird im Schritt E) ein Trägersubstrat an einer dem Aufwachssubstrat abgewandten Seite der Inseln angebracht. Bei dem
Trägersubstrat handelt es sich dann bevorzugt um die das Leuchtdioden-Display mechanisch stabilisierende und
mechanisch tragende Komponente. Bei dem Trägersubstrat handelt es sich beispielsweise um ein Siliziumsubstrat.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst das Verfahren den Schritt des Entfernens des Aufwachssubstrats .
Insbesondere wird das Aufwachssubstrat entfernt, nachdem das Trägersubstrat angebracht ist. Umfasst das Aufwachssubstrat die Transistoren, so verbleibt das Aufwachssubstrat bevorzugt an dem fertig hergestellten Leuchtdioden-Display.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform sind die Transistoren zur Ansteuerung der Inseln von dem Trägersubstrat umfasst. Bevorzugt werden die Transistoren in dem Trägersubstrat gefertigt, bevor das Trägersubstrat an den Inseln befestigt wird .
Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens wird die Pufferschicht als zweidimensionale, unstrukturierte Schicht aufgebracht. Das heißt, die Pufferschicht wird in einer konstanten Dicke ohne gezielte Dickenvariation oder
Materialvariation erzeugt.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform wird auf die
Pufferschicht eine Maskierungsschicht aus einem elektrisch isolierenden oder aus einem elektrisch leitenden Material aufgebracht. Die Maskierungsschicht weist eine Vielzahl von Öffnungen auf und wird bevorzugt vor dem Schritt D)
abgeschieden. Die Inseln wachsen ausgehend von den Öffnungen in der Maskierungsschicht auf der Pufferschicht auf. Ein Material der Maskierungsschicht ist beispielsweise ein
Siliziumoxid oder ein Siliziumnitrid.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform verbleibt die
Maskierungsschicht in dem fertigen Leuchtdioden-Display. Das heißt, die Maskierungsschicht wird nicht nachträglich, etwa durch ein Ätzen, entfernt. Insbesondere wird die
Maskierungsschicht nach dem Schritt D) nicht mehr oder nicht mehr signifikant in ihrer Dicke oder geometrischen Form verändert.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens werden die Inseln so gewachsen, dass sie die Maskierungsschicht
überragen. Bezogen auf die Substratoberseite ist eine Höhe der Inseln dann größer als eine Dicke der Maskierungsschicht. Die Höhe der Inseln übersteigt die Dicke der
Maskierungsschicht beispielsweise um mindestens einen Faktor 10 oder um mindestens einen Faktor 100 oder um mindestens einen Faktor 1000.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform befindet sich zwischen der Pufferschicht und dem Aufwachssubstrat eine
Zwischenschicht. Die Zwischenschicht ist beispielsweise aus einem Metallnitrid wie Aluminiumnitrid oder Hafniumnitrid geformt. Insbesondere ist durch die Zwischenschicht
verhinderbar, dass Gallium aus der Pufferschicht mit einem Material des Aufwachssubstrats , insbesondere mit Silizium, in Berührung gerät.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform werden die
Anwachsinseln durch eine Strukturierung der Pufferschicht erzeugt. Die Strukturierung der Pufferschicht erfolgt
bevorzugt durch eine Materialwegnahme von Material der
Pufferschicht .
Gemäß zumindest einer Ausführungsform wird die Strukturierung der Pufferschicht mit Hilfe einer Maskierungstechnik
durchgeführt. Beispielsweise wird Material der Pufferschicht in nicht von einer Maske bedeckten Bereichen teilweise oder vollständig entfernt. Es ist hierbei möglich, dass die
Pufferschicht als durchgehende Schicht verbleibt, sodass beispielsweise um die Anwachsinseln herum eine Dicke der Pufferschicht reduziert ist, jedoch größer als Null ist.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform erfolgt die
Strukturierung der Pufferschicht vor dem Abscheiden der
Maskierungsschicht für die Anwachsinseln. Beispielsweise wird auf die strukturierte Pufferschicht außerhalb der
Anwachsinseln eine elektrisch isolierende Schicht aus einem Siliziumoxid aufgebracht, wobei diese Schicht dann die
Maskierungsschicht bilden kann und zum Beispiel Seitenflächen der Anwachsinseln teilweise oder vollständig bedeckt.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform wird unmittelbar auf das Aufwachssubstrat eine erste Pufferschicht, insbesondere aus einem Oxid oder Nitrid eines Übergangsmetalls oder eines Seltenerdenmetalls, aufgebracht. Beispielsweise besteht die erste Pufferschicht aus Hafniumnitrid. Weiterhin wird, bevorzugt vor dem Schritt C) , unmittelbar auf die erste
Pufferschicht eine hiervon verschiedene, zweite Pufferschicht aufgebracht. Die zweite Pufferschicht basiert oder besteht bevorzugt aus GaN oder aus AlGaN. Die Inseln und die
Halbleiterschichtenfolge basieren dann bevorzugt auf AlInGaN.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform, bei dem das
Aufwachssubstrat bevorzugt die Transistoren umfasst, folgt der ersten Pufferschicht insbesondere unmittelbar ein Bragg- Spiegel nach. Der Bragg-Spiegel kann epitaktisch gewachsen sein. Bei dem Bragg-Spiegel handelt es sich um eine
Mehrfachschichtenfolge etwa aus einem Selten Erden-Oxid, einem Selten Erden-Nitrid, einer III-V-Verbindung und/oder einer III-Nitrid-Verbindung.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform wird ein Bereich zwischen benachbarten Inseln nach dem Schritt D) vollständig oder teilweise mit einer Füllmasse ausgefüllt. Die Füllmasse kann die Inseln berühren oder durch eine Zwischenschicht von den Inseln separiert sein. Bevorzugt ist die Füllmasse als
Negativ zu den Inseln ausgebildet und an die Inseln
formschlüssig angeformt.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist die Füllmasse zu einer Einstellung oder Reduzierung einer optischen Kopplung zwischen benachbarten Inseln eingerichtet. Hierzu kann die Füllmasse beispielsweise strahlungsundurchlässig,
strahlungsmindernd, Strahlungsabsorbierend,
strahlungsdurchlässig oder Licht streuend geformt sein.
Ebenso können in die Füllmasse oder in Teilbereiche der Füllmasse optisch aktive Materialien wie Leuchtstoffe,
Streupartikel oder reflektierende Partikel eingebettet sein.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform füllt die Füllmasse Bereiche zwischen den benachbarten Inseln nur teilweise aus. Insbesondere ist die Füllmasse dann inselartig um die Inseln herum angeordnet. Es ist möglich, dass die Füllmasse
einstückig ausgebildet ist oder durch eine Vielzahl von separaten Bereichen, wobei jeder der separaten Bereiche dann bevorzugt genau einer der Inseln zugeordnet ist. In Bereichen zwischen benachbarten Füllmassen kann eine weitere Füllung, die beispielsweise reflektierend gestaltet ist, eingebracht sein . Gemäß zumindest einer Ausführungsform werden im Schritt E) an einer den Inseln abgewandten Seite des Aufwachssubstrats die Transistoren in dem Aufwachssubstrat erzeugt. Dieser Schritt kann dem Schritt D) nachfolgen oder dem Schritt D) zumindest zum Teil vorausgehen.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform überlappen die Inseln und die Transistoren, in Draufsicht auf das Aufwachssubstrat und/oder die Substratoberseite gesehen. Hierdurch ist eine
besonders Platz sparende Anordnung der Transistoren und der Inseln relativ zueinander erzielbar.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform wird die Pufferschicht oder werden die Inseln in Schritt E) stellenweise freigelegt, und zwar von der den Inseln abgewandten Seite des
Aufwachssubstrats her. Es kann durch das Aufwachssubstrat hindurch eine Durchkontaktierung an die Inseln und/oder an die Pufferschicht heran erfolgen. Bevorzugt werden die freigelegten Stellen der Pufferschicht und/oder der Inseln mit einer oder mehreren Metallisierungen versehen.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform wird die Pufferschicht an einer dem Trägersubstrat abgewandten Seite mit einer
Strukturierung versehen. Dies erfolgt bevorzugt nach dem Schritt E) . Die Strukturierung der Pufferschicht kann zu einer optischen Entkopplung zwischen benachbarten Inseln vorgesehen sein. Beispielsweise ist die Strukturierung stellenweise tiefer ausgebildet oder nur an bestimmten
Bereichen, beispielsweise deckungsgleich über den Inseln, angebracht. Alternativ oder zusätzlich zu der Pufferschicht kann auch die n-leitende Schicht der Inseln mit der
Strukturierung versehen sein. Darüber hinaus wird ein Leuchtdioden-Display angegeben. Das Leuchtdioden-Display ist insbesondere mit einem Verfahren hergestellt, wie in Verbindung mit einer oder mehrerer der oben genannten Ausführungsformen beschrieben. Merkmale des Verfahrens sind daher auch für das Leuchtdioden-Display offenbart und umgekehrt.
In mindestens einer Ausführungsform beinhaltet das
Leuchtdioden-Display einen Träger mit einer Vielzahl von
Transistoren und eine Vielzahl von einzelnen,
strahlungsaktiven Inseln. Die Inseln weisen jeweils eine anorganische Halbleiterschichtenfolge mit einer oder mehreren aktiven Zonen auf. Ein mittlerer Durchmesser der Inseln, in Draufsicht auf den Träger gesehen, liegt zwischen
einschließlich 50 nm und 20 μιη. Die Inseln sind mit den
Transistoren elektrisch verschaltet.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform liegt eine mittlere Höhe der Halbleiterschichtenfolge der Inseln und/oder eine mittlere Höhe der Inseln, bezogen auf die Pufferschicht oder auf eine den Inseln zugewandte Seite des Trägers, bei mindestens 0,2 μιη oder bei mindestens 2 μιη. Alternativ oder zusätzlich liegt diese mittlere Höhe bei höchstens 25 μιη oder bei höchstens 6 μιη.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtdioden- Displays ist jedem der Transistoren genau eine der Inseln zugeordnet. Es ist möglich, dass eine Anzahl der Inseln gleich oder näherungsweise gleich der Anzahl der Transistoren ist .
Gemäß zumindest einer Ausführungsform sind Bildpunkte des Leuchtdioden-Displays aus den Inseln gebildet. Beispielsweise ist ein Bildpunkt, englisch pixel, genau durch eine der
Inseln ausgeformt. Alternativ hierzu ist es möglich, dass mehrere Inseln einen Bildpunkt bilden. Die mehreren Inseln sind dann bevorzugt zur Abstrahlung von Licht in
verschiedenen Spektralbereichen eingerichtet, beispielsweise zur Abstrahlung von rotem Licht, von grünem Licht und von blauem Licht.
Nachfolgend wird ein hier beschriebenes Verfahren und ein hier beschriebenes Leuchtdioden-Display unter Bezugnahme auf die Zeichnung anhand von Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Gleiche Bezugszeichen geben dabei gleiche Elemente in den einzelnen Figuren an. Es sind dabei jedoch keine maßstäblichen Bezüge dargestellt, vielmehr können einzelne Elemente zum besseren Verständnis übertrieben groß
dargestellt sein. Es zeigen:
Figuren 1, 2, 4 und 5 schematische Schnittdarstellungen von Ausführungsbeispielen von hier beschriebenen Verfahren zur Herstellung von hier beschriebenen Leuchtdioden-Displays, und
Figur 3 schematische Schnittdarstellungen von
Ausführungsbeispielen von hier beschriebenen
Leuchtdioden-Displays .
In Figur 1 ist in Schnittdarstellungen ein Verfahren zur Herstellung eines Leuchtdioden-Displays 1 illustriert. Gemäß Figur 1A wird ein Aufwachssubstrat 2 mit einer
Substratoberseite 20 bereitgestellt, beispielsweise ein
Saphirsubstrat. Auf das Saphirsubstrat wird eine
Pufferschicht 4, insbesondere aus n-dotiertem GaN,
aufgebracht. Eine Dicke der Pufferschicht 4 liegt
beispielsweise bei mindestens 200 nm und/oder bei höchstens 6 μιη. An einer der Substratoberseite 20 abgewandten Seite der durchgehenden, zweidimensionalen Pufferschicht 4 befindet sich eine Maskierungsschicht 7. In der Maskierungsschicht 7 ist eine Vielzahl von Öffnungen gebildet. Die
Maskierungsschicht 7 ist beispielsweise aus Siliziumdioxid,
Siliziumnitrid, Titan oder Molybdän geformt. Die Öffnungen in der Maskierungsschicht 7, in denen die Pufferschicht 4 freigelegt ist, stellen Anwachspunkte 45 dar. In Figur 1B ist gezeigt, dass ausgehend von den
Anwachspunkten 45 eine n-leitende Schicht 51 auf die
Pufferschicht 4 aufgewachsen wird. Die n-leitende Schicht 51 ist beispielsweise säulenartig, prismatisch oder
pyramidenstumpfartig geformt und kann, in Draufsicht auf die Substratoberseite 20 gesehen, einen runden oder einen
polygonen, insbesondere sechseckigen oder quadratischen, Grundriss aufweisen. Es ist möglich, dass ein mittlerer
Durchmesser der n-leitenden Schicht 51 eine mittlere Dicke der n-leitenden Schicht 51 übersteigt oder umgekehrt. Die n- leitende Schicht 51 ist bevorzugt aus n-dotiertem GaN
gebildet. In Richtung weg von dem Aufwachssubstrat 2 überragt die n-leitende Schicht 51 die Maskierungsschicht 7.
Wie in Figur IC zu sehen, wird an Mantelflächen 58 und an einer dem Aufwachssubstrat 2 abgewandten Oberseite 56 der n- leitenden Schicht 51 eine aktive Zone 55 aufgewachsen. Auf die aktive Zone 55 wiederum wird, siehe Figur 1D, eine p- leitende Schicht 53 aufgewachsen. Die p-leitende Schicht 53, basierend bevorzugt auf p-dotiertem GaN, sowie die aktive Zone 55 stellen eine Schale für die einen Kern bildende n- leitende Schicht 51 dar.
Die Schichten 51, 53 sowie die aktive Zone 55 sind Teil einer Halbleiterschichtenfolge 50. Die Halbleiterschichtenfolge 50 bildet je eine Insel 5, die aufgrund der aktiven Zone 55 strahlungsaktiv ist. Benachbarte Inseln 5 sind über die
Pufferschicht 4 im Verfahrensschritt gemäß Figur 1D
miteinander verbunden.
In Figur IE ist gezeigt, dass die Inseln 5 von einer
Füllmasse 8 überdeckt werden. Bei der Füllmasse 8 handelt es sich um ein elektrisch isolierendes Material. Die Füllmasse 8 kann strahlungsdurchlässig oder strahlungsundurchlässig gestaltet sein und/oder aus einer Kombination verschiedener Schichten aus strahlungsdurchlässigen,
strahlungsundurchlässigen oder strahlungsstreuenden
Materialien bestehen. Es füllt die Füllmasse 8 Bereiche zwischen benachbarten Inseln 5 vollständig auf und die
Füllmasse 8 steht in direktem Kontakt zu den Inseln 5 und umgibt die Inseln 5 formschlüssig.
Nachfolgend wird die Füllmasse 8 planarisiert und es bildet sich eine Oberseite 80 der Füllmasse 8 an einer dem
Aufwachssubstrat 2 gegenüberliegenden Seite, vergleiche Figur 1F. Zum Beispiel besteht oder umfasst die Füllmasse 8 eines oder mehrerer der nachfolgend genannten Materialien: ein Siliziumoxid, Siliziumnitrid, ein Siliziumoxinitrid, A10x, A1N, TaO, TiO, Silizium, Benzocyclobuten, Wasserstoff-
Silsesquioxan oder englisch hydrogen silsesquioxane, Parylen, spin-on-glass , Silikon, ein Polymer.
Wie in Figur IG zu sehen, wird die Füllmasse 8 an den
Oberseiten 56 der Inseln 5 teilweise entfernt und es wird eine p-Kontaktierung 61 an die p-leitende Schicht 53
angeformt. Bei der p-Kontaktierung 61 handelt es sich
bevorzugt um eine oder mehrere Metallisierungen. Weiterhin ist die p-Kontaktierung 61 bevorzugt reflektierend gestaltet und kann zu diesem Zweck eine Silberschicht oder eine
Aluminiumschicht beinhalten. Weiterhin kann die p- Kontaktierung 61 als Lötkontaktstelle ausgebildet sein.
Anders als dargestellt ist es möglich, dass die p-
Kontaktierung 61 bündig mit der Oberseite 80 der Füllmasse 8 abschließt oder dass die Füllmasse 8 die p-Kontaktierung 61 überragt . In Figur 1H ist dargestellt, dass auf der Oberseite 80 ein Trägersubstrat 9 angebracht wird. Das Trägersubstrat 9 umfasst eine Vielzahl von Transistoren 6, schematisch
angedeutet. Jeder der Transistoren 6 ist einer der Inseln 5 zugeordnet und mit der p-Kontaktierung 61 elektrisch leitend verbunden. Der schematisch dargestellte Transistor 6 kann auch aus einer Verschaltung mehrerer Transistoren 6
zusammengesetzt sein, die insbesondere dazu geeignet sind, die p-Kontaktierung 61 und damit die Insel 5 auf ein
elektrisches Spannungssignal hin mit Strom zu versorgen. Das Trägersubstrat 9 kann durch Löten, Kleben, Reibschweißen oder Direktbonden mechanisch, elektrisch und/oder thermisch mit der p-Kontaktierung 61 verbunden sein.
Bei dem Trägersubstrat 9 handelt es sich bevorzugt um ein Siliziumsubstrat, in das die Transistoren 6 monolithisch integriert sind. Anders als dargestellt ist es möglich, dass sich zwischen der Füllung 8 und dem Trägersubstrat 9
zumindest in Bereichen, die frei von der p-Kontaktierung 61 sind, eine Zwischenschicht befindet. Eine solche
Zwischenschicht kann als Spiegel gestaltet sein.
Gemäß Figur II wird das Aufwachssubstrat 2 entfernt und die Pufferschicht 4 wird an einer dem Trägersubstrat 9
gegenüberliegenden Seite freigelegt.
Das fertige Leuchtdioden-Display 1 ist in Figur 1J zu sehen. Weitere Komponenten des Leuchtdioden-Displays wie
Anschlusspunkte zur externen, elektrischen Kontaktierung,
Schutzschichten, Signalleitungen, Bauteile zur
Signalverarbeitung wie Schieberegister, Schutzeinrichtungen gegen Schäden vor elektrostatischen Entladungen, eine
Verkapselung oder ein Gehäuse sind zur Vereinfachung der Darstellung jeweils nicht gezeichnet. Zwischen benachbarten Inseln 5 besteht keine durchgehende Verbindung aus elektrisch vergleichsweise stark leitfähigen Schichten, sodass keine oder keine signifikanten Leckströme oder Querströme zwischen benachbarten Inseln 5 auftreten.
Optional wird die Pufferschicht 4 mit einer Strukturierung versehen. Bei der Strukturierung handelt es sich
beispielsweise um eine Aufrauung, die mittels KOH-Ätzen erzeugt sein kann. Es ist möglich, dass über die
Pufferschicht 4 eine n-Kontaktierung 62 der Inseln 5
realisiert ist. Alternativ hierzu ist es möglich, dass auf die Pufferschicht 4 eine weitere, elektrisch leitende und bevorzugt strahlungsdurchlässige Schicht, nicht gezeichnet, aufgebracht wird.
Ferner ist es optional möglich, wie auch in allen anderen Ausführungsbeispielen, dass den Inseln 5 oder einem Teil der Inseln 5 ein nicht gezeichnetes Wellenlängenkonversionsmittel zugeordnet ist, das sich in der Füllmasse 8 oder an einer dem Träger 9 abgewandten Seite der Pufferschicht 4 befinden kann. Über ein solches Wellenlängenkonversionsmittel ist es
möglich, eine in der aktiven Zone 55 erzeugte Primärstrahlung in eine Strahlung einer hiervon verschiedenen Wellenlänge teilweise oder vollständig umzuwandeln. Alternativ zu einem Wellenlängenkonversionsmittel können auch die aktiven Zonen 55 von verschiedenen Inseln 5 zur Abstrahlung
unterschiedlicher Wellenlängen eingerichtet sein.
Weiter optional kann den Inseln 5, insbesondere an einer dem Trägersubstrat 9 abgewandten Seite der Pufferschicht 4, eine Flüssigkristallmaske nachgeordnet sein, etwa zu einer
Farbfilterung .
In Figur 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel des
Herstellungsverfahrens illustriert. Gemäß Figur 2A wird auf dem Aufwachssubstrat 2, beispielsweise ein Saphirsubstrat, die Pufferschicht 4 aufgewachsen. Handelt es sich bei dem Aufwachssubstrat 2 etwa um ein Siliziumsubstrat, so befindet sich bevorzugt zwischen der Pufferschicht 4 aus n-dotiertem GaN und dem Aufwachssubstrat 2 eine weitere Schicht,
insbesondere aus A1N. Wie in Figur 2B zu sehen, wird an einer dem Aufwachssubstrat 2 abgewandten Seite der Pufferschicht 4 eine
Maskierungsschicht 7 aufgebracht, etwa aus einem Fotolack. Die von der Maskierungsschicht 7 bedeckten Bereiche der
Pufferschicht 4 sind bevorzugt inselartig geformt und können, in Draufsicht gesehen, rund oder polygonal geformt sein.
Gemäß Figur 2C wird die Pufferschicht 4 durch teilweise
Materialwegnahme strukturiert, etwa durch ein
trockenchemisches Ätzen. Hieraus resultieren die
Anwachspunkte 45 in von der Maskierungsschicht 7 überdeckten Bereichen .
Nachfolgend, vergleiche Figur 2D, wird die Maskierungsschicht 7 entfernt und die Anwachspunkte 45 werden freigelegt.
Optional wird auf der Pufferschicht 4 und an Mantelflächen der Anwachspunkte 45 eine Passivierungsschicht 75
aufgebracht. Die Passivierungsschicht 75 ist beispielsweise
aus Siliziumoxid oder Siliziumnitrid geformt und kann eine Dicke zwischen einschließlich 10 nm und 200 nm haben.
In Figur 2E ist dargestellt, dass auf die Anwachspunkte 45 und somit auf die von der Passivierungsschicht 75 unbedeckten Bereiche der Pufferschicht 4 die Halbleiterschichtenfolge 50 aufgebracht wird. Die Halbleiterschichtenfolge 50, die die Inseln 5 bildet, kann aufgebaut sein, wie in Verbindung mit Figur 1 erläutert.
Die weiteren Verfahrensschritte, in Figur 2 nicht
dargestellt, können analog zu den Figuren IE bis 1J erfolgen.
In Figur 3 sind weitere Ausführungsbeispiele des
Leuchtdioden-Displays 1 in Schnittdarstellungen gezeigt. Die Leuchtdioden-Displays gemäß Figur 3 unterscheiden sich insbesondere in der Ausgestaltung der Füllmasse 8 und der Pufferschicht 4. Entsprechende Ausführungsbeispiele des
Leuchtdioden-Displays 1 sind analog zu den
Herstellungsverfahren gemäß der Figuren 1 und 2 herstellbar.
Gemäß Figur 3A ist die Füllmasse 8 in eine Vielzahl von inselartigen oder schalenartigen Bereiche unterteilt, wobei sich jeder dieser inselartigen Bereiche an eine der Inseln 5 anschmiegt und mit weiteren inselartigen Bereichen nicht durch ein Material der Füllmasse 8 verbunden ist. Anders als dargestellt kann eine dünne, durchgehende Schicht der
Füllmasse 8 nahe der Maskierungsschicht 7 vorhanden sein. Bereiche zwischen benachbarten Abschnitten der Füllmasse 8 können mit einer reflektierenden Füllung 85 versehen sein. Über eine solche reflektierende Füllung 85 sind benachbarte Inseln 5 optisch voneinander isolierbar. Bei der
reflektierenden Füllung 85 kann es sich um eine metallische Füllung handeln. Anders als dargestellt, kann die
reflektierende Füllung 85 sich auf Seitenflächen der
einzelnen Bereiche der Füllmasse 8 beschränken und einen Zwischenraum zwischen benachbarten Füllmassen 8 dann nur unvollständig ausfüllen.
Im Bereich der metallischen, reflektierenden Füllung 85 kann die Maskierungsschicht 7 auch entfernt sein, anders als gezeichnet, sodass die reflektierende Füllung 85 elektrischen Kontakt zu der Pufferschicht 4 hat und somit eine elektrische Querleitfähigkeit verbessert ist. In diesem Fall kann sich, in Draufsicht gesehen, die reflektierende Füllung 85 als zusammenhängendes Netz über den Träger 9 erstrecken, wobei sich in Maschen dieses Netzes die Inseln 5 befinden.
Gemäß Figur 3B erstreckt sich die p-Kontaktierung 61
zylindermantelartig um die Inseln 5 herum, in einem dem
Trägersubstrat 9 zugewandten Halbraum, bezogen auf die
Maskierungsschicht 7. Die p-Kontaktierung 61 ist bevorzugt mit einem reflektierenden Metall geformt.
Entsprechende Ausgestaltung der Füllmasse 8 sowie der p- Kontaktierung 61, wie in Verbindung mit den Figuren 3A und 3B gezeigt, können, anders als dargestellt, auch in den Figuren 3C und 3D vorhanden sein.
In Figur 3C ist dargestellt, dass die Pufferschicht
strukturiert ist. Erste Bereiche 4a der Pufferschicht sind den Inseln 5 entlang einer Hauptabstrahlrichtung unmittelbar nachgeordnet und mit einer Strukturierung zur Verbesserung der Lichtauskopplung versehen. Bereiche 4b zwischen
benachbarten Inseln 5 sind teilweise voneinander separiert.
Dies ist beispielsweise durch eine modifizierte
Strukturierung in den Bereichen 4b erzielbar oder durch eine partielle Beschichtung in diesen Bereichen 4b. Gemäß Figur 3D sind die einzelnen Bereiche der Pufferschicht 4, die den Inseln 5 nachgeordnet sind, vollständig
voneinander separiert. Ferner sind diese Bereiche mit einer elektrisch leitfähigen Schicht 62, beispielsweise aus einem transparenten leitfähigen Oxid wie Indium-Zinn-Oxid versehen. Über die Schicht 62 ist eine n-Kontaktierung realisierbar. Eine entsprechende leitfähige Schicht kann auch in allen anderen Ausführungsbeispielen vorhanden sein.
Bei den Verfahren gemäß der Figuren 1 und 2 wurde das
Trägersubstrat 9 mit den Transistoren 6 nachträglich an die Inseln 5 angebondet. Bei den Verfahren gemäß der Figuren 4 und 5 werden die Transistoren 6 in das Aufwachssubstrat 2 integriert . Laut Figur 4A wird auf dem Aufwachssubstrat 2, bevorzugt ein Siliziumsubstrat, die Pufferschicht 3 abgeschieden,
beispielsweise aus HfN. Auf diese Pufferschicht 3 wird nachfolgend optional eine Ätzstoppschicht 34 aufgebracht. In Figur 4B ist zu sehen, dass die Pufferschicht 3 sowie die Ätzstoppschicht 34 strukturiert werden. Stellenweise wird die Pufferschicht 3 von dem Aufwachssubstrat 2 vollständig entfernt. Handelt es sich bei der Pufferschicht 3 um eine elektrisch isolierende Schicht, so kann auf die
Strukturierung der Pufferschicht 3 optional verzichtet werden .
Gemäß Figur 4C wird bereichsweise auf die Ätzstoppschicht 34 die Maskierungsschicht 7 aufgebracht. Die Maskierungsschicht 7 steht dabei stellenweise in direktem Kontakt mit dem
Aufwachssubstrat 2. Die Ätzstoppschicht 34 liegt stellenweise zwischen der Pufferschicht 3 und der Maskierungsschicht 7. Von der optionalen Ätzstoppschicht 34 sowie von der
Maskierungsschicht 7 unbedeckte Bereiche der Pufferschicht 7 bilden die Anwachspunkte 45. Ausgehend von den Anwachspunkten 45 wird die
Halbleiterschichtenfolge 50, die die Inseln 5 bildet, gewachsen, wie in Figur 4D gezeigt.
Anschließend wird, vergleiche Figur 4E, die Füllmasse 8 zwischen den Inseln 5 aufgebracht. Die Füllmasse 8 überdeckt dabei die Inseln 5 bevorzugt vollständig, sodass die Inseln 5 formschlüssig in die Füllmasse 8 eingebettet sind.
An einer den Inseln 5 abgewandten Seite des Aufwachssubstrats 2 werden gemäß Figur 4F die Transistoren 6, die
beispielsweise sogenannte pnp-Transistoren sind, erzeugt. Hierzu wird eine größere Wanne 68 aus einem dotierten Gebiet in das Aufwachssubstrat 2 geformt. In diese größere Wanne 68 werden zwei entgegengesetzt dotierte, kleinere Bereiche 66 gebildet, zwischen denen sich das Gate 67 befindet. Die kleineren Bereiche 66 sind für Source und Drain vorgesehen.
Anders als in Figur 4F dargestellt, kann sich an einer dem Aufwachssubstrat 2 abgewandten Seite der Füllmasse 8 ein nicht gezeichneter Hilfsträger befinden. Abweichend von der dargestellten Reihenfolge der Verfahrensschritte können zumindest Teile der Bereiche 66, 67, 68 bereits vor den
Verfahrensschritten der Figuren 4A bis 4E erzeugt werden.
Im Verfahrensschritt, wie in Figur 4G gezeigt, werden
Öffnungen 25 für Durchkontaktierungen in das Aufwachssubstrat 2 geformt. Die Durchkontaktierungen, beispielsweise über ein Trockenätzen erzeugt, reichen bis an die Inseln 5 und können die Pufferschicht 3 vollständig durchdringen. Insbesondere reichen die Öffnungen 25 bis an die Ätzstoppschicht 34 heran. Ein Erstellen der Öffnungen 25 erfolgt zum Beispiel mittels des Bosch-Prozesses und einer gegebenenfalls anschließenden Ätzung von eventuell nicht leitfähigen Anwachsschichten.
In Figur 4H ist dargestellt, dass Metallisierungen 65 auf die in den Öffnungen 25 erzeugten Durchkontaktierungen 64 sowie auf die dotierten Bereiche 66 sowie das Gate 67 des
Transistors 6 aufgebracht werden. Hierdurch sind die
Transistoren 6 elektrisch kontaktierbar .
In einem optionalen, nicht gezeichneten Verfahrensschritt können anschließend Verdrahtungsebenen und Schutzschichten an einer den Inseln 5 abgewandten Seite des Aufwachssubstrats 2 geformt werden.
Gemäß Figur 41 wird die Füllmasse 8 teilweise entfernt, sodass die p-leitende Schicht 53 der Inseln 5 freigelegt wird. Anders als dargestellt, kann die verbleibende Füllmasse 8 in Richtung weg von dem Aufwachssubstrat 2 bündig mit der p-leitenden Schicht 53 abschließen, sodass eine planare, ebene Oberseite 80 ausgebildet wird. Das fertige Leuchtdioden-Display 1 ist in Figur 4J
dargestellt. Auf die Inseln 5 ist an einer dem
Aufwachssubstrat 2 abgewandten Seite eine Elektrode 69 angebracht. Die Elektrode 69 ist bevorzugt
strahlungsdurchlässig und beispielsweise aus Indium-Zinn-Oxid gebildet. Es kann sich bei der Elektrode 69, wie in allen anderen Ausführungsbeispielen, um eine durchgehende Schicht handeln und eine individualisierte Ansteuerung der Inseln 5 ist über eine Verdrahtungsebene für die Transistoren 6 an einer den Inseln 5 abgewandten Seite des Aufwachssubstrats 2 oder des Trägersubstrats 9 ermöglicht. Die Füllmasse 8 und ein dem Aufwachssubstrat 2 abgewandte Seite der Elektrode 69 können gestaltet werden, wie in Verbindung mit Figur 3 beschrieben.
In Figur 5 ist ein weiteres Herstellungsverfahren des
Leuchtdioden-Displays 1 gezeigt, bei dem die Transistoren 6 in das Aufwachssubstrat 2 integriert werden. In Figur 5A ist dargestellt, dass auf das Aufwachssubstrat 2 eine erste
Pufferschicht 3 geformt wird, beispielsweise aus HfN.
Auf die erste Pufferschicht 3 wird eine zweite Pufferschicht 4, etwa aus n-dotiertem GaN, aufgebracht, siehe Figur 5B. Die Pufferschichten 3, 4 können, wie auch in allen anderen
Ausführungsbeispielen, jeweils aus einer einzigen Schicht oder aus Schichtenstapeln gebildet sein.
Die Pufferschichten 3, 4 werden stellenweise teilweise oder vollständig entfernt, sodass das Aufwachssubstrat 2
stellenweise freigelegt wird, siehe Figur 5C. Die
verbleibenden Bereiche der Pufferschichten 3, 4 stellen dann die Anwachspunkte 45 dar. Optional kann auf die freigelegten Stellen des Aufwachssubstrats 2 sowie zumindest bereichsweise oder vollständig auf Mantelflächen der Pufferschichten 4 eine Passivierungsschicht 75 aufgebracht werden, wobei die
Anwachspunkte 45 frei bleiben oder nachträglich von der Passivierungsschicht 75 wieder freigemacht werden.
Gemäß Figur 5D wird die Halbleiterschichtenfolge 50 und somit die Inseln 5 erzeugt, analog zu Figur 2G. Die weiteren
Verfahrensschritte können in Anlehnung an die Figuren 4E bis 41 erfolgen.
Das resultierende Leuchtdioden-Display 1 ist in Figur 5E gezeigt. Anders als in Figur 4J dargestellt, reichen die Durchkontaktierungen 64 bis in die zweite Pufferschicht 4 der Inseln 5 hinein und durchdringen die erste Pufferschicht 3 vollständig. Hierdurch kann für die erste Pufferschicht 3 eine größere Bandbreite von Materialien Verwendung finden. Ebenfalls abweichend von Figur 4J ist, im Querschnitt
gesehen, die Passivierungsschicht 75 U-förmig ausgebildet.
Die hier beschriebene Erfindung ist nicht durch die
Beschreibung anhand der Ausführungsbeispiele beschränkt.
Vielmehr umfasst die Erfindung jedes neue Merkmal sowie jede Kombination von Merkmalen, was insbesondere jede Kombination von Merkmalen in den Patentansprüchen beinhaltet, auch wenn dieses Merkmal oder diese Kombination selbst nicht explizit in den Patentansprüchen oder Ausführungsbeispielen angegeben ist . Diese Patentanmeldung beansprucht die Priorität der deutschen Patentanmeldung 10 2012 109 460.8, deren Offenbarungsgehalt hiermit durch Rückbezug aufgenommen wird.