EP0087513B1 - Reihenfachwebmaschine mit einem Webrotor - Google Patents
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- EP0087513B1 EP0087513B1 EP82111658A EP82111658A EP0087513B1 EP 0087513 B1 EP0087513 B1 EP 0087513B1 EP 82111658 A EP82111658 A EP 82111658A EP 82111658 A EP82111658 A EP 82111658A EP 0087513 B1 EP0087513 B1 EP 0087513B1
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- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D47/00—Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms
- D03D47/28—Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms wherein the weft itself is projected into the shed
- D03D47/30—Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms wherein the weft itself is projected into the shed by gas jet
- D03D47/3006—Construction of the nozzles
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-
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- D03D41/00—Looms not otherwise provided for, e.g. for weaving chenille yarn; Details peculiar to these looms
- D03D41/005—Linear-shed multiphase looms
Definitions
- state I the guide channel F is closed.
- the gaps S are opened, which corresponds to state 11.
- state 111 is reached (second Step), in which the guide channel is completely open, that is, there is a distance between the stop 26 and the adjacent channel element 54 of the length of a channel element plus a gap width and all gaps S are open.
- the guide channel returns to state 11 by shifting in the direction of arrow D and in the fourth stage by shifting in the direction of arrow E back to state I.
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Reihenfachwebmaschine mit einem Webrotor mit Kämmen von Fachhalteorganen für die Kettfäden zur Bildung von in Kettrichtung wandernden offenen Webfächern und mit aus Kanalelementen gebildeten Führungskanälen für die mittels eines strömenden Fluidums angetriebenen Schußfäden, welche Kanalelemente einen abschließbaren seitlichen Austrittsschlitz für den Schußfaden aufweisen, gegeneinander bewegbar angeordnet und an ihren in Schußrichtung vorderen und hinteren Enden so ausgebildet sind, daß in ihrer Schußeintragsstellung ein durchgehender und geschlossener Führungskanal gebildet ist.
- Eine derartige Reihenfachwebmaschine ist in der DE Offenlegungsschrift 3 111 780 (entspricht der CH-Patentanmeldung 2440/80-0) beschrieben. Bei dieser bekannten Reihenfachwebmaschine besteht jeder Führungskanal aus zwei in die Kettfäden ein- und aus diesen austauchbaren Lamellenkämmen, deren einzelne Lamellen die Kanalelemente bilden. Die Lamellen sind naturgemäß relativ dünn und ihre Stirnflächen, das heißt, ihre in Schußrichtung vorderen und hinteren Enden sind keilförmig ausgebildet, was das Ineinander- und Auseinanderschieben der Lamellenkämme erleichtert. Die Lamellen jedes Lamellenkamms sind auf zumindest einer sich über die Breite der Webmaschine erstreckenden Stange fixiert, an welchen Stangen durch maschinenfeste Steuerkurven gesteuerte Antriebshebel angreifen.
- Diese bekannte Reihenfachwebmaschine soll es ermöglichen, die Schußfäden nicht durch Blasluft, sondern durch Saugluft einzutragen, was nicht nur eine wesentliche Energieersparnis bedeuten, sondern auch einen weitaus ruhigeren Fadenflug und eine bessere Beherrschbarkeit des Schußeintrages ermöglichen würde. Es hat sich aber gezeigt, daß der Führungskanal bedingt durch die geringe Dicke der Lamellen eine so große Anzahl potentieller Leckstellen aufweist, daß das gesteckte Ziel des Schußeintrages durch Blasluft nur sehr bedingt erreicht werden konnte. Außerdem weist der Antrieb der Lamellenkämme mit den Stangen, Antriebshebeln und Steuerkurven eine Vielzahl von mechanisch bewegten und beanspruchten und damit einem möglichen Verschleiß ausgesetzten Teilen auf.
- Durch die Erfindung soll die bekannte Reihenfachwebmaschine dahingehend verbessert werden, daß die Schußfäden mit Saugluft eingetragen werden können und daß der Führungskanal mit dem Antrieb und der Steuerung der Kanalelemente möglichst einfach ausgebildet ist und insbesondere nur aus wenigen und gering beanspruchten Teilen besteht.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Kanatelemente eine längliche, rohrartige Gestalt aufweisen, daß ihre Länge ein Vielfaches der Dicke eines Fachhalteorgans beträgt, daß die Kanalelemente durch ein Antriebsorgan in Schußrichtung hin und her bewegbar sind, wobei bei Bewegung in der einen Richtung der geschlossene Führungskanal geöffnet und zwischen den Kanalelementen ein Spalt gebildet und jedes Kanalelement aus seinem Webfachteil heraus bewegt und bei Bewegung in der anderen Richtung jedes Kanalelement in seinen Webfachteil hineinbewegt und der Führungskanal geschlossen wird, und daß der totale Verstellweg jedes Kanalelements in einer Richtung mindestens gleich groß wie dessen Länge plus der Breite eines Spaltes ist.
- Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Verwendung von länglichen, rohrartigen Kanallamellen anstelle der bisherigen Lamellen wird die Anzahl der potentiellen Leckstellen drastisch, das heißt, um mehr als eine Größenordnung reduziert und die Schußfäden können mit Saugluft eingetragen werden, was die schon genannten Vorteile ergibt. Die Bewegung der Kanalelemente in Schußrichtung ermöglicht eine Vereinfachung von deren Antrieb und Steuerung.
- Nachstehend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und der Figuren der Zeichnung näher erläutert; in der letzteren zeigt
- Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt durch den Webrotor einer Reihenfachwebmaschine,
- Fig. 2 ein Detail von Fig. 1 in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 111-111 von Fig. 1, und
- Fig. 4 ein Diagramm zur Funktionserläuterung.
- Die Fig. 1 und 3 zeigen den Webrotor einer Reihenfachwebmaschine im Längs- beziehungsweise Querschnitt. Der Webrotor rotiert im Betrieb in der in Fig. 3 durch einen Pfeil P angegebenen Richtung. Funktionsweise und Aufbau einer Reihenfachwebmaschine mit einem Webrotor werden als bekannt vorausgesetzt und hier nicht näher erläutert; es wird in diesem Zusammenhang auf die US-PS 4 290 458 verwiesen.
- Gemäß Fig. 1 weist der Webrotor eine sich über die Webbreite erstreckende Hohlwalze 1 auf, welche seitlich neben den Kettfäden am Maschinenrahmen gelagert und von ebenfalls seitlich am Maschinenrahmen angeordneten Antriebsmitteln angetrieben ist. Darstelllungsgemäß ist die Hohlwalze 1 an ihrer linken Stirnseite von einem Flansch 2 und an ihrer rechten Stirnseite von einem Rohrstummel 3 getragen. Der Flansch 2 ist drehbar an der linken Maschinenwand, der Rohrstummel 3 ist drehbar in einem fest mit der rechten Maschinenwand verbundenen Gehäuse 4 gelagert. Der Schußeintrag erfolgt in Richtung des Pfeiles A von links nach rechts. Am Mantel des Webrotors sind abwechselnd sich in der Längsrichtung der Hohlwalze 1 und damit in Schußrichtung A erstreckende Führungskämme für die Kettfäden sowie Anschlagkämme und Führungskanäle F für die Schußfäden angeordnet. Am gesamten Mantel des Webrotors sind insgesamt je 12 bis 14 dieser Kämme und eine gleiche Anzahl von Führungskanälen F vorgesehen.
- Bezüglich der Anschlag- und Führungskämme wird auf Fig. 3 verwiesen, anhand von Fig. 1 und 2 seien vorerst die Führungskanäle F erläutert: Jeder Führungskanal F besteht aus einer Anzahl von in Schußrichtung A hintereinander angeordneten länglichen, rohrartigen Kanalelementen 5, von denen in Fig. 2 eines perspektivisch dargestellt ist. Die Kanalelemente 5 haben einen dreieckigen Querschnitt und sind an ihrer oberen Längskante mit einem durchgehenden Längsschlitz 6 zwischen den beiden Seitenflächen und an ihren Stirnseiten je mit einer Abschrägung von gleicher Neigung versehen. Die Abschrägung an der in Schußrichtung A vorderen Stirnseite jedes Kanalelements 5 setzt sich gegen die Achse der Hohlwalze 1 hin in eine von der Grundfläche des Kanalelements 5 unter der gleichen Neigung wie die Stirnfläche weggebogene Zunge 7 fort. Die Zunge 7 verläuft anschließend an diesen schrägen Teil horizontal und ist an ihrem freien Ende gegen die Achse der Hohlwalze 1 senkrecht umgebogen. Dieses umgebogene Ende 8 der Zunge 7 wirkt als Mitnehmer für das Kanalelement 5.
- Der Eintrag der Schußfäden in die aus den Kanalelementen 5 gebildeten Führungskanäle F erfolgt durch ein strömendes Medium, insbesondere Luft und zwar Saugluft. Zu diesem Zweck ist anschließend an das in Schußrichtung A vorderste Kanalelement 5 jedes Führungskanals F ein Anschlußelement 9 angeordnet, von welchem ein Schlauch 10 oder eine andere flexible Leitung zu einer Absaugeinrichtung (nicht dargestellt) führt. Die Anschlußelemente 9, welche außerhalb der Kettfäden angeordnet sind, weisen den gleichen Querschnitt und an ihrer dem benachbarten Kanalelement 5 zugekehrten Stirnseite die gleiche Abschrägung wie diese auf. Sie haben ebenfalls eine gegen die Achse der Hohlwalze 1 ragende Mitnehmerzunge 11, deren Form in weiten Grenzen beliebig ist und sie weisen keinen Längsschlitz 6 auf, sondern sind an ihrem Mantel geschlossen.
- Bei jedem Schußeintrag wird ein Schußfaden durch die Kanalelemente 5 jedes Führungskanals F in Schußrichtung A gesaugt. Dabei ist das jeweilige Webfach offen und die Kettfäden K liegen ober- und unterhalb des Führungskanals (oberer Führungskanal F in Fig. 1). Nach Beendigung jedes Schußeintrags verläßt jeder Schußfaden seinen Führungskanal F durch die Längsschlitze 6 in Richtung von der Achse der Hohlwalze 1 weg. Anschließend muß das Fach geschlossen werden, was durch eine Verschiebung der Kanalelemente 5 in Schußrichtung A ermöglicht wird (unterer Führungskanal F' in Fig. 1). Sobald das neue Webfach offen ist, werden die Kanalelemente 5 entgegen der Schußrichtung A wieder in dieses hineingeschoben und der Führungskanal F wird neu gebildet.
- Die Verschiebung der Kanalelemente 5 in Schußrichtung A und entgegengesetzt zu dieser erfolgt durch zwischen der Hohlwalze 1 und den Kanalelementen 5 angeordnete Antriebsmittel, welche auf die Mitnehmer 8 und 11 der Kanalelemente 5 beziehungsweise der Anschlußelemente 9 wirken. Darstellungsgemäß sind die Antriebsmittel für jeden Führungskanal F durch zwei sich über die Webbreite erstreckende und übereinander angeordnete Bänder oder flache Stangen 12 und 13 gebildet, welche beide an ihrem schußeintrittsseitigen Ende über je eine Zugfeder 14 bzw. 15 am Flansch 2 befestigt sind. Eines der Bänder, darstellungsgemäß das äußere Band 13, ist an seinem schußaustrittsseitigen Ende mit einem Antriebsmechanismus verbunden. Die Bänder 12 und 13 sind je mit Ausnehmungen 16 bzw. 17 versehen, in welche die Mitnehmer 8 und 11 eingreifen. Somit erfahren bei einer Bewegung der Bänder 12 und 13 in Schußrichtung A und entgegengesetzt zu dieser die Kanalelemente 5 und die Anschlußelemente 9 eine gleiche Bewegung.
- Der Antriebsmechanismus der Bänder 12 und 13 umfaßt gemäß Fig. 1 ein Seil 18, dessen eines Ende am äußeren Band 13 und dessen anderes Ende an der Hohlwalze 1 verankert ist, eine Rolle 19, über welche das Seil 18 geführt ist, und eine die Rolle 19 steuernde Steuerkurve 20. Die Steuerkurve 20, welche in eine mit dem Gehäuse 4 fest verbundene Büchse 21 eingefräst ist, ist maschinenfest. Die Rolle 19 ist auf einer Stange 22 befestigt, welche auf zwei Lagerstangen 23 in Schußrichtung A hin und her verschiebbar gelagert ist und welche an ihrem einen Ende einen in Eingriff mit der Steuerkurve 20 stehenden Gleitstein 24 trägt. Die Lagerstangen 23 sind auf einer fest mit dem Rohrstummel 3 verbundenen und daher relativ zum Gehäuse 4 und damit zur Steuerkurve 20 drehbaren Scheibe 25 befestigt.
- Bei Drehung der Hohlwalze 1 und somit des Webrotors mit den Führungskanälen F rotiert auch jede der Stangen 22 und die Gleitsteine 24 durchlaufen die Steuerkurve 20. Dabei wird jede Rolle 19 zwischen den beiden in Fig. 1 oben und unten dargestellten Extremlagen verschoben und jedes äußere Band 13 und jedes Kanalelement 5 erfährt über das Seil 18 durch die Flaschenzugwirkung von Rolle 19 und Seil 18 eine jeweils doppelt so große Verschiebung wie seine Rolle 19. Da die Mitnehmer 8 und 11 der Kanalelemente 5 beziehungsweise der Anschlußelemente 9 jeweils die Ausnehmungen 16 und 17 beider Bänder 12 und 13 durchragen, wird über dieser Mitnehmer 8 und 11 die Bewegung jedes äußeren Bandes 13 auch auf das innere Band 12 übertragen.
- Die Steuerkurve 20 und die Anordnung und Dimensionierung der Ausnehmungen 16 und 17 der Bänder 12 bzw. 13 sind so aufeinander abgestimmt, daß ausgehend von der in Fig. 1 oben dargestellten Lage der Kanalelemente 5, in welcher diese einen geschlossenen Führungskanal F bilden, die Kanalelemente 5 folgendermaßen bewegt werden: Sobald der Schußeintrag in einem bestimmten Führungskanal F beendet ist, wird die Rolle 19 in Schußrichtung A bewegt und dadurch auch das äußere Band 13. Dabei wird in einer ersten Stufe zwischen den Kanalelementen 5 je ein Spalt S für den Durchtritt der Kettfäden K vom Unter- ins Oberfach gebildet. Die Größe dieser Spalte S, welche in der praktischen Ausführung etwa 1 bis 2 mm beträgt, wird durch das innere Band 12 begrenzt und ebenfalls durch das innere Band 12 werden die einzelnen Spalte S während der weiteren Verschiebung der Kanalelemente 5 aufrechterhalten.
- In diesem Zusammenhang sei noch darauf hingewiesen, daß der Flansch 2 einen Anschlag 26 für jeden Führungskanal F und an jedem Anschlag 26 eine Bohrung 27 aufweist, durch welche die Schußfäden in ihre Führungskanäle F gesaugt werden. Dabei wird jeder Schußfaden durch eine nicht dargestellte Einrichtung in oder an die jeweilige Bohrung 27 gebracht.
- Durch eine weitere Bewegung der Rolle 19 in Schußrichtung A werden alle Kanalelemente 5 in einer zweiten Stufe in Schußrichtung A so weit verschoben, bis der Führungskanal F vom Anschlag 26 um eine Länge eines Kanalelements 5 plus die Breite eines Spalts S entfernt ist. Dabei bleiben die Spalte S erhalten und der Führungskanal kommt in die Lage F'. Durch die Gestalt der Zunge 7 werden bei dieser Verschiebung der Kanalelemente 5 die Kettfäden K des Unterfachs ins Oberfach geschoben, was auf dem Weg durch die Spalte S zwischen den Kanalelementen 5 erfolgt. In Fig. 1 unten sind in dem von Kanalelementen 5 freien Raum im Anschluß an den Anschlag 26 alle Kettfäden K ebenfalls im Oberfach eingezeichnet. Dies ist nicht erforderlich, denn die Kettfäden K werden in diesem freien Raum eine von der Fachgeometrie abhängige Lage zwischen Ober- und Unterfach einnehmen. Beim Weiterdrehen des Webrotors werden die Kanalelemente 5 aus der Kettfadenebene herausgedreht und alle Kettfäden K können ihre Geschlossenfachstellung einnehmen, in welcher der Schußanschlag erfolgt.
- Anschließend vollführt der Webrotor eine relativ lange Drehung mit offenem Führungskanal F' bis dieser offene Führungskanal F' wieder in die Kettfäden K eintritt, welche mittlerweise eine Fachwechselbewegung durchgeführt haben. In dem vom schußeintrittsseitigen Kanalelement 5 freien Zwischenraum zwischen dem Anschlag 26 und dem Führungskanal F' befinden sich somit die Kettfäden K bereits wieder im Ober- und Unterfach, das heißt, das Fach ist offen. Über den Rest der Webbreite konnten die Kettfäden des Unterfachs wegen der dort liegenden Kanalelemente 5 nicht in dieses gelangen, sondern liegen unter Spannung an der Außenkante der Kanalelemente 5 mit dem Schlitz 6 an.
- Nun wird die Rolle 19 entgegengesetzt zur Schußrichtung A bewegt und die Kanalelemente 5 werden in einer dritten Stufe so weit gegen den Anschlag 26 verschoben bis nur noch die Spalte S, die auch während dieser Verschiebung erhalten bleiben, offen sind. Die dritte Stufe, bei welcher die Verschiebung der Bänder 12 und 13 durch die Federn 14 und 15 unterstützt wird, verläuft also umgekehrt zur zweiten Stufe. Bei der Verschiebung jedes Kanalelements 5 gelangen die für das Unterfach vorgesehenen Kettfäden K durch den Spalt S in das Unterfach, so daß jedes Kanalelement 5 in ein offenes Fach geschoben wird. Am Schluß der dritten Stufe stößt das innere Band 12 mit seiner schußeintrittsseitigen Stirnseite gegen einen am Flansch 2 montierten Anschlag 28 und kann sich nicht mehr weiter gegen den Flansch 2 bewegen.
- Nun hat der Führungskanal F die gleiche Lage wie nach der ersten Stufe, das heißt, es sind nur noch die Spalte S offen. Anschließend wird die Rolle 19 noch weiter entgegengesetzt zur Schußrichtung A bewegt und es werden in einer vierten Stufe, welche umgekehrt zur ersten verläuft, die Spalte S geschlossen und der Führungskanal F hat wieder die in Fig. 1 oben eingezeichnete Lage erreicht und ist für einen Schußeintrag bereit. Durch die Feder 15 wird gewährleistet, daß die Kanalelemente 5 gegeneinander und gegen den Anschlag 26 gedrückt werden, der Führungskanal F also in Längsrichtung dicht ist und keine Leckstellen aufweist.
- Die hier nur anhand der Funktionsabläufe erläuterten Vorgänge beim Öffnen und Schließen der Fadenkanäle F werden später anhand von Fig. 4 auch quantitativ beschrieben, wobei insbesondere auch auf die Anordnung und Größe der Ausnehmungen 16 und 17 und auf die Größe der Verstellwege eingegangen wird.
- Es wurde schon darauf hingewiesen, daß der Schußeintrag durch Saugen erfolgt. Dies erfordert einen allseitig dichten Führungskanal F. Bisher wurde beschrieben wie der Führungskanal F in Längsrichtung geschlossen wird. Selbstverständlich muß er aber auch in radialer Richtung dicht, das heißt, die für den Schußfadenaustritt aus dem Führungskanal F dienenden Schlitze 6 der Kanalelemente 5 müssen beim Schußeintrag ebenfalls geschlossen sein. Dies erfolgt durch folgende Mittel:
- Wie den Fig. 2 und 3 entnommen werden kann, weist jedes Kanalelement 5 an seinen beiden Seitenflächen je zwei Vorsprünge 29 auf. Gemäß Fig. 3 sind auf der Hohlwalze 1 lamellenartige Organe 30 angeordnet, welche einerseits die Kanalelemente 5 tragen und anderseits durch Einwirkung auf die Vorsprünge 29 den Schlitz 6 schließen. Die Organe 30 weisen an ihrem von der Hohlwalze 1 nach außen ragenden Ende ein nach außen offenes Maul auf, welches durch zwei Seitenteile 31 und durch zwei Auflagen 32 begrenzt ist. Die lichte Weite zwischen den Auflagen 32, auf denen die Kanalelemente 5 aufliegen, ist größer als die Breite der Zunge 7. Gegen die Hohlwalze 1 hin schließt an die Auflagen 32 eine Durchbrechung 33 an, in welcher die Bänder 12 und 13 das Organ 30 durchsetzen. Die Organe 30 umgreifen also mit der Durchbrechung 33 die Bänder 12 und 13 und tragen und führen mit den Auflagen 32 die Kanalelemente 5. Das Maul der Organe 30 weist einen dreieckigen Querschnitt wie die Kanalelemente 5 auf. Dieser Querschnitt ist jedoch größer, so daß, sobald und solange die Vorsprünge 29 gegen die Seitenteile 31 ver schoben sind, der Schlitz 6 offen ist. Wenn die Kanalelemente 5 so verschoben werden, daß die Vorsprünge 29 zwischen die Seitenteile 31 gelangen, dann werden die die Vorsprünge 29 tragenden Seitenflächen der Kanalelemente 5 zusammengedrückt und der Schlitz 6 wird geschlossen. Da die Organe 30 fest auf der Hohlwalze 1 angeordnet sind, werden bei der beschriebenen Verschiebung der Kanalelemente 5 in Schußrichtung A und entgegengesetzt zu dieser die Schlitze 6 automatisch geöffnet und geschlossen.
- Die Schlitze 6 sind im geöffneten Zustand etwa 1 bis 2 mm breit, was für den Austritt des Schußfadens ausreichend ist. Denn der Schußfaden wird durch die beim Öffnen des Führungskanals F ins Oberdach gelangenden Kettfäden K automatisch gegen den Schlitz 6 und aus diesem bewegt, was durch den dreieckigen Querschnitt der Kanalelemente 5 noch unterstützt wird.
- Damit das Öffnen der Schlitze 6 beim Herausziehen der Vorsprünge 29 aus dem Maul der Organe 30 selbsttätig erfolgt, sind die Kanalelemente 5 so gefertigt, daß sie im Ruhezustand einen Schlitz 6 der gewünschten Breite aufweisen. Die Kanalelemente 5 sind mit der Zunge 7 und dem Mitnehmer 8 einstückig gespritzt und bestehen aus einem geeigneten Kunststoff, beispielsweise Polyamid 6. Damit der Schlitz 6 mit möglichst geringem Kraftaufwand geschlossen werden kann, weisen die Kanalelemente 5 an den beiden Kanten zwischen der Grundfläche und den beiden Seitenflächen eine Wandverdünnung (sogenanntes »Filmscharnier«) in Form einer Hohlkehle 34 auf.
- Fig. 3 zeigt in einem ausschnittsweisen Querschnitt durch den in Fig. 1 schematisch dargestellten Webrotor die Anordnung der mit 35 und 36 bezeichneten Anschlag- bzw. Führungskämme und der Führungskanäle F am Mantel der Hohlwalze 1.
- Die Anschlagkämme 35 bestehen aus in gleichmäßigen Abständen angeordneten Anschlaglamellen 37 zum Anschlagen der eingetragenen Schußfäden, die Führungskämme 36 bestehen aus Führungslamellen 38, zwischen denen abwechselnd die Hoch- oder die Tieffachstellung der Kettfäden K festlegende Fachhalteorgane angeordnet sind. Die Fachhalteorgane für die Hochfachstellung sind durch Vorsprünge 39 an der einen Seite der Führungslamellen 38 gebildet. Da die Kettfäden K auf den Fachhalteorganen 39 für die Hochfachstellung aufliegen und gespannt sind, brauchen keine speziellen Fachhalteorgane für die Tieffachstellung vorgesehen zu sein, sondern es genügt, wenn an deren Stelle jeweils ein bis an den Mantel der Hohlwalze 1 reichender Zwischenraum vorhanden ist. Zwischen den Lamellen der Anschlagkämme 35 und der Führungskämme 36 sind geeignete Distanzelemente 40 vorgesehen.
- Durch die Fachhalteorgane 39 werden die Kettfäden K über den gesamten Umschlingungswinkel zwischen Kettfäden und Webrotor in ihrer Hoch- oder Tieffachstellung gehalten. Die so gebildeten Webfächer wandern hintereinander zur Gewebeanschlagkante, wobei in der Zeit, in der die Fächer offen sind, stufenförmig zueinander versetzt in jedes Fach ein Schußfaden eingetragen wird.
- Der den Mantel der Hohlwalze 1 überragende Teil der Anschlaglamellen 37 und der Führungslamellen 38 hat annähernd die Form eines entgegen der Drehrichtung P des Webrotors gekrümmten Fingers, wobei die innere Kante der Führungslamellen 38 und die in Drehrichtung P vordere Außenkante der Anschlaglamellen 37 einen über die Webbreite reichenden kanalartigen Raum 41 begrenzen, in welchem je ein Führungskanal F angeordnet ist.
- Die Hohlwalze 1 ist an ihrem Mantel mit zur Achse der Hohlwalze 1 parallelen L-förmigen Nuten versehen, in welchen die Anschlag- und Führungskämme 35 und 36 gehalten sind. Zwischen den Nuten jedes Kammpaares weist die Hohlwalze 1 unterhalb des kanalartigen Raumes 41 eine über die Webbreite reichende Nut 42 auf, in welcher die lamellenartigen Organe 30 und die Bänder 12 und 13 angeordnet sind. Die lamellenartigen Organe 30 ragen mit ihrem offenen, die Kanalelemente 5 tragenden Maul in den kanalartigen Raum 41.
- Die die Anschlag- und Führungskämme 35 und 36 bildenden Anschlag- und Führungslamellen 37 und 38 entsprechen in der Dicke etwa einem üblichen Blattzahn. Die Zwischenräume für die Tieffachstellung der Kettfäden sind ebenfalls etwa so dick wie ein Blattzahn. Die Fachhalteorgane 39 für die Hochfachstellung der Kettfäden weisen hingegen ein Mehrfaches dieser Dicke auf. Bei einem Artikelwechsel werden die Anschlag-und Führungskämme 35 und 36 in der Regel ausgetauscht. Auf die Kanalelemente 5 und damit auf die Führungskanäle F ist die Art des Artikels und die Art des verwendeten Schuß- und Kettmaterials ohne Einfluß, so daß die Kanalelemente 5, die Organe 30 und die Bänder 12 und 13 mitsamt ihrem Antrieb (Fig. 1) bei einem Artikelwechsel nicht ausgetauscht zu werden brauchen.
- In Fig.4 ist das Öffnen und Schließen eines Führungskanals F anhand von drei verschiedenen Zuständen I, 11 und III schematisch dargestellt. Für jeden dieser Zustände ist jeweils der Anschlag 26 des Flansches 2, die Stellung der Kanalelemente 5 und der Bänder 12 und 13 eingezeichnet. Unterhalb der Schnittdarstellung der Bänder 12 und 13 ist jeweils eine schematische Draufsicht auf diese Bänder eingezeichnet, aus welcher die Stellung und Größe der Ausnehmungen 16 und 17 sowie die Lage der Mitnehmer 8 in diesen Ausnehmungen ersichtlich ist. Der Einfachheit halber sind nur vier Kanalelemente 51 bis 54 eingezeichnet.
- Im Zustand I ist der Führungskanal F geschlossen. Durch eine Verschiebung der Bänder 12, 13 in Richtung des Pfeiles B (erste Stufe) werden die Spalte S geöffnet, was Zustand 11 entspricht. Durch eine Verschiebung der Bänder in Richtung des Pfeiles C wird der Zustand 111 erreicht (zweite Stufe), bei welchem der Führungskanal ganz geöffnet ist, das heißt, zwischen dem Anschlag 26 und dem benachbarten Kanalelement 54 besteht ein Abstand von der Länge eines Kanalelements plus einer Spaltbreite und alle Spalte S sind geöffnet. In der dritten Stufe gelangt der Führungskanal durch Verschiebung in Richtung des Pfeiles D wieder in den Zustand 11 und in der vierten Stufe durch Verschiebung in Richtung des Pfeiles E wieder in den Zustand I.
- Die Länge eines Kanalelements 5, welche in der praktischen Ausführung etwa 100 mm beträgt, ist mit L bezeichnet, die Breite eines Spalts S mit b. Beim Öffnen der Spalte S in der ersten Stufe muß das erste Kanalelement 54 nach dem Anschlag 26 um die Länge b in Richtung des Pfeiles B bewegt werden, das zweite Kanalelement 53 um die Länge 2b und so weiter. Dabei wird der Führungskanal F von vorne, also von der Schußfadenaustrittsseite her, geöffnet, also zuerst das in Pfeilrichtung B vorderste Kanalelement 51 nur die Länge b verschoben, dann beginnt die Verschiebung des nächstfolgenden, während das vorderste noch weiter verschoben wird und schließlich wird das am Anschlag 26 anliegende Kanalelement 54 um die Länge b verschoben. Das Anschlußelement 9 (Fig. 1) wird hier bewußt nicht erwähnt. Denn da es nicht von Kettfäden belegt ist, braucht zwischen ihm und dem vordersten Kanalelement 51 kein Spalt gebildet zu werden und sein Mitnehmer 11 könnte fest mit dem Band 13 verbunden sein.
- Auch der Mitnehmer 8 des vordersten Kanalelements 51 könnte fest mit dem äußeren Band 13 verbunden sein. Darstellungsgemäß ragt aber dieser Mitnehmer 8 in eine Ausnehmung 17 deren Breite a etwas größer ist als die Dicke c des Mitnehmers 8. Die Breite der Ausnehmung 17 für den Mitnehmer 8 des nach dem vordersten Kanalelement 51 folgenden Kanalelements 52 beträgt a + b. Allgemein beträgt die Breite der Ausnehmung 17 für den Mitnehmer 8 des n-ten Kanalelements a + (n - 1)b. Der gegenseitige Abstand zwischen den in Pfeilrichtung B vorderen Kanten der Ausnehmungen 17 entspricht jeweils der Länge L.
- Das innere Band 12 dient zur Aufrechterhaltung der Öffnung der Spalte S während der Stufen 2 und 3.
- Da dieses Band nicht unmittelbar verschoben wird, sondern nur mittelbar über die vom äußeren Band 13 bewegten Mitnehmer 8, welche in die Ausnehmungen 16 des inneren Bandes 12 ragen, sind bei den Ausnehmungen 16 die Breitenverhältnisse umgekehrt wie bei den Ausnehmungen 17. Das heißt, daß die dem vordersten Kanalelement 51 zugeordnete vorderste Ausnehmung 16 die größte und die hinterste Ausnehmung 16 die kleinste Breite hat. Alle Ausnehmungen 16 weisen im Zustand I zwischen ihrer Hinterkante und der Vorderseite des Mitnehmers 8 einen Abstand d auf, der größer ist als die Mitnehmerdicke c. Dies deswegen, damit beim Erreichen des Zustandes I nach der vierten Stufe, wenn die Spalte S wieder geschlossen sind, die Feder 15 (Fig. 1) alle Kanalelemente 5 gegen den Anschlag 26 ziehen und dadurch den Führungskanal F abdichten kann. Es ist vorteilhaft, wenn das Seil 18 (Fig. 1) am Band 13 ebenfalls mit Spiel befestigt ist, damit die Feder 15 den Füh rungskanal F sicher abdichten kann.
- Die gesamte Breite der dem hintersten Kanalelement 54 zugeordneten hintersten Ausnehmung 16 beträgt d + b, die Breite der nächsten Ausnehmung 16 beträgt d + 2 b und die Breite des vordersten, n-ten Kanalelements beträgt d + (n - b). Beim Vergleich der Breiten der Ausnehmungen 16 und 17 ist für den Faktor n zu beachten, daß bei der Formel für die Ausnehmungen 16 für das Kanalelement 5 unmittelbar am Anschlag 26 und bei der Formel für die Ausnehmungen 17 für das Kanalelement 5 unmittelbar beim Anschlußelement 9 (Fig. 1) n = 1 ist.
- Nach der ersten Stufe liegen alle Mitnehmer 8 an der Vorderkante der Ausnehmungen 16 an, wodurch das innere Band 12 gegen die Kraft der Feder 14 (Fig. 1) ebenfalls in Pfeilrichtung C bewegt wird. Wie den Diagrammen für die Zustände 11 und 111 zu entnehmen ist, liegen die Mitnehmer gleichzeitig an der Hinterkante der Ausnehmungen 17 an und sind somit zwischen dieser Hinterkante und der Vorderkante der Ausnehmungen 16 gleichsam eingespannt. Dadurch ist gewährleistet, daß die Spalte S in der zweiten und dritten Stufe geöffnet bleiben und erst nach dem Anstoßen der Stirnseite des inneren Bandes 12 an den Anschlag 28 (Fig. 1) in der vierten Stufe wieder geschlossen werden.
Claims (16)
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