DEP0041556DA - Verfahren zur Herstellung von Schaumextrakten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schaumextrakten

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DEP0041556DA
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DE
Germany
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waste liquor
foam
extracts
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sulphite waste
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English (en)
Inventor
Karl Dr. Ehlhalten Daimler (Taunus)
Original Assignee
Farbwerke Hoechst, vormals Meister Lucius & Brüning, Frankfurt/M.
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Description

Dr. Michael Erlenbach Dr. Adolf Sieglitz
per Adresse:
FARBWERKE HOECHST Frankfurt am Main-Höchst
28ο April 1949 SW/Ro
Anlage I
zur Patentanmeldung Fw. , 168
Verfahren zur Herstellung von Schaumextrakten.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfsihren zur Herstellung von Schaumextrakten für die Erzeugung technisch verwertbarer Schäume, insbesondere für Löschzwecke, unter Verwendung von Sulfitablauge, wie solche bei' der Zellstoff hers teilung anfällt«,
Die Erzeugung technisch verwertbarer Schäume,
insbesondere zum Löscheinsatz, hat als Voraussetzung die
Bereitstellung einer ziemlich hochkonzentrierten, die Schaum-β
bestandteile enthaltende Lösung, die allgemein unter der Bezeichnung Schaumextrakt bekannt ist. Aus diesem Extrakt wird durch Verdünnen mit viel Wasser und'Einarbeiten von Gasen, in der Regel Luft, am Ort des Gebre.uche mit Hilfe von SpezialApparaturen der Schaum hergestellt. Man verlangt von guten Schaumextrakten, dass sie blank, von möglichst hohem Gehalt und dünnflüssig sind^ sowie dass sie euch unter Null Grad liegende Temperaturen ohne Gefrieren aushalten. In wirtschaftlicher Hinsicht müssen sie einigermassen günstig liegen.
Pwe 168
Zu Schaumextrakten, die diese Bedingungen besonders gut erfüllen, gehören diejenigen, die man unter Vermeidung von teuren Eiweisstoffen herstellen kann, wenn Hians G-egen-s-ttatd—eä& älte-pea-^Aa&eldung is4-, als Hauptbestendteil billige, eingeengte Sulfitablaugen der Zellstoffindustrie benutzt und die.se, da ihr Schaumv erm|5gen nur gering ist, 'durch Einverleiben von alkylnaphtelinsulfοsauren Aluminium-Salzen bei einer bestimmten Aciditat, z.E0 bei einem p^-Wert, der etwa zwischen 4 und 6 liegt, entsprechend aufbessert. Die Extrakt-Bereitung wird so vorgenommen, dass man die genannten Aluminiuinsalze aus in Wasser gelösten Komponenten in Gegenwert der Sulfitablauge durch Zusammenbringen entstehen lässt, wobei sie, richtigen p^-Wert vorausgesetzt, eine klare Lösung bilden, da die Sulfitablauge hier in der angewendeten hohen Konzentration als Schutzkolloid wirkt= Verdünnt man nämlich den Extrakt auf Gebrauchsstärke, etwa zu 2-4 ^igen Lösungen mit Hilfe von weichem oder beliebig hartem Wasser und verschäumt anschliessend sofort, so wird die anfänglich klare Lösung trübe; es lagern sich in den fertig erzeugten Schaumlamellen die nachtrgH&lich gebildeten Fällungen ab, die zufolge des Fortfalls der Schutskollo id wirkung der konzentrierten Sulfitablauge durch die Verdünnung entstanden sind und die das Zerfallen der Lamellen verlangsamen und damit eine hohe Beständigkeit des Schaumes verursachen» Zu klaren Extrakten, der genannt man jedoch nur unter Verwendung von Sulfitablauge hoher Konzentration mit etwa 40 fo Trock-engehalt, wenn sie-entkalkt ist«, Solche entkalkten hochkonzentrierten Sulfitablaugen sind jedoch nicht immer leicht zu beschaffen und ganz erheblich teurer als entsprechende nicht entkalkte Original-Sulfitablaugen; denn das Ausfällen und Herausholen des Kalkes kann,nur in stärkerer Verdünnung erfolgen, die Sulfitablaugen müssten also, eingeengt, wie sie den Fabrikationsort in der Regel verlassen, vom Schaumextrakt-Hersteller mit Wasser wieder verdünnt und mit Soda ausgefällt wen und,hierauf, beispielsweise durch Filterpressen,
Fw0 168
entschlammt werden, wonach eine erneute Einengung erforderlich wäre. Die entsprechenden Apparaturen sind nicht überdl vorhanden, genz abgesehen von der unnötigen Verteuerung des Endproduktes
durch das zweiIpialige starke Einengen =
Es hat sich nun überraschenderweise gezeigt, dass man auch bei Verwendung von nichtentkalkter Sulfitablauge zu. ebenso guten Schaumextrakten für die Erzeugung technisch verwertbarer Schäume, insbesondere für Löschzwecke, gelangen kann, deren Herstellung jedoch gegenüber der mit entkalkter Sulfitablauge, insbesondere zufolge des Fortfalls verschiedener Arbeitegänge, technisch einfacher und im Hinblick auf die dabei eintretende Zohlenersparnis wirtschaftlich vorteilhafter ist, wenn man so vorgeht, dass man in nichtentkalkter, in üblicher Weise konzentrierter Sulfitablauge zur Aufbesserung des Schaumvermögens, zweckmässig bei einem zwischen 4 und 6 liegenden p^- Wert, alkylnaphtalinsulfos&ures Aluminium erzeugt, das durch die &ls Schutzkolloid wirkende konzentrierte Sulfitablauge in Lösung gehalten wird, und dass1 man die gleichzeitig entstehenden kalkhaltigen Ausfällungen beispielsweise durch Sedimentationsoder Filtrierverfahren abtrennt=
Zur Erzeugung des alkyInaphtalinsulfosauren Aluminiums fügt man zu der Sulfitablauge eine Alkylnaphtalinsulfosäure
ι / SUxf0—
oder ihr Natriumselz, Z0B0 propylnapht&lineaures Natrium, sowie eine Alurainiumverbindung, oder auch Gemische solcher, Z0B0 ein löslich anörganisehe's Aluminiumsais, wie Aluminiumchlorid, oder ein lösliches organisches Aluminiumsclz, wie Aluminiunchloridformiat oder -ecetet, oder auch eine an sich unlösliche Aluminiumverbindung, wie Z0B0 Aluminiumhydroxyd, hinzu« Zur Einstellung des notwendigen p^-Wertes gibt men beispielsweise Ammoniakwasser zu0
Beim Zumischen der Komponenten zu der völlig b1Rnken, nichtentkalkten Sulfitablauge in der üblichen eingeengten Form,
FWc 168
erhält man unter keinen Bedingungen einen klaren, den üblichen Ahnahmebedingungen Genüge leistenden Schaumextrakit, sondern eine- schlammige Masse, die erhebliche Ausfällungen enthält. Zunächst musste damit gerechnet werden, dass der ausgefällte Schlammbestsndteil die Wirksamkeit des Extraktes beeinträchtigt» Es musste z.B. daran gedacht werden, dass der entstehende Schlamm vorzeitig alkyInaphtalinsulfοsaure Aluminiumsalze aus ihrer Scheinlösung mitherausreissen würde. Es hat sich aber überraschenderweise herausgestellt, dass man solche schlammhaltigen Extrakte klären und vol), gebrauchsfähig machen kann ohne Einbusse an Schaumstärke und Schaumstabilität, wenn man den Schlamm
also die Extrakte
abtrennt,»- beispielsweise einer Sedimentierung
oder Piltration unterwirft„ Die klare überstehende Flüssigkeit
mindestens
bezw, das Filtrat, die 95 > der ursprünglichen Gesamtmasse darstellt, ist voll gebrauchsfähig und erweist sich als gleich wirksam nach jeder Richtung hin wie der aus entkalkter Sulfitablauge bei gleicher Ausbeute hergestellte Schaumextrakt.
vorteilhafte
Eine besondere·Ausgestaltung des Verfahrens kann man dass
noch dadurch erreichen, man anstelle der im Laufe der
Bereitung der Schaumextrakte zur Verwendung kommenden Wassermengen ganz oder teilweise die wässerigen Auszüge der abgetrennten kalkhaltigen Ausfällungen einer vorhergehenden Charge benutzte
Das folgende Beispiel zeigt eine Ausführungsform der Erfindung.
Beispiels
1600 kg einer nichtentkalkten etwa 45 ^igen blanken
Sulfitablauge handelsüblicher Qualität werden'mit 600 kg einer wässerigen Aluminiumchloridlösung mit einem Aluminiumgehalt
wo r;. uf man von 7 ψ versetzt, "350 kg einer technischen Propylnaphtalinsulfosäure mit einem Gehalt von 70 fo hinzugefügt. Zur Einstellung der Mischung auf einen pH~Wert von 5,2 gibt mli«^20 kg 24 ^iges Ammoniakwasser zu. Die so erhaltene Mischung ist stark verschlammt.
Sie wird durch Filtration von 70 kg Schlamm "befreit,, Dieser wird mit etwa 250 kg Wasser ausgewaschen. Alsdann werden die übriggebliebenen rund 300 kg Schlammwaschwasser der obigen Mischung zugefügte Dadurch werden 3000 kg eines klaren Extraktes erhalten, mit dessen Hilfe ein Schaum in einwandfreier und
ßi ei dableibender Qualität erzeugt werden konnte, der ebenso gut Scheum aus.
ist wie einölt ad hoc entkalkter Sulfitablauge hergestellte« wobei die des erstgenannten Extraktes, , ,
Extrakt, ν Herstellung \r technisch einfacher und billiger, da insbesondere kohleersparend, ist»

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    1 ) Verfahren zur Herstellung von Schaumextrakten für die
    Erzeugung technisch verwertbarer Schäume, insbesondere für Löschzwecke, unter Verwendung von bei der Zellstoffherstellung anfallender Sulfitablauge, dadurch gekennzeichnet, dass man in nichtentkalkter, in üblicher Weise, konzentrierter Sulfitablauge zur Aufbesserung des Schaumvermögens, zweckmässig bei einem zwischen 4 und 6 liegenden p^-Wert, durch die als Schutzkolloid wirkende konzentrierte Sulfitablauge in Lösung gehaltenes alkylnophtalinsulfοsaures Aluminium erzeugt, und dass man die gleichzeitig entstehenden kalkhaltigen Ausfällungen beispielsweise durch Sedimentations- oder Filtrierverfahren abtrennt.
  2. 2) Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
    dass man anstelle der im Laufe eier Bereitung der Schaumextrc-kte zur Verwendung kommenden Yiassermengen ganz oder teilweise die wässerigen Auszüge der abgetrennten kalkheitigen Ausfällungen einer vorhergehenden Charge benutzt=

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