DEC0009764MA - - Google Patents
Info
- Publication number
- DEC0009764MA DEC0009764MA DEC0009764MA DE C0009764M A DEC0009764M A DE C0009764MA DE C0009764M A DEC0009764M A DE C0009764MA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- oxidation
- nitric acid
- acid
- acids
- alkali
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 6. August 1954 Bekanntgemacht am 5. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, aromatische Mono- oder Polycarbonsäuren aus den entsprechenden Alkylaromaten
durch Behandeln mit Oxydationsmitteln herzustellen. Die Oxydation solcher Alkylaromaten
mit Luft oder Sauerstoff kommt, besonders bei Anwesenheit mehrerer Seitenketten und
an Seitenketten mit mehr als einem Kohlenstoffatom, auch in Gegenwart von Katalysatoren und
bei Anwendung von erhöhtem Druck und erhöhter Temperatur verhältnismäßig schnell zum Stillstand.
Die Ausbeute an aromatischen Mono- oder Polycarbonsäuren ist dabei gering, Hauptprodukte
der Oxydation mit Luft sind vielmehr Carbonyl- und Hydroxy !verbindungen; als Nebenprodukte
treten Ester und Harze auf. Die gleichfalls bekannte Oxydation der Alkylaromaten mit Salpetersäure
zu den entsprechenden aromatischen Carbonsäuren führt, besonders beim Arbeiten bei erhöhter
Temperatur und unter Druck, zwar mit technisch tragbaren Ausbeuten zu den gewünschten Säuren.
Ein .erheblicher Nachteil dieser Arbeitsweise liegt jedoch darin, daß das Auftreten von stickstoffhaltigen
Nebenprodukten sich auch bei Anwendung stark verdünnter. Salpetersäure nicht vermeiden
läßt. Zur Entfernung dieser Stickstoffvierbindung, die z. B. bed Dicarbonsäuren, die für Weichmacher
oder für Kunstfasern eingesetzt werden sollen, unbedingt erforderlich ist, sind eine Reihe von
komplizierten und kostspieligen Verfahren vorgeschlagen worden. So werden z. B. nach dem bel-
509 700/488
C 9764 IVb/12 ο
gischen Patent 505 594 die bei der Oxydation organischer
Verbindungen mit Salpetersäure ent-■ stehenden stickstoffhaltigen Nebenprodukte mit
schwefliger Säure oder organischen Derivaten der schwefligen Säure in alkalischer Lösung zu wasserlöslichen
Verbindungen reduziert, die durch Waschen vom Hauptprodukt zu trennen sind. Nachteilig
ist aber, daß die zu gewinnenden aromatischen Säuren gegen Ende der Reduktion aus
der Lösung ausfallen und infolgedessen von den dabei mitgerissenen Verunreinigungen nicht restlos
befreit werden können.
Ein weiterer Nachteil der Salpeterisäureoxydation liegt darin, daß hierbei das Endprodukt sich
schon während der Oxydation abscheidet und das Ausgangsmaterial bzw. Zwischenstufen der Oxydation
einsehMeßt und dadurch dem weiteren Angriff der Salpetersäure entzieht. Als Folge dieser
Störungen sind die so erhaltenen Carbonsäuren mehr oder minder stark gefärbt und erreichen auch
im Säuregehalt keinen hohen Reinheitsgrad. Diese geschilderten Nachteile der Oxydation mit Luft
bzw. Salpetersäure werden zwar bei der Oxydation der Alkylaromaten in alkalischer Lösung mit
Kaldumpermanganat und in neutraler Lösung mit Alkalibichromat vermieden. In .beiden Fällen liegen
die Saunen am Ende der Oxydation als in Wasser gelöste Alkalisalze vor und lassen sich ohne
Schwierigkeiten von den anorganischen Reaktionsprodukten und von nicht sauren Verunreinigungen
abtrennen. Von beiden· Verfahren hat besonders die Oxydation in wäßriger Lösung mit Alkalibi-'
c'hromat unter Druck bei erhöhter Temperatur zur Oxydation z. B. von Toluol auch großtechnische
Amvendungen gefunden. Der Nachteil der Oxydation von Alkylaromaten mit Alkalibichromaten
in wäßriger Lösung liegt in dem hohen Anfall von Chromoxyd, das aus Gründen dler Wirtschaftlichkeit
entweder als Pigmentfarbe abgesetzt oder wieder in die Cromatstufe zurückgeführt werden
muß. Da auf jede zu oxydierende Methylengruppe ι Mol Chromöxyd anfällt, ist die Oxydation von
Alkylaromaten mit mehreren oder längeren Seitenketten wegen der großen zu bewältigenden Ghrom-O'Xydmengen
technisch kaum durchführbar.
Es wurde gefunden, daß man reine aromatische Carbonsäuren aus den durch Oxydation der entsprechenden
Alkylaromaten, wie Toluol, Xylol, Äthylbenzol, Diäthylbenzol, Diisopropylbenzol oder
Cymol, mit Salpetersäure bei erhöhten Temperaturen -und gegebenenfalls erhöhten Drücken erhältlichen
.Gemischen vorteilhaft gewinnen kann, wenn man die Gemische in einem alkalischen Mittel mit
Hypochloriten behandelt. . ,
Das Verfahren kann folgendermaßen ausgeführt werden: Die bei der Salpetersäureoxydation erhaltenen
carbonsäurehaltigen Gemische werden nach dem Abtrennen der Salpetersäure in wäßriger,
etwa i- bis io°/oiger Alkalilauge gelöst bzw. suspendiert,
worauf die Lösung bzw. Suspension mit der erforderlichen Menge Alkalihypochlorit, die
durch einen Vorversuch leicht zu ermitteln ist, auf Temperaturen zwischen 40 bis 850, zweckmäßig
auf 70 bis 8o°, erhitzt wird. Man«kann das Hypochlorit atiah durch Einleiten von Chlor in die auf
50 bis 8o° erwärmte alkalische Lösung bzw. Suspension der carbonsäurehaltigen Gemische herstellen.
Sobald das Hypochlorit verbraucht ist oder beim weiteren Einleiten von Chlor in die alkalische
Lösung Chlor auftritt, wird angesäuert und die Carbonsäure abgetrennt. Die auf diese Weise erhaltenen
aromatischen Mono- und Polycarbonsäuren sind rein weiß und praktisch stickstofffrei.
Man kann auch solche carbonsäurehaltigen Gemische der Behandlung mit Hypochloriten unterwerfen,
die in der Weise gewonnen wurden, daß man die Alkylaromaten zunächst bei erhöhten
Temperaturen so lange mit Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen
Gasen, gegebenenfalls in Gegenwart von Saüerstoffüberträgern, wie Naphthenate, behandelt,
■ bis kein Sauerstoff mehr aufgenommen wird, worauf mit Salpetersäure weiter oxydiert
wird.
In der USA.-Patentschrift 1 943 892 ist ein Verfahren
beschrieben, das sich mit der Reinigung von natürlichen und synthetischen aromatischen Säuren
befaßt, die Verunreinigungen nicht bekannter chemischer Struktur und von kolloidaler Beschaffenheit
enthalten. Das Verfahren besteht darin, die Alkali- oder Erdalkalimetallsalze der Säuren mit
Verbindungen der Alkali- oder Erdalkalimetalle zu behandeln, die oxydierend wirken wie Hypochlorite
und Peroxyde. Das Verfahren soll nur anzuwenden sein auf aromatische Säuren, die nicht von der
Oxydation angegriffen werden. Zu diesen Verbindüngen gehören, wie in der Patentschrift ausdrücklich
bemerkt wird, auch die durch Halogen oder die Nitrogruppe substituierten Säuren.
Es ist deshalb durchaus, überraschend und unerwartet,
daß aromatische Säuren, die durch Oxydation mit Salpetersäure aus den entsprechenden
Alkylaromaten erhalten werden und auf Grund dieses Herstellungsverfahrens stickstoffhaltige Reaktionsprodukte
enthalten, entgegen den Ausführungen der USA.-Patentsehrift 1 943 892 mit Lösungen
von Hypochloriten von diesen stickstoffhaltigen Reaktionsprodukten befreit werden können.
1000 Gewichtsteile rohe 9i,i%ige Terephthalsäure
(Säurezahl 614) mit einem Stickstoffgehalt von 1,14 bis 1,16%, hergestellt durch katalytische
Oxydation von p-Diisopropylbenzol mit Luft in Gegenwart von 0,1 Gewichtsteilen Kobaltnaplhfhenat
bed 160 bis 2000 und anschließende Oxydation mit 2500 Gewiohtsteilen 30°/oiger Salpetersäure
bei 70 bis 95 ° werden in 6000 Gewichtsteilen einer 8,2°/oigen Natronlauge gelöst. Dazu
gibt man 700 Gewiohtsteile einer Chlorlauge mit 168 g aktivem Chlor im Liter. Unter Rühren wird
so lange auf 70 bis 75° erhitzt, bis die Chlorlauge praktisch verbraucht ist. Sodann wird die zum
Sieden erhitzte Lösung mit 20°/oiger Schwefelsäure kongosauer gestellt und die ausgefallene Terephthalsäure
abgesaugt; es werden 912 Gewichtsteile
700/488
C 9764 IVb/12 ο
einer ioo°/oigen Terephthalsäure (Säurezahll 674)
und einem Stickstoffgelhalt von 0,008 % erhalten.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung reiner aromatischer Carbonsäuren auis den durch Oxydation der entsprechenden Alkylairomaten mit Salpetersäure bei erhöhten Temperaturen und gegebenenfalls erhöhten Drücken erhältlichen carbonsäurehaltigen Gemischen, dadurch gekennzeichnet, daß man die carbonsäurehaltigen Gemische in einem alkalischen Mittel mitHypochloriten behandelt.
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE976951C (de) | Verfahren zur Herstellung von Phenolen durch unvollständige Oxydation von Benzolderivaten | |
| DE2131470A1 (de) | Verfahren zur Gewinnung von Kobalt | |
| DE2119118C3 (de) | Verfahren zur katalytischen Oxydation von Pseudocumol in flüssiger Phase zu Trimellithsäure unter stufenweiser Katalysatorzugabe | |
| DEC0009764MA (de) | ||
| DE975640C (de) | Verfahren zur Herstellung reiner aromatischer Carbonsaeuren | |
| DE1256210B (de) | Verfahren zur Reinigung von Terephthalsaeure | |
| DE1768950A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Nitrophenolen | |
| DE920127C (de) | Verfahren zur Herstellung von Cyclohexanonoxim durch Oxydation von Cyclohexylhydroxylamin | |
| DE369636C (de) | Verfahren zur Herstellung von Crotonsaeure aus Crotonaldehyd | |
| DE965231C (de) | Verfahren zur Gewinnung reiner Terephthalsaeure | |
| DE1929670A1 (de) | Verfahren zum Wiedergewinnen von Vanadium aus organischen Medien | |
| DE2220182A1 (de) | ||
| DE1959621C3 (de) | Verfahren zur Gewinnung von Adipinsäure aus 6-Hydroperoxyhexansäure | |
| DE2035496C3 (de) | Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Cumolhydroperoxid | |
| DE1136713B (de) | Verfahren zum Spalten von organischen Hydroperoxyden | |
| DE976541C (de) | Verfahren zur Herstellung von Phenolen durch Zersetzung von Alkylbenzolperoxyden mitSchwefelsaeure | |
| DE1245918B (de) | Verfahren zur Regenerierung von gebrauchten Kobaltsalzkatalysatoren | |
| DE966323C (de) | Verfahren zur Reinigung von Terephthalsaeure | |
| DE960275C (de) | Verfahren zur Herstellung von aromatischen Carbonsaeuren | |
| DE962527C (de) | Verfahren zur Herstellung von Oxyhydroperoxyden | |
| DE221849C (de) | ||
| DE764486C (de) | Verfahren zur Darstellung von Trimethyl-p-benzochinon | |
| DEB0029967MA (de) | ||
| DE311051C (de) | ||
| DE2939510A1 (de) | Verfahren zur herstellung von terephthalsaeure |