DE369636C - Verfahren zur Herstellung von Crotonsaeure aus Crotonaldehyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Crotonsaeure aus Crotonaldehyd

Info

Publication number
DE369636C
DE369636C DEE25421D DEE0025421D DE369636C DE 369636 C DE369636 C DE 369636C DE E25421 D DEE25421 D DE E25421D DE E0025421 D DEE0025421 D DE E0025421D DE 369636 C DE369636 C DE 369636C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
crotonic acid
manganese
crotonaldehyde
oxygen
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEE25421D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Lonza AG
Original Assignee
Lonza AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Lonza AG filed Critical Lonza AG
Priority to DEE25421D priority Critical patent/DE369636C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE369636C publication Critical patent/DE369636C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/16Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation
    • C07C51/21Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with molecular oxygen
    • C07C51/25Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with molecular oxygen of unsaturated compounds containing no six-membered aromatic ring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Crotonsäure aus Crotonaldehyd. Aus der Literatur (K e k u 16, Liebigs Annalen, B.d. 162, S. i i i, Abs. 2) ist bekannt, ,daß Crotovaldehyd an .der Luft unter Aufnahme von Sauerstoff in Crotonsäure übergeht.
  • Führt mant die Oxydation in technischem Maßstäbe durch Einleiten von Sauerstoff oder Luft aus, so bemerkt man alsbald, daß ein Nachlassen der Sauerstoffaufnahme eintritt, ,und daß ferner die Oxydation nicht bei Crotonsäure stehenbleibt, sondern daß, j e nach der Temperatur, ein mehr oder weniger kräftiger Angriff der Crotonsäure unter Bildung von N ebenprodukte:a stattfindet.
  • Um diese Bildung von Nebenprodukten, besonders diejenige von Harz, zu vermeiden, hat man vorgeschlagen, den zweckmäßig bei 5o bis 70° in Gegenwart oder Abwesenheit von Sauerstoffüberträgern durchgeführten Oxydationsprozeß vorzeitig abzubrechen, und zwar dann, wenn etwa die Hälfte des Aldehyds oxydiert ist. Es wurde nämlich beobachtet, daß in der ersten Hälfte der Reaktion -die Verharzung gering ist. Diese Methode führt zwar zum Ziel, sie hat aber,den .Ma Igel, .daß die Crotonsäure aus dem gewonnenen Gemisch nicht einfach zu gewinnen ist.
  • Es wurde nun gefunden, .daß die Bildung von Harz und Nebenprodukten auch dann ausbleibt, wenn man bei Zimmertemperatur bis höchstens zu 40° hinauf arbeitet. Man kann dann die Oxydation bedeutend weiter treibel, ohne -daß die gefürchteten Nebenprodukte .auftreten, und zwar bis zu einem so hohen Prozentsatz von Crotonsäure, .daß man sie aus dem Gemisch ,durch Ausfrieren gewinnen kann. Die Mutterlauge kann wieder in den Betrieb zurückkehren, da die Armwesenheit von Crotonsäure sich nicht als schädlich erwiesen hat. Bei diesem. Verfahren. findet man aber, daß die Wirkung des Sauerstoffs nach und nach schwächer wird, um schließlich ga az einzuschlafen. Dies läßt sich dadurch vermeiden, daß man Manganisalze zusetzt oder für die Bildung von Manganisalzen in der Flüssigkeit sorgt. Arn besten hat sich Manganiacetat bewährt.
  • Der Zusatz von Manganverbindungen bei Oxydationen von Aldehyden ist d urch die Patentschrift 30555o bekannt geworden; doch unterscheidet sich die beschleunigende Wirkuig des Manganzusatzes bei der Oxydation des Acetaldehyds zu Essigsäure von der Manganisalzwirkung auf die Oxydation,des, Crotonaldehyds wesentlich'; denn Acetaldehyd nimmt an sich den Sauerstoff nur schwer auf und dieser Widerstand wird durch Manganzusatz aufgehoben; ferner ist die entstehende Essigsäure ein gegen Sauerstoff- sehr beständiger Stoff. Reiner Crotonaldehiyd dagegen setzt mit lebhafter Oxydation auch ohne Mangaazusatz ein; der Manganizusatz hat hier den Zweck, die Oxydation dauernd imrGange zu erhalten und das obenerwähnte Nachlassen zu verhindern, und. die- entstehende Crotonsäure ist im Gegensatz zur Essigsäure eine leicht oxydable Verbindung. Die Kühlung hat bei der Herstellung der Essigsäure lediglich den Zweck, die Reaktionswärme, die die Temperatur bald zum Siedepunkt steigern würde, abzuführen; bei der Crotonsäure.dagegen muß die tiefe Temperatur innegehalten werden, da sonst trotz der Anwesenheit von .Mangankatalyt Nebenprodukte auftreten. und mit ihnen ein Rückgang der Sauerstoffaufnahme. Der Zweck und die Wirkung des Mangaxzzusatzes sind also in beiden Fällen völlig verschieden.
  • In dem obenerwähnten, bei 5o° durchgeführten und vorzeitig abgebrochenen Verfahren ist zwar bereits die Verwendu 1g von Sauerstoffüberträgern, im besonderen. von Mangansalzen, nebenher vorgesehen, man hat aber die eigenartige Wirkung des Manganisalzes, nämlich die Verhinderung des bei niedrigen Temperaturen auftretenden starken Nachlassens der Sauerstoffwirkung nicht erkannt. Der Zusatz von Mazganisalzen bei Temperaturen unter 40° hat also eine besondere, bisher unbekannte Wirkung. Als Beleg für die Wirksamkeit des Katalysators bei tiefer Temperatur diene die Angabe, daß die Sauerstoffabsorption bei längerem Betrieb unter sonst gleichen Bedingungen etwa das Zehnfache derjenigen ohne Katalyt beträgt.
  • Als Katalvsator kann jede Manganiverbindung dienen, welche in Crotoaaldehyd allein oder zusammen mit einem geeigneten Lösungsmittel löslich ist. Man kann das Mangan auch in Form von. Manganverbindungen von niedrigerer oder höherer Oxydationsstufe zusetzen und in der Lösung durch. Zugabe von geeigneten Oxydations- bzw. Reduktionsmitteln zur aktiven Stufe oxydieren bzw. reduzieren. Schon Sauerstoffzufuhr allein vermag nach einiger Zeit z. B. Manganisalze in die wirksamen Verbindungen überzuführen. Will man jedoch von Anfang an einen sofort wirksamen. Katalysator haben, so muß man Manganisalze verwenden. Als besonders geeignet hat sich Manganiacetat erwiesen und als brauchbares Lösungs- oder Verdünnungsmittel Eisessig. Beispiel. Zur Darstellung des wirksamen. Katal`-sators werden io g Manganacetat in ioo ccm Eisessig gelöst und bei .etwa 115° mit 1,5 g Permanganat anteilweise versetzt. Die tiefdunkelbraune Lösung von. Manganiacetat wird zum Gebrauch bis auf i bis 2 Promille Mangangehalt mit Eisessig verdünnt. Vorn einer solchen: 2 Promille Initiallösung werden beispielsweise Zoo ccm in einem Halbliterkolben unter Kühlung mit Wasser kräftig turbiniert und unter Durchleiten von Sauerstoff nach und nach zwischen 20 bis 40° mit 150 g Crotonaldehyd versetzt. Die Sauerstoffaufnahme beträgt bei gutem Rühren über 2o 1 in der Stunde. Wenn kein Sauerstoff mehr aufgenommen wird, unterbricht man die Reaktion und destilliert .den Eisessig am besten im Vakuum auf dem Wasserbade ab. Der in der Kälte sofort erstarrende Rückstand kann durch Vakuumdestillation oder durch Umkristallisieren aus Wasser gereinigt werden. Man kann aber auch das. Oxydationsprodukt unmittelbar durch Abkühlen zur teilweisen Erstarrung bringen und die Mutterlauge für den nächsten Ansatz verwenden. Eisessig ist dann nicht mehr erforderlich. Die Ausbeute an reiner Crotonsäure auf Crotonaldehyd bezogen beträgt 98 bis 99 Prozent.
  • Statt Sauerstoff können auch Gennische von Sauerstoff mit indifferenten- Gasen verwendet werden. Die Crotonsäure und ihre Derivate ;sind reaktionsfähige Verbindungen, die zu den mannigfaltigsten Synthesen Verwendung finden. Technisch wertvoll ist z. B. die aus ihr durch Reduktion darstellbare Buttersäure.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcH: Verfahren zur Herstellung von Crotonsäure aus Crotonald'ehyd, gekennzeichnet durch die Verwendung von in der Reaktionsflüssigkeit löslichen fertigen oder darin 'aus Manganverbindungen höherer oder niederer Oxydationsstufe durch Reduktion, oder aber Oxydation erzeugten Man ganisalzen, besonders Manganiacetat, als Katalysatoren bei Temperatur @=n unter 40°.
DEE25421D 1920-07-03 1920-07-03 Verfahren zur Herstellung von Crotonsaeure aus Crotonaldehyd Expired DE369636C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEE25421D DE369636C (de) 1920-07-03 1920-07-03 Verfahren zur Herstellung von Crotonsaeure aus Crotonaldehyd

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEE25421D DE369636C (de) 1920-07-03 1920-07-03 Verfahren zur Herstellung von Crotonsaeure aus Crotonaldehyd

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE369636C true DE369636C (de) 1923-02-22

Family

ID=7071686

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEE25421D Expired DE369636C (de) 1920-07-03 1920-07-03 Verfahren zur Herstellung von Crotonsaeure aus Crotonaldehyd

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE369636C (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2450389A (en) * 1943-12-02 1948-09-28 Distillers Co Yeast Ltd Manufacture of crotonic acid
US2487188A (en) * 1945-05-19 1949-11-08 Celanese Corp Oxidation of aldehydes
DE947793C (de) * 1953-05-01 1956-08-23 Ici Ltd Verfahren zur Herstellung von ª‡-ª‰-ungesaettigten Saeuren und deren Estern
DE1244768B (de) * 1963-02-06 1967-07-20 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von Sorbinsaeure oder deren Alkalisalzen durch Oxydation von Sorbinaldehyd

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2450389A (en) * 1943-12-02 1948-09-28 Distillers Co Yeast Ltd Manufacture of crotonic acid
US2487188A (en) * 1945-05-19 1949-11-08 Celanese Corp Oxidation of aldehydes
DE947793C (de) * 1953-05-01 1956-08-23 Ici Ltd Verfahren zur Herstellung von ª‡-ª‰-ungesaettigten Saeuren und deren Estern
DE1244768B (de) * 1963-02-06 1967-07-20 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von Sorbinsaeure oder deren Alkalisalzen durch Oxydation von Sorbinaldehyd

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1195754B (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalisalzen von Carbonsaeuren durch Oxydation von Aldehyden
DE369636C (de) Verfahren zur Herstellung von Crotonsaeure aus Crotonaldehyd
DE1294956B (de) Verfahren zur Herstellung von Acrylsaeuremethylester durch Oxydation von Methylacetat oder einer Mischung aus Methylacetat und Methanol
DE2404160A1 (de) Verfahren zur herstellung von 2-(4-alkylphenyl)-proprionsaeure
DE1191366B (de) Verfahren zur Herstellung von Estern von Carbonsäuren mit ungesättigten Alkoholen
DE1258858C2 (de) Verfahren zur herstellung von epsilon-caprolacton und seiner alkylderivate
DE1256210B (de) Verfahren zur Reinigung von Terephthalsaeure
DE1059453B (de) Verfahren zur Herstellung von Carbonylverbindungen aus sauerstoffhaltigen, eine odermehrere Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen enthaltenden organischen Verbindungen
DE1125903B (de) Verfahren zur Herstellung aromatischer Carbonsaeuren
DE1111163B (de) Verfahren zur Herstellung von Gemischen aus ª‡, ª‡, ª†- und ª‡, ª†, ª†-Trimethyladipinsaeure
DE2418342A1 (de) Verfahren zur herstellung von trimethylbenzochinon
DE1065846B (de) Verfahren zur Herstellung von Carbonsäuren durch Oxydation von Aldehyden mit molekularem Sauerstoff
DE1289523B (de) Verfahren zur Herstellung von ª†-Valero- oder ªŠ-Caprolacton
DE728325C (de) Verfahren zur Herstellung ungesaettigter Nitroverbindungen
EP0073464A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Naphthalintetracarbonsäure-1,4,5,8
DE694699C (de)
DE2115944B2 (de) Verfahren zur herstellung von o-sulfobenzimiden
DE2400767B2 (de) Verfahren zur Herstellung von dl-Weinsäure
DE804566C (de) Verfahren zur Gewinnung von Buttersaeure
DE875196C (de) Verfahren zur Herstellung von Essigsaeureanhydrid
DE960275C (de) Verfahren zur Herstellung von aromatischen Carbonsaeuren
CH88560A (de) Verfahren zur Darstellung von Crotonsäure aus Crotonaldehyd.
DE975712C (de) Verfahren zur Herstellung von aromatischen Polycarbonsaeuren oder deren Estern durch Oxydation von Alkylaromaten
DE892447C (de) Verfahren zur Herstellung von Dicyclohexylaethanverbindungen
DE727051C (de) Verfahren zur Darstellung monocyclischer Lactone mit 14í¬18 Ringgliedern