DEC0000211MA - Verfahren zur Herstellung kupferhaltiger Disazofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung kupferhaltiger Disazofarbstoffe

Info

Publication number
DEC0000211MA
DEC0000211MA DEC0000211MA DE C0000211M A DEC0000211M A DE C0000211MA DE C0000211M A DEC0000211M A DE C0000211MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alkyl
copper
parts
groups
preparation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Anderau
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF Schweiz AG
Original Assignee
Ciba AG
Publication date

Links

Description

CIBA AKTIENGESELLSCHAFT, BASEL (SCHWEIZ) Potsntanwcilt
Hamburg 36
Neuer Wall 10, 4. Stock Anruf 347900
Generalvollmacht Nr.33/4?
Deutschland 1NeuBr vyö" 'u' 'h ilaA
Hamburg
Neuer WaIH 0,4,
Verfahren zur Herstellung kupferlialtiger Disazofarbatoffe,
Es mrd© gefunden,, dass wertvolles kupferhaltige Disazofarbstoffe hergestellt werden können^ wenn man auf Disazofarbstoffe, die als freie Säuren der allgemeinen Formel
Alkyi~Q O-Alkyl OH
R-JfaH-V >»<* *>—B*H—,A/N. A_„ „ΛΛΙΤ
V. S \ S III ^ 0CH0-GOOH
eateprschenp worin R einen in ortho»Stellung au einer Hydroxylgruppe gekuppelten laphthalinrest mit höchstens aw©i Sulfon» säöxegruppen bedeutet0 unter solchen Bedingungen kupferabgebende Mittel einwirken lässt, dass ©ine Aufspaltung der O-Alkylgruppen unter Bildung der ©„o'-Dioxyasokupferlnomples© erfolgt»
Die dem vorliegenden Terfahren als Ausgangsstoffe dienenden Blsasofarbstoffe können beispielsweise erhalten werden, indem man ein tetrasotiertes 3.39«Bialkoxj-4s4-'-diaminodiphenyli insbesondere B4sn±B±dl^~lä~¥eIiebiger Reihenfolge einerseits
mit 2
UBd anderseits ait einer in o«»Stellung su ©iner Hydroxylgruppe kuppelnden Jö^BploagslEOfliponente der Iaphthalisreihe mit höchstens swei Sulfonsäuregruppsn ■ψβ&®±χύ.ίβ * Als sol die in o-S teilung au einer Hydroxylgruppe kuppelnden laphthalinkomponente seien beispielsweise solche mit keiner Sulfonsäuregrappej, wie 2-»0xy-° naphthalin j l=Ozy-4«methoxyna,phtliaLin8 oder solche mit nur einer Sulfonsäuregruppe,wie 2=02ynaphthalin-4- besw° -ö^sulfonsäare oder l=»0synaphthalin-3»» -4- oder -5-Bulfonsäure genannt „ Mit forteil verwendet man jedoch Oxynaphthalin.®9 die zwei SuIfonsäuregruppen aufweisen9 wie l=Chlor»8-oxynaphthalin»3i6-öisulfonsäure 9 I«>0s:y«<e--alkos:ynaphthalin-3»6~disulfoneäure9 l-Qsy-
^pS- besw;. »Sjß-disulfonsäure, 2»0x3maphthalin-698- «»3?6=diaulfo2iBäiire und. insbesondere 1-Oxynaphthalin-3» 8-disulfonsäure»
Aus8®rdem kann lasa als Ausgaagsfarbstoffe solche Disasofarbstoffe der obigen allgemeinen Ponasl Y@xv@nüend die symmetrisch gebaut sind und in denen der Rest R ebenfalls der Formel
HOOC
entspricht„
Falls swsi verschiedene S^p^^skomponenten Terwenöet werden^ ist die Reihenfolge der beiden Kupplungen beliebig! swsekmässlg führt man die Kupplung mit der schlechter kuppelnden
Komponente zuerst durchβ
Die Oarbosymethoxy-G-ruppe -0GH2<=GQ0H kann Im FhenyllE®rn Yer schieden© Stellungen sor IH-G-ruppe einnehmen^ ZoB« die ortho·» vorzugsweise aber die para~Steilung zur IH=°Gruppe.
Einen besonders wertvollen Farbstoff erhält man g©- isiäss vorliegendem Verfahren bei Verwendung des Ausgangsfarbstoffe® der Formel
HO,.S OH H1=CO
-H=I
-OQHp-OOOH
Gemäss vorliegenaem Yerfahren werdea solche Disaaofarbstoffe derart mit kupferabgebenden Mitteln behandelt,, dass unter Auf spsltursg der in der Diaminodiphenylkomponent© enthaltenen Alkoxy-ο Insbesondere Methosygruppsn die entsprechenden OgO'-Diosyasokupferkompleze entstehen Methodenj, die zu einer solchen entalkylierten Supferung fiihren9 sind allgemein bekannt« Besonders bewährt hat eich in ylelen Fällen das 7erfehrens wonach unter Verwendung von Kupfertetramminkomplexen in Gegenwart oder Abwesenheit τοη überschüssigem Ammoniak die Kupferung wä!ires.d sinor bis mehrerer Stunden in der Nähe γόη 100 φ* in wässerigem Medium durchgeführt wird» Von besonderem Yorteil ist in manchen Fällen das Verfahren der schweiaerisohen Patentschrift Mr5 261^365 /&a»-238&)', wonach in Gegenwart von insbesondere Aethanolamin besw» der sich davon
ableitenden Kupferkomplexe gearbeitet wird.
Die erhaltenen Farbstoffe weisen OgO'-Diozvasokupferkoiaplexje^auf und entsprechen der allgemeinen Formel
0—Cu-0 0—Cu-O
^0CHn-COOH
NH-,
worin R einen laP^thalinrest «ad-/ höchstens swei Sulfonsäure» gr&ppen bedeutet „ dor die Aso- und die O-Gu-Gruppe in o-Stellung su einander enthält und worin die =QGH2~CQOB=»ßruppe vorzugsweise in para-Stellung sur -»IH-Gruppe sitst«, Hiersu ist au bemerken^ dass durch die hier gewählte Schreibweise nichts über den Charakter besw» dis Haupt~ und Hebenvalena-Terteilung in den Eupf©rkomplesen ausgesagt werjien soll.
Die kupferhaltigen Azofarbstoffe gemäss vorliegender Erfindung können aus Färben und Bedrucken der verschiedensten Materialien wie $ollep S©idep insbesondere aber csllulosehaltiger Fasern^ wie Baumwolle^ Leinen sowie Kunstseide und Zellwolle aus regenerierter Cellulose verwendet werden» Man erhält damit blaue Färbungen von guter Lichtechtheitj, die auch einer üblichen EaittersQhtbehanälung/Z.B. mittels Harn stoff»Formaldehyd=Eunsthersen.wiederstehen.
Die nachstehenden Beispiele erläutern die vorliegende Erfindung,, ohne deren Inhalt jedoch irgendwie einzuschränken. Dabei bedeuten die Seile,, wo nichts anderes erwähnt wird, Gewicht steile» die Prosente Gewichtsprozentes und die Temperaturen sind in Oelsiusgraden angegeben»
Beispiel 1. ;
24 ρ 4 Teile BiantBlffin/werden in rad 50 Seiles. 30$ig©r Salzsäure suspendiert and bei 0=2° mit 14- Teilen Natriumnitrit tetrazotiert=, Die klare Lösung der Tetrazoverbindung lässt man in möglichst raschem Tempo zu einer eiskalten Lösung von 32 Teilen l=>0xynaphthalin-3»8-disulfonsäure und 30 Teilen wasserfreiem Natriumcarbonat in 450 Teilen Wasser fliessen» Nach oa, 15 Minuten hat die Bildung der DiasoasoYerbinduRg stattgefunden^ worauf man eine eiskalte Lösung von 40 Teilen H-C^'-GartozjaaethosypiienylJ-amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure und 10 Seilen wasserfreiem Hatriumcarbonat in 300 Teilen Wasser zufliessen lässt» lach einigen Stunden erwärmt man die Suspension des entstehenden Disaso farbstoff es auf 60° „ gibt ca. 150 Teile Natriumchlorid zu und filtriert den nun ausgefällten Farbstoff ab»
Eine bei 80° hergestellte Lösung dieser Farbstoff» past© in 2000 Teilen Wasser wird mit 52 Teilen Kupfersulfat und 200 Teilen konzentriertem Ammoniak versetzt und einige Stunden bsi 90=100° gerührt» wobei die Kupferung unter Bildung der OsO'-Diosyasokomplexe erfolgt„ Man scheidet den kupferhaltigen Farbstoff duroh Sugabe γοη 200 Teilen Natriumchlorid abs filtriert und trocknet.
Torteilhaft kann die Eupferung auch mit Kupferaeetat besw« einer Mischung von Kupfersulfat und latriumacetat bei Temperaturen über 100° durchgeführt werden, ZoB0 indem man das
Reacti onsgemi sch oäer den primär ent stand ©nen Kompl« (doho die durch Einwirkung das kupferabgebenden Mittels auf den Farbstoff entstandene Kupferverbindung,, in welcher noch keine Aufspaltung der Methoxygruppen des Mphenylrestes stattgefunden hat) trocknet und einige Stunden auf ca» 125° erwärmt.
Man erhält ein dunkles Pulver? das sich in Wasser mit reinblauer Farbe löst und Baumwolle und Kunstseiden aus regenerierten Cellulose?! aus natriumsulfathaltigern Bade in reinen blauen Tönen von hoher Lichteohtheit färbt.
24s4 Seile ■Jjlaalsd.fl 1 n/werden in "lOüTieilenWas ser mit 25 Teilen 30$iger Salzsäure gelöst^ darnach mit weiteren 25 Teilen 30$iger Salasäore veroetst und bei 0-2° mit 14 Teilen Natriuinnitrit tetrasotiert. Sie Irlare Lösung der Tetrazoverbindung lässt man zu einer eiskalten lösung von 80 Teilen 2-(4f~0arboxy-" ffi@tfeo^phenyl)-amino-5-ozyjiaphthalin-7~sulfonsäure und 50 Teilen wassex'freieffl Katrimiöarboaat in 650 Teilen Wasser fliessen0 lach einigen Stunde© erwärmt man die Suspension des entstandenen Bisasofarbstoffes au£ 6O°5 gibt ca. 100 Teile Natriumchlorid zu und filtriert den nun ausgefällten Farbstoff ab»
Sie erhaltene Fg^bstoffpaste wird mit wenig Wasser zu eiasr dioklichon Paste angetsdgt, mit der Lösung von 56 Teilen krist, Eupfereulfat und 50 Teilen krist* Hatriumacetat in 500 Seilen Wasser reTs®tzt und 10 Stunden verrührt. BaSnach
dampft man die Paste unter Vacuum ein und hält em Ende des Sindampfens 6 Stund©n bei 125=128° „ Man erhält dadurch die Kupferverbindung des ©oO'-Dioxysaofarbstoffes als trockenes schwärsliehes Pulvers da3 mit 2°5$ des Sewichtes mit wasserfreiem Natriumcarbonat versetst wird«
Bas Farbstoffpulver löst sich in Wasser mit rötlich blauer Farbe und färbt Baumwolle und Kunstseiden aus regenerierten Cellulose^ aus natriuaisulfathaltigsm Bade in reinen rötlichblauen Tönen von hoher Lichteohtheit.
Die entmethylierende Xupferung der nach den obigen Angaben erhaltenen Farbstoffpaste kann mich in wässeriger lösung erfolgen, indem man die Farbstoffpaste in 4000 Teilen Wasser löst, mit 55 Teilen krist. Kupfersulfat s 100 Teilen kQjQ.Sc Ammoniak und 25 Teilen Monoaethanolamin versetsst und 12-15 Stunden unter Rückfluss kocht. lit 200 Teilen Natriumchlorid fällt man die so erhaltene Kupferverbindung des o,o'-Dioxyaaof art» stoff es aus s filtriert und trocknete Das erhaltene Färbstoffpulver hat die oben genannten färberischen Eigenschaften»

Claims (1)

  1. lc) Verfahren zur HerStellung kupferhaltiger Disasofarbstoffej dadurch gekennzeichnet9 dass man auf Disazofarbstoffe, die als freie Säuren dar allgemeinen Formel
    Alkyl-9 O-Alkyl OH
    OOHo-GOOH
    entsprechen, worin R einen in ortho-Stellung su einer Hydroxylgruppe gekuppelten Haphthalinrest mit höchstens swei Sulfonsäuregruppen bedeutet, unter solchen Bedingungen kupf@rabgebende MIttel einwirken lässtΒ dass ein© Aufspaltung der =O-Alkylgruppen unter Bildung der ο„ο' »Bioxyasokupferkomplexe erfolgtο
    2o) Terfahren gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet;, dass Ausgangsstoffe verwendet werden, die als Alkyl-0-Gruppen MethosQrgruppen aufweisen« 3o) Yerfahren gemäss einem der Patentansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass Aasgangsstoffe verwendet werden,, die die «»OCHg-COOH-ßrapp© in para-Stellung zur ~IH=Gruppe enthalten«
    ' ff. 6. J '&
    CIBA AKTIMGESELLSOHAPT
    BASEL (Schweiz)
    Betr. Patentanmeldung in Deutschland G 211 IVd/22a - Oase 2645/1
    Erläuterung zur Färbetafel.
    Färbung 1; farbstoff gemäss Beispiel 1 1,8 $
    Färbung 2s Farbstoff gemäss Beispiel 2 2,5 ί>
    Färbung auf Baumwolle nach dem üblichen Direktfärbeverfahren unter Zusatz von Natriumsulfat.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE880377C (de) Verfahren zur Herstellung von kupferbaren Polyazofarbstoffen
DE2142412B2 (de) Diazoverbindungen, deren Herstellung und Verwendung zum Färben und Bedrucken von Polyamid oder Polyurethanfasermaterialien
DE2034591C3 (de) Wasserlösliche Monoazofarbstoffe, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zum Färben und Bedrucken von Leder oder Fasermaterialien aus Wolle, Seide, Polyamiden und Polyurethanen und/oder nativer oder regenerierter Zellulose
DEC0000211MA (de) Verfahren zur Herstellung kupferhaltiger Disazofarbstoffe
DE858438C (de) Verfahren zur Herstellung von kupferhaltigen Disazofarbstoffen
DE863972C (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen
DE1928437A1 (de) Neue Azoverbindungen und Verfahren zu deren Herstellung
DE889662C (de) Verfahren zur Herstellung kupferhaltiger Disazofarbstoffe
DE2514856C3 (de) Wasserlösliche Disazofarbstoffe, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zum Färben oder Bedrucken von nativen und/oder synthetischen stickstoffhaltigen Fasermaterialien
DE639728C (de) Verfahren zur Herstellung von kupferhaltigen Azofarbstoffen
DE881401C (de) Verfahren zur Herstellung von Dis- und Polyazofarbstoffen
DE762445C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
DE952658C (de) Verfahren zur Herstellung von fluoreszierenden Farbstoffen
DE556477C (de) Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen
DE921532C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen
DE728486C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
DE2417256C3 (de) Flüssige Farbstoffzubereitungen eines Reaktivfarbstoffes
AT162595B (de) Verfahren zur Herstellung von kupferhaltigen Disazofarbstoffen
DE743673C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE1247511B (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
DE740051C (de) Verfahren zur Herstellung von Trisazofarbstoffen
DE2417254C3 (de) Flüssige Farbstoffzubereitungen eines Reaktivfarbstoffes
DE1010214B (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen und ihren komplexen Kupferverbindungen
DE672135C (de) Verfahren zur Herstellung von Stilbenazofarbstoffen
DE1644353C (de) Verfahren zur Herstellung wasserlos hcher, kupferhaltiger Reaktivfarbstoffe