DE99717C - - Google Patents

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DE99717C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M17/00Prepayment of wireline communication systems, wireless communication systems or telephone systems
    • H04M17/02Coin-freed or check-freed systems, e.g. mobile- or card-operated phones, public telephones or booths
    • H04M17/026Constructional features

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Signal Processing (AREA)
  • Telephone Set Structure (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate und Maschinen.
in CHRISTIANIA.
Fernsprechautomat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. Oktober 1897 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf derartige Fernsprechautomaten, bei welchen nach einem bestimmten Zeitverlauf die Verbindung mit dem Vermittelungsamt durch die Wirkung einer Sanduhr abgebrochen wird. Die Stromverbindung geschieht entweder durch das Fliefsmaterial der Sanduhr (Quecksilber) oder durch an der Sanduhr angeordnete Stromschliefsvorrichtungen.
Kennzeichnend für die Erfindung ist eine Vorrichtung, mittelst welcher die Sanduhr, nachdem dieselbe durch Einwurf einer Münze in die stromschliefsende Lage gebracht worden ist, in eine wagerechte Lage übergeführt werden kann, so dafs also das Ueberströmen von Fliefsmaterial aufhört. Der Zweck dieser Anordnung ist der, eine vorläufige Abstellung der Verbindung bewirken zu können, wenn es sich zeigt, dafs die angerufene Nummer schon besetzt ist; der Benutzer des Apparates kann dann nach einigen Minuten die Verbindung mit dem Vermittelungsamt wieder ohne Einwurf einer neuen Münze und ohne Verlust von Zeit zu Stande bringen.
Auf der beiliegenden Zeichnung zeigt Fig. 1 die Lage der Theile, wenn die Sprechleitung geschlossen ist, und Fig. 2 die Lage bei vorläufig abgebrochenem Stromschiufs.
Die Sanduhr kann in die beiden dargestellten Lagen erst nach dem Einwurf einer Münze mittelst einer mit der Sanduhrachse durch die Münze gekuppelten Kurbel gebracht werden.
Vor Einwurf der Münze hat die Sanduhr die in Fig. ι punktirt dargestellte Lage.
Die Sanduhr A ist mit zwei Haken oder Spitzen B versehen, welche entweder, wie in der Zeichnung dargestellt, auf an der Sanduhrachse befestigten Armen sitzen, oder in anderer Weise mit den Sanduhrgefäfsen fest verbunden sind. In einem Schlitz C des Gehäuses D ist ein Knopf E verschiebbar angeordnet, mit welchem ein federnder Haken F und ein Schieber H fest verbunden ist. Wenn die Sanduhr aus der punktirt gezeichneten Stellung in Richtung des Pfeiles mittelst der erwähnten Kurbel gedreht wird, wird die Spitze B den federnden Haken F zurückdrücken und kann dann die gezeichnete Lage einnehmen, wobei sich die Sanduhr mit der unteren Spitze B auf den Haken F stützt, bis so viel von dem Sand oder der Flüssigkeit von dem oberen in das untere Gefäfs übergeflossen ist, dafs die untere Hälfte der Sanduhr die obere überwiegt und die Sanduhr in die punktirt gezeichnete Lage bringt.
Während der schrägen Stellung (Fig. 1) ist Stromschlufs vorhanden, was entweder durch die Flüssigkeit in bekannter Weise bewirkt werden kann oder mit Hülfe von äufseren Stromschliefsern. Im letzteren Fall kann der Stromschlufs zweckmäfsig durch eine Stromschlufsfeder G bewirkt werden, gegen welche die andere Spitze B der Sanduhr sich legt. Nach Ueberlauf des gröfsten Theiles des Sandes
Or-
oder der Flüssigkeit überwiegt das Drehmoment der Sanduhr die Reibung zwischen der Spitze B und der Feder G bezw. die Spannkraft der Feder, und die Sanduhr fällt in die punktirte Lage, d. h. der Strom wird unterbrochen.
Wenn es sich nach Anrufen des Vermittelungsamtes zeigt, dafs die gewünschte Verbindung nicht erhalten werden kann, schiebt man einfach den Knopf E abwärts in die in Fig. 2 dargestellte Lage; die Sanduhr folgt nach, der Stromschlufs ist vorläufig unterbrochen, aber auch das Ueberfliefsen von Sand oder Flüssigkeit ist verhindert und man kann nach einigen Minuten aufs Neue das Amt anrufen, ohne eine neue Münze einzuwerfen. Dies kann mehrere Male wiederholt werden, obwohl man jedes Mal etwas Zeit verliert.
Wenn der Stromschlufs durch die Sanduhrflüssigkeit selbst bewirkt wird, kann die Feder G wegfallen. In diesem Falle wird der Uebergang der Sanduhr von der schrägen in die lothrechte Lage nach Ablauf der halben, für eine einmalige Benutzung des Apparates bestimmten Zeit stattfinden. Bei einer solchen Anordnung des Apparates kann also verhindert werden, dafs nach Beendigung eines Gespräches, das mehr als das halbe Zeitmafs verbraucht hat, ein neues Gespräch eingeleitet werden kann ohne Einwurf einer neuen Münze.
Der Schieber H dient dazu, den Schlitz C zu verschliefsen; aufserdem kann derselbe noch dazu benutzt werden, den Münzeinwurf / zu verdecken, damit dieser nur dann offen ist, wenn eine' Oeffnung K in dem Schieber mit dem Münzeinwurf zusammenfällt. Hierdurch wird verhindert, dafs Münzen eingeworfen werden können, wenn z.B. die Sanduhr von einem früheren Benutzen in der in Fig. 2 dargestellten Stellung gelassen worden ist, in welcher die mit der Sanduhr verbundene Münztasche sich nicht unterhalb des Münzeinwurfes befindet.
Wenn der Stromschlufs durch Vermittelung. der Flüssigkeit bewirkt wird, ist eine schräge Lage der Sanduhr während des Stromschlusses nicht nöthig; soll die Sanduhr eine lothrechte Stellung während des Stromschlusses einnehmen, so mufs indessen die in Fig. 3 angedeutete Anordnung getroffen werden , wobei der federnde Haken F1 die Bewegung der Sanduhr in beiden Richtungen sperrt. Vorzuziehen ist jedoch auch bei dieser Stromschlufsweise eine schräge Lage der Sanduhr, da dabei erreicht werden kann, dafs bei dem Ueberkippen eine Glocke dem Fernsprechenden anzeigt, dafs die Zeit bald verflossen ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Einrichtung an derjenigen Art Fernsprechautomaten, bei welchen die Stromunterbrechung mittelst einer drehbaren Sanduhr geschieht, mittelst welcher Einrichtung eine vor-' läufige Ueberführung der Sanduhr in wagerechte Stellung bewirkt werden kann, gekennzeichnet durch einen innerhalb des Gehäuses an einem Deckblech (H) angeordneten Haken (F), welcher die Sanduhr in der contactschliefsenden Stellung festhält und welcher derart mittelst eines an der Aufsenseite des Gehäuses vorragenden Knopfes (E) verschiebbar ist, dafs die Sanduhr durch Verschieben des Hakens in wagerechte Lage übergeführt werden kann, um dadurch eine vorläufige Abstellung der Verbindung zu bewirken ohne Verlust an Fliefsmaterial.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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