DE220447C - - Google Patents

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DE220447C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M17/00Prepayment of wireline communication systems, wireless communication systems or telephone systems
    • H04M17/02Coin-freed or check-freed systems, e.g. mobile- or card-operated phones, public telephones or booths
    • H04M17/026Constructional features

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Computer Security & Cryptography (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Prepayment Telephone Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 220447 KLASSE 21 a. GRUPPE
ROBERT BRUNO JENTZSCH in WIEN.
oder elektrischem Wege geschlossen wird.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Juni 1908 ab.
Die Erfindung betrifft eine selbstkassierende Fernsprechstelle, bei welcher der im normalen Zustand unterbrochene Sprechstromkreis auf mechanischem, oder elektrischem Wege geschlossen wird und besteht darin, daß eine sichere Schließung des Mikrophonstromkreises durch eine Kontaktklappe unter Vermittlung eines Kontaktklappenhalters bewirkt wird, der entweder durch einen von der eingeworfenen Münze gestreiften zweiarmigen Hebel oder in bekannter Weise durch einen vom rufenden Teilnehmer beeinflußten Elektromagneten ausgelöst wird, während die Zurückführung des Kontaktklappenhalters in die Ruhelage durch einen beim Aufhängen des Fernhörers bewegten Mitnehmer in gleichfalls bekannter Weise erfolgt.
Die Zeichnung veranschaulicht einen Fernsprechapparat gemäß der Erfindung in Fig. 1 in Ruhestellung bei aufgehängter Hörmuschel und in Fig. 2 in der Gebrauchsstellung bei abgehobener Hörmuschel und eingeworfenem Geldstück.
Der Apparat besteht im wesentlichen aus einem Münzkanal α, dessen Verlängerung c zur Kasse- führt. Seitlich vom Münzkanal ist ein Hebel d schwingend gelagert, dessen längerer Arm mit einem Stift β durch einen entsprechenden Schlitz in den Münzkanal α und somit in die Münzbahn hineinragt. Der andere Arm des Hebels d ist mit einem vorzugsweise als Stellschraube ausgebildeten Stift f versehen, dessen Spitze sich an einen um den Drehpunkt schwingenden Halter i anlegt. Das untere Ende des Halters i ist mit einer Nase i1 versehen, die eine Klappe k normal in gehobener Stellung hält. Diese Klappe k ist an das eine Ende der Mikrophonleitung angeschlossen. Unterhalb der Klappe k befindet sich ein Kontaktstück I, welches an das andere Ende der Mikrophonleitung angeschlossen ist. Wenn eine Münze ihren Weg durch den Münzkanal α nimmt, so trifft sie hierbei auf den Stift e des Hebels d und schwingt diesen ein wenig nach abwärts. Hierbei wirkt der Stift f derart auf den schwingenden Halter i, daß die Nase i1 zur Seite bewegt wird und das Niederfallen der Klappe k gestattet. Die Klappe k liegt jetzt, wie in Fig. 2 gezeigt, auf dem Kontaktstück I auf, und der Mikrophonstromkreis ist geschlossen, so daß das Telephon benutzt werden kann.
Um nach beendetem Gespräch die Klappe k wieder in die Stellung zu bringen, in welcher sie den Mikrophonstromkreis unterbricht, ist eine Schieberstange m vorgesehen, welche in der einen Richtung, beim Aufhängen der Hörmuschel, durch das Gewicht der letzteren, in der anderen Richtung, beim Abheben der Hörmuschel, durch ihr Eigengewicht oder durch eine Feder bewegt wird. An der Stange m ist ein schwingender Mitnehmer η angebracht, der entweder durch eine Feder oder, wie beispielsweise gezeigt, durch Arm und Gegengewicht n1 gegen die Klappe k zu bewegt wird. Diese Bewegung wird durch einen Stift 0 begrenzt, an den der Mitnehmern anschlägt, und zwar,
wie aus Fig. ι ersichtlich, in gehobener Stellung mit einer breiteren Stelle, so daß er die Klappe k nicht erreichen kann. Wird die Hörmuschel abgehoben, so bewegt sich die Stange m nebst dem Mitnehmer η nach abwärts, der schmälere Teil des Mitnehmers kommt gegen den Stift ο zu liegen, wodurch ersterer mit seinem oberen ' Ende unter die Klappe k zu stehen kommt, wie in Fig. 2 gezeigt. Wird also nach beendetem Gespräch die Hörmuschel wieder aufgehängt, so bewegt sich die Stange m mit dem Mitnehmer η nach aufwärts, und letzterer hebt die Klappe k so weit an, bis diese wieder durch die Nase i1 festgehalten wird.
Dann gelangt der verbreiterte Teil des Mitnehmers η gegen den Stift 0, wodurch ersterer zum Ausweichen gebracht wird und wieder in die in Fig. 1 gezeigte Stellung gelangt. Das Anheben der Stange m durch die Hörmuschel kann in beliebiger Weise geschehen, z. B. durch den gezeigten Hebel p. Die Münze ist in diesem Falle, nach Passieren des Anschlages e, direkt durch den Kanal c in die Kasse abgefallen.
Diese einfache Einrichtung eignet sich besonders für den Anschluß an selbsttätige Fernsprechämter, wo der Rufende die von ihm gewünschte Nummer am Telephon selbst einstellt. Da der Rufende jederzeit den von ihm Gerufenen hören kann, braucht er die Münze erst einzuwerfen, wenn sich der Gerufene gemeldet hat, und es kann deshalb die Münze gleich einkassiert werden.
Für gewöhnliche Zentralen mit Handbetrieb, wo die gewünschte Nummer erst einer Beamtin mitgeteilt und dann abgewartet werden muß, ob der gewünschte Teilnehmer besetzt ist oder sich meldet, ist es notwendig, vorzusehen, daß die eingeworfene Münze, falls die gewünschte Verbindung nicht herstellbar ist, zurückgegeben wird. Zu diesem Zwecke ist im Apparat ein zweiter schwingender, ungleicharmiger Hebel q vorgesehen, der bei aufgehängter Hörmuschel die in Fig. 1 gezeigte Stellung einnimmt, in der sein unteres Ende ein wenig in den Münzkanal hineinragt. Wird die Hörmuschel abgehoben, so trifft' bei der Abwärtsbewegung der Stange m ein Anschlag m1 dieser Stange auf das kürzere Ende des Hebels q und bringt diesen in die in Fig. 2 gezeigte Stellung, in welcher er für die Münze eine Auflage bildet, nachdem diese den Stift e passiert hat. Andererseits wird hier die Münze in einem im Münzkanal vorgesehenen Ausschnitt b durch die Nase s eines Armes r gehalten, der mit dem Anker g eines Elektromagneten h verbunden ist. Soll die Münze wegen nicht zustande gekommener Verbindung zurückgegeben werden, so entsendet die Zentrale einen Strom, der den Elektromagneten h erregt und die Nase s zum Ausweichen bringt, so daß die Münze bei b seitlich herausfallen kann. Bleibt das Relais aber unerregt und wird nach beendetem Gespräch die Hörmuschel wieder aufgehängt, so hebt sich mit der Stange m der Anschlag m1, und der Hebel q wird durch das Gewicht der darauf ruhenden Münze nach abwärts in die in Fig. ι gezeigte Stellung geschwungen, in welcher die Münze durch den Kanal c in die Kasse gelangen kann. Um die eben genannte Bewegung des Hebels q sicherer zu machen, kann die Stange m unterhalb des kürzeren Armes des Hebels q mit einem Anschlage, analog dem Anschlage m1, versehen sein, der bei der Aufwärtsbewegung der Stange m zwangläufig den längeren Arm des Hebels q in die in Fig. ι gezeigte Stellung führt.
Soll der Apparat auch dazu dienen, beim Gerufenwerden von einer anderen Station aus den Mikrophonstromkreis ohne Verwendung einer Münze zu schließen, so genügt es, das schwingende Stück i entweder mit dem Anker g des Elektromagneten h direkt zu verbinden oder aber es in solcher Stellung zum Anker g zu lagern, daß dieser, wenn der Elektromagnet erregt wird, seine Bewegung dem Stück i vermittels eines an der Stange r angebrachten Vorsprunges ζ derart mitteilt, daß dessen Nase i1 zur Seite geschwungen und die Klappe k zum Fallen gebracht wird. Durch den in seinem mittleren Teil als Auge ausgebildeten Halter i greift nämlich der Anker g des Relais h hindurch.
Um zu verhindern, daß vor dem Abheben der Hörmuschel eine Münze eingeworfen wird, ist mit der Stange m oder mit dem Hörmuschelhebel f ein Schieber verbunden, der bei aufgehängter Hörmuschel in bekannter Weise die Münzeneinwurföffnung verschließt und sie erst bei abgehobener Hörmuschel freigibt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Selbstkassierende Fernsprechstelle, bei welcher der Sprechstromkreis auf mechanischem oder elektrischem Wege geschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine sichere Schließung des Mikrophonstromkreises durch eine Kontaktklappe (k) unter Vermittlung eines Kontaktklappenhalters (i) bewirkt wird, der entweder durch einen von der eingeworfenen Münze gestreiften zweiarmigen Hebel (d) oder in bekannter Weise durch einen vom rufenden Teilnehmer beeinflußten Elektromagneten (h) ausgelöst wird, während die Zurückführung des Kontaktklappenhalters in die Ruhelage durch einen beim Aufhängen des Fernhörers bewegten Mitnehmer (n) in gleichfalls bekannter Weise erfolgt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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