DE300417C - Selbstkassierende Fernsprechstelle - Google Patents
Selbstkassierende FernsprechstelleInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M17/00—Prepayment of wireline communication systems, wireless communication systems or telephone systems
- H04M17/02—Coin-freed or check-freed systems, e.g. mobile- or card-operated phones, public telephones or booths
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Prepayment Telephone Systems (AREA)
- Control Of Vending Devices And Auxiliary Devices For Vending Devices (AREA)
- Telephone Set Structure (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisherigen Fernsprechstellen, deren Benutzung erst nach Einwurf einer Münze möglich
ist, haben den Nachteil, daß sie betrügerischerweise benutzt werden können, indem
der kontaktbildende Münzenhebel durch Erschütterung von außen verstellt wird und zur
Schließung des Signalstromkreises nach der Zentrale benutzt wird; anderseits benötigen
solche Sprechstellen, wenn sie von der Zen-.10 trale angerufen werden sollen, den Einbau
eines Relais zur Herstellung des Weckstromkreises zur Einkassierung der Münze oder zur
Rückgabe der Münze. Gemäß vorliegender Erfindung ist die Einrichtung so getroffen,
daß von der Außenseite der Sprechstelle überhaupt kein Stromkreis beeinflußt werden kann.
Es ist nämlich überhaupt nur ein Stromkreis vorhanden, der geschlossen werden muß, und zwar
ist dies der Signalstromkreis; das Schließen desselben kann von außen nicht beeinflußt
werden, sondern erfolgt lediglich durch die bei belasteter Trittplatte eingeworfene Münze,
die in bekannter Weise den Münzenhebel belastet und verstellt, welcher gemäß der Erfindung
zur Schließung des Anrufstromkreises dient, wobei das Einkassieren der Münze selbsttätig
durch die bewegliche Münzenrast erfolgt, die durch ein in bekannter Weise vom Zellenboden
o. dgl. bewegtes Tritthebelgestänge verstellt werden kann, aber keine elektrische
Verbindung besitzt.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform
der Telephonsprechstelle gemäß vorliegender Erfindung veranschaulicht. Fig. 1
zeigt den Apparat mit dem Münzenhebel und der Münzenrast in Vorderansicht und mit
einem Schaltungsschema für halbautomatischen Zentralbatteriebetrieb. Fig. 2 ist eine Seitenansicht
der Münzenrast und ihrer Verstellorgane.
Die Sprechstelle besteht aus dem Mikrophon M, den Hörmuscheln H1, H2, dem Wecker
G und einer Signaltaste T. Die Hörmuschel ist in der Ruhestellung am Hörmuschelhebel 1
aufgehängt. Ferner ist ein Münzkanal 2 vorgesehen, dem ein nicht dargestellter Münzen- '45
prüfer vorgelagert ist, und in welchen ein Münzenhebel 3 ragt, der in einem am Münzenkanal
befestigten Arm 4 drehbar gelagert ist. Am Münzenhebel 3 ist ein Kontaktstift 5 angeordnet,
der in belasteter Lage des Münzenhebeis, also bei eingeworfener Münze, an einem Schleifkontakt 6 anliegt, während der in den
Münzkanal ragende Arm des Münzenhebels sich in unbelastetem Zustand bei unterbrochenem
Schleifkontakt 5, 6 in seiner Höchstlage befindet. Der Kontaktstift 5 des Münzenhebels
3 ist durch einen Draht leitend verbunden mit dem Arm 4, an welchen die Stromleitung
angeschlossen ist, deren Fortsetzung sich an den Schleifkontakt 6 anschließt.
In den Münzenkanal 2 ragt weiter eine bewegliche Münzenrast 7, gegen welche sich die
auf dem gesenkten Münzhebel 3 liegende Münze stützt und die durch ein von außen verstellbares
Gestänge, z. B. vom Fußtrittgestänge 8 bis 11 aus verstellbar ist. Bei der dargestellten'
Ausführungsform ist angenommen, daß die Trittplatte der Sprechzelle sich wie üblich
im unbelasteten Zustande in einer durch Federn oder Gewichte erhaltenen Hochlage befindet
und in dieser Hochlage ist dann auch eine Zugstange 8, welche mit einem keilförmigen
anlaufenden Gleitstück 9 auf einen unter Wirkung einer Feder 10 stehenden Hebel 11
einwirkt, welch letzterer die Münzenrast 7 trägt. Beim Betreten der Zelle senkt sich
das Trittbrett mit der Zugstange 8 und deren Gleitstück 9, so daß der Anschlag 7 zufolge
des Einflusses seiner Feder 10 in den Münzkanal 2 eintritt und das Herabfallen der
Münze vom Münzhebel 3 verhindert; dagegen wird umgekehrt beim Verlassen der Zelle und
Hochgehen der Zugstange 8 die Rast 7 den Münzkanalquerschnitt freigeben, so daß die
Münze vom Münzenhebel 3 abrollen kann und in den Sammelbehälter fällt. Die Lage des
Münzenhebels mit seinen Kontakten 5, 6 ist daher nur durch die eingeworfene Münze beeinflußt,
jedoch unmittelbar völlig unabhängig von dem Bewegungsgestänge 8, 11 der Münzenrast
7 und nur mittelbar durch die eingewor-
fene Münze kann der Hebel vom Trittgestänge aus beeinflußt werden, indem beim Verlassen
der Zelle das Trittgestänge die Münzenrast 7 aus dem Münzkanalquerschnitt herauszieht,
wodurch das Abfallen der Münze vom Münzhebel 3 ermöglicht wird, so daß sich letzterer
dann verstellen kann; eine mechanische Beeinflussung des Münzkontaktes 5 von außen
ohne Münzeinwurf, bzw. nur durch Bewegung des Tritthebels kann aber gemäß vorliegender
Erfindung nicht erfolgen.
Die Stromleitungen sind derart angeordnet, daß nur der Rufstromkreis unterbrochen ist
und durch Einwurf der Münze geschlossen werden muß. Die Sprechleitung ist durch den
Münzenhebelkontakt überhaupt nicht unterbrochen und von demselben ganz unabhängig,
so daß sie auch durch den Fußtritt nicht beeinflußt werden kann und jederzeit ohne Relais
und ohne Münzeinwurf sowohl beim Sprechen von der Station aus oder wenn die Station angerufen wird, verwendbar ist. Ferner
ist der Weckstromkreis der Sprechstelle ohne Relais und ohne Münzeneinwurf geschlossen,
so daß das Anrufen der Sprechstelle von außen her möglich ist. Um nun von der Sprechstelle zur Zentrale kein Signal wegen
Herstellung einer Verbindung senden zu . können, ohne vorherige Entrichtung der Gebühr,
ist eben in den Rufstromkreis der durch den Münzeinwurf zu schließende Münzhebelkontakt
eingebaut. Diese Schaltung läßt sich am zweckmäßigsten bei Ämtern mit halbautomatischem
System und mit Zentralbatteriebetrieb anwenden.
Bei Benutzung der Sprechstelle zum Hinaussprechen muß nach Betreten der Zelle eine
Münze eingeworfen werden, so daß der Schleifkontakt 5, 6 geschlossen wird. Hierauf wird
die Hörmuschel abgehoben und beim Niederdrücken der Signaltaste T geht dann der Signalstromkreis
bei der dargestellten Schaltung mit Erd- und Linienleitung,, welche für Zentralbatteriebetrieb
mit halbautomatischem System bestimmt ist, von der Erdklemme E durch den Schleifkontakt 5, 6 zur Tastenzunge
«j und durch den Tastenkontakt a2 in die
Leitung I zum Zungenkontakt bv der vom Hörmuschelhebel 1 verstellten Kontaktfeder b2
und Leitung II zur Klemme B. Von hier fließt der Strom in die Linienleitung zu dem
in der Zentrale befindlichen über eine Batterie geerdeten Anrufsignal, welches erscheint. Dieses
Rufsignal kann beliebig wiederholt werden, so daß nach Einwurf einer Münze auch mehrere Gespräche geführt werden können.
Der Mikrophonstromkreis führt von der j Klemme A über das Mikrophon M zur Induk-J
tionsspule J1; von letzterer durch Leitung III und Tastenkontakte a3, a2 in die Leitung I
zum Hörmuschelhebelkontakt O1, b2 und zur
Klemme B.
Die Hörmuschelleitung IV zweigt vor dem Mikrophon M ab und führt über den Kondensator
K zum Hörmuschelhebelkontakt bs, von diesem durch δ4' zu den Hörmuscheln H1
und H2, dann durch sekundäre Spule J2 und
Drosselspule D in die Leitung IV zurück.
Wird die Sprechstelle angerufen, geht der vom Amte kommende Rufstrom von der Erdleitungsklemme
E über Klemme w, den Weckermagneten G und die Leitung V zur Kontaktzunge
bs des Hörmuschelhebels 1, dann durch
b3, IV zum Kondensator K und über IV zur
Klemme A. Das Anrufen der Sprechstelle ist also jederzeit möglich, ebenso sind der Mikrophonstromkreis
und der Hörmuschelstromkreis jederzeit nach Abheben der Hörmuscheln geschlossen,
und man kann daher die angerufene Sprechstelle ohne vorherigen Münzeinwurf zur Führung des Gespräches benutzen. Wenn das
Gespräch beendigt ist, geht nach Aufhängen der Hörmuschel H1, H2 durch die Unterbrechung
der Linie I-II (A -B) bei J1, &? das Schlußsignal
zur Zentrale, wo sich die Verbindung selbsttätig löst. Man kann hernach in die Zentrale kein Rufsignal schicken, bevor man
den Signalstromkreis durch den Einwurf der entsprechenden Münze nicht geschlossen "hat.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:.Selbstkassierende Fernsprechstelle, bei der ein Anrufstromkreis nach erfolgtem Münz-einwurf hergestellt und der Anruf seitens einer anderen Sprechstelle ohne Beeinflussung von Relais und ohne Münzeinwurf bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Schließung des Anrufstromkreises (E, 4, 5, 6, av a2, I, O1, δ2, II, B, Amtsanrufsignal, Batterie, Erde, E) dienende Münzhebel (3) lediglich durch -die eingeworfene und abfallende Münze bewegt werden kann, während ein zur Verstellung einer kontaktfreien, das Einkassieren bewirkenden Münzenrast dienendes, in bekannter Weise beispielsweise vom Zellenboden bewegtes Tritthebelgestänge (8 bis 11) ohne Einfluß auf den Münzhebel, auf den Weckstromkreis [E1 w, G, V, \, bs, IV, K, IV, A, Amtsrufstromquelle, Erde, E) und auf die Sprechleitung (A, III, I, II, B) ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT516417X | 1914-05-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE300417C true DE300417C (de) | 1917-09-10 |
Family
ID=3675722
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1915300417D Expired DE300417C (de) | 1914-05-25 | 1915-05-02 | Selbstkassierende Fernsprechstelle |
| DE1918311717D Expired DE311717C (de) | 1914-05-25 | 1918-04-05 | Selbstkassierende Fernsprechstelle |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1918311717D Expired DE311717C (de) | 1914-05-25 | 1918-04-05 | Selbstkassierende Fernsprechstelle |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE300417C (de) |
| FR (1) | FR516417A (de) |
| GB (2) | GB115241A (de) |
-
1915
- 1915-05-02 DE DE1915300417D patent/DE300417C/de not_active Expired
-
1918
- 1918-04-05 DE DE1918311717D patent/DE311717C/de not_active Expired
- 1918-04-23 FR FR516417A patent/FR516417A/fr not_active Expired
- 1918-04-25 GB GB700618A patent/GB115241A/en not_active Expired
- 1918-04-25 GB GB701118A patent/GB115242A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB115241A (en) | 1920-01-29 |
| DE311717C (de) | 1919-04-07 |
| FR516417A (fr) | 1921-04-19 |
| GB115242A (en) | 1920-01-29 |
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