DE99606C - - Google Patents

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DE99606C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12HPASTEURISATION, STERILISATION, PRESERVATION, PURIFICATION, CLARIFICATION OR AGEING OF ALCOHOLIC BEVERAGES; METHODS FOR ALTERING THE ALCOHOL CONTENT OF FERMENTED SOLUTIONS OR ALCOHOLIC BEVERAGES
    • C12H1/00Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6: Bier, Branntwein.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. August 1897 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Klären von Bier, welches im Lagerfafs die Endvergährung durchmacht. Zu diesem Zwecke wird der zweckmäfsig am trichterförmig gestalteten Boden des Lagerfasses sich niederschlagende Satz in ein unten angeschlossenes Gelägeraufnahmegefäfs abgelassen, wobei das nächst dem Boden befindliche Bier mitfliefst. Das abgezogene Bier wird hierauf durch ein Filter geprefst und mittels Kohlensäure wieder in den oberen Theil des Fasses zurückgedrückt. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis das Bier im Lagerfafs vollkommen blank geworden ist.
Bei diesem Verfahren wird also nicht das ganze im Lagerfafs befindliche Bier filtrirt, sondern nur das dem Boden zunächst stehende Bier, welches durch das Geläger getrübt ist, während das im Obertheil des Lagergefäfses sich ansammelnde klare Bier das Filter nicht passirt. Hierdurch wird nicht allein eine rasche Klärung des Bieres erzielt, sondern es wird auch das Bier vor jenen Veränderungen bewahrt, die es im Filter erleiden kann und die den Charakter des Bieres, insbesondere des Weifsbieres, nachtheilig beeinflussen.
Auf beiliegender Zeichnung ist eine Einrichtung zur ^Durchführung des Verfahrens beispielsweise.veranschaulicht. Das Lagergefäfs A, aus Metaff und von einer isolirenden Schicht i umgeben, besitzt einen trichterförmigen Boden E mit einem'im tiefsten Punkt angebrachten, durch den Hahn c verschliefsbaren Ablafsstutzen und einen Deckel H. Unter dem Lagerfafs A ist das Gelägeraufnahmegefäfs B durch ein geeignetes Verbindungsstück abdichtend an den Ablafsstutzen angeschlossen.
D ist ein Druckbehälter, C ein Filter; D ist mit A und B durch die Rohrleitungen 0 o1 o2 verbunden. Die Hähne abb1 gestatten die beliebige Verbindung dieser Rohrleitungen unter einander. Vom Gefä'fs B führt ein Verbindungsrohr ν mit Hähnen h in das Filter C und von diesem ein Rohr vl mit Hähnen h1 in das Lagergefäfs A.
Das Bier in A wird sich nach einiger Zeit klären, wobei sich das Geläger im Trichter E ansammelt. Durch Oeffnen der Hähne b b1 und entsprechende Stellung des Zweiweghahnes α wird in den Behältern A und B gleicher Druck hergestellt. Wird hierauf der Hahn c geöffnet, so fällt das im Trichter E befindliche, mit Bodensatz vermischte Bier in das Gefäfs B, in welchem ein in Führungen beweglicher Schwimmer d den Gefäfshals rechtzeitig schliefst, um ein Aufsteigen des Bieres in die Rohrleitungen o2 und o1 zu verhindern. Hierauf werden die Ventile c und b geschlossen und das Ventil α entsprechend gestellt, so dafs Druck aus D nach B treten kann, welcher das Bier aus dem Gefäfs B durch das Filter C in das Lagerfafs A drückt. Dieser Vorgang kann nach Bedarf wiederholt werden. Gefäfs B und Filter C können abgerückt und gereinigt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Klären von im Lagerfafs die Endvergährung durchmachendem Bier, dadurch gekennzeichnet, dafs das mit Bodensatz vermischte Bier in ein mit dem Lagerfafs, dessen Boden zweckmäfsig trichterförmig gestaltet ist, unten verbundenes Gelägeraufnahmegefäfs abgelassen und aus diesem unter Einschaltung eines Filters mittels Kohlensäure in den oberen Theil des Fasses zurückgedrückt wird, welcher Vorgang nach Bedarf wiederholt werden kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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