DE9835C - Neuerungen an Typensetz- und Ablegemaschinen - Google Patents

Neuerungen an Typensetz- und Ablegemaschinen

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DE9835C
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DE
Germany
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Original Assignee
C. G. FISCHER in Schlofs Holte in Westfalen, und A. VON LANGEN in Düsseldorf
Publication of DE9835C publication Critical patent/DE9835C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B3/00Apparatus for mechanical composition using prefabricated type, i.e. without casting equipment

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

1879.
Klasse IS.
CARL GUSTAV FISCHER in Schloss HOLTE (Westfalen) und ALFRED von LANGEN in DÜSSELDORF.
Neuerungen an Typen-Setz- und Ablegemaschinen.
Zusatz-Patent zu No. 9114 vom 22. Juni 1879.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. September 1879 ab. Längste Dauer: 21. Juni 1894.
Die nachstehend beschriebenen und in den Fig. 18 bis 29 dargestellten Vorrichtungen der im Haupt-Patent beschriebenen Maschinen und Verfahrungsweisen haben zum Zweck, leichtere Handhabung, besonders leichteren Gang der Klaviatur, sicheres Arbeiten in Bezug auf Auslösung der Lettern aus den Speichern und auf das Zusammenschieben derselben auf dem Riemen, Herstellung des fertig ausgeschlossenen Satzes direct durch die Maschine, und Vereinfachung und Verbesserung der Ablegemaschine.
Die Fig. 25 und 26 zeigen Grundrifs und Schnitt einer veränderten Einrichtung der Setzmaschine. Die Tasten der Klaviatur α sind auf dem langen Arm des Hebels d befestigt. Der obere kurze Arm des Hebels hat seinen Drehpunkt auf der Axe /, während der untere Arm in eine auf dem Schieber k sitzende Klammer o'* fafst. Zur seitlichen Führung der Tastenhebel d dienen die auf die Axe / aufgesteckten Rohrabschnitte zz4 und die Einschnitte in dem Bleche g\
Bei der Setzmaschine treffen die theils in der Platte h, theils in der Setzplatte i geführten, von den Tastenhebeln bewegten Schieber k mit ihrem hinteren Ende auf die linke Seite des Speicherschuhes cA.
Der Speicher besteht aus dem Langtheil, dem Fufs und dem Schuh. Der Langtheil r1, Fig. 18, 19, 26 und 27, hat den Zweck, den Hauptvorrath von Lettern zu fassen, und nach seiner Entleerung während des Setzens, ohne Störung des Setzers, gegen einen vollen ausgewechselt zu werden; er ist aus einem Stück Blech gedrückt und an der flachen Vorderseite zum Theil offen, wie Fig. 27 im Querschnitt zeigt. Die Feder zum Arretiren der Letternsäule u1, Fig. 18, 19 und 26, ist hier an der flachen Rückseite des Speichers angebracht.
Der in der Setzplatte i befestigte Speicherfufs s1, Fig. 18, 19, 20 und 26, hat den Zweck, den Langtheil zu halten, eine Reserve von Lettern während des Speicherwechsels zu bergen, und den Schuh zu tragen. An seiner unteren Fläche hat der Fufs zwei winkelförmige Ansätze«4, die mit ihren Spitzen in den Letternkanal hineinragen, auf welchen bei gefülltem Speicher die unterste Letter ruht, und die so tief liegen, dafs ihre Oberfläche mit der Unterfläche des Fufses in eine Ebene fällt. Die unterste Letter liegt horizontal in einer Fortsetzung des Speicher fufses, nämlich in dem um den Stift £4 drehbaren Speicherschuh c", Fig. 18 bis 22 und 26. Dieser Schuh wird durch die Feder d4 und den Stift e* in seiner normalen Lage gehalten, so dafs sein innerer Raum genau die Fortsetzung des Letternkanales bildet. Wird der Speicherschuh durch das Antreffen des Schiebers k an seine linke Seite um so viel gedreht, als die Länge der Ansätze aA ausmacht, so schieben sich durch diese Drehung die linke Vorderseite und die rechte Hinterseite des Speicherschuhes unter die zweitunterste Letter, so dafs nun die Letternsäule auf dem Speicherschuh ruht. Die unterste Letter ist damit von den Ansätzen heruntergeschoben und fällt, vermöge ihrer Schwere, frei auf den Riemen. Die Feder di bringt zuerst, nach aufgehobenem Tastendrucke, Schuh und Taste in ihre Ruhelage zurück, die Letternsäule rückt nach, und die unterste Letter ruht wieder auf den Ansätzen λ4.
Mit dem schnelleren Laufe und der gröfseren Breite des Riemens nimmt die sichere Functionirung der Leitschienen in gleichem Verhältnifs ab, und werden dieselben deshalb ersetzt durch endlose Riemen z6, Fig. 25, welche über verstellbaren Scheiben und Λ5 laufen und sich innen in der Richtung des Hauptriemens bewegen. TJm den Scheiben ihre Bewegung durch den Hauptriemen zu geben, drücken zwei leichte flache Federn diesen an die innere Unterseite der Scheiben A0.
Bei allen bisher construirten Setzmaschinen, welche fertig ausgeschlossenen Satz liefern, mufste das Ausschliefsen nach dem Setzen für sich vorgenommen werden. Das besondere Verfahren, welches hier angewendet wird, um den Satz fertig ausgeschlossen aus der Maschine treten zu lassen, beruht auf der Methode der Abzählung, Eintheilung und Ausschliefsung im
Manuscript und Verwendung von Lettern, die auf systematische Dicke gegossen sind, derartig, dafs die dünnste Letter einer bestimmten Einheit, und die übrigen Lettern einem Mehrfachen derselben entsprechen. Die Zeile wird hiernach auf die ihrer Länge entsprechende Zahl abgetheilt, und im Manuscript schreiben bestimmte Zeichen den von der Regel abweichenden Ausschlufs vor.
Um bei der Ablegemaschine das correcte Auslösen verschieden dicker Lettern aus ein und demselben Speicher zu erreichen, werden alle Lettern in der Weise auf die Dicke der dünnsten justirt, dafs die dickeren Lettern an den sich schräg gegenüberliegenden Stellen, mit denen sie auf die Ansätze a4, Fig. 18, 19 und 20, zu liegen kommen, Aussparungen /έ4, Fig. 28 und 29, eingefräst oder eingegossen erhalten. Diese Aussparungen nehmen von der Dicke der Lettern so viel fort, dafs nur noch eine Metalldicke, entsprechend der dünnsten Letter, stehen bleibt. Der Ablegespeicher mufs dann auf die dünnste Letter justirt werden, und das Aufhalterplättchen f wird beweglich gemacht.
In den Fig. 23 und 24 ist eine andere Form und Einrichtung der Aufhalter der Ablegemaschine dargestellt, indem dieselben hier an der Fallrinne drehbar sind und heruntergeklappt werden können.

Claims (6)

Pate nt-An Sprüche:
1. Bei Setzmaschinen mit breitem Riemen als Typenträger die Vorrichtung zum Zusammenleiten der auf verschiedene Riemenbreiten gelegten Lettern, welche aus endlosen, sich in gleicher Richtung mit dem Hauptriemen bewegenden, und sich nach der Mitte zu nähernden Bändern besteht, wie gezeichnet und beschrieben.
2. Die Construction des Speicherfufses und Schuhes und die Art des Auslösens der Letter aus dem Speicher durch horizontale Drehung, wie gezeichnet und beschrieben.
3. Bei Setz- und Ablegemaschinen die in den Fig. 25 und 26 dargestellte Einrichtung des Tastenmechanismus mit aufgehängten Tastenhebeln.
4. Die Art des Auslösens der Lettern aus einem auf eine schwächere Dicke justirten Speicher und die Vorrichtung der Lettern für diesen Zweck durch Anbringung von Aussparungen, wie gezeichnet und beschrieben.
5. Das Verfahren des Ausschliefsens im Manuscript vor dem Setzen unter Anwendung von Lettern, welche auf systematische Dicke gegossen sind.
6. Die Querschnittsform und Herstellungsweise der Speicherlangtheile, im wesentlichen wie gezeichnet und beschrieben.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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