DE97449C - - Google Patents

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DE97449C
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    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D21/00Lasting machines
    • A43D21/16Lasting machines with lasting pincers and toe- or heel-embracing wipers
    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A43D21/12Lasting machines with lasting clamps, shoe-shaped clamps, pincers, wipers, stretching straps or the like for forming the toe or heel parts of the last
    • A43D21/125Lasting machines with lasting clamps, shoe-shaped clamps, pincers, wipers, stretching straps or the like for forming the toe or heel parts of the last with a plurality of pincers
    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A43D21/00Lasting machines
    • A43D21/18Lasting machines with lasting pincers and straight-acting wipers, also for forming the shank portions of shoes

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 71: Schuhwerk.
LOUIS DRESSLER in ERFURT. Aufzwickmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Februar 1896 ab. Längste Dauer: 27. Oktober 1905.
Nachstehend beschriebene Erfindung betrifft Aenderungen an der durch Patent Nr. 61033 geschützten Aufzwickmaschine, und zwar solche Verbesserungen, die geeignet sind, die Spitze des Schaftes beim Ueberholen desselben über die Leisten spitze zu walken, um ein möglichst faltenfreies Zwicken an der Spitze zu erzielen.
Das Haupt-Patent benöthigt zum Zwicken der Spitze zweier Spitzenzangen, welche zu beiden Seiten der Spitze angreifen und das Schaftende an der Spitze nach auswärts und aufwärts ziehen. Bekanntlich soll aber der Schaft an der Spitze in diese hineingelegt, also gewissermafsen comprimirt werden, während die.Zehenzangen oder Spitzenzangen des Haupt-Patentes Nr. 61033 diese Arbeit umkehren, indem sie, in divergirenden Richtungen angezogen, den Schaft an der Spitze ausweiten. Um ein besseres Ueberholen· der Spitze zu erzielen, wurde deshalb im ersten Zusatz-Paient Nr. 62918 gemäfs Anspruch 3 ein Draht R5 an der Zehengabel angeordnet, welcher Draht mit seinem Ende an den beweglichen Zehengabeln befestigt ist und die Maulweite der Klemmen in der Tiefe derselben verringert. Dieser federnde Draht sollte den Zweck verfolgen, den Schaft an der Zehenspitze fest zu pressen und zu falten, indem er sich zunächst, bevor die Gabelschenkel in Wirkung kommen, über die Spitze bewegt. Durch die Anwendung des Drahtes sollte es möglich sein, spitze Schuhe derart zu zwicken, dafs die Falten auf der Spitze des Schuhes regelmä'fsig gelegt werden, doch hat sich herausgestellt, dafs die Wirkung des Drahtes, namentlich bei dickem oder bei empfindlichem Leder (Lackleder) nicht in dem gewünschten Mafse eintritt.
Um nun die beabsichtigte Wirkung zu erzielen , ist die Zwickmaschine des Haupt-Patentes Nr. 61033 bezw. des Zusatz-Patentes Nr. 62918 dahin abgeändert, dafs nicht mehr zwei Spitzenzwickzangen, welche divergirend wirken, vorhanden sind, sondern nur in bekannter Weise eine einzige, welche in Richtung senkrecht zur Schaftspitze, also nicht mehr divergirend wirkt, und die ferner ein Maul hat, dessen Form genau der Spitzenform des Leistens angepafst ist.
Bei Anwendung einer solchen Zange wird zunächst der Schaft an der Spitze genau in der Form des Leistens angezogen, also das Leder genau über die Spitze des Leistens übergeholt und ein unregelmäfsiger, an manchen Stellen stärkerer, an manchen schwächerer Zug an der Spitze des Schaftes vermieden. Um aber weiter den so übergeholten Schaft gut umlegen zu können, vermeidet man die Anwendung einer Zehengabel als solche, gestaltet vielmehr die Endfinger oder Endformer derart, dafs sie sich an der Spitze anlegen, und bildet die Zehengabel derart, dafs sie nicht mehr aus zwei ; einzelnen federn-
den Schnäbeln besteht, die von den Endfingern dirigirt werden, vielmehr einen einzigen ganzen Theil bilden, welcher sich als Widerlager gegen die Endfinger oder Endformer legt und diese gegen das umgelegte Ende des Schaftes drücken läfst. Dadurch wird erzielt,1 dafs das nicht ausgeweitete, sondern lediglich übergeholte Spitzenende des Schaftes gleichmäfsig und glatt über die Spitze gestrichen wird, wo es gut befestigt werden kann; ferner wird verhütet, dafs der Schaft an der Spitze infolge übermäfsigen Ausdehnens zu sehr beansprucht, rissig oder brüchig wird.
Die abgeänderte Einrichtung ist auf beiliegender Zeichnung dargestellt.
Fig. ι zeigt die Spitzenzange,
Fig. 2 zeigt im verkleinerten Mafse die Einrichtung dieser Spitzenzange von oben gesehen,
Fig. 3 zeigt die Maulform der Zange,
Fig. 4 stellt die Seitenbacken mit den abgeänderten Spitzenfingern dar,
Fig. 5 zeigt einen Spitzenfinger für sich in Seitenansicht und Oberansicht,
Fig. 6 und 7 zeigen die Querschnitte durch einen Spitzenfinger,
Fig. 8 zeigt die Befestigungsweise der Spitzenfinger,
Fig. 9 und 10 zeigen die abgeänderte Zehengabel.
Die Zehenzange besitzt zwei Maulstücke a b (Fig. ι und 3) von solcher Form, wie sie annähernd die Spitze des Leistens, also auch die Spitze des fertigen Schuhes hat. Diese Maulstücke ab sind auf der Innenseite zum besseren Greifen geriffelt. Beide sind drehbar an der Zangenstange c, die wiederum drehbar an dem Zangenhalter d sitzt und durch eine Feder e im Gelenk gestreckt gehalten wird, dagegen einem Zuge nach unten, der dadurch auftritt, dafs die geschlossene Zange den Schaft anzieht, bis in die strichpunktirte Lage nachgeben kann. Infolge ihrer Einrichtung befindet sich die Zange stets bei normaler Lage in der günstigsten Zugrichtung, derart, dafs der Schaft über die Spitze angezogen wird, ohne dafs derselbe ausgedehnt wird, und nur für anormale Schaft- bezw. Leistenverhältnisse ist die Zange derart eingerichtet, dafs sie in Richtung des günstigsten Zuges nachgeben kann. Das Zangenmaul α ist mit einem Schwanzende a\ dasjenige b mit einem solchen b1 verbunden, beide werden in Ruhelage durch eine Feder f geöffnet gehalten.
Zum Schließen der Zange dient der bei g drehbare, an der Zangenstange c angeordnete Hebel h. ' Letzterer greift mit seiner Rolle i gegen die Innenseite des Schwanzendes a\ mit der Rolle k gegen die Innenseite, des Schwanzendes b1. Wird die Zugstange /, welche am äufseren Ende des Doppelhebels h angreift, in der in Fig. 1 punktirten Richtung angezogen, so werden dadurch die Schwanzenden a1 bl von einander entfernt und das Zangenmaul geschlossen. Die Schwanzenden sind eigenartig gecurvt (an gewissen Stellen ausgehöhlt), um daselbst Todtpunktlagen bei geschlossener Zange herbeizuführen, so dafs das Zangenmaul ab den Schaft hält, ohne dafs es nöthig ist, die Stange / anzuziehen bezw. festhalten zu müssen.
Die Endformer sind in der einleitend angegebenen Weise nach Fig. 4 bis 8 gegen Patent Nr. 61033 dahin abgeändert, dafs die oberen Finger η nach oben erhöht sind und mit ihrer Fläche sich direct gegen den Schaft der Spitze legen, dafs dieselben also nicht mehr dazu dienen, die Enden der Zehengabel zu dirigiren, vielmehr sich selbst gegen den Leisten legen und durch die Zehengabel gegen das untere Ende des Schaftes gedruckt werden.
Fig. 7 zeigt einen Querschnitt des Fingers n. Der letztere ist der Krümmung des Schaftes entsprechend gekrümmt und erhält je nach der Leislenspitze entsprechende Form. Widerlage erhält er durch Stützung gegen einen Nocken 0 an dem Rahmen p.
Die Zehengabel ist nach Fig. 9 und 10 aus einem einzigen Stück q derart geformt, dafs dieses genau die Form der zu zwickenden Schaftspitze erhält und sich vermöge der in Patent Nr. 61033 angegebenen Einrichtung, über die Spitze schiebt. Hierbei legt sich die Zehengabel an die Endfinger n, prefst also auch noch diese gegen das Leder an.
Das Zwicken erfolgt in seinem Grundprincip in der im angegebenen. Patent beschriebenen Weise/ nur wird jetzt der Schaft an der Spitze von einer einzigen Zange, deren Maulform der Form der Spitze des Leistens entspricht, angezogen und nicht mehr ausgeweitet, auch legen sich die Finger η direct an der Spitze an den Schaft und pressen denselben gegen die Brandsohle. Es wird also beim Zwicken der Spitze zunächst mittelst des Maules α b der Zange (Fig. 1) der Schaft ergriffen, gerade gezogen , durch Lüften des Leistens der Schaft genügend übergeholt und die Spitze gehalten, sodann erfolgt das Aufzwicken der Theile des Schuhes an den Seiten und der Ferse in bekannter Weise, wobei natürlich auch die Finger η nach der Mitte des Leistens hin über die Brandsohle gedrückt werden. Ist die Spitze genügend übergeholt, so wird die Zehengabel q (Fig. 9 und 10) nach abwärts so bewegt, dafs die Spitze des Schaftes über die Spitze des Leistens gewissermafsen gewalkt wird und die Schaftspitze ohne besondere Falten sich über die Spitze der Brandsohle legt. Das Zangenmaul α b wird hierbei geeignet gelüftet, die Endformer halten das Spitzenleder, auch wird dasselbe von der Ausbuchtung der Zehengabel
gehalten. Mit einigen Zwecken wird dann die Spitze des Schaftes an der Brandsohle befestigt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Aufzwickmaschine nach Patent Nr. 61033 und Nr. 62918 bei welcher das Auf leisten des Zehentheils durch das Zusammenarbeiten einer sonst bekannten Zange zu Stande kommt, deren Backenform α b sich dem Zehenende des Leistens anpafst und eine Relativbewegung senkrecht zur Leistensohle ausführt, mit Endformern mit oberen, nach dem Zehenende des Leistens zu verbreiterten Fingern η und mit einer einzigen geschlossenen, der Spitzenform des Leistens entsprechenden Zehengabel q in solcher Weise, dafs die Zange das erfafste Schaftende senkrecht zur Leistensohle anzieht, ohne es auszuweiten, die Endformer η die Leistenspitze über die Brandsohle ziehen und die über die Finger η hinweggleitende und gegen den umgelegten Schaft andrückende Zehengabel den Schaft über den Zehentheil des Leistens walkt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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