DE43369C - Leistenmaschine für Schuhwerk - Google Patents

Leistenmaschine für Schuhwerk

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DE43369C
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last
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pliers
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upper leather
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DENDAT43369D
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S. W. PAINE in Rochester, Monroe, New-York, V. St. A
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D21/00Lasting machines
    • A43D21/12Lasting machines with lasting clamps, shoe-shaped clamps, pincers, wipers, stretching straps or the like for forming the toe or heel parts of the last
    • A43D21/125Lasting machines with lasting clamps, shoe-shaped clamps, pincers, wipers, stretching straps or the like for forming the toe or heel parts of the last with a plurality of pincers

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  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE-71: Schuhwerk.
Leistenmaschine für Schuhwerk.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Construction von Maschinen zum Befestigen von Oberleder auf Leisten, wobei das Oberleder erst vermittelst gegen die obere Fläche des Leistens hin- und herbeweglicher Zangen auf den Leisten stramm gezogen wird und alsdann vermittelst seitlich hin- und hergehender Greifer die Kanten des Leders auf den Leisten bezw. auf der darauf befindlichen Innensohle umgelegt wird, um dann durch Nägel befestigt zu werden.
Die Darstellungen auf den Zeichnungen zeigen die Maschine in zwei Anordnungen. Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht der einen Construction. Fig. 2 stellt eine Ansicht von oben des vorderen Theiles der Maschine in vergrößertem Mafsstabe dar. Fig. 5 zeigt die obere Ansicht der Streckzangen, Fig. 6 eine schaubildliche Ansicht der seitlichen Umlegezangen oder Greifer, Fig. 12 einen Theil derselben, zusammengestellt. ' Fig. 7 zeigt einen Schnitt der Ständer zum Halten des Leistens, Fig. 8 eine obere Ansicht des Kopfes des Ständers zum Tragen des Zehentheiles des Leistens. Fig. ι ο zeigt eine Ansicht ■ der Curvenscheibe zum Bewegen der Greifer, Fig. 13 Einzelheiten des Mechanismus der Greifer für die Zehentheile des Oberleders, Fig. 14 die Ansicht dieser Greifer, sowie des Mechanismus zum Halten der Innensohle. Fig. 15, 16, 17, 18 und 22 veranschaulichen Einzelheiten dieses Mechanismus. — Fig. 3 zeigt die Seitenansicht der zweiten Anordnung der Maschine, Fig. 11 eine vordere Ansicht der Greifermechanismen und Halter für die Innensohle. Fig. 4, 8 und 9 zeigen vergröfserte Einzelheiten dieser Mechanismen. Fig. 19 zeigt eine obere Ansicht im Schnitt der Maschine, und zwar den Mechanismus der Streckzangen zeigend. Fig. 20 und 21 veranschaulichen Einzelheiten dieses Mechanismus. — Die zuletzt erwähnten Figuren gelten auch für die in Fig. 1 dargestellte Maschinenconstruction.
Es bezeichnet in den Figuren: 1 einen waagrechten Tisch, der an einem Ende eine senkrechte Platte 2 trägt.
Am anderen Ende ist ein Rahmen 3 befestigt, der einen beweglichen Rahmen 4 trägt und leitet, welch letzterer die Zangen trägt. Dieser Rahmen 4 wird durch Zahnstangen 70 hin- und herbewegt, indem gezahnte Segmente 71 in dieselben greifen, die von einer senkrechten Oese getragen werden, welche durch Hebel ιη%Ά bewegt wird. Die Zangen, welche auf den gröfseren Theil des Oberleders wirken, sind in Rahmen 4 angebracht und werden durch später zu beschreibende Mechanismen bewegt. Die Zangen, welche auf den Zehentheil des Leders wirken, sind jedoch von den anderen unabhängig und nicht auf 4 angebracht.
Die Einrichtung ist folgende: Ein Ständer 2 trägt einen Pfosten 10 mit zwei seitlichen Armen ioa, die mit genutheten Köpfen 10b versehen sind, die in Bezug auf ioa schräg liegen. Diese Köpfe haben Gleitstücke 12. welche die Zangen tragen und bewegen. Gleitstück 12 hat einen schwalbenschwanzförmigen Theil, der
in einer entsprechenden Nuth von iob sitzt und mit Zähnen i2a versehen ist, in die ein Zahnsegment 13 eingreift (s. Fig. 2). Letzteres ist zwischen Oehren iod auf ioa drehbar und hat einen Hebelarm 1 3a. Die Hebelarme 1 3 a sind durch Verbindungsstangen 14, 15 mit Armen 16 auf Welle 17 verbunden, indem diese Welle auf 2 gelagert ist und einen Handhebel 18 hat (s. Fig. 1). Gleitstück 12 hat eine Quernuth, in welcher ein hohler Klotz 20 sitzt, der als Halter für den Stiel 21 der Zange 22 dient. Diese Zangen werden, wie später beschrieben, geöffnet und geschlossen und können sich federnd dem Widerstände entsprechend verstellen.
Durch die schräge Stellung der Köpfe iob sind die Zangen in Bezug auf den Zehentheil des Leistens geneigt; letzterer ist hier senkrecht auf waagrechten Supports angebracht. Wie in Fig. 2 dargestellt, convergiren die Zangen gegen den Zehentheil des Leistens und sind beide durch Stangen 26 mit einem Querstück 27 verbunden, das drehbar auf einem gekrümmten Hebel 28 sitzt, der seinerseits drehbar auf Rahmen 3 angeordnet ist. Die Bewegung dieses Hebels bewirkt das gleichzeitige Oeffnen und Schliefsen beider Zangen.
Bei dieser Construction besteht der Mechanismus zum Halten der Innensohle und des Leistens aus einer senkrechten Stange 30, die sich über die Sohle des Leistens erstreckt und Drücker 31 hat, die auf die Innensohle drücken. Diese Theile sind aus Fig. 15 bis 18 näher ersichtlich.
Der Arm 30 wird durch eine Oese 37 geführt, die bei 32 drehbar auf einem Klotz 33 sitzt, der mit dem mit Gewinde versehenen Stiel 34 des waagrechten Pfostens 35 verbunden ist. Die Stange 30 kann somit in Bezug auf den Leisten hin- und hergedreht werden und kann auch auf 32 (s. Fig. 15) aus dem Wege gedreht werden, nachdem die Greifer das Ueberlegen des Leders vollendet haben. Der Arm 30 ist oben schräg gebogen, wie bei 30 a angedeutet, und am Ende dieses gebogenen Theiles befindet sich ein Kopf in rechtwinkliger Stellung. Ist die Stange 30 in der Stellung, bei der die Drücker auf die Innensohle pressen, so wird sie durch die Oese 3 5 a (Fig. 2 und 14) festgehalten, indem 35a am Pfosten 10 drehbar und mit einem Hebel 36 verbunden ist, der auf einem der Arme 10a sitzt (Fig. 2 und 3).
Durch Bewegung dieses Hebels wird 35a gehoben oder gesenkt, um somit 30 festzuhalten oder freizugeben. Stange 30 ist verstellbar in 37 mittelst Schraube 37a befestigt und kann auf- oder abwärts gestellt werden, je nach der Gröfse des Leistens.
Der eine der Drücker besteht aus einem Metallarm mit Einrichtung, um ihn verstellbar auf der Stange zu befestigen, der andere für j die Zehentheile hat einen verstellbaren Fufs 39 (Fig. 15), der auf einem Leitstift 40 hin- und hergleiten kann, welch letzterer in einen Schlitz 41 von 39 pafst. Der Fufs 39 hält den üblichen Streifen für die Zehenkappe in Stellung, bis der Greifer das Oberleder auf die Innensohle gelegt hat, wo dann der Fufs durch das Vorrücken des Greifers selbst zurückgeschoben wird. Der Fufs 39 wird durch eine an dessen Stiel befestigte Feder 45 in vorgerückter Stellung gehalten; er kann sich etwas drehen, um sich der Gestalt des Leistens anzupassen, indem der Grad der Drehung durch einen Nocken 46, der gehoben und gesenkt werden kann, veränderlich gemacht wird.
Die Zangen für den Zehentheil können seitlich durch Stellschrauben 50 verstellt werden, um der Breite des Leistens zu entsprechen, und wenn Hebel 18 bewegt wird, werden die Zangen an beiden Seiten der Zehen im stumpfen Winkel vom Leisten wegbewegt, anstatt im rechten Winkel, wodurch alle Falten im Oberleder vermieden werden, ehe der Streckmechanismus in Wirkung kommt, nach welchem der Zug, der auf das Leder ausgeübt wird, die Zehe glatt erhält. Diese Zangen müssen etwas vor den seitlichen Zangen in Wirkung treten, damit das Oberleder in die richtige Stellung für die letztere kommt.
Bei der Construction Fig. 3 weichen die Einrichtungen etwas von der oben beschriebenen ab. Der Leisten wird, wie bei Fig. 1, in senkrechter Stellung gehalten und die Zangen bewegen sich auch waagrecht, wie dort. Gleitstücke 7, die durch Schienen 6 geleitet werden, tragen waagrechte Pfosten 8 und 9, wovon 8 (Fig. 7) aufsen ein Gewinde trägt und in einer Bohrung einen Sockel iox trägt, in' welchem ein Stiel iix sitzt; dieser hat einen Querstift 12x, der in einem Schlitz von 8 gleitet und auch durch den Schlitz des 8 umgebenden Cylinders 13x geht und somit sich gegen Spiralfeder i4x stützt; diese Feder kann mittelst der Mutter 15x mehr oder weniger gespannt werden. Der Sockel iox ist auchverstellbar und wird durch eine Schraube i6x gehalten.
Der Pfosten 9 enthält einen mit Gewindeschaft versehenen Stiel 17x mit Ohr i8x, in dem der Stiel durch Schraube I9X gehalten wird und mittelst einer Mutter 20x in den Pfosten eingestellt wird. Die Theile. 7, 8, 9 sind auf beiden Seiten des Leistens angebracht und mit den Einrichtungen zum Tragen des Leistens ausgestattet. Zum Tragen des Zehentheiles des Leistens (Fig. 4 und 8) wird ein Stück 2ix durch Ohr 22x und Stift 23x mit Stiel iix verbunden. Auf 21 sitzt ein biegsames Schild 24x, dessen Seiten zwischen schrägen und stellbaren Platten 25x liegen.
Diese Platten sitzen auf einer Schraubenspindel 26 mit Rechts- und Linksgewinde und werden durch einen Stift 27x geleitet. Vermittelst der Schraube 26 x kann das Schild 24X erweitert oder enger gemacht werden, um somit den Zehentheil des Leistens festzuhalten, der auch auf einer gepolsterten Stütze 28x ruht.
Der Fersentheil des Leistens wird direct durch den anderen Stiel 8 getragen. (Die eben beschriebenen Einrichtungen sind in Fig. ι und 3 ganz gleich.)
In waagrechten Leitschienen 29 (Fig. 3 und 11) an den Seiten der Platte 2 sind Gleitstücke 30x angeordnet, mit den nämlichen Theilen, wie bei den Pfosten 9 beschrieben worden.
Die seitlichen Greifer (s. Fig. 6 und 12) bestehen aus der Winkelplatte 38, dem Stück 39 und den Backen 40. Der Theil 38 hat einen Sockel 38 s und eine Stellschraube zur Befestigung an dem Arm 36 (Fig. 3). Die aufrechte Seite von 38 hat Schlitze 38d, durch welche Schrauben 41 gehen, die sich in 39 hineinschrauben lassen und letzteres somit festhalten. 39 hat Vorsprünge 39s und trägt an den Enden schmale Platten 42, welche bei 42a erweitert sind und schräge Nuthen 42b haben. Den schmale Stahlstreifen 40, der das Oberleder fafst und es auf die Innensohle legt, hat Vorsprünge 40% welche auf 39a passen und mittelst Schrauben oder Niete befestigt werden.
Andere Vorsprünge 40b an den Enden stimmen mit den Nu'then 42b überein. Die Theile 39 und 40 können der Gröfse des Leistens entsprechend ausgewechselt werden, ohne 38 von 36 zu entfernen, da die Schlitze 38d das Verstellen der Schrauben 41 je nach der Gröfse des Theiles 39 gestatten. Der Streifen 40 ist auch derart an 39 befestigt, dafs er leicht entfernt und durch einen neuen ersetzt werden kann.
An Zehe und Ferse wird das Oberleder durch ähnliche Vorrichtungen, wie in Fig. 6 dargestellt, umgelegt. Während der Arbeit erhalten diese Mechanismen eine Bewegung, wodurch sie auf das Oberleder gleiten und es auf die Innensohle legen, indem die Seitengreifer zu gleicher Zeit durch ihre Verbindung mit den Endgreifern in Wirkung gebracht werden, und es wird somit das Oberleder rings um den Leisten gleichmäfsig und glatt umgelegt.
Die Bewegung der Zangen geschieht durch den Handhebel 46 (Fig. 3), der bei 47 auf Platte 2 drehbar angebracht ist. Die Oese 4ox des Hebels 46 trägt eine Scheibe 39x (wie bei Fig. 10 gezeigt), welche mit vier Curvennuthen 38x und 54 versehen ist, in welche Nocken auf eine gleiche Anzahl von Gleitstangen stofsen; diese Gleitstangen bewegen waagrechte Hebel 50, die durch Schlitze in Platte 2 gehen und auf Support 50 s1 drehbar sind.
Die Hebel 50 sind mit den Armen 36 verbunden, welche die Greifer tragen, und es werden somit durch Bewegung des Hebels 46 alle Greifer gleichzeitig vor- und rückwärts bewegt. Die Verbindung zwischen 50 und 36 ist einstellbar, um der nöthigen Bewegung der Greifer für Leisten von verschiedener Gröfse zu entsprechen. Zum Halten des Leistens während des Streckens des Oberleders dienen krumme Arme 55, auf Pfosten 9 drehbar und mit Schnabel 55s versehen, die auf Fersen- und Zehentheil drücken.
Die Arme 55 sind gabelförmig und erstrecken sich jenseits der Pfosten, indem die Arme 36 der Greifer zwischen der Gabel liegen (Fig. 3, 4 und 11). Am hinteren Ende sind die Arme 55 durch Stangen 56 mit dem kurzen Arme eines Winkelhebels 57 verbunden.
Diese Hebel werden von 9 getragen und durch deren Bewegung die Arme 55 dem Leisten genähert oder von demselben entfernt. Mit dem Arm 55, der auf den Zehentheil wirkt, sind noch einige Theile, die gleich näher beschrieben werden, verbunden, durch welche das gewöhnliche Futterstück in Stellung gehalten wird, während das Oberleder gestreckt wird.
Fig. 4 und 9 zeigen ein auf 55 angebrachtes Gleitstück 60 mit einem Schlitz, in welchem Leitstifte 61 sich befinden, welche die Bewegung von 60 zwischen der Gabel von 55 begrenzen.
Das Stück 60 ist auf der inneren Seite ausgehöhlt und enthält einen drehbaren Fufs, der über das Futterstück gleitet und dasselbe hält.
Der Fufs hat einen Stift 63, der durch 60 geht und durch eine Spiralfeder in Stellung gehalten wird. An der Aufsenseite von 55 befindet sich ein Auslösearm 64 mit Einkerbung 64% in welche ein Stift 60d auf Gleitstück 60 eingreifen kann, um somit. letzteres in seiner zurückgezogenen Stellung zu halten.
Eine Spiralfeder schiebt 60 vorwärts, wenn 64 losgegeben wird, und es gleitet alsdann der Drückerfufs über das Futterstück und hält es in Stellung während des Streckens des Oberleders und im Anfange des Umlegens auf die Innensohle.
Wenn der Schnabel von 55 zuerst auf den Leisten niedergeprefst wird, kommt das gebogene Ende von 64 in Berührung mit der Innensohle und wird genügend auswärts geschoben, um das Gleitstück von 64 freizumachen. Nachdem das Oberleder von den
Greifern 36 auf dem Futterstück umgelegt worden ist, so dafs letzteres hierdurch gehalten wird, drücken die Greifer das Gleitstück 60 abwärts und es greift alsdann dessen Stift 60d wieder in die Einkerbung von 64.
Der Mechanismus zum Strecken des Oberleders und Halten desselben, bis die Umlegegreifer in Wirkung treten, ist auf der einen Seite der Maschine angebracht, wie auch bei Fig. ι gezeigt. In Fig. 5 ist dieser Mechanismus in vergröfsertem Mafsstabe dargestellt.
Der gleitende Rahmen 4 hat oben und unten Zahnstangen 70, in welche Zahnsegmente 71 auf eine senkrechte Welle 172 eingreifen, indem letztere durch einen Handhebel \ηι& gedreht wird, um den Rahmen 4 zu bewegen. Vorn an dem Rahmen 4 ist eine Schiene 72, hinter welcher sich ein beweglicher Rahmen 73 befindet, der zwei Zahnstangen 74 hat, die durch 72 gehen und in Berührung mit Leitstiften oder Rollen 75 auf Verlängerungen 72s von 72 gleiten. Gezahnte Segmente 76 auf einer senkrechten Welle greifen in die Zahnstangen 74, und durch Drehung des Hebels 78, auf yj befestigt, wird der Rahmen 73 nach oder von 72 bewegt. Die Verlängerungen von 72 sind an der vorderen senkrechten Schiene 5 des Rahmens 4 befestigt.
Waagrechte Arme 80, welche auch an 5 befestigt sind, tragen zwei senkrechte Schienen 81, welche verstellbare Klötze 82, Fig. 5, zwischen sich halten.
Diese Klötze haben eine flache Seite, mit Frictionsfeder versehen, während die andere Seite genuthet ist und auf eine entsprechende Schiene 81 pafst. Ein Schraubenbolzen, der durch die Platten 80 geht, dient dazu, die Schienen 81 dicht an einander zu bringen und somit die Klötze festzuhalten. Beim Lockern des Bolzens können die Klötze auf- oder abwärts bewegt werden, indem die Federn die Klötze halten, bis sie bewegt werden.
Jeder Klotz 82 hat eine Verlängerung, mit Schraubengewinde versehen, auf welches eine Hülse 85 geschraubt ist und ein mit Schraubengewinde versehener Stiel 86 durch den Klotz geht, und läfst sich in einen Pfosten 89 einschrauben, der auf dem Halter 90 der Zangen sitzt und in die hohle Verlängerung 84 hineinragt. Indem man den· Stiel 86 mittelst eines Kopfes dreht, wird der Pfosten 89 in die Verlängerung 84 hinein- oder aus derselben herausgezogen, wodurch die waagrechte Verstellung der Zangen der Gröfse des Leistens entsprechend bewirkt wird. Der Schraubenstift 86 stützt sich auf eine Feder 88, so dafs die Zangen mit einer gewissen Elasticität gehalten werden. Der Halter 90 hat einen Schlitz, in welchem sich verstellbare Klötze 91 befinden, die bei 91s als Sockel gebildet sind; bei 92 tragen sie einen aufgeschraubten Kopf, der mittelst einer kegelförmigen Schraube 93 auf dem Klotz befestigt wird und diesen somit in 90 festklemmt.
Bei der Lockerung des Kopfes können die Klötze 91 in 90 je nach der Gröfse des Leistens durch eine Schraubenspindel 95 verstellt werden, die sich im Schlitz von 90 befindet.
Die Zangen bestehen aus einem Stiel 96, der in 9ia durch eine Schraube 9id befestigt wird, derart, dafs sich der Stiel etwas drehen kann. Mit dem Stiel ist der Körper 98 der Zangenbacke 97 durch Scharnier verbunden, aber mittelst Feder 99 in der angedeuteten Stellung gehalten, jedoch so, dafs sich die Krümmung des Leistens entsprechend nach einwärts biegen kann. Die bewegliche Backe 100 ist durch Scharnier mit 97 verbunden und mit einem gebogenen Arm 101 versehen. Zum Schliefsen der Zange dient ein Arm 102, bei 98d an 98 drehbar befestigt; dieser Arm geht durch einen Schlitz in 101 und hat bei io2a Ansätze, die bei Bewegung des Armes 102 den Arm 101 auswärts drücken und somit die Zange schliefsen. Beim Nachlassen des Druckes wird die Zange durch eine Feder 103 wieder offen geprefst.
Die Zangen für Zehen- und Fersentheil, wovon je nur eine nöthig ist, sind von ähnlicher Construction, wie bereits beschrieben.
Da es nbthwendig ist, die beschriebene Operation des Aufziehens des Oberleders so rasch wie möglich zu machen, ist die Maschine so eingerichtet, dafs der Hebel, welcher den Rahmen bewegt, der die Zangen gegen den Leisten bringt, auch auf die Zangen wirkt und diese veranlafst, die Kanten des Oberleders richtig zu fassen, wonach der Hebel, der die Zangen schliefst, bewegt wird. Die senkrechte Welle 172 (Fig. 3) trägt eine waagrechte Scheibe 130, an deren unterer Seite sich ein Stift 131 befindet, der den Hebel i72a mit einer Winkelplatte 132 verbindet, die auf Hebel 78 sitzt, da die Platte eine Oeffnung mit Federthür hat. Wenn die Theile in der bei Fig. 3 angedeuteten Stellung sind, ist Stift 131 durch die Oeffnung der Winkelplatte und ruht hinter der Thür. Beim Bewegen des Hebels i72a zum Avanciren der Zangen gegen den Leisten wird Hebel 78 zu gleicher Zeit bewegt, und verursacht, dafs die Zangen sich öffnen, um das Leder aufzunehmen. Die beiden Hebel werden nun wieder von einander dadurch unabhängig gemacht, dafs. der Stift 1 3 1 hinter der Federthür entlang geht und dann am Ende der Winkelplatte abgleitet. Der Hebel 78 kann alsdann für sich bewegt werden,
um die Zangen zu schliefsen, worauf das Strecken des Leders durch die ZurUckbewegung des Rahmens mit den Zangen geschieht.
Die Wirkungsweise der Maschine ist kurz wie folgt:
Der Arbeiter bringt das Oberleder auf den Leisten und bewegt die Zangen (97, 100) vorwärts, sowie bei der Einrichtung Fig. 1 die Zangen 22 so, dafs sie die Kanten des Leders greifen, worauf sie wieder zurückbewegt werden, um das stramme Anziehen des Leders zu bewirken. Das Futterstück für die Zehen wurde vorher eingelegt und auf die Innensohle umgelegt und entweder durch Hebel 30 oder durch Hebel 55 festgehalten, alsdann werden die seitlichen Greifer (39, 40) durch Drehung des Hebels 46 alle gleichzeitig vorgeschoben, so dafs sie das Leder fest an die Kante des Leistens anpressen und dann, nachdem die Kanten des Leders wieder von den Zangen (99, 100) freigegeben worden sind, diese Kanten auf den Leisten bezw. die Innensohle umlegen, in welcher Stellung das Leder alsdann durch Nägel befestigt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Leistenmaschine für Schuhwerk, wobei das Oberleder zuerst durch Zangen stramm angezogen und dann durch seitliche Greifer behufs der Befestigung auf der Leistenfläche umgelegt wird, zusammengesetzt aus folgenden wesentlichen Theilen: Ein Leisten, der durch verstellbare Ständer 8 getragen wird; Arme 30 bezw. 55 mit zugehörigen Theilen 31, 39 bezw. 60, welche das Futterstück und die Innensohle halten; Zangen 97, 100 bezw. 22, welche das auf den Leisten gelegte Oberleder greifen und stramm anziehen, indem erstere durch Rahmen 4, 5, Zahnstange 70, Segment 72 und Hebel 172s zurückgezogen werden, letztere durch gezahntes Gleitstück i2a, Segment 13, i3a und Hebel 18 zurückgeschoben werden; Greifern 40, 36, welche das stramm gezogene Oberleder fest gegen die Leistenkante drücken und nach Loslassen der Zangen dasselbe auf den Leisten umlegen, indem die Greifer gleichzeitig durch Curvenscheibe 39x und Hebel 46 zu diesem Zwecke bewegt werden.
    Hierzu' 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT43369D Leistenmaschine für Schuhwerk Expired - Lifetime DE43369C (de)

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