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Maschine zum Einsetzen von Klammern Es sind Maschinen zum Einsetzen
von Klammern, insbesondere bei der Herstellung von Schuhwerk bekannt,- bei denen
die Klammer aus einem fortlaufenden Draht U-förmig gebogen und durch ein Mundstück
hindurch mittels eines Treibers in das Werkstück eingesetzt werden. Die vorliegende
Erfindung bezieht sich auf eine Maschine dieser Art, bei welcher ein einziger Hebel
benutzt wird, um zunächst die Biegevorrichtung und dann die Eintreibvorrichtung
in Wirkung zu setzen und zugleich das die Klammer führende Mundstück gegen das Werkstück
zu drücken. Derartige Einrichtungen sind insbesondere bestimmt für selbsttätige
Schuhwerkzwickmaschinen, bei denen die beiden Seiten des Schuhes gleichzeitig bearbeitet
werden, indem -sie von einer Zzvickzange angezogen und über die Sohle gelegt und
in dieser Stellung durch Drahtklammern befestigt werden. Bei den bekannten Maschinen
dieser Art wird zur Befestigung eine Riegelfadennaht benutzt, bei der vorliegenden
Maschine dagegen dienen Drahtklammern zum Anheften des Leders an die Brandsohlenlippe.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der
Erfindung dargestellt.
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Abb. r ist eine Seitenansicht des Maschinenkopf@s.
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Abb. a ist eine Vorderansicht des inneren Trägers der Aufzwick- und
Klammereinsetzvorrichtung.
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Abb. 3 ist eine Seitenansicht des in -der Abb. a dargestellten Trägers
unter Weglassung der Deckplatte.
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Abb. q. ist eine Einzelansicht eines Teiles der treibenden Verbindung
mit einem der Träger.
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Abb. 5 ist ein Querschnitt des Vorderteiles eines Schuhes; die Zwickzangen
und die Klammereinsetzvorrichtungen sind in derjenigen Lage dargestellt, die sie
zu Beginn eines schrittweisen Aufzwickvorganges einnehmen.
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Abb. 6 zeigt die innere Zwickzange und die dazugehörige Klammereinsetzvorrichtung
in derjenigen Lage, die diese Teile am Ende der Anzugsbewegung der Zwickzange einnehmen;
Teile der Klammereinsetzvorrichtung sind in derjenigen Lage dargestellt, die sie
am Ende des Klammerbildungsvorganges einnehmen
und ehe das Mundstück
gegen den Schuh be-
wegt worden ist.
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Abb. 7 zeigt dieselben Teile wie Abb. 6 in Lagen, die sie nach erfolgtem
Eintreiben einer Klammer einnehmen.
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Abb. 8 erläutert in vergrößertem Maßstab das Umnieten einer Klammer.
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Abb.9 ist ein Schaubild eines Rahmenschuhes, dessen Seiten durch die
Maschine aufgezwickt worden sind.
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Abb. io zeigt dieselben Teile wie die Abb. 5 und. 6; die Teile sind
in denjenigen Lagen dargestellt, die sie während des Vorschubes des Schuhes einnehmen.
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Abb. ii und 12 sind Einzelansichten gewisser Teile der Vorrichtung
zum Bilden und Einsetzen der Klammer.
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Abb. 13 erläutert in vergrößertem Maßstab das Bilden einer Klammer
durch relative Bewegurig des Biegedornes und des Biegestempels.
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Abb. 14 ist eine Einzelansicht.
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Abb. 15 ist eine Einzelansicht der Vorrichtung zum Vorschieben des
Drahtes.
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Der am Maschinengestell 5o angebrachte Maschinenkopf 52 trägt die
Vorrichtungen zum Aufzwicken des Oberleders und zum Bilden und Eintreiben von Klammern
zu beiden Seiten des der Maschine dargebotenen Schuhes. Diese Vorrichtungen sind
im nachfolgenden als Ganzes »Werkzeugträger« .oder kurzweg als »Träger« bezeichnet
und in .den Zeichnungen durch die Ziffern 5q., 56 angedeutet.
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Das Werkstück, welches aus einem Leisten 96, einem Oberleder 94 und
einer Brandsohle 98 besteht (vgl. Abb. 9), wird von einem nicht näher zu beschreibenden
Werkzeugträger gehalten und den Werkzeugen der Maschine dargeboten. Dieser Werkzeugträger
erhält durch eine an sich bekannte Einrichtung einte selbsttätige Vorschubbewegung
und wird federnd nach oben gedrückt, so daß die Brandsohle g8 an Stoffdrückern,
ioo, io2 anliegt, die an den Werkzeugträgern befestigt sind und mit den inneren
Flächen der Brandsohlenlippe in Berührung stehen. Während der Vorschubbewegung wird
der Schuh ein wenig gesenkt, um den Vorschub nicht durch die Reibung der Sohle an
den Stoffdrückern zu behindern.
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Die auf die gegenüberliegenden Seiten des Schuhes einwirkenden Zwick"verkzeuge
und. Klammerheftvorrichtungen und .die dazugehörigen Träger 54, 56 sind gleicher
Bauart, und demzufolge ist nur eine dieser beiden Werkzeuggruppen ausführlich beschrieben.
An dem unteren Ende des zylindrischen Teiles iio (Abb. 2) jedes Trägers 54, 56 ist
ein Flansch ii2 ausgebildet, und an dem oberen Ende .des Teiles, vio ist ein Bund
114 festgeklemmt. Der zylindrische Teil rio ist in einer Muffe 116 eines Lagerblockes
i18 untergebracht, der um Lagerzapfen i2o Schwingbewegungen ausführen kann. Der
Flansch i i2 und der Bund 1114 verhindern senkrechte Bewegungen des betreffenden
Trägers 54 oder 56, doch kann der letztere Drehbewegungen um die ungefähr senkrechte
Achse des zylindrischen Teiles i io und der Muffe i 16 ausführen. An den Lagerblöcken
i 18 sind ineinander eingreifende Zahnbögen 126 (Abb. 3) ausgebildet, so daß die
Träger 54, 56 gleiche, aber gegenläufige Bewegungen ausführen. An dem unteren Ende
jedes zylindrischen Teiles iio sind zwei gleichlaufende Platten 130, 13°2
angebracht, zwischen denen die Klammerbildung- und Eintreibvorrichtung 134 und eine
Zwickzange 136 angeordnet sind.
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In jedem zylindrischen Teil i to sind Halbkolben. 138., 140 untergebracht,
deren Umriß halbzylindrischgestaltet ist. Die Kolben 138, i4o werden in der Längsrichtung
der zylindrischen Teile i io bewegt, um die Klammerbildungs- und Eintreibvorrichtung
134 und die Zwickzange 136 zur Einwirkung zu bringen. Die Schwingbewegung der Träger
54, 56 um die Lagerzapfen i2o oder die Drehbewegung der Träger um die Achse ihrer
zylindrischen Teile i io beeinflußt den Arbeitsgang der Klammerbildungs- und Einsetzvorrichtungen
und der Zwickzangen in keiner Weise. An jedem Kolben 138, 140 ist eine Nut 142 (Abb.4)
ausgebildet, die gleichlaufend zu dem Umfang des Kreuzk opfes ist und einen Block
vq4 aufnimmt. Die zylindrische Außenfläche des Blockes 144 läßt Drehbewegungen der
Kolben 138, 140 zu, wogegen die Blöcke 144 ortsfest verbleiben. Die Blöcke 144 sind
durch Lenkstücke 146, 148 mit den Antriebsvorrichtungen derKlarnmerbildungs- und
Eintreibvorrichtungen und der Zwickzange 36 verbunden, und Lenkstücke i 5o, 152
(Abb. 3) verbinden die Kolben 138, 14o mit :den Klammereinsetzvorrichtungen und
mit der Zwickzange-.
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An jedem der Träger 54, 56 sind zwei Hebel 16o, 162- (Abb. 3 und io)
angebracht, die,durch Zapfen 164 an den Platten 130, 132 angelenkt sind.
Desgleichen ist jeder Träger durch Zapfen, 168 mit einem dritten Hebel 166 verbunden.
Das Lenkstück i 5o (Abb. io und i i) ist durch einen Zapfen i" 7o mit dem Hebel
16o verbunden. Ein .im Querschnitt T-förmig gestalteter Treiber 172 ist bei 174
an dem Hebel i6'o festgeklemmt und ragt durch eine Treiberführung 176 eines von
dem Hebel 162 getragenen Mundstückes 178 hindurch. An dem unteren Ende eines bei
168 mit den Platten 130, 132 verzapften Hebels 182 ist ein Biegedorn i8o angebracht.
Eine drehbar :mit einem Ende des Hebels 182 verbundene
Stange 194
ragt durch ein Loch 186 eines Armes 188. des Hebels 166 hindurch. Auf das
Ende der Stange 184 ist eine Mutter und eine Gegenmutter 1$g aufgeschraubt, wodurch
die Bewegung des Hebels 182 nach links (Abb.12) unter dem Einfluß einer die Stange
184 umgebenden Feder igo begrenzt wird.
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Der Hebel 162 weist die Gestalt zweier gleichlaufenden Platten auf,
die rittlings auf dem Hebel 16o sitzen, und desgleichen sitzt der Hebel r6'6 rittlings
auf dem Hebel 182. An den Platten des Hebels 166 sind gleichlaufende Nuten 192 ausgebildet,
deren obere Teile 194 gerade sind. Die unteren Teile ig6 der Schlitze iga weisen
die Gestalt eines Kreisbogens auf, dessen Mittelpunkt konzentrisch mit dem Zapfen
164 der Hebel 16o, i62 ist. In die Schlitze ig2 treten zwei Rollen 198 ein, die
an dem äußeren Ende des Hebels i 6o angebracht sind. Wenn der Hebel 16o rechtsherum
geschwungen wird, so schwingt der Hebel 166 linksherum, bis die Rollen 198 den bogenförmigen
Teil 196 des Schlitzes ig:? erreichen. Weitere Bewegung des Hebels 16o beeinflußt
dann niicht mehr die Lage des Hebels 166, und zwar wird der letztere durch das Eintreten,
der Rollen 198 in die bogenförmigen Teile 196 der Schlitze 192 verriegelt.
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An den Platten jedes Hebels 162 sind zwei gerade Nuten; Zoo angebracht,
die zwei Rollen 2o2 des: Hebels 166 aufnehmen. Wenn der Hebel 166 während des anfänglichen
Teiles der Bewegung des Hebels 16o geschwungen wird, wobei die Rollen 198 sich den
geraden Teilen 194 der Schlitze i92 entlang bewegen, so wird der Hebel 162 durch
das Zusammentreffen der Rollen 2o2- des Hebels 166 mit den Schlitzen Zoo des Hebels
162 nach links .geschwungen. Wenn jedoch die Rollen 198 die bogenförmigen Teile
196 der Schlitze i9-- des Hebels 166 erreichen, so verbleibt der Hebel 166 ortsfest,
und der Hebel 162 wird auch verriegelt. Zu dieser Zeit sind von den Mittelpunkten
des Zapfens 164 zu dem Mittelpunkt der Rolle 2o2 und von dem Mittelpunkt der .Rolle
2o2 zu dem Mittelpunkt des Zapfens 168 aus gezogene Linien rechtwinklig zueinander,
und das äußere Ende des Mundstückes 178 wird während des Eintreibens jeder Klammer
fest an das Werkstück angepreßt (Abb. 3).
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Jedes Mundstück 178 besteht aus zwei Hauptteilen, von denen einer
durch einen Block 2io gebildet wird. Die äußere bogenförmige Fläche des Blockes
2io ist konzentrisch zu dem Zapfen 164 und mit einer im Querschnitt T-förmigen Treiberführung
versehen. Der andere Hauptteil des Mundstückes 178 ist eine Deckplatte 212, deren
Schlitz 214 den Biegedorn i,8o aufnimmt. In der Nähe des Schlitzes 214 der Platte
2i2 ist eine Schulter 2i6 ausgebildet, die .mit einer bei 22o an dem Hebel z82 drehbaren
Klinke 218 zusammenwirkt. Eine Feder 222 sucht die Klinke 2r8 gegen einen Stift
224 des Hebels 182 zu halten. Der untere Teil 2a6 des vorderen Endes der
Deckplatte 2r2 bildet einen Überschieber, welcher den Rand des Oberleders 94 über
die abgesetzte Sohlenkante schiebt und denselben an die Lippe der Brandsohle
98 anarbeitet.
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Die beiden zum Bilden der Klammern dienenden Drähte'225 (Abb. i) werden
durch Röhren ?:3o (Abb. 2) hindurch zu den Trägern 54, 56 vorgeschoben. Jede Röhre
230 besitzt einen einstellbaren Endteil. 232, der in eine Führung 2-34 des Blockes
21o des Mundstückes 178 eintritt. Jede Führung 234 ist in Übereinstimmung .mit dem
Ende 232 der dazugehörigen Röhre 230, wenn der Draht 225 während der Zurückbewegung
des Mondstückes 178 in diejenige Labe bewegt wird, in der ein zu der Bildung einer
Klammer erforderliches Drahtstück abgeschert wird. Der Vorschub der Drähte erfolgt
kurz nach dem Eintreiben der Klammern, wenn die in Betracht kommenden Teile ungefähr
die in der Abb. io dargestellte Lage einnehmen.
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An jedem B1ock2-io ist ein federbelasteter Kolben 236 angebracht,
dessen Kopf 2238 einen Schlitz 24o aufweist. Wenn der Kolben 236 die in der
Abb. 7 dargestellte Lage einnimmt, so bildet der Schlitz 24o einen Teil der Treiberführung.
Der obere Teil des Kopfes 238 bildet auch einen Teil der Wandungen der Drahtführung
234. Das obere Ende des Schlitzes; 24o ist etwas verbreitert, um das Eintreten des
führenden Endes des Treibers 172 zu erleichtern. In den Schlitz 240 mündet ein schmalerSchlitz25o
(Abb.14), in den der bei 2:52 (Abb. ii) abgeschrägte Flansch des Treibers eintritt.
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Der Kolben 236 liegt in der Bewegungsbahn des Biegedornes 18o und
wird verschoben, wenn sich der Biegedorn in -wirksame Lage bewegt. Durch die Abwärts-
und Vorwärtsbewegung des Mundstückes 178 mit Bezug auf den Biegedorn bewirken die
Wandungen der Treiberführungen 176 das Einsetzen eines Biegestempels (Abb. 13).
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Wenn der Hebel i6o aus der in der Abb. 3 dargestellten Lage nach unten
.geschwungen wird, so ist die Schwingbewegung der Hebel 16o, 162 verhältnismäßig
groß, und zwar bewegt sich der Hebel 162 beinahe so schnell wie der Hebel 16o, so
daß der Treiber 172 erst dann an der Drahtführung anlangt, nachdem die Klammer gebildet
und der Biegedorn i8o zurückgezogen worden ist. Nach dem Bilden der Klammer und
nach dem Zurückziehen des Biegedornes 18o verlangsamt sich
die Bewegung
des Hebels 162, und der letztere kommt bei seinem Zusammentreffen mit dem Werkstück
zum Stillstand, ehe der Hebel i6o seine Bewegung vollendet hat. Die fortgesetzte
Bewegung des Hebels 16o bei ortsfester Lage der Hebel 162, 166 führt Vorwärtsbewegung
des Treibers 172 herbei, wobei eine Klammer durch das Oberleder 94 und die Lippe
der Brandsohle 98 hindurchgetrieben wird. Die Klammerschenkel werden an Aushöhlungen
254 der ungefähr senkrechten Flächen jedes Stoffdrückers ioo, 1o2 umgenietet. Die
Stoffdrücker ioo, io2 bilden nicht nur Anschläge, die die senkrechte Lage des Schuhes
bestimmen, sondern auch mit den inneren Seiten der Brandsohlenlippe in Berührung
tretende Lehren, die den Schuh in der Querrichtung einstellen; und außerdem bildet
jeder Stoffdrücker auch einen Amboß.
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Wenn der Biegedorn i8o zunächst gegen das Mundstück 178 bewegt wird,
so trifft die Klinke 2;i8 oberhalb der Schulter 2i6 mit dem Mundstück zusammen und
hält den Biegedorn i8o außerhalb der Treiberführung 176. Dies findet während der
Zurückbewegung der Hebel i6o, 166 und 168 statt. Die fortgesetzte Bewegung des Hebels
162 und des Mundstückes 178 vom Werkstück weg (Abb. io) führt Abgleiten der Klinke
218 von der Schulter2a6 herbei, so daß der Biegedorn, i8o in die Treiberführung
176 eintreten kann. Hierbei wird der Kolben 236 verschoben, und die in Betracht
kommenden Teile verharren dann in der rechts in der Abb. 5 dargestellten Lage, in
der sie für die Bildung einer Klammer bereit sind, und zwar findet das Bilden der
Klammer unmittelbar nach dem Beginn der Abwärtsbewegung des Mundstückes 178 während
des nächsten Arbeitsganges der Klammerbildurngs- und Eintreibvorrichtungen statt.
Die Klinke 21-8 schwingt dann in die in der Abb. 6 dargestellte Lage. Bald nach
der Linksdrehung ` des Hebels 166 trifft sein Arm 188 .mit der Mutter 189 zusammen,
wobei der Biegedorn i8o aus der Treiberführung 17.6 herausgezogen wird, und die
vollendete Klammer verbleibt in Vorbereitung für das Eintreiben in der Treiberführung.
Das Zurückziehen des Biegedorns i8o läßt auch eine Vorwärtsbewegung des Kolbens
236 zu, so daß die Treiberführung dann ein ,geschlossenes Ganzes bildet.
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An jedem der Träger 54, 56 ist, wie bereits erwähnt, eine Zwickzange
136 vorgesehen. Jede Zange besteht aus einer Zangenbacke 26o (Abb.3) mit einem langen
heraufragenden Stie1262 (Abb. 2) und aus einer bei 266 an die Backe 26o angelenkten
Backe 264. An dem kurzen heraufragenden Teil 268 ist ein geneigter Schlitz
27o ausgebildet, durch den ein Stift 272 des unteren Endes des Lenkstücken
152 hindurchragt. Der Stift 272 ragt auch in einen ungefähr senkrechten Schlitz
274 des unteren Endes des Stieles 262 der Zangenbacke 26o hinein. Der Stiel
26l der Zangenbacke 26o ragt durch eine Reibungsvorrichtung 276 hindurch,
die an dem zyiindrischen Teil iio des dazugehörigen Trägers angebracht ist. Diese
Reibungsvorrichtung besteht aus einem ungefähr T-förmig gestalteten Glied, .dessen
Kopf einen hohlen Teil --278
aufweist. Der Stiel z62 ist in dem Teil278 verschiebbar.
Der Stiel des T-förmigen Gliedes ist in einem Loch, des dazugehörigen zylindrischen
Teiles i io untergebracht und kann Schwinbfbewegungen um eine im wesentlichen senkrechte
Achse ausführen. Ein in dem Stiel des T-förmigen Gliedes untergebrachter federbelasteter
Kolben 28o stützt sich gegen den Stie1262 und schafft die erforderliche Reibung.
Wenn sich das Lenkstück 152 heraufbewegt, so wird der Stiel 262 und die Zangenbacken
26o, 264 ortsfest gehalten, bis die letzteren das Oberleder erfaßt haben. Wenn jedoch
die Zangenbacken sich nicht mehr gegeneinander-bewegen können, so führt eine weitere
fortgesetzte Aufwärtsbewegung des Lenkstückes 152, ungeachtet des dem Stiel262 gebotenen
Reibungswiderstandes, Aufwärtsbewegung der Zangenbacken als Ganzes herbei, und hierbei
wird das Oberleder in der durch das Bezugszeichen 282 (Abb. 6) angedeuteten Weise
angezogen. Dies findet statt, kurz bevor dieDeckplatte 226 des Mundstückes 176-den
Oberlederrand über die abgesetzte Sohlen kante gegen die Lippe der Brandsohle 98
schiebt. Das hierauf erfolgende Eintreiben der Klammer ist in der A#bb. 7 durch
das Bezugszeichen 284 angedeutet. Die Zange hat zu dieser Zeit den Oberlederrand
losgelassen.
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Die Träger 54, 56 werden durch eine gemeinsame Sperrvorrichtung in
Lagen verriegelt, in denen die Amboßflächen der Stoffdrücker ioo, ioz während des
ansetzens der Klammern fest an die inneren Seiten der Brandsohlenlippe angepreßt
werden. An jeder Muffe i 16 der Träger 5-4, 56 ist eine viereckige Knaggg 482 ausgebildet,
und zwar -finden diese Knaggen -in Schlitzen der Enden zweier Stangen. 486 Aufnahme,
die durch Öffnungen eines an von dem Kopf 52 getragenen Blockes 488 hindurchragen.
An einer in dem Block 488 gelagerten Welle 490 ist ein exzentrischer Teil 492, angebracht,
der durch Drehung der Welle 490 mit Bezug auf die Stangen 486 in die Sperrlage und
aus der letzteren herausbewegt "vi.rd. Abb. i läßt erkennen, daß an dem Ende der
Welle 49o ein Schwingarm 494 angebracht ist, der durch ein Lenkstück 496 mit dem
vorderen Ende eines bei 5oo an dem Kopf 5.2 drehbaren Hebels .a,98 verbunden ist.
Das rückwärtige Ende des
Hebels 498 ist durch eine Zugfeder 5o2
mit dem Kopf 52 verbunden. Eine auf der Welle 330 sitzende Kurvenscheibe
504 beeinflußt eine Rolle 5o6 des rückwärtigen Endes des Hebels 498, so daß der
letztere während jeder Umdrehung der Welle 330 einmal geschwungen wird. Die
Kurvenscheibe 504 ist so gestaltet, daß der exzentrische Teil 492 der Welle 490
in sperrendem Eingriff mit den Stangen 486 gehalten wird, so daß die an den Innenseiten
der Brandsohlenlippe anliegenden Stoffdrücker ioo, rot während des Eintreibens der
Klammern verriegelt sind. Nach dem Eintreiben der Klammern kann der Hebel 498 mit
Rücksicht auf die Drehung der Kurvenscheibe 5o4 durch die Feder 502 geschwungen
werden. Hierdurch wird die Welle 49o in eine Lage geschwungen, in der die Stangen;
486 freigegeben sind. Die Träger 54, 56 können sich dann unter dem Einfluß der Feder
466 während des Vorschubes des Werkstückes dem Umriß der inneren Seiten der Brandsohlenlippe
anpassen.
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Die beiden Drähte 225 werden von zwei Haspeln. 512, 514 (Abb. i) abgezogen,
die an einer Konsole 516 des Kopfes 52 angebracht sind. Die Drähte laufen von den
Haspeln p2, 514 zu Führungen 518, 52o, .die an einem abnehm#baren Teil 522 des Kopfes
52 angeordr net sind. Von den Führungen 518, 52o .erstrecken sich die Drähte durch
Röhren 524 (Abb. 2) zu Vorschubrollen 526, 528 (Abb. 5) und schließlich durch die
Röhren 23o und deren Öffnungen 232.
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Die Träger 54, 56 werden um ungefähr senkrecht zu der Ebene der Brandsohle
stehende Achsen gedreht, damit die das Oberleder erfassenden Zangenbacken im wesentlichen
gleichlaufend zu der Kante des Oberlederrandes gehalten werden und damit die Richtung,
in der die Klammern eingetrieben werden, im wesentlichen einen rechten Winkel mit
der heraufragenden Fläche der Brandsohlenlippe an dem gerade der Bearbeitung unterzogenen
Teile des Schuhes bildet. Wie -bereits erwähnt, sind an den Trägern 54, 56 ungefähr
senkrechte zylindrische Teile i i o ausgebildet. An jedem Bund 114 der zylindrischen
Teile i 10 ist eine Kugel 6oo befestigt, und jede Kugel 6oo ist mit einem in der
Querrichtung der Maschine verlaufenden Lenkstück 6o2 verbunden. Das die Drehbewegung
des Trägers 54 steuernde Lenkstück 6o2 ist mit dem vorderen Arm eines Winkelhebels
6o6 verbunden, dessen anderer Arm mit einem Lenkstück 6o8 verzapft ist. Das rückwärtige
Ende des Lenkstückes 6o8 ist mit dem oberen Ende eines festen Armes 6io einer senkrechten-
Schwingwelle 612 verbunden. An dem unteren Ende der in dem Maschinenkopf gelagerten
Schwingwelle 612 ist ein Zahnbogen 614 vorgesehen, der in einen ähnlichen Zahnbogen
616 des oberen Endes einer Schwingwelle 618 eingreift. Eine Feder 62o sucht das
Lenkstück 6o8 vorzurücken, wobei das letztere den Träger 54 in dem :dem Uhrzeiger
.entgegengesetzten Sinne zu drehen sucht. Das Lenkstück des Trägers 56 ist in ähnlicher
Weise mit einer gleichlaufend zu der Welle 618 stehenden Welle 622 verbunden, und
zwar sucht das Lenkstück mit Rücksicht auf die beschriebenen Verbindungen den Träger
im Sinne des Uhrzeigers zu drehen. Die unteren Enden der Wellen 618 und 622 besitzen
nicht dargestellte Verbindungen mit Kurvenscheiben, deren Gestalt so gewählt ist,
daß die Träger 54, 56 während jedes schrittweisen Arbeitsganges in Lagen gedreht
werden, in denen die Zangenbacken im wesentlichen gleichlaufend zu der Oberlederkante
sind und in denen die Richtung des Eintreibens der Klammern einen rechten Winkel
mit der aufrechten Lippe der Brandsohle 98 bildet.