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Verfahren und Maschine zum Formen von Sohlen Die Erfindung betrifft
ein Verfahren zum Formen von Sohlen vor ihrer Befestigung am Schuhwerk und eine
Maschine zur Ausführung des Verfahrens. Insbesondere bezieht sich die Erfindung
auf ein Verfahren und eine Maschine zum Formen des Gelenkteils solcher Schuhsohlen.
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Es ist bekannt, Sohlen an dem Vorderteil und dem Fersenteil festzuklemmen
und den Gelenkteil, um diesen zu verlängern, zu strecken; wenn erwünscht, kann daneben
noch der Randteil des Sohlengelenkes zusätzlich und in zunehmendem Maße gestreckt
werden, und zwar so, daß er so viel an seiner Elastizität einbüßt, daß er nach dem
Strecken nicht mehr in seine ursprüngliche Form zurückkehrt. Das Ergebnis einer
solchen Behandlung ist eine Sohle, die länger als das ursprünglich ausgestanzte
Sohlenstück ist, mit einem Gelenkteil, der durch das Formen bereits die Gestalt
aufweist, die er im fertigen Schuh besitzt.
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In Anbetracht der Qualitätsverschiedenheit der Sohlen, die selbst
bei aus einer einzigen Haut ausgestanzten Sohlen vorhanden sein kann, hat es sich
erwiesen, daß die Sohlenkanten oft nach dem Formen nach. diesem bekannten Verfahren
gesprungen oder eingerissen waren und daß die Ausdehnung der Kanten des Sohlengelenkes,
das quer gewölbt wird, oft größer ist als die Elastizität des Leders. Der Hauptzweck
der Erfindung besteht deshalb in einem verbesserten Verfahren und einer verbesserten
Vorrichtung zum Formen von Sohlengelenken, gemäß deren die Arbeit schneller verrichtet
werden kann und ein viel kleinerer Prozentsatz von beschädigten Sohlen (Ausschußware),
als seither möglich war, entsteht. Jede übermäßige Ausdehnung der Kantenteile des
Sohlengelenkes, durch welche ein Bruch hervorgerufen wird, ist ausgeschlossen. Um
dies zu erreichen, wird gemäß der Erfindung die Sohle vorn und hinten festgeklemmt,
so daß also der Gelenkteil in seiner Längsausdehnung festgelegt ist. Dann werden
die Seitenteile des Gelenkes äbgebogen, so .daß bei gleichbleibender Länge des Gelenkteiles
in der Längsmittellinie eine nach den Rändern zunehmende Dehnung des Gelenkteiles
erfolgt. Das Abbiegen der Sohle geschieht dabei nur in der Nähe der Längsmittellinie,
und die Zunahme der Streckung hört in bestimmter Entfernung von den Sohlenrändern
auf. An diesen Rändern erfolgt also eine gleichmäßige Streckung des Materials.
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Die Maschine zur Durchführung des angegebenen Verfahrens weist einen
mit der Form zusammenwirkenden Stempel und Einstellvorrichtungen zum Einstellen
der Sohle bezüglich der Form auf. Das Neue bei dieser Maschine wird darin erblickt,
daß die Form eine in der Querrichtung konvexe
Arbeitsfläche aufweist,
an deren Seiten sich abgesetzte Randflächen anschließen, deren Krümmung in der Sohlenlängsrichtung
etwa
| parallel zur höchsten Länhslinie der Arbeif§z_, |
flache verläuft. ;,< ....@: Da bei dein länglichen Strecken das Sö@fi-": lengelenk
erklärlicherweise entsprechend in der Breite einbüßt und gleichzeitig eine Veränderung
des Sohlenumrisses eintritt und die Anschaffung eines besonderen Satzes von Stanzinessern
nötig ist, ist es vielfach erwünscht, das Sohlengelenk ohne wesentliche Längsstreckung
zu formen.
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F_in weiteres 11erkinal der Erfindung besteht deshalb darin, daß das
Gelenkteil der Sohle zti beiden Seiten seiner Längsachse so gestreckt wird, daß
er eine Ouerwölbting annimmt, ohne daß der axiale Teil der Sohle in L -:ngsrichtung
gestreckt wird. Die Endteile der Sohle werden durch Klemmen festgehalten, wobei
der Abstand der beiden Klemmen voneinander verstellbar ist und die Klimmen mit festgekleininter
Sohle, wenn nötig, in verschiedenen waagerechten Ebenen eingestellt werden können,
insbesondere, wenn Sohlen für Dainenschulie mit hohen Absätzen bearbeitet werden.
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Gemäß einem anderen Merkmal der Erfindung ist das mit dein Gelenkteil
der Sohle in Eingriff tretende Werkzeug drehbar angeordnet und kann sich somit,
insbesondere bei Bearbeitung von Sohlen für Damenschtilie finit hoher Spannung,
unter allen Umständen flach gegen den Gelenkteil anlegen.
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Um <las Einstellen der Sohlen auf der Schablone zu erleichtern,
sind Lehren oder Meßvorrichtungen vorhanden, die mit der Sohle in Berührung treten
und diese auf der Schablone einstellen.
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Eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in den Zeichnungen
dargestellt.
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Fig. i ist eine Vorderansicht der Maschine finit teilweise weggebrochenen
Maschinenteilen.
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Fig. 2 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie 11-I1 der Fig. i.
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Fig.3 ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einer Klemmvorrichtung
zum Betätigen der Fersenteilklemnie.
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Fig..1 ist eine Seitenansicht der Vorderteilklemnivorrichtung.
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Fig. 5 ist ein Schnitt nach der Linie V-V der Fig.4.
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Fig.6 ist eine Seitenansicht einer `Verkstückkleininvorrichtung in
Werkstück empfangender Stellung.
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Fig. ; ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, derKlemmvorrichtung
finit einerVorrichtung zum Verstellen der Fersenteilklemme bezüglich der Vorderteilklemine.
Fig.8 ist eine Vorderansicht einer der Werkstückklemmen und des Formwerkzeuges.
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Fig.9 ist eine Perspektivansicht einer 'chablone zum Sohlenformen
für Damen-':ß buhe.
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@Fig. io ist eine Seitenansicht des Form-'Äverkzeuges, der Werkstückklemine
und einer Schablone zum Sohlenformen für Herrenschuhe.
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Fig. i i ist eine Vorderansicht des Formwerkzeuges in seiner untersten
Stellung bei dem Sohlenformen für Damenschuhe.
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Fig. 12 ist ein Schnitt nach der Linie YII-KII der Fig. i.
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Fig. 13 ist eine Perspektivansicht einer Lehre oder Meßvorrichtung
in Verbindung mit der Vorderteilklemme.
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Fig. 1d ist eine Perspektivansicht einer abgeänderten Sohlenlehre
oder -meßvorrichtung.
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Fig. 15 ist eine Draufsicht auf die in Fig. 1:I dargestellte Vorrichtung.
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Fig. 16 ist eine Vorderansicht der in Fig. 1d. und 15 dargestellten
Vorrichtung. Die dargestellte Maschine zum Formen der Gelenkteile unbefestigter
Sohlen besteht aus zwei Arbeitssätzen, von denen einer in Fig. i abgebildet ist.
Es wird darauf hingewiesen, daß, abgesehen von einigen besonders hervorgehobenen
Stellen in der nachfolgenden Beschreibung, nur einer dieser Arbeitssätze beschrieben
ist und claß alle verzeichneten Maschinenteile in der Maschine somit zweifach und
in symmetrischer Anordnung vorhanden sind.
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Beim Sohlenformen für Herrenschuhe wird eine Schablone 2o, wie in
Fig. i dargestellt, verwandt, deren Vorderteil und Fersenteil von Klemmtischen 22
bzw. 24 getragen werden. Der Klemmtisch 24 des Fersenteiles besitzt Beine 28, 30
(Fig. i),, die an ihrem unteren Ende von einem an dem oberen Ende eines Trägers
3:I befestigten Stift 32 (Fig. 2 und 3) getragen- werden. Der Träger 3.4 ist fest
an einer Führungsstange 36, die tine axiale Bewegung ausführt und zu diesem Zweck
in zwei festen Lagern 38 und 46 geführt ist. Der Träger 3:I steht entweder fest
oder wird durch eine geeignete Vorrichtung axial hin und her bewegt.
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Die Fersenteilkleinmbacke 56 und eine Vorderteilklemmbacke 8o besitzen
Unterlagsblöcke 82, 84, die an den Kleininbacken durch T-förmige Schwalbenschwanzverbindungen
86 (Fig. i) gleitbar gehalten werden. Die Blöcke 82, 84 werden durch drehbare Knöpfe
88 an den Klemmklauen festgehalten, die nach unten geschwungen werden können und
somit das Entfernen der Blöcke verhindern oder die, wenn nach oben geschwungen,
ein Entfernen der Blöcke von den schwalbenschwanzförmigen
Verbindungen
gestatten. Auf der entgegengesetzten Seite der Klemmblöcke befindet sich ein Gummibelag
oder ein Belag aus ähnlichem Material 9o, wodurch ein besseres Erfassen des Werkstückes
durch die Klemmbacken ermöglicht ist und gleichzeitig eine Beschädigung des Werkstückes
verhütet wird.
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Die Welle r28 wird durch ein Zahnradgetriebe angetrieben, das eine
geschwindig" keitsvermindernde Antriebsvorrichtung darstellt, auf Grund 'deren die
Welle 128 und somit die die Klemmvorrichtung betätigende Kurvenscheibe 126 (Fig.
3) bei einer einmaligen Betätigung des Trethebels nur eine Umdrehung beschreiben.
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Die durch die Kurvenscheibe 126 betätigte Klemmvorrichtung ist in
der folgenden Art und Weise wirksam. Bei einer vollen Um-. drehung der Kurvenscheibe
126 bewegt sich der Winkelhebel iio -von der in Fig. 2 dargestellten Stellung in
die in Fig. 3 gezeigte Stellung und wieder zurück, wobei die Knickhebel52, 54 und
102, 104 (Fig.4) ausgestreckt und dann wieder geknickt werden. In ausgestreckter
Stellung hat der Arm 52 des Knickhebels 52, 54 die Hebel 48 um ihren Drehpunkt an
dem Block 66 gedreht und dabei' den Stift 32 und somit den Klemmtisch 24 emporgehoben.
Did-Teile der Klemmvorrichtung sind >in einem solchen Verhältnis zueinander angeordnet,
daß, wenn die Klemme fest auf dem Werkstück geschlossen ist, der Block 66 etwas
gegen den Druck der Feder 68 verschoben ist. Es ist ersichtlich, daß der Klemmdruck
durch Verstellung der Mutter 72 an der Führungsstange 6o verstellbar ist und somit
die Einstellung der Klemmvorrichtung Verschiedenheiten in der Dicke der Werkstücke
angepaßt werden kann. -Die Klemmvorrichtung des Vorderteiles arbeitet in derselben
Weise wie die Klemmvorrichtung des Fersenteiles. Die Schwingung des Winkelhebels
iio verleiht dem Klemmhebel ioo (Fig.4) eine Schwingung, durch welche mittels der
Verbindungsstange io6 der Knickhebel 102, 104 so betätigt wird, daß die Klemmbacke
8o und der Klemmtisch 22 geschlossen bzw. geöffnet werden. Ist der Knickhebel io2,
104 ausgestreckt, so werden die Hebel 2io, und zwar je ein Hebel an je einer Seite
einer Führungsstange 2i2, bezüglich eines gleitbaren Zapfenblockes 214 an der Führungsstange
212 um einen Stift 216 im Zeigersinn gedreht. Der Stift 216 verbindet die äußeren
Enden der Hebel 2io und die Beine 218 des Vörderteilklemmtisches drehbar miteinander.
Die Führungsstange 2i2 der Klemmvorrichtung des Vorderteiles ist ebenfalls von einer
Feder 22o umgeben, deren Druck gegen den Zapfenblock 2z4 durch Drehung einer Mutter
222 verstellbar -ist. Die Vorderteilklemmvorrichtung wird durch den Stift 2r6 getragen.
Der Stift 2i6 befindet sich auf einem Bügel 22,4 (Fig. 4 und 5), der in einem mit
einer Hülse 228 festen Arm 226 drehbar in Eingriff steht. Die Hülse 228 wiederum
wird von einer Stange 230 getragen. Die Teile der Vorderteilklemmvorrichtung
sind ebenfalls in einem solchen Verhältnis zueinander eingestellt, daß, wenn eine
Sohle eingeklemmt ist, der Zapfenblock 214 etwas von dem unteren Ende der Klemmbacke
8o entfernt ist und somit die Feder 220 zusammenpreßt, wodurch ein nachgiebiger
Klemmdruck für den Vorderteil der Sohle erreicht wird.
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Wird auf Grund der Kupplungsvorrichtung die Maschine zum Stillstand
gebracht, so befinden sich die Klemmtische eines Arbeitssatzes in ihrer das Werkstück
empfangenden Stellung (siehe Fig.6). Wird die Maschine wieder "angelassen, so bewegt
die Kurvenscheibe 334 den Winkelhebel 324 im Gegenzeigersinn, wobei die Arme
302 und 308 im Zeigersinn geschwungen werden. Auf Grund dessen werden
die Klemmtische in eine Stellung bewegt, in der, wie in Fig. 2 dargestellt, ihre
Klemmtätigkeit beginnt. Beim Sohlenformen für Damenschuhe werden Schablonen, wie
in Fig. 9, 14, 15 und 16 abgebildet, verwandt. Der Gelenkteil 346- der in Fig. 9
dargestellten Schablone ist durch einen Zapfen 348 an dem Vorderteil 35o der Schablone
angelenkt, der von dem Vorderteilklemmtisch 22 getragen wird. Der Fersenteil 352
der Schablone ist in ähnlicher Weise auf dem Fersenteilklemmtisch 24 angebracht
ünd besitzt an einem Ende eine Vertiefung 354, in die das verjüngte Ende 356 des
Gelenkteiles der Schablone hineinragt. Wird eine unbearbeitete Sohle der Maschine
dargeboten, in der eine Schablone gemäß Fig. 9 'eingesetzt ist, so liegen die Flächen
des Vorderteiles und des Fersenteiles der Schablone im wesentlichen in einer Ebene.
Diese Einstellung wird beibehalten, während die Klemmtische von ihrer das Werkstück
empfangenden Stellung in ihre Klemmstellung geschwungen werden, bis das Werkstück
fest von der Klemmvorrichtung erfaßt ist. Sobald das Werkstück erfaßt ist, werden
die Absatzklemmtische und die zugehörige Klemmbacke um einen Abstand nach unten
bewegt, der im wesentlichen der Absatzhöhe des Schuhes, für die die Sohle verwandt
werden soll, entspricht. Gleichzeitig mit dem Herabbewegen der Fersenteilklemmvorrichtung
wird auch das Formwerkzeug nach unten bewegt, jedoch in einer größeren Geschwindigkeit,
so daß, wenn die Fersenteilklemmvorrichtung ihre unterste
Stellung
erreicht hat, das Formwerkzeug ebenfalls seine unterste Stellung erreicht hat und
somit das Werkstück fest gegen den Gelenkteil der Schablone angepreßt wird.
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Eine abgeänderte Schablone 60o zur Bearbeitung von Damenschuhen ist
in Fig. i4, i; und 16 dargestellt. Sie weist eine Vorderteilfläche 6o2 auf, die
entweder eben oder konvex ist. Diese Schablone besitzt ebenfalls einen Gelenkteil
6o.1, der mit dem Vorderteil fest verbunden ist und die zum Formen des Gelenkes
von Sohlen für Damenschuhe nötige Winkelstellung bezüglich des Vorderteiles besitzt.
Das Ende des Gelenkteiles 6o4 wird nicht von dem FerSente11lilemilltiSdl 24 getragen,
steht aber mit einem Anschlag 6o6 (Fig. 15 und 16) in Eingriff. Die Vorderteilfläche
und die Gelenkteilfläche der Schablone 60o werden durch eine scharfe Ecke
605 voneinander getrennt. Uin den Abstand zwischen der Vorderteil- und der
Fersenteilklemmvorrichtung verstellen zu können un l auf Grund der Tatsache, daß
die Fersenteilkleminvorrichtung senkrecht hin und her bewegt werden Bann, ist es
nötig, die Vorderteilkleminvorrichtung so anzuordnen, daß sie seitlich bezüglich
der Fersenteilkleminvorrichtung verstellt werden kann. Ebenfalls ist es notwendig,
die Klemmvorrichtungen in ihrem Einstellungsbereich in Längsrichtung immer genau
eingestellt zu halten, so daß das Werkstück während der relativen seitlichen Bewegung
der Isleinmvorrichttingen nicht verzerrt wird. Eine Verschiebung der Klemmvorrichtungen
in der Längsrichtung der Sohle ist dadurch ermöglicht, daß die Führungsstange 212
(Fig.4) an ihrem oberen Ende an einem Arm 358 drehbar angebracht ist und mit ihrem
unteren Ende an einem Bügel 22-1 (Fig.5) angelenkt ist, der selbst an dem
Arm 226 drehbar ist. Die Arme 358 und 226 sind fest mit der Hülse 228 verbunden,
die an der Stange 23o drehbar ist. Die Vorderteill;leinnivorrichtung kann um die
Stange 23o gedreht werden und somit in der Längsrichtung der Sohle bezüglich der
Fersenteilklernmvorrichtung verstellt «-erden.
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Ist es erwünscht, den Gelenkteil der Sohle zu verlängern, so wird
die U niversalverbindung 362 (Fig. i) des Lenkers 36o in dein oberen Teil des Kurvenschlitzes
366 der Konsole 368 festgekletnint, Wird die Fersenteilklemme in dieser Einstellung
des Lenkers 36o herabbewegt, so wird die Vorderteilklemine von der Fersenteilldemme
wegbewegt, da der Lenker 36o auf Grund dieser Bewegung einer horizontalen Stellung
genähert wird, in der die Fersenteilklemine und Vorderteilkleinine in dein größtmöglichsten
Abstand zueinander stehen. Soll der Gelenkteil der Sohle nicht gestreckt werden,
so wird der Lenker 36o im wesentlichen inder in Fig. i gezeigten Stellung eingestellt.
Ist es jedoch erwünscht, den Abstand zwischen der Vorderteilklemme und der Fersenteilklemme
beider Herabbewegung der Fersenteilklemme zu verkleinern, so wird der Lenker 36o
so eingestellt, daß die Universalverbindung 362 an dein unteren Ende des Schlitzes
366 (wie in Fig. 8 dargestellt) festgeklemmt werden kann. Wird dann die Fersenteilklenimvorrichtung
gesenkt und soinit die Vorderteilvorrichtung auf Grund des Lenkers 36o bewegt, so
bewegt sich die Vorderteilklemmvorrichtung in der Längsrichtung der Sohle um die
Führung 230, wie oben beschrieben.
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Die Vorrichtung zum Senken der Fersenteilklemmvorrichtung besteht
aus einem Hebel -394 (Fig. 7), der durch einen Stift 396 an dem Träger 34 angelenkt
ist. Ein an der Welle 112 drehbarer Artn 39S besitzt an seinem oberen Ende einen
verstellbaren Drehpunkt für den Hebel 394. Das dein Träger 34 am weitesten entfernte
Ende des Hebels 39-1 ist durch einen Stift 400 an einem Lenker 4o2 angelenkt, der
durch einen Stift .1o6 mit einem anderen Lenker .10d drehbar verbunden ist. Auf
dem Stift d06 befindet sich eine Rolle in Eingriff mit einer Kurvenspuwr 408 einer
Kurvenscheibe 4i o. Der Lenker 404 ist ebenfalls an der Welle 112 drehbar angebracht,
wodurch die Bewegung der mit der Kurvenspur .10S in Eingriff stehenden Rolle in
einer bogenförmigen Bahn mit der Welle 112 als 'Mittelpunkt beschränkt ist. Während
einer einmaligen Hinundherbewegung der Fersenteilkletnnivorrichtung mit festgeklemmter
Sohle wird die Verbindungsstange 94 um ihren Drehpunkt an dein Ende des Klemmliebels
96 geschwungen, wobei der Knickhebel 52, 54 etwas betätigt wird. Diese Bewegung
des Knickhebels ist nicht ausreichend, um die Spannung der Feder 68 zti lösen
oder den gleitenden Zapfen 66 in Eingriff mit dem Bodenende der Fersenkletnmbacke
56 zu bringen. Es ist somit ersichtlich, daß das Senken der Fersenteilklemmvorrichtung
in keiner Weise das ordnungsgemäße Ergreifen des Werkstückes beeinfluGt. Um die
Fntfernung, zu der die Fersenteilklemtnvorrichtung gesenkt wird, verstellen zu können,
ist der Drehpunkt des Hebels 394 verstellbar. Aus Fig. 2 und 7 ist ersichtlich,
daß bei Drehung des Handrades 418 und damit der Schraube .112 der Arm
398 voll einer seiner äußersten Stellungen (Fig.2) im Zeigersinn gedreht
werden kann, bis der Drehpunkt an dem Arm mit der Achse des Stiftes 396 zusammenfällt.
In dieser Stellung kann der Hebel 394 geschwungen werden, ohne der Fersenteilkleininvorrichtung
eine Bewegung zu erteilen,
die unter diesen Umständen mit der Vorderteilklemmvorrichtung
in einer Ebene liegt. Die Vorrichtung wird in dieser Weise eingestellt, wenn .die
in Fig. i dargestellten Schablonen verwandt wenden.
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Wind mit der dargestellten Maschine das Sohlenformen von Herrenschuhen
vorgenommen, in welchem Falle eine Schablone, ähnlich wie in Fig. i, so oder 14
dargestellt, verwandt wird, so werden die Vorderteil- und Fersenteilklemmtische
gleichzeitig und in derselben Art und Weise betätigt. Sobald die Klemmtische die
Sohle festgeklemmt haben, wird durch das Formwerkzeug der Gelenkteil der Sohle um
die Schablone geformt. Wie in Fig, i und so dargestrllt, besteht das Formwerkzeug
aus einem in Lagern 234 des Maschinengestelles gleitbarenSchaft232. Der Schaft 232
weist an seinem unteren Ende eine schwalbenschwanzförmige Rille 236 (Fig. i) auf,
die im Querschnitt T-förrnig ist. Ein Schieber 238 (Fig. i2) steht in Eingriff mit
der Rille 236 und trägt ein Schild 240, in dem sich ein nachgiebiger mit dem Werkstück
in Eingriff tretender Teil 242 befindet. Der Teil 242 kann quer zu der Schablone
2o durch Drehen einer Schraube 244 verstellt werden, deren Schraubengewinde mit
einem Ansatz 2,I6 auf dem Schieber.238 in Eingriff steht. Die Schraube 244 wird
durch einen Daumenhebel 248 gedreht, der ebenfalls die Ausbuchtung, in der sich
die Schraube befindet, abschließt. Ein federbelasteter Stöpsel 25o kann in eine
vön mehreren Vertiefungen auf dem Rücken der Schraube eingreifen und somit die Schraube
in entsprechender Stellung festhalten. Ein Längsschlitz 251 der Schraube gestattet
ein leichtes Herausnehmen des Schiebers 238, wenn die Schraube so gedreht wird,
daß der ,Schlitz .mit dem Ansatz 246 in einer Richtung liegt. Das Formwerkzeug wird
durch einen Hebel 252 bewegt, dessen beide Enden gabelförmig sind. Das eine
Ende des Hebels 252 ist durch einen Stift 25.I an dem Schaft 232 des Formwerkzeuges
angezapft. Das andere Ende ist durch einen Stift 256 an dem unteren Ende eines Lenkers
258 drehbar befestigt. Der Lenker 258 wiederum äst an einem Stift 26o in denn Kopf
64 des Maschinengestelles drehbar. Eine Zugöse 262 ist durch einen Stift 264 in
der Mitte des Hebels 252 angelenkt. Eine Verbi,:dungsstange 266 ist in dem unteren
Ende der Zugöse 262 eingeschraubt und wird durch eine Mutter 268 festgehalten.
Ein Block 27o befindet sich an dem unteren Ende der Stange 266 und ist ebenfalls
durch eine°Nlutter 272 befestigt. Die Verbindungsstange 266 und so-,mit .das Formwerkzeug
werden durch einen schwingenden Arm 274 betätigt, -der an einem Bolzen 278 eine
Rolle 276 trägt: Die Rolle 276 steht in Eingriff mit einer Kurvenspur 28o in einer
Kurvenscheibe 282 an der Hauptwelle z28. Um dierExzentrizität der Kurvenspur ändern
zu können, kann .das untere Ende der Verbindungsstange 266 bezüglich des Armes 274
verstellt wenden. Zu diesem Zwecke ist der Block 27o an einem Kreuzkopf 284 ängelenkt,
der in einem bogenförmigen Schlitz 286 des Armes 27.;1 verstellbar ist. Um den Kreuzkopf
284 in gewünschter Stellung in dem Schlitz 286 feststellen zu können, besitzt er
eine Mutter 288, in der eine Verstellschraube 290 eingeschraubt ist. Die Verstellschraube
29o trägt an ihrem äußeren Ende ein Handrad 292 zur Verstellung des Kreuzkopfes
284. Eine axiale Bewegung der Schraube 29o ist durch Schultern 294, 296 verhiii,dert.
Diese Schultern liegen zu beiden Seiten eines Zapfens 298, der indem äußeren Ende
eines Fortsatzes 3oo des Armes 27.I drehbar angeordnet ist. Durch die Vorrichtung
kann das Formwerkzeug von seiner oberen Stellung (Fig. i) nach unten bewegt werden,
bis es den Gelenkteil der Sohle fest gegen den entsprechenden Teil der Schablone
gedrückt hat, woraufhin das Formwerkzeug während . derselben einmaligen Umdrehung
der Kurvenscheibe 282 wieder zurückbewegt wird. Diese Bewegung des Formwerkzeuges
findet statt, während die Sohle durch die Klemmvorrichtung festgehalten wird. Sobal-l
das Formwerkzeug zurückbewegt wird, wird die Sohle von der Klemmvorrichtung freigegeben,
und die Klemmtische werden von ihren entsprechenden Klemmbacken wegbe-%vegt. Daraufhin
werden die die Schablonen tragenden Vorderteil- und Fersenteilklemmtische nach vorne
(siehe rechts in Fig. i) uni die Zapfen 216 und 32 (Fig. 7 und 4) geschwungen, so
daß ein neues ungeformtes Werkstück der Maschine dargeboten wei:,den kann.
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Damit :das Formwerkzeug völlkommen flach mit dem Gelenkteil der Sohle
in Eingriff tritt, obwohl es schräg bezüglich der Bewegungsrichtung des Formwerkzeuges
bei der relativen Höhenverstellung der Klemnivori'ichtungen eingestellt ist, ist
es, wie in Fig. i i vorzugsweise dargestellt, ausgebildet. Au dieser Figur ist ersichtlich,
daß ein mit einem Ende durch einen Stift -43o an dem einen Ende der Platte 426 drehbar
befestigter Lenker a,.32, der mittels eines Stiftes .I38 an dem -unteren Ende des
Schaftes des Formwerkzeuges angelenkt ist, im Gegenzei.gersinn gedreht werden kann,
bis sein oberes Ende au die untere Fläche des Schaftes des Formwerkzeuges auftrifft.
Diese Drehung gestattet der mit dem Werkstück in Eingriff tretenden Fläche des Formwerkzeuges
eine Schrägstellung einzunehmen, die der Schrägstellung des
Gelenkteiles
des Werkstückes entspricht. Sollte jedoch die Schrägstellung des Gelenkteiles des
Werkstückes größer sein als die äußerste Schrägstellung, die durch Drehung des Lenkers
432 möglich ist, so können die Platte 426 und damit der mit dem Werkstück in Eingriff
tretende Teil weiterhin um den Stift 430 gedreht werden. so daß unter allen Uniständen
das Formwerkzeug vollkommen flach mit dein Gelenkteil der Sohle in Eingriff tritt.
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Die Maschine besitzt mir eine Kurvenscheibe zur Betätigung der Klemmvorrichtung
für beide @lazclii.lensütze und eine Kurvenscheibe zum Betätigen der l#"orrichtung
zum Senken der Fersenteilkleinnie für beide Mas chillensätze. L 'in die Hublänge
in beiden Forni-verkzeugen gleich auszuführen, besitzen -die Handräder 292 der Vorrichtung
zuni Verc,tellen des Formwerkzeuges Kettenräder 297, die durch eine Kette 299 miteinander
in Eing'riti stellen. Die Kurvenscheiben zum Betätigen der Vorrichtung, die den
Klennntisch hin und her bewegt, sind einander gleich, aber auf der Treibwelle um
i,--',o' verstellt. Die Kurvenscheiben sind jedoch auf der Welle 128 so angeordnet,
dalt sie bei einer vollen Umdrehung einen vollkommenen Kreislauf ihrer Tätigkeit
beschreiben. Um deshalb das Kleininen, das Formen und das Hinundherbewegen des Tisches
in der Zeit übereinstimmend zu machen, muß die Muffe 336 (Fig. i), die die Kurvenscheiben
334 und 335 trägt, nur mit halber Geschwindigkeit der Welle 128 getrieben werden.
Diese übersetzung wird durch die Zahnräder 34o, 338 erreicht. Es ist ersichtlich,
daß bei einer Umdrehung der Welle 12,9 beide Klemm- und Formvorrichtungen in einem
vollkommenen Arbeitskreis betätigt werden, daß jedoch nur eine Vorrichtung zu einer
Zeit wirksam ist, um das Werkstück festzuklemmen und zu formen.
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Die Maschine besitzt, wie beschrieben, eine Schablone zum Formen von
Damenschuhsohlen, deren Gelenkteile zu einem beträchtlichen Betrag gestreckt werden
müssen und deren Gelenk durch die Schablone eine Ouerwöllnnig erhält. Zli diesem
Zwecke besitzt der Gelenkteil 346 der Schablone eine quergewölbte Fläche (Fig. 9
und i2), so daß jeder Randteil des Sohlengelenkes ini wesentlichen gleichmäßig in
der Breiteririchtung gestreckt -wird und da13 die von der Mittellinie zunehmenden
Breitenabstände des Sohlengelenkteiles in zunehmendem Betrage gestreckt wer,-den.
Auf beiden Seiten des konvexen Gelenkteiles der Schablone befindet sich eine Schulter
q..a8 (Fig. 9 und i2), die iin wesentlichen parallel zu der obersten Fläche des
Gelenkteiles 346 ist. Aus Fig. 12 ist ersichtlich, daß der fest gegen die
Schablone gepreßte Gelenkteil der Sohle gleichmäßig um den Mittelteil oder Schablone
gewölbt wird und daß die Randteile des Sohlengelenkes in umgekehrter Richtung gewölbt
werden und ungefähr die Richtung der Schultern 4:a.8 annehmen. Wenn somit die Fersenteil-
und Vorderteilklemmvorrichtungen so eingestellt werden, daß bei ihrer höhenweisen
Verstellung ihr Abstand nicht vergrößert wird, wird der axiale Teil des Sohlengelenkes
nicht gestreckt, jedoch wird der Gelenkteil in zunehmendem Betrage auf beiden Seiten
seiner Mittellinie gestreckt, und zwar bis an die Stellen des Sohlengelenkteiles,
die gegen die Schultern 448 liegen. Der Randteil des Sohlengelenkes wird
von seiner Innengrenze nach der Außenkante zu im wesentlichen in gleichmäßigen Beträgen
gestreckt, da die Breitenabständedes Randteiles um gleiche Beträge aus .ihren ursprünglichen
Lagen verschoben wurden.
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Es ist natürlich wünschenswert, daß die Maschine so angeordnet ist,
daß nur eine kleine Anzahl von Schablonen zur Bearbeitung von Schuhen aller Grölten
und Klassen ausreicht. Der Wechsel in der Mode des Schuhes besteht gewöhnlich in
einer Veränderung des Vorderteiles des Schuhes. Solche Veränderungen sind häufig
mit verhältnismäßig kleinen Veränderungen des Gelenkteiles verbunden. Welcher Art
die Veränderungen auch sein mögen, sie sind in dem Gelenkteil immer nur gering.
Da diie Maschine vornehmlich zur Bearbeitung des Sohlengelenkteiles dient, kann
eine und dieselbe Schablone für eine ziemlich große Anzahl von Sohlen verschiedener
Größen benutzt werden. Zu diesem Zwecke besitzt die Maschine eine Lehre oder Meßvorrichtung,
mit Hilfe welcher die Werkstücke genau auf .der Schablone eingestellt werden können.
Bei der Verwendung solcher Lehren hat es sich als notwendig erwiesen, nur eine Schablone
für eine bestimmte Form einer Schuhsohle zu benutzen, wobei die Lehre so ausgeführt
ist, daß Sohlen derselben Art ohne Rücksicht auf ihre Größe so auf der Schablone
eingestellt werden, daß ihre Gelenkteile sowohl in Längsrichtung als auch in der
Breitenrichtung mit der Schablone übereinstimmen. Die Fersenteile der Sohlen für
Damenschuhe mit niedrigen Absätzen besitzen nicht denselben Umriß :wie die Befestigungsfläche
des Absatzes, sondern sind kürzer und hinten geradlinig abgeschnitten. Solche Sohlen
werden bei ihrer Bearbeitung in der Maschine in der Längsrichtung an dem Spitzenteil
durch einen Finger 450 (Fig. 13)
gemessen. Der Finger 450 ist an einem Stift
452 drehbar, der von einem Ansatz des Hauptteiles 456 der Meßvorrichhung getragen
wird. Ein anderer Stift 458 an dem Ansatz
454 hält den Finger 450
et-,vas oberhalb der Vorderteilschablone 350.
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Die Sohle wird in der Breitenrichtung der Schablone durch einen Anschlag
bemessen, der aus einem nachgiebigen Schlauchstück46o besteht, durch welches zwei
Drahtschleifen 462 ragen, die an von einem Block 468 getragenen Bolzen 464, 466
befestigt sind. Die Drahtschleifen 462 sind so gebogen, daß sie das Schlauchstück
46o in senkrechter Richtung strecken (Fig. i3). Der Block 468 kann durch eine Schraube
47o senkrecht zu der Achse der Sohle verstellt werden. Die Schraube 47o befindet-sich
in einem Schlitz 47-a in dem Block 468 und ist in der Platte 474 eingeschraubt.
Um die Abnahme der Schablone von dem Klemmtisch zu erleichtern, können sowohl der
Fänger 45o als auch der Anschlag 46o nach hinten gedreht werden. Die Platte 474.
des Anschlages 46o ist nämlich durch eine Stange 476 drehbar mit dem Hauptteil q.56
,der Meßvorrichtung verbunden. Eine Feder 478 umgibt die Stange 476 und liegt mit
ihrem äußeren Ende gegen die Platte 474 und zwingt die Platte in einen Ausschnitt
48o des Hauptteiles 456, wodurch die Platte in Arbeitsstellung gesperrt wird. Soll
jedoch der Anschlag 46o weggedreht werden, so daß die Schablone der Maschine entnommen
werden kann, ist es nur notwendig, die Platte 474 nach rechts gegen den Druck .der
Feder 478 zu bewegen (Fig. i3), bis die Platte aus dem Ausschnitt 48o herausbewegt
ist, worauf sie dann im Gegenzei,gersinn frei gedreht werden kann.
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Wie bereits erwähnt, sind die Ausmaße verschiedener Sohlen derselben
Schuhgattung im wesentlichen verhältnisgleich ohne Rücksicht auf die Größe :des
Schuhes. Es ist somit ersichtlich, daß für Sohlen derselben Schuhgattung das Verhältnis
der Weite zu der Länge bei Sohlen verschiedener Größen im wesentlichen unveränderlich
ist. Damit die Sohle gleichzeitig in .der Längs- und in der Breitenrichtung gemessen
wenden kann, ist der Hauptteil 456 der Meßvorrichtung auf einem Stift q.82 angebracht.
Der Stift 482 besitzt einen T-förmigen Kopf in Eingriff mit einer Führung 484, die
bezüglich der Sohlenachse in einem solchen Winkel steht, daß, wenn der Hauptteil
456 zur Anpassung an die Sohlenlänge in Längsrichtung bewegt wird, der Anschlag
46o ebenfalls in der Breitenrichtung um einen der Breitenveränderung entsprechenden
Betrag bewegt wird. Die Führung 484 ist dann richtig eingestellt, wenn der Tangens
des Winkels zwischen der Achse der Führung und der Sohlenmittellinie gleich dem
Verhältnis zwischen der Breite und der Länge von Sohlen derselben Gattung, aber
verschiedener Größe ist. Die Führung .184 ist verstellbar, da sie an ihrem einen
Ende durch den Stift 486 an einem Träger 488 (Fig. 4 und 6) angelenkt ist, wobei
der Träger mit der Stange 314 verbünden ist und gegen Längsbewegung gehalten wird.
Die Führung 484 ist an ihrem entgegengesetzten Ende auf den Träger 488 durch eine
Schraube 489 aufgeklemmt, die in einer Klemme 49i einge-.schraubt ist. Ein hakenförmiges
Ende der Klemme steht mit dem unteren bogenförmigen Rand des Trägers 488 in Eingriff.
Der Träger steht mit seinem unteren Ende mit einer Stange q.90 in Eingriff, -die
durch Ansätze 492 von dem Bein 2r8 des Vorderteilklemmtisches getragen wird.
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Muß auf Grund der Beschaffenheit des Werkstückes die Klemmvorrichtung
verschoben werden und somit die Vorderteilkleminvorrichtung in der Längsrichtung
der Sohle bewegt werden, so gleitet der Vorderteilklemmtisch der Stange 314 entlang,
wobei die Stange gegen axiale Bewegung gehalten wird. Die Stange 490, die die Ansätze
492 an dem Bein 2i8 des .Vorderteilklemmtisches miteinander verbindet, gleitet in
eine entsprechende Öffnung in dem unteren Ende des Trägers 488. Es ist augenscheinlich,
daß eine relative Verschiebung zwischen dem #Torderbeilklemmtisch und der entsprechenden
Meßvorrichtung eintritt, wenn die Vorderteilklemmvorrichtung und die Fersenteilkleminvorrichtung
relativ verschoben werden. Diese relative Bewegung jedoch erfolgt hei eingeklemmtem
Werkstück, in welcher Stellung der schlauchförmige Anschlag 46o zwischen den Klemmteilen
gehalten wird. Da jedoch diese Lehre zusammenklappbar ist, wenn sie eingeklemmt
wird, wird sie nicht so fest erfaßt, daß sie nicht zwischen den Klemmteilen gleiten
könnte, wenn diese bezüglich der Meßvorrichtung verschoben werden, so daß die Lehre
in keiner Weise beschädigt werden kann: Der Hauptteil 456 der Meßvorrichtung wird
durch eine Vierkantstange 494 betätigt und in richtiger Stellung gehalten. Die Stange
494 ist drehbar an einem Bolzen 496, der durch eine Mutter 498 fest an dem Ende
eines Schwinghebels 5oo angebracht ist. Der Schwinghebel 5oo ist in seiner Mitte
an dem Träger 488 durch einen Bolzen 502 (Fig. 4) drehbar befestigt. Eine Rolle
504 ist an dem Ende des Schwinghebels 5oo drehbar angebracht und steht in Eingriff
mit einer Gabel 5o6 (Fig. i), die mit ihrem Scheitel 5o8 an einer Stange 5io und
an ihren anderen Enden 512 an einer Stange 514 gleitbar ist. Beide Stangen sind
in dem oberen Maschinengestell gelagert. Wie, in Fig. 2 dargestellt, steht die Rolle
504 an dem Ende des Hebels 500 mit der ihr näheren Seite der Hebel in Eingriff,
wenn der Klemmtisch, der mittelbar den Hebel
5oo trägt, in seine
Werkstück etnpfangendeStellung ausgeschwungen ist, in welcher Stellung die Rolle
5o4 in Berührung mit beiden Seiten der Gabel 5o6 steht. Die Stellung der Gabel 5o6
längs der. Trägerstangen 51o, 514 bestimmt die Stellung, in der die Sohlenmeßvorrichtung
bewegt wird, wenn die Klemmtische in ihre Werkstück empfangende Stellung geschwungen
«-erden.
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Die Fersenteilkletnnivorrichtung besitzt ebenfalls eine der bereits
beschriebenen Vorrichtung ähnliche Meßvorrichtung. Da jedoch keine seitliche Verschiebungsmöglichkeit
der Fersenteilkleininvorrichtung bezüglich des Maschinengestelles besteht, kann
diese 1I%13-vorrichtung unmittelbar an dem Fersenteilklemmtisch selbst angebracht
werden und ist der Vorderteilmeßvorrichtung gleich mit der Ausnahme, daß der Breitenanschlag
des Fersenteiles und die Lehre 5I6 (Fig. 2) für das Fersenende der Sohle nicht drehbar
sind, sondern feststehen. Die Fersenteilmeßvorrichtung wird durch einen Hebel 518
betätigt, der an seiner 1litte durch einen Bolzen 522 an einem Ansatz
520 des Beines des Fersenteilklemmtisches drehbar befestigt ist (Fig.6).
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Wenn erwünscht, können die in Fig. 1.1, 15 und 16 dargestellten Vorderteil-
und Fersenteilv orrichtungen verwandt werden. Das Vorderteileinstellelement dieser
Meßvorrichtung besteht neben dein oben beschriebenen Finger 45o aus einem finit
der Innenfläche der Sohle in Berührung tretenden Glied 6o8 (Fig. 15) und einem mit
der Kante in Eingriff tretenden Glied 61o, die beide durch eine Schraube 612 mit
dem Hauptteil 456 der Meßvorrichtung drehbar verbunden sind. Das mit der Kante in
Eingriff tretende Glied 61o besteht aus einer Stange finit einem abgebogenen Ende.
Die Stange ist in einem Träger 614 drehbar und wird durch eine Feder 616 nach oben
gezwungen, so daß die Stange, wenn in Arbeitsstellung, in der Höhenrichtung der
Sohlenkante steht. Der Träger 614 wird gewöhnlich durch eine Feder 618 im Zeigersinne
zu bewegen versucht. Die Feder 618 ist mit einem Ende an einem Stift 62o des Trägers
614 un<1 mit ihrem anderen Ende an dein Hauptteil .156 bei 622 befestigt. Wie
in Fig. 15 angedeutet, wird das Glied6lo normaler Weise in seine Arbeitsstellung
gezwungen, die durch Eingriff eines Anschlages 624 an dein Träger 614 mit einem
verstellbaren Anschlag 626 bestimmt wird. Der Anschlag 626 ist in dein Häuptteil
.156 eingeschraubt und wird in eingestellter Lage durch eine Mutter 628 feStgehalten.
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Das mit der Innenfläche der Sohle in Eingriff tretende Glied 6o8 besitzt
eine begrenzte Drehbewegung bezüglich des Trägers 614 um die Schraube 612. Diese
Drehbwegung ist durch einen in dein Träger 614 festen Stift 63o begrenzt. Der Stift
630 erstreckt sich in einen Längsschlitz 632 in dem Teil 6o8. Der Teil 6o8
wird gewöhnlich durch eine Feder 634 nachgiebig in Arbeitsstellung gehalten. Ein
Ende der Feder liegt gegen .<len Stift62o, und das andere Ende steht mit eineeh
aufrechten Stift 636 des Gliedes 6o8 in Eingriff. Der mit der Sohle in Eingriff
tretende Teil des Gliedes 6o8 erstreckt sich unter die Sohle, wie in Fig. 15 dargestellt,
und trägt somit mit dem Vorderteil 6o2 der Schablone den Vorderteil der Sohle. Werden
die oberen und unteren Vorderteilklefninen 84 und 22 ztim Festkletninen der Sohle
auf der Schablone aufeinander zti bewegt, so werden die Meßvorrichtungsteile 6o8,
61o nacheinander von der Sohle durch eine besondere Vorrichtung wegbewegt. Der Schieber
372 (Fig. 1q.) besitzt nämlich einen an ihm drehbaren Finger 638, der nachgiebig
in seiner unteren Stellung gehalten wird und finit einem nicht dargestellten Arm
eines Hebels 6.4o in Eingriff treten kann. Der Hebel 64o ist in einem an dem Ansatz
592 festen Ständer 642 drehbar. Der andere Arm 644 des Hebels 64o tritt mit dein
oberen Teil des Stiftes 636 in Eingriff. Es ist ersichtlich, daß, wenn die Klemmteile
84 und 22 aufeinander zu bewegt werden, der Finger 638 den Hebel 640 so betätigt,
daß das Glied 6o8 ini Gegenzeigersinn hinsichtlich des Trägers 614 gedreht wird.
Diese Drehung bewirkt ein Andrängen der Sohlenkante gegen das benachbarte Glied
61o, wodurch die richtige seitliche Einstellung der Sohle auf der Schablone gewährleistet
wird. Nach dieser relativen Bewegung zwischen den Gliedern 6o8, 61o wird durch die
weitere Bewegung des Gliedes 6o8 von der Sohle hinweg das Glied 61o ebenfalls von
der Sohle hinwegbewegt. Somit werden die Glieder 6o8, 61o der Meßvorrichtung aus
der Bewegungsbahn der Klemme 8,4 bewegt, bevor der Vorderteil der Sohle erfaßt worden
ist.
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Der zum Messen des Fersenteiles bestimmte Teil der in Fig. 14, 15
und 16 dargestellten Soliletinießvorriclitung besteht aus einem quer auf dein Fer§entellkleinl
itl3CII 24 gleitbaren Block 646, dessen Bewegung durch eine Führung 648 bestimmt
wird, wobei die Führung selbst verstellbar und mittels einer Klemmschraube 65o an
dein Tisch 24 feststellbar ist.
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Die in Fig. 14, 15, 16 dargestellte Meßvorrichtung erleichtert das
1?inlegen der Sohle auf die Schablone, da sowohl die NIeßvorrichtungsteile für den
Vorder- als auch den Fersenteil der Sohle teilweise mit der Sohlenfläche und der
Sohlenkante in Berührung treten und somit ein Abrutschen der Sohle von der Schablone,
die beim Einlegen eines Werkstückes eine geneigte Lage einnimmt,
verhindert
wird. Die Möglichkeit des Abggleitens der Sohle ist besonders dann in starkem Maße
vorhanden, wenn der Vorderteil Goa der Schablone konvex geformt ist. In diesem Falle
wird die Außenseite der Sohle von der Schablone und die Innenseite von den Meßteilen
6o8! 61o gestützt, während der Fersenteil durch die Lehre 658 gehalten wird.
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Eine Rolle 5z4 (Fig. z) an dem unteren Ende des Hebels 518 steht mit
.einer Gabel 526 auf den Stangen 510, 5r4, ähnlich wie bei der Gabel
5o6, in Berührung. Es ist aus Fig. z ersichtlich, daß die Stellungen der verschiedenen
Lehren an der Fersenteil- und der Vorderteilklemmvorrichtung durch Bewegungen in
entgegengesetzten Richtungen verändert werden können, um sich größeren oder kleineren
Sohlen anzupassen, und somit müssen die Gabeln 5o6, 526 ebenfalls in entgegengesetzter
Richtung bewegt werden. Zu diesem Zwecke besitzen die Scheitel der Gabeln Zahnstangen
528 bzw. 53o, die mit Zahnrädern 532 bzw. 534 an einer Welle 536 in
Eingriff stehen (Fig. z und a). An dem äußeren Ende der Welle 536 ist das untere
Ende eines Steuerhebels 538 befestigt. Die Welle 536 und die Zahnräder 532, 534
befinden sich in einem Gehäuse 54o des Maschinengestelles. Durch Drehung der Zahnräder
532, 534 auf Grund einer entsprechenden Bewegung des Steuerhebels 538 werden
die Zahnstangen 5a8, 530
in entgegengesetzter Richtung bewegt. Das
Zahnrad 534 ist kleiner als das Zahnrad 532, und zwar ist das Verhältnis zwischen
dem großen und dem kleinen Zahnrad gleich dem Unterschied zwischen der Breitenvergrößerung
des Vorderteils und der Breitenvergrößerung des Absatzteiles von Sohlen verschiedener
Größen, jedoch von derselben Gattung.
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Der Steuerhebel 538 kann während der Tätigkeit der.Maschine verstellt
werden; jedoch wird die Meßvorrichtung durch die Betätigung des Steuerhebels nur
dann verstellt, wenn die die Meßvorrichtung tragende Klemmvorrichtung sich in ihrer
das Werkstück empfangenden Stellung befindet, in der die Rollen 504 und 5z4 sich
an dem untersten Teil der Gabeln 5o6, 526 befinden. Eine Bewegung des Steuerhebels
verursacht dann eine entsprechende Bewegung der Lehren auf der Klemmvorrichtung.
Wird der Steuerhebel in eine gewünschte Stellung bewegt, um die Maschine zur Bearbeitung
einer Sohle von verschiedenerGrößt als die vorher bearbeitete Sohle einzustellen,
bevor die Klemmvorrichtung weit genug ausgeschwungen ist, um mit einer Seite der
Gabel in Eingriff zu treten, so werden die Meßvorrichtungen nicht betätigt, bis
die Rollen an den Hebeln mit der jeweilig näheren Seite der Gabeln in Eingriff getreten
sind. Während die Klemmvorrichtungen in ihre das Werkstück empfangende Stellung
geschwungen werden, werden die Meßvorrichtungen durch die Schwinghebel betätigt,,
wobei deren Rollen der Schräglage der Seite der Gabel, mit der sie in Eingriff stehen,
folgen. Es ist somit ersichtlich, daß durch das Einstellen der Meßvorrichtung für
eine Sohle von anderer Größe als die der vorher bearbeiteten Sohle, die Meßvorrichtung
auf die Klemmvorrichtung selbsttätig eingestellt wird, wenn diese in ihre das Werkstück
empfangende Stellung geschwungen worden ist.
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Damit der Arbeiter den Steuerhebel 538 in richtiger Stellung zum Messen
und Einstellen der Sohlen einstellen kann, ist die Maschine mit Skalen versehen,
durch welche die richtige Einstellung des Hebels 538 bezüglich der Gattung und Größe
der Sohlen bestimmt werden kann (Fig.z5 und r6).
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Die Arbeitsweise der vorliegenden Maschine ist, kurz zusammengefaßt,
folgende: Eine der Gattung des zu bearbeitenden Werkstückes entsprechende Schablone
wird in die Maschine eingesetzt. Sodann werden die Skalen und der Steuerhebel 538
richtig eingestellt. Es sei angenommen, daß die Maschinenteile sich in der in Fig.
r dargestellten Stellung befinden. Der Klemmtisch auf der rechten Seite der Maschine
ist in seiner das Werkstück empfangenden Stellung. Der Arbeiter legt eine unbearbeitete
Sohle auf die Schablone, so daß der Spitzenteil der Sohle gegen den Finger 450 (Fig.
13) anliegt und die Seiten der Vorder- und Fersenteile mit den entsprechenden Lehren
in Eingriff stehen. Sodann wird die Maschine in Tätigkeit gesetzt. Die Klemmvorrichtung
wird, in ihre senkrechte Stellung zurückgeschwungen, in der der Klemmtisch bezüglich
der Klemmbacken gehoben und das Werkstück fest erfaßt wird. Weitere Bewegung der
Kurvenscheibenwelle 128 setzt die Formvorrichtung in Tätigkeit, die den Gelenkteil
der Sohle gegen und um den entsprechenden Teil der Schablone zwingt. Während der
folgenden Zurückbewegung des Formwerkzeuges wird der Klemmtisch bezüglich der Klemmbacken
gesenkt und dann nach' außen geschwungen, in welcher Stellung der Arbeiter das fertigbearbeitete
Werkstück aus der Maschine herausnimmt und ein neues Werkstück auf die Schablone
aufsetzt. Diese Beschreibung bezieht sich nur auf den Kreislauf der Tätigkeit auf
einer Seite der Maschine, und zwar wenn eine Schablone, wie in Fig. r dargestellt,
verwandt wird. Essei jedoch darauf hingewiesen, daß, während der Arbeiter eine fertigbearbeitete
Sohle von der Schablone abnimmt und eine unbearbeitete Sohle auf die Schablone auflegt,
die Formtätigkeit in dem anderen
Satz der Maschine vonstatten geht.
Ein Klemmtisch befindet sich somit in seiner das Werkstück empfangenden Stellung,
während der andere Klemmtisch in senkrechter Stellung ist, in der die Sohle festgeklemmt
und bearbeitet wird und umgekehrt. Werden mit der Maschine Sohlen bearbeitet, für
die eine in Fig. 9 dargestellte Schablone verwandt werden muß, so ist die Tätigkeit
der Maschine dieselbe, wie die oben beschriebene Tätigkeit mit der Ausnahme, daß
die Fersenteilkleminvorrichtung bezüglich der Vorderteilkleminvorrichtung gesenkt
wird, um eine Sohle herzustellen, deren Gelenkteil schräg bezüglich des Vorderteils
angeordnet ist.