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Überholmaschine. Die Priorität der Anmeldung in den Vereinigten Staaten
von Amerika vom 1g. März 1923 ist in Anspruch genommen. Die gebräuchlichen Überholmaschinen
zur Vorbereitung des Werktstückes zum Zwicken wirken mit drei oder mehr Greifern
auf den vorderen Teil des Schuhes; um den Schaft auf dem Leisten zurechtzurücken
und vorläufig zu spannen. Am Gelenkteile des Schuhes pflegt der Überholer die Handzange
anzuwenden, weil hier die starke Einwärtskrümmung des Leistens, insbesondere an
der Schuhinnenseite, besondere Schwierigkeiten verursacht. Hier darf der Schaftrand
nicht senkrecht zur Mittelebene des Schuhes übergeholt werden, sondern muB, um sackige
Gelenke zu vermeiden, etwa senkrecht zur Sohlenkante einwärts gezogen werden.
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Vorliegende Erfindung betrifft nun eine Maschine, welche geeignet
ist, nach dem Überholen des Schuhvorderteiles den Gelenkteil hinter der Ballenlinie
überzuholen. Die richtige Stellung und Bewegung der überholzangen wird durch eine
Drehbewegung der Zange erzielt, die diese etwa parallel der Sohlenkante stellt.
An sich ist es bekannt, bei Überholmaschinen die Zangen drehbar anzuordnen und sie
auch zwangläufig zu drehen; aber es war nicht bekannt, die Zangen selbsttätig so
einzustellen, daß sie nach dem Erfassen des Schaftrandes ungefähr parallel der Sohlenkante
stehen, so daB also die hinteren Enden der Greiferbacken näher an die Mittelebene
des Leistens heranbewegt werden als die vorderen Enden der Zangenbacken.
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Bei den älteren Au:fzwickmaschinen, welche die Überhol- und Aufzwickarbeit
zusammen ausführen, war eine drehbare Anordnung der Zangen üblich, sofern solche
angewandt wurden, wobei durch den Widerstand des Schaftrandes eine Schwenkbewegung
der Zangen hervorgebracht wurde. Dabei ist es aber unmöglich, den Schaft unter Spannung
richtig in das Gelenk hineinzuziehen, weil die Zangen lose schwingbar sind und nicht
durch die Maschinenarbeit in die richtige Stellung hineingezwungen werden.
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Eine Schwierigkeit ergibt sich beider Ausführung der Erfindung insofern,
als die Überholmaschine der Regel nach die Schuhe paarweise zu bearbeiten hat, so
daß also abwechselnd
rechte und linke Schuhe der Maschine dargeboten
werden, was einen j edesmaligen Wechsel in der Einstellung der Zangen bedingt. Dieser
Wechsel wird gemäß .der Erfindung bei aufeinanderfolgend-en Werkstücken selbsttätig
vorgenommen. Bei Maschinen zum Aufzwicken des Vorderteiles sind ähnliche Einrichtungen
bekannt, nicht aber bei den Maschinen zum Überholen des Gelenkes.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der
Erfindung dargestellt, welches in der allgemeinen Bauart den bekannten Überholmaschinen
entspricht (vgl. amerikanisches Patent I O29 387). Die Maschine besitzt aber keine
Spitzengreifer, und die Seitengreifer sind entsprechend der mittels dieser Maschine
durchzuführenden Arbeit weiter nach hinten gelegt.
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Abb. i ist eine Seitenansicht des Maschinenkopfes, Abb.2 eine Vorderansicht.
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Abb. 3 zeigt die Greifer, die Überschieber und die Nagelvorrichtungen
von unten gesehen, teilweise im Schnitt.
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Abb.4 ist eine Vorderansicht eines der Überschieber mit der Nagelvorrichtung.
Abb. 5 ist eine Seitenansicht in größerem Maßstabe, teilweise im Schnitt.
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Abb. 6 ist ein Schnitt nach der Linie 6-6 der Abb. 5.
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Abb. 7 ist ein Schnitt nach Linie 7-7 der Abb. 5.
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Abb. 8 ist ein Schnitt nach Linie 8-8 der Abb. 4.
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Abb. 9 ist ein Schnitt nach Linie 9-9 der Abb. B.
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Abb. io zeigt einen Teil der Abb. 3 in abweichender Stellung.
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Abb. i i zeigt das Werkstück mit einer schematischen Angabe der Bewegung
der Zangen bei der Durchführung der Arbeit.
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Die aus je zwei Backen bestehenden Greifer 72 (Abb. i i) haben bei
Beginn der Arbeit die außen punktiert gezeichnete Lage, in welche der Schaftrand
des vorn übergeholten Werkstückes bequem eingeführt werden kann. Die Zangen bewegen
sich dann nach dem Erfassen des Schaftrandes einwärts und drehen sich dabei in die
mittlere punktierte Stellung. Der linke, an der Innenseite des Schaftes anfassende
Greifer erhält eine selbsttätige Verwindung oder Drehung um seine Achse, so :daß
er den Schaftrand etwa senkrecht zu der an dieser Stelle stark gekrümmten Kante
überzieht und nach der Spitze des Schuhes vorwärts bringt. Der auf die rechte, wenig
gekrümmte Schuhseite wirkende Greifer kann sich frei entsprechend dem Widerstandedes
Leders einstellen. Der Schaftrand wird dann übergeschoben und beiderseits durch
je zwei Stifte befestigt, worauf die Zangen sich öffnen und die mit vollen Linien
gezeichnete Lage annehmen. Dann kehrt die Maschine in die Anfangslage zurück.
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Die Maschine besitzt einen Sohlendrücker :2 mit seitlichen Füßen 4
und einem vorderen Fortsatz 6, der einen Anschlag für die Schuhspitze bildet, um
die Längslage des Werkstückes in der Maschine zu bestimmen. Der Halter 8 des Sohlendrückers
ist um die Welle io schwingbar und wird durch eine Kurvenscheibe 14 auf dem Ende
der Hauptwelle 16 gedreht, um dem Sohlendrücker und dem Schuh .nach dem Anlassen
der Maschine eine kurze Abwärtsbewegung zu erteilen. Der Halter besitzt eine Rolle
12, die durch eine vorn angreifende Feder 17 gegen die Kurvenscheibe 14 gedrückt
wird. Im Gegensatz zu der üblichen Überholmaschine führt der Sohlendrücker keine
selbsttätige Längsbewegung aus. Er kann jedoch in bekannter Weise durch einen Hebelarm
z8 in der Längsrichtung des Schuhes eingestellt werden. Der Hebelarm 18 (Abb. 5)
trägt eine Klemmschraube 2o, die in einer Kreisführung 22 verschiebbar ist und durch
eine Klemmutter 24 in gewünschter Lage festgestellt werden kann. Nach der Seite
und nach unten wird das Werkstück durch ein bügelförmiges Glied 26 und eine Rolle
28 gestützt. Dieses Glied ist durch Zapfen 30 mit einer Stange 32 verbunden,
welche eine Führungsplatte 34 (Abb. 2) des Sohlendrückers umfaßt und oben an einem
Hebel 44 aufgehängt ist, der um einen festen Zapfen 38 schwingbar ist und durch
eine Stange 46 mit dem Anlaßtrethebel verbunden ist, derart, daß beim Anlassen der
Maschine die Werkstückstütze nach oben gezogen wird. Der Bügel 26 kann in die punktierte
Lage (Abb. r) geschwenkt werden, um das Einlegen des Werkstückes zu erleichtern.
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Die Greifer 72 werden von Greifergehäusen 74 in bekannter Weise getragen,
die durch kugelige Köpfe an den Greiferhebeln 76 angeschlossen sind. Die Greiferhebel
sind um einen festen Zapfen schwingbar und am hinteren Ende durch Federn,78 mit
einem Schieber 8o verbunden, der durch eine Kurvenscheibe auf der Welle 16 bewegt
wird, um die Greifer nach oben zu bewegen und den Schaft anzuziehen.
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Der an der inneren Seite des Werkstückes anfassende Greifer erhält
nun eine gegen die Schuhspitze hin gerichtete Drehbewegung, wenn der Greifer angezogen
wird. Diese Drehbewegung wird von-einer im Maschinengestell gelagerten Schwingwelle
82 (Abb. 3 und 5) abgeleitet, an der ein Zahnrad 84 befestigt ist, welches in eine
mit einem der Greifer verbundene schräge Zahnstange 86 eingreift. Auf der Welle
82 ist eine Muffe 88
drehbar, die zu einem Zahnrad 9o ausgebildet
ist, welches mit einer zweiten Zahnstange 92 (Abb. 5) in Eingriff steht, die mit
dem anderen Greifer verbunden ist. Die beiden Zahnstangen 86 und 92, von denen nur
eine in Abb. 5 deutlich erkennbar ist, stehen oben mit den zugehörigen Zahnrädern
in Eingriff. Je nachdem die Welle 82 oder die Muffe 88 von der Maschine aus gedreht
wird, wird der eine oder der andere Greifer vorwärts geschoben und dabei durch eine
unten beschriebene Einrichtung gedreht.
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Die Verbindung der Zahnstangen mit den Greifergehäusen erfolgt durch
an den Zahnstangen sitzende schräge Führungen 94, in welchen Schieber 96 (Abb. i
o) verschiebbar sind. Die Schieber sind durch parallel den Greiferstangen stehende
Zapfen 98 mit anderen Schiebern ioo verbunden, deren T-förmiger Kopf in eine in
der Längsrichtung der Greiferstange verlaufende Führung eingreift. Diese ungefähr
senkrecht zueinander stehenden Führungen lassen eine Aufwärtsbewegung der Greifer
durch Verschiebung längs der Schieber ioo und eine Seitwärtsbewegung der Greifer
durch Bewegung der Schieber 96 in den Führungen 94 zu.
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Die zur Vorwärtsbewegung der Greifer nach der Schuhspitze hin erforderliche
Bewegung der Führungen 94 wird durch Drehbewegung des Zahnrades 84 bzw. 9o hervorgebracht.
Die Bewegung des Zahnrades 84 erfolgt durch einen Zahnbogen 1o2 (Abb. 5), der mit
einem am Ende der Welle 82 befestigten Zahnbogen 104 in Eingriff steht. Die Drehung
der Muffe 88 erfolgt durch eine Verzahnung 1o6 (Abb. 3), die mit einem Zahnbogen
1o8 (Abb. 6) in Eingriff steht. Die beiden Zahnbögen 1o2 und io8 sind um eine im
Maschinengestell feste Achse drehbar (Abb. 5). Die Rückbewegung der Welle 82 bzw.
der Muffe 88 erfolgt durch Torsionsfedern i io, 112 (Abb. 3), die bei der Vorwärtsbewegung
gespannt werden und die-Greifer gewöhnlich in einer bestimmten Anfangslage halten.
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Die Vorwärtsbewegung der beiden Zahnbögen 102 und io8 wird von einem
Schieber 114 abgeleitet (Abb. i und 5), der im Maschinengestell wagerecht geführt
ist und durch eine Kurvenscheibe 116 auf der Welle 16 hin und her bewegt wird. Der
Schieber macht eine Bewegung nach links (Abb. i), wenn die Greifer ihre Anzugsbewegung
ausführen. An dem Schieber 114 ist durch Zapfen 134 eine Konsole i 18 drehbar angebracht
(Abb. 5 bis 7), die eine Achse i2o trägt. Auf der Achse sind Arme 122 drehbar, die
durch Schlitze und Schrauben 124 mit Platten 126 verbunden sind. Die Platten sind
zur Sicherung der ihnen gegebenen Einstellung unten verzahnt (Abb. 5) und sind am
vorderen Ende mit einer stufenförmigen Erhöhung i28 versehen. Die Platten 126 wirken
mit den hakenförmigen, nach unten ragenden Enden von Armen 130 zusammen, welche
einstellbar an Kurbelarmen 132 angelenkt sind, die die Zahnbögen i o:2 bzw. i o8
tragen. Die Arme I 3o besitzen seitliche Vorsprünge 142 (Abb. 5 und 6), die auf
einer am Maschinengestell festen Schiene 144, 146 aufliegen, wodurch die Abwärtsbewegung
der Arme 13o begrenzt wird. Die Platten 126 können gehoben und gesenkt werden. Wenn
eine Platte sich in ihrer oberen Lage befindet, so trifft bei der Linksbewegung
des Schiebers 114 die Schulter 128 mit dem Ende des zugehörigen Armes 130 zusammen
und bewegt diesen nach links, so daß eine Vorwärtsbewegung des dazugehörigen Greifers
erzielt wird. Die Größe dieser Vorwärtsbewegung kann durch Einstellung der Platten
126 in der Längsrichtung geregelt werden. Um die Vorwärtsbewegung nur dem einen
an der inneren Seite des Werkstückes anliegenden Greifer zu erteilen, ist eine selbsttätige
Schaltvorrichtung angewandt, welche die Arme 122 abwechselnd bei den aufeinanderfolgenden
Arbeitsgängen der Maschine in die obere wirksame Lage bringt. Diese Schaltvorrichtung
besteht aus zwei Sternrädern 136, welche auf dem Zapfen 134 befestigt sind und gegen
abwärts gerichtete Knaggen 138 der Arme 122 treffen. Federn 14o drücken die Arme
122 nach unten und halten die Knaggen in Eingriff mit den Sternrädern. Die Zähne
der Sternräder sind versetzt, derart, daß durch das eine Sternrad der eine Arm 122
angehoben wird, während die Knagge des anderen Armes in eine Zahnlücke des andern
Sternrades einfällt, so daß dieser Arm seine unwirksame Tieflage annimmt. Bei jedem
Arbeitsgang der Maschine werden die Sternräder um eine halbe Zahnteilung weiter
gedreht, und zwar durch ein Schaltrad 152 auf der Welle 134, in welches eine Schaltklinke
150 eines um die Welle 134 schwingenden Klinkenträgers 148 einfällt (Abb.
5 und 7). Der Klinkenträger besitzt eine einstellbare Anschlagschraube 154, die
bei der Rechtsbewegung des Schiebers 114 gegen einen festen Anschlag 156 trifft,
wodurch das Schaltrad um eine Zahnteilung weiter bewegt wird. Eine am Klinkenträger
angreifende Feder 148 dreht den Klinkenträger zurück. Diese Rückwärtsbewegung wird
durch eine am Klinkenträger angelenkte Schraubenspindel 16o begrenzt, die einstellbare
Muttern 164 trägt, welche gegen einen Anschlag 162 treffen .und so eingestellt
werden, daß bei der Bewegung nach links die Schaltklinke hinter dem nächsten Zahn
des Schaltrades 152 einfällt. Auf diese Weise wird erreicht, daß
bei
aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen ab-,vechselnd der eine oder der andere Seitengreifer
vorwärts bewegt wird.
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Damit der Arbeiter erkennen kann, ob die Maschine für die Bearbeitung
rechter oder linker Schuhe eingestellt ist, sind am Maschinengestell zwei Hebel
166, 158 angelenkt, die die Aufschrift »rechts« (right) und »links« (left) tragen.
Lenkstücke i7o verbinden diese Hebel mit senkrecht zu ihnen stehenden anderen Hebeln
172, deren nach unten gerichtete Vorsprünge 174 auf seitlichen Vorsprüngen
der Platten 126 unter der Wirkung von Federn 175 (Abb. 5) aufruhen. Wenn die eine
oder die andere Platte 126 in wirksame Lage angehoben wird, so wird der dazugehörige
Hebel 166 oder 168 ebenfalls angehoben, derart, daß seine Inschrift hinter einer
Platte 176 (Abb. 7) zum Vorschein kommt. Falls ausnahmsweise mehrere rechte oder
linke Schuhe hintereinander bearbeitet werden sollen, so muß der Arbeiter den Klinkenträger
148 mit der Hand verstellen, um die Sternräder um eine weitere halbe Teilung vorwärts
zudrehen. Bei der Vorwärtsbewegung des inneren Greifers erhält dieser noch eine
Drehung -um eine etwa senkrecht zum Schuhboden stehende Achse. Dies erfolgt durch
am Maschinengestell feste, keilförmig zugeschärfte Anschlagschienen 18o (Abb. 3
und io), gegen welche ein Stift 182 an einem seitlichen Arm des Schiebers ioo trifft,
wenn der Greifer sich vorwärts bewegt. Dadurch wird eine Drehung .des Schiebers
ioo um den Zapfen 98 herbeigeführt, welche vermöge der T-förmig gestalteten Führung
des Schiebers ioo eine Drehung des Greifers um seine Längsachse zur Folge hat.
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Die Anschlagfläche der Schiene iSo steht etwa parallel zur Führung
94, so daß während der Einwärts- oder Überholbewegung der Greifer keine Drehung
eintritt. Diese Einwärts- oder Überholbewegung der Greifer erfolgt durch die üblichen
Mittel, und zwar federnd nach innen und zwangläufig nach außen. Die Bewegung nach
außen erfolgt durch eine Stange 188 (Abb. 5), wenn diese sich nach rechts bewegt.
Eine Bewegung der .Stange nach links gibt die Greifer frei, so daß .die Überholfedern
zur Wirkung kommen. Die Bewegung der Stange 188 erfolgt durch einen Schieber igo,
der durch Zahnstange 192 und Zahnrad 194 von der Maschine aus bewegt wird.
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Am hinteren Ende des Schiebers igo ist durch Zapfen 196 ein Hebel
198 angebracht, dessen Knagge 2öo mit einem Vorsprung 2o2 der Stange 188 zusammentrifft;
eine Feder 204 sucht diesen Hebel 198 herabzudrücken. Der Schieber igo hält die
Stange 188 in vorgerückter Lage, wobei die Greifer auseinandergespreizt sind. Wird
der Hebel z98 aufwärts geschwungen, so gibt er .den Vorsprung 2o2 frei. Diese Aufwärtsbewegung
erfolgt durch einen Hebel 2o6 an einer Schwingwelle 2o8, dessen seitlicher Fortsatz
2io unter den Hebel 198 greift. Ein fester Arm 2i2 der Schwingwelle-2o8 faßt mit
einem Stift 214 in einen Schlitz eines Hebels 216 (Abb. 5 und 6), dessen abwärts
gerichteter Arm mit dem Ende der Stange i2o zusammentrifft, die, wie oben erwähnt
ist, von der mit dem Schieber 114 bewegten Konsole 118 getragen wird. Die Einrichtung
ist so getroffen, daß die Stange i2o mit dem Hebel 216 zusammentrifft, wenn der
Schieber 114 nahezu das Ende seiner Bewegung nach links erreicht hat, so. daß bei
weiterer Bewegung des Schiebers eine Drehung des Hebels 216 erfolgt, die die Freigabe
der Stange 188 hervorbringt. Somit tritt die überziehbewegung im wesentlichen am
Ende der Anzugsbewegung und Vorwärtsbewegung der Greifer ein. Wenn die Teile in
ihre Ausgangslage zurückkehren, so schnappt die Knagge 20o wieder hinter dem Vorsprung
202 ein und führt den Rückgang der Stange 188 herbei.
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Die auch die Nagelvorrichtungen tragenden Überschieber sind, wie üblich,
an Armen 218 (Abb.2) angebracht, die vom Schieber igo seitlich bewegt werden. In
den Armen 218 sind Treiberstangen 22o geführt, die in bekannter Weise angehoben
und durch Schlagfedern niedergedrückt werden. Der Überschieber- und Nagelblock 22q.
ist am unteren Ende des Armes 2i8 durch einen Zapfen 222 drehbar angebracht. Er
wird durch eine in den Zapfen 222 eingreifende Schraube226 gehalten (Abb.4). An
dem Block 22q. ist ein Nagelhalter 228 üblicher Art angebracht, .dem die Nägel in
bekannter Weise zugeleitet werden. Die Treiber 23o sind an einem Kopf 232 befestigt,
auf' den ein an der Nagelstange 22o angebrachter Treibkopf 23q. einwirken kann,
und zwar bei jeder möglichen Winkelstellung des Blockes 2.24 gegenüber dem Arm 2i8.
Der Block trägt ferner den Überschieber 236, dessen Stiel 238 in einer Buchse eines
Halters 24o drehbar und verschiebbar ist. Der Halter 240 ist durch einen Zapfen
242 mit dem Block 224 verbunden und wird durch eine Feder 224 in der in Abb.4 gezeichneten
Lage erhalten. Diese Feder läßt eine Aufwärtsbewegung des Schiebers 236 beim Zusammentreffen
mit dem Schuh zu. Infolge der Verbindung mit dem Stiel238 kann der Überschieber
sich der Neigung des Schuhbodens anpassen. Diese Drehbewegung des Überschiebers
wird durch ein Klemmglied 246 begrenzt, das am äußeren Stielende befestigt
ist
und rittlings über eine am Halter befestigte Platte 248 greift. Eine Feder 25o,
welche den Überschieber nach vorn drückt, läßt eine nachgiebige Rückwärtsbewegung
beim Zusammentreffen mit dem Schuh zu. Die Drehung des Blockes um den Zapfen 222
wird selbsttätig und zwangläufig herbeigeführt, so daß der Überschieber eine Bewegung
ausführt, die eine gegen die Schuhspitze gerichtete Komponente hat, so daß er sich
im wesentlichen senkrecht zur Sohlenkante vorwärts bewegt und die beiden Nägel in
gleicher Entfernung von der Sohlenkante eingetrieben werden. Dies wird durch Kurvenstücke
254 (Abb. 4 und 8) hervorgebracht, weiche auf Rollen 264 einwirken. Letztere werden
von Hebeln 256 getragen, die um Zapfen 258 an den Armen 218 drehbar sind und mit
Vorsprüngen 26o in eine Schlitzführung von Armen 262 eingreifen, die an den Blöcken
224 befestigt sind. Federnde Drücker 274 halten die Rollen 264 in Eingriff mit den
Kurvenstücken. Wenn der Überschieber sich vorwärts gegen den Schuh hin bewegt, so
läuft die Rolle 264 die Kurvenfläche 254 herauf, und :dadurch wird die gewünschte
Drehung der Nagelblöcke erreicht.
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Der auf die innere Seite des Schuhes einwirkende Überschieber muß
entsprechend der größeren Krümmung der Sohlenkante an dieser Stelle eine größere
Drehung ausführen als der äußere Überschieber. Zu diesem Zweck sind die Kurvenstücke
mit zwei Kurvenflächen a, b (Abb. 9) verschiedener Steigung versehen und
im Maschinengestell drehbar angebracht, derart, daß abwechselnd die eine oder andere
Fläche a bzw. b zur Einwirkung kommt. Die Umstellung der Kurvenstücke erfolgt durch
Hebelarme 266, die durch Lenker 268 mit Armen 27o verbunden sind, welche an der
Welle 82 bzw. der Muffe 88 angeklemmt sind (Abb. 3). Da, wie oben erwähnt ist, diese
beiden Teile abwechselnd eine Drehbewegung erhalten, wird eine entsprechende Steuerung
der Kurvenstücke 254 erreicht und dadurch die Veränderung der Drehung der Überschieber
hervorgebracht.