DE445187C - UEberholmaschine - Google Patents

UEberholmaschine

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DE445187C
DE445187C DEU8419D DEU0008419D DE445187C DE 445187 C DE445187 C DE 445187C DE U8419 D DEU8419 D DE U8419D DE U0008419 D DEU0008419 D DE U0008419D DE 445187 C DE445187 C DE 445187C
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movement
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machine according
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DEU8419D
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D13/00Machines for pulling-over the uppers when loosely laid upon the last and tacking the toe end

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  • Specific Conveyance Elements (AREA)

Description

  • Überholmaschine. Die Priorität der Anmeldung in den Vereinigten Staaten von Amerika vom 1g. März 1923 ist in Anspruch genommen. Die gebräuchlichen Überholmaschinen zur Vorbereitung des Werktstückes zum Zwicken wirken mit drei oder mehr Greifern auf den vorderen Teil des Schuhes; um den Schaft auf dem Leisten zurechtzurücken und vorläufig zu spannen. Am Gelenkteile des Schuhes pflegt der Überholer die Handzange anzuwenden, weil hier die starke Einwärtskrümmung des Leistens, insbesondere an der Schuhinnenseite, besondere Schwierigkeiten verursacht. Hier darf der Schaftrand nicht senkrecht zur Mittelebene des Schuhes übergeholt werden, sondern muB, um sackige Gelenke zu vermeiden, etwa senkrecht zur Sohlenkante einwärts gezogen werden.
  • Vorliegende Erfindung betrifft nun eine Maschine, welche geeignet ist, nach dem Überholen des Schuhvorderteiles den Gelenkteil hinter der Ballenlinie überzuholen. Die richtige Stellung und Bewegung der überholzangen wird durch eine Drehbewegung der Zange erzielt, die diese etwa parallel der Sohlenkante stellt. An sich ist es bekannt, bei Überholmaschinen die Zangen drehbar anzuordnen und sie auch zwangläufig zu drehen; aber es war nicht bekannt, die Zangen selbsttätig so einzustellen, daß sie nach dem Erfassen des Schaftrandes ungefähr parallel der Sohlenkante stehen, so daB also die hinteren Enden der Greiferbacken näher an die Mittelebene des Leistens heranbewegt werden als die vorderen Enden der Zangenbacken.
  • Bei den älteren Au:fzwickmaschinen, welche die Überhol- und Aufzwickarbeit zusammen ausführen, war eine drehbare Anordnung der Zangen üblich, sofern solche angewandt wurden, wobei durch den Widerstand des Schaftrandes eine Schwenkbewegung der Zangen hervorgebracht wurde. Dabei ist es aber unmöglich, den Schaft unter Spannung richtig in das Gelenk hineinzuziehen, weil die Zangen lose schwingbar sind und nicht durch die Maschinenarbeit in die richtige Stellung hineingezwungen werden.
  • Eine Schwierigkeit ergibt sich beider Ausführung der Erfindung insofern, als die Überholmaschine der Regel nach die Schuhe paarweise zu bearbeiten hat, so daß also abwechselnd rechte und linke Schuhe der Maschine dargeboten werden, was einen j edesmaligen Wechsel in der Einstellung der Zangen bedingt. Dieser Wechsel wird gemäß .der Erfindung bei aufeinanderfolgend-en Werkstücken selbsttätig vorgenommen. Bei Maschinen zum Aufzwicken des Vorderteiles sind ähnliche Einrichtungen bekannt, nicht aber bei den Maschinen zum Überholen des Gelenkes.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt, welches in der allgemeinen Bauart den bekannten Überholmaschinen entspricht (vgl. amerikanisches Patent I O29 387). Die Maschine besitzt aber keine Spitzengreifer, und die Seitengreifer sind entsprechend der mittels dieser Maschine durchzuführenden Arbeit weiter nach hinten gelegt.
  • Abb. i ist eine Seitenansicht des Maschinenkopfes, Abb.2 eine Vorderansicht.
  • Abb. 3 zeigt die Greifer, die Überschieber und die Nagelvorrichtungen von unten gesehen, teilweise im Schnitt.
  • Abb.4 ist eine Vorderansicht eines der Überschieber mit der Nagelvorrichtung. Abb. 5 ist eine Seitenansicht in größerem Maßstabe, teilweise im Schnitt.
  • Abb. 6 ist ein Schnitt nach der Linie 6-6 der Abb. 5.
  • Abb. 7 ist ein Schnitt nach Linie 7-7 der Abb. 5.
  • Abb. 8 ist ein Schnitt nach Linie 8-8 der Abb. 4.
  • Abb. 9 ist ein Schnitt nach Linie 9-9 der Abb. B.
  • Abb. io zeigt einen Teil der Abb. 3 in abweichender Stellung.
  • Abb. i i zeigt das Werkstück mit einer schematischen Angabe der Bewegung der Zangen bei der Durchführung der Arbeit.
  • Die aus je zwei Backen bestehenden Greifer 72 (Abb. i i) haben bei Beginn der Arbeit die außen punktiert gezeichnete Lage, in welche der Schaftrand des vorn übergeholten Werkstückes bequem eingeführt werden kann. Die Zangen bewegen sich dann nach dem Erfassen des Schaftrandes einwärts und drehen sich dabei in die mittlere punktierte Stellung. Der linke, an der Innenseite des Schaftes anfassende Greifer erhält eine selbsttätige Verwindung oder Drehung um seine Achse, so :daß er den Schaftrand etwa senkrecht zu der an dieser Stelle stark gekrümmten Kante überzieht und nach der Spitze des Schuhes vorwärts bringt. Der auf die rechte, wenig gekrümmte Schuhseite wirkende Greifer kann sich frei entsprechend dem Widerstandedes Leders einstellen. Der Schaftrand wird dann übergeschoben und beiderseits durch je zwei Stifte befestigt, worauf die Zangen sich öffnen und die mit vollen Linien gezeichnete Lage annehmen. Dann kehrt die Maschine in die Anfangslage zurück.
  • Die Maschine besitzt einen Sohlendrücker :2 mit seitlichen Füßen 4 und einem vorderen Fortsatz 6, der einen Anschlag für die Schuhspitze bildet, um die Längslage des Werkstückes in der Maschine zu bestimmen. Der Halter 8 des Sohlendrückers ist um die Welle io schwingbar und wird durch eine Kurvenscheibe 14 auf dem Ende der Hauptwelle 16 gedreht, um dem Sohlendrücker und dem Schuh .nach dem Anlassen der Maschine eine kurze Abwärtsbewegung zu erteilen. Der Halter besitzt eine Rolle 12, die durch eine vorn angreifende Feder 17 gegen die Kurvenscheibe 14 gedrückt wird. Im Gegensatz zu der üblichen Überholmaschine führt der Sohlendrücker keine selbsttätige Längsbewegung aus. Er kann jedoch in bekannter Weise durch einen Hebelarm z8 in der Längsrichtung des Schuhes eingestellt werden. Der Hebelarm 18 (Abb. 5) trägt eine Klemmschraube 2o, die in einer Kreisführung 22 verschiebbar ist und durch eine Klemmutter 24 in gewünschter Lage festgestellt werden kann. Nach der Seite und nach unten wird das Werkstück durch ein bügelförmiges Glied 26 und eine Rolle 28 gestützt. Dieses Glied ist durch Zapfen 30 mit einer Stange 32 verbunden, welche eine Führungsplatte 34 (Abb. 2) des Sohlendrückers umfaßt und oben an einem Hebel 44 aufgehängt ist, der um einen festen Zapfen 38 schwingbar ist und durch eine Stange 46 mit dem Anlaßtrethebel verbunden ist, derart, daß beim Anlassen der Maschine die Werkstückstütze nach oben gezogen wird. Der Bügel 26 kann in die punktierte Lage (Abb. r) geschwenkt werden, um das Einlegen des Werkstückes zu erleichtern.
  • Die Greifer 72 werden von Greifergehäusen 74 in bekannter Weise getragen, die durch kugelige Köpfe an den Greiferhebeln 76 angeschlossen sind. Die Greiferhebel sind um einen festen Zapfen schwingbar und am hinteren Ende durch Federn,78 mit einem Schieber 8o verbunden, der durch eine Kurvenscheibe auf der Welle 16 bewegt wird, um die Greifer nach oben zu bewegen und den Schaft anzuziehen.
  • Der an der inneren Seite des Werkstückes anfassende Greifer erhält nun eine gegen die Schuhspitze hin gerichtete Drehbewegung, wenn der Greifer angezogen wird. Diese Drehbewegung wird von-einer im Maschinengestell gelagerten Schwingwelle 82 (Abb. 3 und 5) abgeleitet, an der ein Zahnrad 84 befestigt ist, welches in eine mit einem der Greifer verbundene schräge Zahnstange 86 eingreift. Auf der Welle 82 ist eine Muffe 88 drehbar, die zu einem Zahnrad 9o ausgebildet ist, welches mit einer zweiten Zahnstange 92 (Abb. 5) in Eingriff steht, die mit dem anderen Greifer verbunden ist. Die beiden Zahnstangen 86 und 92, von denen nur eine in Abb. 5 deutlich erkennbar ist, stehen oben mit den zugehörigen Zahnrädern in Eingriff. Je nachdem die Welle 82 oder die Muffe 88 von der Maschine aus gedreht wird, wird der eine oder der andere Greifer vorwärts geschoben und dabei durch eine unten beschriebene Einrichtung gedreht.
  • Die Verbindung der Zahnstangen mit den Greifergehäusen erfolgt durch an den Zahnstangen sitzende schräge Führungen 94, in welchen Schieber 96 (Abb. i o) verschiebbar sind. Die Schieber sind durch parallel den Greiferstangen stehende Zapfen 98 mit anderen Schiebern ioo verbunden, deren T-förmiger Kopf in eine in der Längsrichtung der Greiferstange verlaufende Führung eingreift. Diese ungefähr senkrecht zueinander stehenden Führungen lassen eine Aufwärtsbewegung der Greifer durch Verschiebung längs der Schieber ioo und eine Seitwärtsbewegung der Greifer durch Bewegung der Schieber 96 in den Führungen 94 zu.
  • Die zur Vorwärtsbewegung der Greifer nach der Schuhspitze hin erforderliche Bewegung der Führungen 94 wird durch Drehbewegung des Zahnrades 84 bzw. 9o hervorgebracht. Die Bewegung des Zahnrades 84 erfolgt durch einen Zahnbogen 1o2 (Abb. 5), der mit einem am Ende der Welle 82 befestigten Zahnbogen 104 in Eingriff steht. Die Drehung der Muffe 88 erfolgt durch eine Verzahnung 1o6 (Abb. 3), die mit einem Zahnbogen 1o8 (Abb. 6) in Eingriff steht. Die beiden Zahnbögen 1o2 und io8 sind um eine im Maschinengestell feste Achse drehbar (Abb. 5). Die Rückbewegung der Welle 82 bzw. der Muffe 88 erfolgt durch Torsionsfedern i io, 112 (Abb. 3), die bei der Vorwärtsbewegung gespannt werden und die-Greifer gewöhnlich in einer bestimmten Anfangslage halten.
  • Die Vorwärtsbewegung der beiden Zahnbögen 102 und io8 wird von einem Schieber 114 abgeleitet (Abb. i und 5), der im Maschinengestell wagerecht geführt ist und durch eine Kurvenscheibe 116 auf der Welle 16 hin und her bewegt wird. Der Schieber macht eine Bewegung nach links (Abb. i), wenn die Greifer ihre Anzugsbewegung ausführen. An dem Schieber 114 ist durch Zapfen 134 eine Konsole i 18 drehbar angebracht (Abb. 5 bis 7), die eine Achse i2o trägt. Auf der Achse sind Arme 122 drehbar, die durch Schlitze und Schrauben 124 mit Platten 126 verbunden sind. Die Platten sind zur Sicherung der ihnen gegebenen Einstellung unten verzahnt (Abb. 5) und sind am vorderen Ende mit einer stufenförmigen Erhöhung i28 versehen. Die Platten 126 wirken mit den hakenförmigen, nach unten ragenden Enden von Armen 130 zusammen, welche einstellbar an Kurbelarmen 132 angelenkt sind, die die Zahnbögen i o:2 bzw. i o8 tragen. Die Arme I 3o besitzen seitliche Vorsprünge 142 (Abb. 5 und 6), die auf einer am Maschinengestell festen Schiene 144, 146 aufliegen, wodurch die Abwärtsbewegung der Arme 13o begrenzt wird. Die Platten 126 können gehoben und gesenkt werden. Wenn eine Platte sich in ihrer oberen Lage befindet, so trifft bei der Linksbewegung des Schiebers 114 die Schulter 128 mit dem Ende des zugehörigen Armes 130 zusammen und bewegt diesen nach links, so daß eine Vorwärtsbewegung des dazugehörigen Greifers erzielt wird. Die Größe dieser Vorwärtsbewegung kann durch Einstellung der Platten 126 in der Längsrichtung geregelt werden. Um die Vorwärtsbewegung nur dem einen an der inneren Seite des Werkstückes anliegenden Greifer zu erteilen, ist eine selbsttätige Schaltvorrichtung angewandt, welche die Arme 122 abwechselnd bei den aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen der Maschine in die obere wirksame Lage bringt. Diese Schaltvorrichtung besteht aus zwei Sternrädern 136, welche auf dem Zapfen 134 befestigt sind und gegen abwärts gerichtete Knaggen 138 der Arme 122 treffen. Federn 14o drücken die Arme 122 nach unten und halten die Knaggen in Eingriff mit den Sternrädern. Die Zähne der Sternräder sind versetzt, derart, daß durch das eine Sternrad der eine Arm 122 angehoben wird, während die Knagge des anderen Armes in eine Zahnlücke des andern Sternrades einfällt, so daß dieser Arm seine unwirksame Tieflage annimmt. Bei jedem Arbeitsgang der Maschine werden die Sternräder um eine halbe Zahnteilung weiter gedreht, und zwar durch ein Schaltrad 152 auf der Welle 134, in welches eine Schaltklinke 150 eines um die Welle 134 schwingenden Klinkenträgers 148 einfällt (Abb. 5 und 7). Der Klinkenträger besitzt eine einstellbare Anschlagschraube 154, die bei der Rechtsbewegung des Schiebers 114 gegen einen festen Anschlag 156 trifft, wodurch das Schaltrad um eine Zahnteilung weiter bewegt wird. Eine am Klinkenträger angreifende Feder 148 dreht den Klinkenträger zurück. Diese Rückwärtsbewegung wird durch eine am Klinkenträger angelenkte Schraubenspindel 16o begrenzt, die einstellbare Muttern 164 trägt, welche gegen einen Anschlag 162 treffen .und so eingestellt werden, daß bei der Bewegung nach links die Schaltklinke hinter dem nächsten Zahn des Schaltrades 152 einfällt. Auf diese Weise wird erreicht, daß bei aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen ab-,vechselnd der eine oder der andere Seitengreifer vorwärts bewegt wird.
  • Damit der Arbeiter erkennen kann, ob die Maschine für die Bearbeitung rechter oder linker Schuhe eingestellt ist, sind am Maschinengestell zwei Hebel 166, 158 angelenkt, die die Aufschrift »rechts« (right) und »links« (left) tragen. Lenkstücke i7o verbinden diese Hebel mit senkrecht zu ihnen stehenden anderen Hebeln 172, deren nach unten gerichtete Vorsprünge 174 auf seitlichen Vorsprüngen der Platten 126 unter der Wirkung von Federn 175 (Abb. 5) aufruhen. Wenn die eine oder die andere Platte 126 in wirksame Lage angehoben wird, so wird der dazugehörige Hebel 166 oder 168 ebenfalls angehoben, derart, daß seine Inschrift hinter einer Platte 176 (Abb. 7) zum Vorschein kommt. Falls ausnahmsweise mehrere rechte oder linke Schuhe hintereinander bearbeitet werden sollen, so muß der Arbeiter den Klinkenträger 148 mit der Hand verstellen, um die Sternräder um eine weitere halbe Teilung vorwärts zudrehen. Bei der Vorwärtsbewegung des inneren Greifers erhält dieser noch eine Drehung -um eine etwa senkrecht zum Schuhboden stehende Achse. Dies erfolgt durch am Maschinengestell feste, keilförmig zugeschärfte Anschlagschienen 18o (Abb. 3 und io), gegen welche ein Stift 182 an einem seitlichen Arm des Schiebers ioo trifft, wenn der Greifer sich vorwärts bewegt. Dadurch wird eine Drehung .des Schiebers ioo um den Zapfen 98 herbeigeführt, welche vermöge der T-förmig gestalteten Führung des Schiebers ioo eine Drehung des Greifers um seine Längsachse zur Folge hat.
  • Die Anschlagfläche der Schiene iSo steht etwa parallel zur Führung 94, so daß während der Einwärts- oder Überholbewegung der Greifer keine Drehung eintritt. Diese Einwärts- oder Überholbewegung der Greifer erfolgt durch die üblichen Mittel, und zwar federnd nach innen und zwangläufig nach außen. Die Bewegung nach außen erfolgt durch eine Stange 188 (Abb. 5), wenn diese sich nach rechts bewegt. Eine Bewegung der .Stange nach links gibt die Greifer frei, so daß .die Überholfedern zur Wirkung kommen. Die Bewegung der Stange 188 erfolgt durch einen Schieber igo, der durch Zahnstange 192 und Zahnrad 194 von der Maschine aus bewegt wird.
  • Am hinteren Ende des Schiebers igo ist durch Zapfen 196 ein Hebel 198 angebracht, dessen Knagge 2öo mit einem Vorsprung 2o2 der Stange 188 zusammentrifft; eine Feder 204 sucht diesen Hebel 198 herabzudrücken. Der Schieber igo hält die Stange 188 in vorgerückter Lage, wobei die Greifer auseinandergespreizt sind. Wird der Hebel z98 aufwärts geschwungen, so gibt er .den Vorsprung 2o2 frei. Diese Aufwärtsbewegung erfolgt durch einen Hebel 2o6 an einer Schwingwelle 2o8, dessen seitlicher Fortsatz 2io unter den Hebel 198 greift. Ein fester Arm 2i2 der Schwingwelle-2o8 faßt mit einem Stift 214 in einen Schlitz eines Hebels 216 (Abb. 5 und 6), dessen abwärts gerichteter Arm mit dem Ende der Stange i2o zusammentrifft, die, wie oben erwähnt ist, von der mit dem Schieber 114 bewegten Konsole 118 getragen wird. Die Einrichtung ist so getroffen, daß die Stange i2o mit dem Hebel 216 zusammentrifft, wenn der Schieber 114 nahezu das Ende seiner Bewegung nach links erreicht hat, so. daß bei weiterer Bewegung des Schiebers eine Drehung des Hebels 216 erfolgt, die die Freigabe der Stange 188 hervorbringt. Somit tritt die überziehbewegung im wesentlichen am Ende der Anzugsbewegung und Vorwärtsbewegung der Greifer ein. Wenn die Teile in ihre Ausgangslage zurückkehren, so schnappt die Knagge 20o wieder hinter dem Vorsprung 202 ein und führt den Rückgang der Stange 188 herbei.
  • Die auch die Nagelvorrichtungen tragenden Überschieber sind, wie üblich, an Armen 218 (Abb.2) angebracht, die vom Schieber igo seitlich bewegt werden. In den Armen 218 sind Treiberstangen 22o geführt, die in bekannter Weise angehoben und durch Schlagfedern niedergedrückt werden. Der Überschieber- und Nagelblock 22q. ist am unteren Ende des Armes 2i8 durch einen Zapfen 222 drehbar angebracht. Er wird durch eine in den Zapfen 222 eingreifende Schraube226 gehalten (Abb.4). An dem Block 22q. ist ein Nagelhalter 228 üblicher Art angebracht, .dem die Nägel in bekannter Weise zugeleitet werden. Die Treiber 23o sind an einem Kopf 232 befestigt, auf' den ein an der Nagelstange 22o angebrachter Treibkopf 23q. einwirken kann, und zwar bei jeder möglichen Winkelstellung des Blockes 2.24 gegenüber dem Arm 2i8. Der Block trägt ferner den Überschieber 236, dessen Stiel 238 in einer Buchse eines Halters 24o drehbar und verschiebbar ist. Der Halter 240 ist durch einen Zapfen 242 mit dem Block 224 verbunden und wird durch eine Feder 224 in der in Abb.4 gezeichneten Lage erhalten. Diese Feder läßt eine Aufwärtsbewegung des Schiebers 236 beim Zusammentreffen mit dem Schuh zu. Infolge der Verbindung mit dem Stiel238 kann der Überschieber sich der Neigung des Schuhbodens anpassen. Diese Drehbewegung des Überschiebers wird durch ein Klemmglied 246 begrenzt, das am äußeren Stielende befestigt ist und rittlings über eine am Halter befestigte Platte 248 greift. Eine Feder 25o, welche den Überschieber nach vorn drückt, läßt eine nachgiebige Rückwärtsbewegung beim Zusammentreffen mit dem Schuh zu. Die Drehung des Blockes um den Zapfen 222 wird selbsttätig und zwangläufig herbeigeführt, so daß der Überschieber eine Bewegung ausführt, die eine gegen die Schuhspitze gerichtete Komponente hat, so daß er sich im wesentlichen senkrecht zur Sohlenkante vorwärts bewegt und die beiden Nägel in gleicher Entfernung von der Sohlenkante eingetrieben werden. Dies wird durch Kurvenstücke 254 (Abb. 4 und 8) hervorgebracht, weiche auf Rollen 264 einwirken. Letztere werden von Hebeln 256 getragen, die um Zapfen 258 an den Armen 218 drehbar sind und mit Vorsprüngen 26o in eine Schlitzführung von Armen 262 eingreifen, die an den Blöcken 224 befestigt sind. Federnde Drücker 274 halten die Rollen 264 in Eingriff mit den Kurvenstücken. Wenn der Überschieber sich vorwärts gegen den Schuh hin bewegt, so läuft die Rolle 264 die Kurvenfläche 254 herauf, und :dadurch wird die gewünschte Drehung der Nagelblöcke erreicht.
  • Der auf die innere Seite des Schuhes einwirkende Überschieber muß entsprechend der größeren Krümmung der Sohlenkante an dieser Stelle eine größere Drehung ausführen als der äußere Überschieber. Zu diesem Zweck sind die Kurvenstücke mit zwei Kurvenflächen a, b (Abb. 9) verschiedener Steigung versehen und im Maschinengestell drehbar angebracht, derart, daß abwechselnd die eine oder andere Fläche a bzw. b zur Einwirkung kommt. Die Umstellung der Kurvenstücke erfolgt durch Hebelarme 266, die durch Lenker 268 mit Armen 27o verbunden sind, welche an der Welle 82 bzw. der Muffe 88 angeklemmt sind (Abb. 3). Da, wie oben erwähnt ist, diese beiden Teile abwechselnd eine Drehbewegung erhalten, wird eine entsprechende Steuerung der Kurvenstücke 254 erreicht und dadurch die Veränderung der Drehung der Überschieber hervorgebracht.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Überholmaschine mit Seitengreifern, gekennzeichnet durch eine selbsttätige Vorrichtung (18o, 182), die dem Greifer (72), der das Oberleder an der Innenseite des Werkstückes erfaßt, eine Drehbewegung bestimmter Größe erteilt, derart, daß das hintere Ende der Greiferbacken näher an die Mittelebene des Leistens heranbewegt wird als das vordere Ende der Backe, um die Maschine zum Überholen des Schaftes an den Seiten des Schuhes hinter der Ballenlinie brauchbar zu machen.
  2. 2. Maschine nach Anspruch r, gekennzeichnet durch eine selbsttätige Vorrichtung (82, 126, 130, i84), welche dem Greifer (72), der den Schaft an der inneren Seite des Werkstückes erfaßt, außer der Drehbewegung eine Bewegung nach der Schuhspitze hin und einwärts erteilt, um das Oberleder über die an der einwärts .gebogenen Sohlenkante hinter der Ballenlinie gebildete Schulter zu ziehen.
  3. 3. Maschine nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Umstellvorrichtung (i36, i38), welche bewirkt, daß die Drehbewegung bei aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen der Maschine abwechselnd dem einen und dem anderen Greifer erteilt wird, so daß abwechselnd rechte und linke Schuhe bearbeitet werden können.
  4. 4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anstellvorrichtung mit einer selbsttätigen Schaltvorrichtung (150, 156) versehen ist, so daß die Umstellung während aufeinanderfolgender Arbeitsgänge ohne Zutun des Arbeiters erreicht wird.
  5. 5. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die überschieb- und Befestigungsvorrichtung (236, 23o), die an der Innenseite des Schuhes wirkt, bei der Einwärtsbewegung über den Schuhboden eine Bewegungskomponente hat, die gegen die Spitze des Schuhes hin gerichtet ist, beispielsweise indem sie sich um eine quer zum Schuhboden liegende Achse (222) während ihrer Einwärtsbewegung dreht.
  6. 6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine ähnliche Drehbewegung von geringerer Größe der Überschieb- und Befestigungsvorrichtung (236, 2,30) an der Außenseite de:s Schaftes erteilt wird.
  7. 7. Maschine nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine selbsttätige Umstellvorrichtung (266, 268, 270, 272), welche bei kauleinanderfolgenden Arbeitsgängen der Maschine abwechselnd einer oder der anderen Überschieb- und Befestigungsvorrichtung die gewünschte Drehbewegung erteilt und zweckmäßig mit der Vorrichtung zum Umstellen -der Greiferbewegung verbunden ist.
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