DE118276C - - Google Patents

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DE118276C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D21/00Lasting machines
    • A43D21/02Lasting machines with one single lasting gripper

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 118276 KLASSE 71 c.
in NASHUA (V. St. A.).
Aufzwickmaschine mit einer Zwickzange. Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. Juni 1897 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Aufzwickmaschine desjenigen Systems, bei dem der Oberlederrand mittelst einer einzigen Zange festgezogen wird, die auf die einzelnen Theile des Oberleders nach einander einwirkt, und der das Werkstück vom Arbeiter mit der Hand zugeführt wird. Das Werkstück wird von einem über den Leisten gezogenen Oberleder gebildet, welches an diesem und der aufgelegten Sohle vorher durch Zwecken (in Fig. ι bis 5 weiß gezeichnet) befestigt ist. Die Zange macht bei diesem System eine öffnende und schließende, eine senkrecht oder schräg auf- und abwärtsgehende und eine vorwärts auf den Leisten zu gerichtete (radiale) Bewegung, um das Oberleder zu erfassen, straff zu ziehen und über den Leisten und die Sohle zu legen. An der Spitze des Schuhes genügen diese Bewegungen jedoch nicht, um das Oberleder völlig glatt überzulegen. Vielmehr muß an dieser stark gekrümmten Stelle der Rand gefaltet werden. Zu diesem Zweck hat man eine seitliche Verschiebung der Zange etwa parallel der Tangente an die Krümmung angewendet, wie z. B. in der Patentschrift 62067 angegeben ist. Jedoch ist auf diese Weise nicht das beste Resultat zu erreichen. Vielmehr muß eine solche . Seitenbewegung mit einer Drehbewegung, die an sich bei Zwickzangen schon vorgeschlagen ist, vereinigt werden, woraus sich dann eine bogenförmige Bewegung ergiebt. Eine solche Einrichtung —■ Vereinigung der Seiten- mit der Drehbewegung — bildet den Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Hierbei wird das Oberleder glatt gefaßt und unter steter Anspannung so über den Leisten gezogen, daß der Rand in Falten liegt, während das Leder sich glatt an die Sohle und an die Nählippe anschmiegt. Zweckmäßig ist dabei, daß die Drehung und tangentiale Verschiebung der Zange dem Sinne nach umgekehrt werden kann, je nachdem die eine oder die andere Seite des Schuhes bearbeitet wird. Dabei beginnt die Zwickarbeit an der Schuhspitze. Beim Ergreifen des Oberlederrandes ist dabei die Zange aus der Mittelebene der Maschine herausgedreht (vergl. Fig. 1). Sie erfaßt dabei den Oberlederrand mit der ganzen Grifffläche und dreht und zieht ihn nach der Mitte zu, unterstützt von Stoffschiebern x35 und x36, worauf das Oberleder durch eine Zwecke (schwarz gezeichnet in Fig. 5) befestigt wird.
Fig. I bis 5 erläutern die verschiedenen Bewegungen der Zange beim Aufzwicken der Schuhspitze, wobei die eine Seite des Schuhes schon fertig aufgezwickt und mit Zwecken (schwarz gezeichnet in Fig. 1) befestigt ist. Die beiden Zangenbacken 14 und 16 ergreifen den Oberlederrand, der infolge der Befestigung durch die (weißen) Zwecken schräg zur Mittelachse des Schuhes steht, wie schon erläutert, in gedrehter, seitlich verschobener Stellung (Fig. 1). Bei der Stellung Fig. 2 hat die Zange das Oberleder angespannt und bewegt ,sich in die Mittelebene des Schuhes, die sie in' Fig- 3 schon etwas überschritten hat. Fig. 4 zeigt die Endstellung der Zange, wobei durch den
(2. Auflage, ausgegeben am 2. Mai 190SJ
vorrückenden Stoffschieber χ36 das Oberleder festgedrückt wird, worauf die Heftzwecke (schwarz) eingeschlagen wird. Nun kann die geöffnete Zange (Fig. 5) in die Anfangsstellung zurückkehren und das nächste Spiel beginnen.
In der Zeichnung Fig. 6 bis 13 sind die Mechanismen zur Hervorbringung der Zangenbewegung dargestellt, und zwar der Deutlichkeit halber auch diejenigen, durch welche die bekannten Bewegungen erzeugt werden.
Die Zange besteht aus den beiden Zangenbacken 14 und 16; erstere bildet das untere Ende einer hohlen Stange 13 (Fig. 6 und 12), letztere ist gelenkig am unteren Ende einer im Rohr 13 geführten Stange 15 befestigt. Durch - eine Spiralfeder S wird die Stange 15 im Rohr 13 aufwärtsgezogen und durch eine Blattfeder XN die Backe 16 von der Backe 14 abgedrückt, also die Zange offengehalten (Fig. 6). Wird dagegen die Stange 15 entgegen der Spannung der Feder 5 abwärtsgedrückt, so erfolgt der Zangenschluß mittelst einer durch einen Bügel mit der Backe 16 fest verbundenen Rolle R, welche sich auf eine an der Backe 14 sitzende Keilfläche 17 hinauf schiebt. Das Herabdrücken der Stange 15 bewirkt ein elastischer Druckkopf 27, welcher mittelst Hebels 36 von einer auf der Hauptwelle D sitzenden Daumenscheibe 40 aus in Thätigkeit gesetzt wird.
Hierdurch erfolgt das Oeffnen und Schließen der Zange. Das obere kugelartig gestaltete Ende der Rohrstange 13 wird von einem Hebel 18 gehalten, -welcher auf einer im Maschinengestell gelagerten Welle 19 drehbar angeordnet ist. Der andere Arm dieses Hebels 18 ist gelenkig mit einer Platte E verbunden, welche mittelst Feder 25 und Mutter 4 vertical zum Hebelarm 18 eingestellt werden kann und mittelst eines Rollenzapfens mit der Nuth einer auf der Welle D sitzenden Daumenscheibe 280 in Eingriff steht. Mittelst der Daumenscheibe 280 erfolgt das Heben bezw. Senken der Zange zum Anziehen des Oberleders.
Damit nun die Zange das Oberleder flach über die Brandsohle legt, muß die Zange eine Verschiebung in der Mittelebene der Maschine machen, was wegen des Kugelzapfens der Stange 13 ohne Weiteres geschehen kann. Zu diesem Zwecke ist im Maschinenkopf B senkrecht zur Stange 13 eine Stange 50 angeordnet, welche mit einer Rolle an einer Daumenscheibe 54 anliegt und in ihrer Längsrichtung, d. h. horizontal verschoben werden kann. Das Anpressen der Rolle an die Daumenscheibe 54 bewirkt eine mittelst Sperrrades regulirbare Spiralfeder 53 (Fig. 6). Die Verbindung des gabelförmigen Endes der Stange 50 mit der Stange 13 wird durch einen Halter 30 hergestellt, welcher aus einem horizontalen Rohrstück, an das die Gabel der Welle 50 angeschlossen ist, und zwei parallelen verticalen Rohrstücken besteht, in deren einem (hinteren) die Stange 13 geführt ist (Fig. 6, 7, 8, 12 und 13). Dieser Halter wird auch dazu benutzt, um auf die Stange 13 und die Zange die seitliche Faltbewegung zu übertragen, welcher Stange 50 folgen muß, indem · sie eine kleine Schwingung ausführt.
Diese" seitliche Bewegung muß, wie eingangs erläutert, umkehrbar sein. Sie erfolgt durch Federdruck, und zwar muß Sorge getragen werden, daß in beiden Richtungen die Zugstärke genau die gleiche ist. Diese Bewegung der Zange wird erhalten, wie Fig. 12 und 13 angeben. In dem vorderen Rohransatz 47 des Halters 30 ist eine hohe Hohlschraube 48 eingeschraubt, innerhalb welcher mittelst einer Feder 49 ein Bolzen 44 abwärtsgedrückt wird, dessen Kugelkopf in einen Balancier 43 eingreift, der an den Enden auf festen Zapfen 41, 42 aufliegt. Unter dem Balancier befindet sich ein dreieckiges Hebelstück 45, welches um einen an dem Rohrstück 47 befestigten Zapfen 46 schwingen kann, und dessen unterer Arm drehbar mit einem im horizontalen Rohrstück geführten Gleitstück 51 verbunden ist. Bei einer Längsverschiebung des Gleitstückes 51 wird das Hebelstück 45 gedreht (Fig. 13) und dadurch der Balancier von dem einen Zapfen 42 abgehoben, so daß der Druck der Feder 49 und des Bolzens 44 nur auf den anderen Zapfen, d. h. excentrisch wirkt und eine Verschiebung des Halters und der Zange herbeiführt. Diese Seitenbewegung der Zange · ist nach beiden Richtungen ganz gleich, da nur eine einzige Feder verwendet wird und nur immer deren Druckkraft die Wirkung hervorruft. Die Verschiebung des Gleitstückes 51 wird mittelst einer mit Kugellagerung daran befestigten Stange 55 bewirkt.
Die Drehung der Zange, welche zugleich mit der seitlichen Bewegung erhalten werden soll, wird in der Weise erzeugt, daß, wie Fig. 9, 10 und 12 erkennen lassen, der Kugelzapfen X* der Rohrstange 13 mit einem Zahnkranz versehen ist, in den eine Zahnstange X'2 eingreift, welche mittelst des im Hebel 18 angeordneten Führungsstückes Xs und der daran angelenkten Stange X1 horizontal verschiebbar ist.
Damit hierdurch die anderen Bewegungen der Zange nicht gestört werden, ist die Zahnstange X2 mittelst eines Zapfens Xb drehbar im Führungsstück X3 gelagert. Die Bewegung des Führungsstückes Xs bezw. der Stange X7 erfolgt mit Hülfe eines Hebels X6 mit durch Bolzen X9 und Gleitstück X10 verstellbarem Drehpunkt, sowie eines am Bolzen X1'2 des-

Claims (3)

selben angreifenden Gliedes Xs von dem Zapfen 64 eines in einer Kulisse 57 liegenden Kulissensteines 63. Die Schwingungen der Kulisse bringen die seitliche und drehende Bewegung der Zange hervor, in ähnlicher Weise, wie bei der in Patent 55021 beschriebenen Einrichtung die seitliche Bewegung der Zange erzeugt wird. Die geradlinige Führung des Zapfens X1" wird mittelst einer am Maschinengestell B angeordneten Führung X13 gesichert. In dem Gliede X8 ist mittelst Kugelzapfens auch das Ende der das Führungsstück 51 bewegenden Stange 55 gelagert. Die Kulisse 57 sitzt an dem Ende einer Hohlwelle 56, welche mittelst Zahnrädchens 59 und des auf der Welle 302 sitzenden, von der Curvennuth 61 bewegten Zahnsegmenthebels 60 in continuirliche Schwingung versetzt wird. Die Kulisse 57 ermöglicht drei verschiedene Fälle: wenn die Seitenflächen des Schuhes gezwickt we'rden sollen und kein Faltenlegen stattfindet, erhält die Zange keine seitliche und drehende Bewegung, indem der Zapfen 64 in der Rotationsachse der Kulisse liegt. Wenn das Faltenlegen, d. h. die Drehung der Zange nach links erfolgen soll, liegt der Zapfen 64 unterhalb der Rotationsachse der Kulisse (Fig. 7); wenn das Faltenlegen und das Drehen der Zange nach rechts erfolgen soll, so liegt der Zapfen 64 oberhalb der Rotationsachse der Kulisse; je nach der Entfernung des Kulissensteines von der Schwingachse ist auch die Größe des Ausschlages und mithin die Größe der Dreh- und Schwingbewegung verschieden. Diese verschiedenen Stellungen werden von dem Arbeiter in üblicher Weise mittelst einer Kniegabel (Fig. 6 und 8) herbeigeführt. Auf der Hohlwelle 56 sitzt horizontal verschiebbar die Nuthenscheibe· 74, mit welcher durch die Gabel 73 die verticale Welle 71 und das' Gelenk 68 die Kniegabel verbunden ist. In der Hohlwelle liegt eine Welle 76 (s. auch Fig. 11), welche einerseits mit einem Zahnrädchen JJ in den Zahnkranz des Kulissensteines eingreift, andererseits mit einem durch einen Schlitz der Hohlwelle 56 reichenden Stift in eine Spiralnuth der Scheibe 74 faßt. Befindet sich die Kniegabel in der Mittelstellung, so hat auch der Kulissenstein 63 seine Mittellage, wobei keine Drehung der Zange stattfindet. Wird nun die Kniegabel nach rechts oder links bewegt, so wird die Nuthenscheibe 74 entsprechend vor- oder zurückgeschoben und infolge dessen die Welle 76 links oder rechts herumgedreht und dadurch der Zapfen 64 abwärts oder aufwärts verstellt. Alsdann ist dieser Zapfen bei der Schwingung der Hohlwelle 56 excentrisch und bewirkt die seitliche und die Drehbewegung der Zange. Pate ν τ-An Sprüche:
1. Aufzwickmaschine mit einer Zwickzange, dadurch gekennzeichnet, daß die Zange im Bedarfsfalle, z. B, beim Zwicken der Schuhspitze, eine bogenförmige Bewegung ausführen kann, welche durch Hinzufügung einer Drehbewegung um die Achse des Zangenstiels zu der seitlichen Verschiebung erhalten wird.
2. Eine Zangeneinrichtung nach Anspruch 1, bei welcher die Drehungsbewegung und die Verschiebungsbewegung der Zangen ■umgekehrt werden können, je nachdem die eine oder die andere Seite des Schuhes bearbeitet wird.
3. Eine Zangeneinrichtung nach Anspruch 2, bei welcher die seitliche Bewegung der Zange von einem Halter (30) mit durch Federzapfen gehaltenem Balancier (43) und darunter liegendem Dreieckshebel (45) ausgeht, der durch Bewegung, eines Gleitstückes (51) gedreht wird und dadurch den Balancier einseitig entlastet, um einen gleichmäßigen Zug nach beiden Seiten zu erhalten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Ergänzungsblatt zur Patentschrift 118276, Klasse 71 c.
Durch rechtskräftige Entscheidung des Kaiserlichen Patentamts vom 2. Juni 1904 ist das. Patent 118276 dadurch teilweise beschränkt, daß die Patent-Ansprüche 2 und 3 vernichtet worden sind.
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