DE95415C - - Google Patents

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DE95415C
DE95415C DENDAT95415D DE95415DA DE95415C DE 95415 C DE95415 C DE 95415C DE NDAT95415 D DENDAT95415 D DE NDAT95415D DE 95415D A DE95415D A DE 95415DA DE 95415 C DE95415 C DE 95415C
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acid
amidonaphthol
phenylenediamine
disulfonic
disulfonic acid
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/36Trisazo dyes of the type

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cosmetics (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In der Patentschrift Nr. 861 ίο ist eine Gruppe von Polyazofarbstoffen beschrieben, die als wesentliches Merkmal die folgende Anordnung der Molecule enthalten:
p-Diamin {
y-Amidonaphtolsulfosäure—y- Amidonaphtolsulfosäure
In diesen Körpern sind also 2 Molecule der Amidonaphtolverbindung hinter einander geschaltet. Es wurde nun gefunden, dafs die werthvollen Resultate, die mit Hülfe der erwähnten Anordnung erhalten wurden, auch dann in analoger Weise auftreten, wenn man gewisse andere Amidonaphtolsulfosäuren an Stelle der y-Säure anwendet. Namentlich läfst sich durch Anwendung von Disulfosäuren die Löslichkeit der Producte noch weiter verbessern. Im Allgemeinen ist es nicht vortheilhaft, beide Molecule der y-Säure zu ersetzen; der Charakter der Farbstoffe bleibt vielmehr besser gewahrt, wenn nur eines derselben durch eine andere Säure, wie z. B. ßj ai - Amidonaphtoldisulfosäure, Ct1 «4-Amidonaphtol-ß2 ß3-disulfosäure ersetzt wird. (Bei Benutzung dieser Säuren kommen die Verfahren der Patente Nr. 80003 un<i Nr. 75762 zur Anwendung.) Die neuen Farbstoffe entstehen aus den Zwischenkörpern :
. Amidonaphtolsulfosäure I - Amidonaphtolsulfosäure II
■ JV=JV-
entweder durch unmittelbare Combination mit einem Phenol oder Amin — ein Verfahren, das zu folgenden Farbstoffen führt:
/Säure I — Säure II
C
p-Diamin
oder aber die Zwischenkörper werden zunächst nochmals diazotirt und dann erst mit Aminen oder Phenolen verbunden. Man gelangt in diesem Falle zu Farbstoffen von der Zusammensetzung:
^. . /Säure I — Säure II — R
p-Diamin \
In ihrem allgemeinen Verhalten schliefsen sich die verschiedenen Combinationen vollständig an die in der Patentschrift Nr. 86110 beschriebenen Körper an:
Beispiele:
I. 20 kg Diamidodiphenylamin werden tetrazotirt und in bekannter Weise in alkalischer Lösung mit 24 kg y-Amidonaphtolsulfosäure verbunden. Nach Bildung des Zwischenkörpers wird mit Salzsäure angesäuert; dann werden 7 kg Nitrit eingetragen. Nach kurzer Zeit ist die Diazotirung beendet. Man combinirt in Sodalösung bei o° C. mit 32 kg Ci1 a4-Amidonaphtol-ß2 ß4-disulfosäure. Es entsteht sofort der schwarz gefärbte Zwischenkörper, der mit 11 kg m-Phenylendiamin weiter zu einem Farbstoff verbunden wird. Derselbe scheidet sich
als dunkelgefä'rbter Niederschlag ab. Er färbt Baumwolle blauschwarz.
Verwendet man andere Paradiamine, wie das p-Phenylendiamin, Dianisidin, Tolidin, so erhält man ganz ahnlich färbende Producte. Zum gleichen Resultat führt ferner die' Verwendung von αΊ c^-Amidonaphtol-ßj a2-disulfo~ säure oder a.x a4-Amidonaphtol-a2-sulfosäure als zweite Säure.
II. 24,4 kg Dianisidin werden tetrazotirt und in alkalischer Lösung mit 32 kg ßx a4-Amidonaphtol - ß2 ß3 - disulfosäure verbunden. Nach dem Ansäuern mit Salzsäure werden 7 kg Nitrit hinzugegeben und dann der weiter diazotirte Zwischenkörper mit der sodäalkalischen Lösung von 24 kg χ-Amidonaphtolsulfosäure rasch vermischt. Dann werden nochmals 7 kg Nitrit eingetragen und Salzsäure bis zur deutlich sauren Reaction hinzugefügt. Hierbei entsteht das schwerlösliche Tetrazoderivat des Zwischenkörpers. Wird dieses in die sodaalkalische Lösung von 2 Molecülen m-Phenylendiamin eingetragen, so entsteht ein Farbstoff, der ungebeizte Baumwolle tiefschwarz färbt.
Auch hier erhält man analoge Resultate bei Anwendung von p-Phenylendiamin, Diamidodiphenylamin, Tolidin etc. Die Reihenfolge, in der die Amidonaphtolsulfosäuren zur Einwirkung gelangen, kann auch umgekehrt werden. An Stelle vqn ßj a^-Amidonaphtoldisulfosäure können andere Säuren, wie Ct1 ct4-Amidonaphtol-ß2 ß3-disulfosäure, benutzt werden.
Die so gewonnenen Farbstoffe färben ebenfalls Baumwolle tiefschwarz.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Neuerung in dem Verfahren des Patentes Nr. 86110 unter theilweiser Benutzung der in den Patenten Nr. 80003 un<^ Nr. 75762 geschützten Verfahren, darin bestehend, dafs in den in der Patentschrift Nr. 86110 beschriebenen Zwischenkörpern der allgemeinen Constitution:
    γ - Säure N = N—y-Säure
    an Stelle eines Molecüls der y-Säure hier verwendet wird: 1 Molecül ßx a4-Amidonaphtolß2 ßg-disulfosäure, ax c^-Amidonaphtol-c^-sulfosäure, αλ ai - Amidonaphtol-ß2 ß3 - disulfosäure, et, a4-Amidonaphtol-ßj a2-disulfosäure und die so entstehenden Zwischenkörper dann ' direct oder nach nochmaliger Diazotirung mit m-Phenylendiamin oder m-Toluylendiamin verbunden werden.
    An Stelle von P- soll hierbei p-Phenylendiamin, Diamidodiphenylamin, Tolidin oder Dianisidin in Anwendung kommen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20040084578A1 (en) * 2002-11-05 2004-05-06 Samsung Electronics, Co., Ltd. Display apparatus

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US20040084578A1 (en) * 2002-11-05 2004-05-06 Samsung Electronics, Co., Ltd. Display apparatus

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