DE86110C - - Google Patents

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DE86110C
DE86110C DENDAT86110D DE86110DA DE86110C DE 86110 C DE86110 C DE 86110C DE NDAT86110 D DENDAT86110 D DE NDAT86110D DE 86110D A DE86110D A DE 86110DA DE 86110 C DE86110 C DE 86110C
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acid
amidonaphthol
phenylenediamine
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sulfonic acid
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/36Trisazo dyes of the type

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Als Ausgangsstoffe werden die Tetrazoverbindungen des Patentes Nr. 67104, d. h. also Körper der Zusammensetzung
N= N — Paradiamin — y-Amidonaphtol-
sulfosäure — N = N
. H
benutzt, indem man auf diese ein weiteres Molecül y - Amidonaphtolsulfsäure einwirken läfst. Dieses kann sich mit der Diazogruppe I oder II, oder mit beiden theilweise verbinden. Fände Vereinigung mit I statt, so ergäbe sich der Kern:
y-Säure — Paradiamin — y- Säure,
d. h. eine Substanz vom Typus des Diaminschwarz und bei weiterer Diazotirung und Combination würden die bekannten Entwickelungsproducte der Diaminschwarzfarbstoffe erhalten werden müssen. Dies ist aber nicht der Fall. Es hat sich ergeben, dafs die Diazogruppe II viel reactionsfähiger als I ist und die Vereinigung mit dem weiteren y-Säure-Molecül ausschliefslich bei II stattfindet. Der neue und eigenthümliche Zwischenkörper
N=N— Paradiamin — y-Säure — y-Säure —
— bei dem also im Gegensatz zu früher beschriebenen analogen Substanzen zwei Molecule y-Säure hinter einander mit dem gleichen Ast des p-Tetrazokörpers verbunden sind — bildet den Ausgangspunkt für die Synthese der neuen Farbstoffe.
Diese werden entweder durch unmittelbar folgende Combination mit einem m-Diamin gebildet, ein Verfahren, das zu Farbstoffen von folgendem Typus führt:
R — Paradiamin — y-Säure — y-Säure.
Oder aber man wendet das Verfahren des Patentes Nr. 64398 auf den Zwischenkörper an, d. h. man diazotirt ihn nochmals und verbindet ihn dann erst mit m-Diaminen. Man gelangt dabei zu Farbstoffen von der allgemeinen Zusammensetzung:
R — Paradiamin — y-Säure — y-Säure — R.
Die sämmtlichen Körper sind bedeutend leichter löslich und namentlich ungleich lichtechter als die Combinationen aus diazotirten fertigen Diaminschwarzfarbstoffen. Einerseits sind es sogenannte gemischte oder asymmetrische Combinationen, die man selbstverständlich auf der Faser überhaupt nicht herstellen kann, andererseits entstehen sie durch Diazotirung von Zwischenkörpern und nicht von fertigen Baumwollfärbstoffen, wie die Endproducte des erwähnten Verfahrens.
Im Nachstehenden sind einige besonders werthvolle Anwendungsformen dieses Verfahrens beschrieben:
20 kg Diamidodiphenylamin werden in Tetrazodiphenylamin übergeführt. Die Tetrazoverbindung wird in bekannter Weise in alkalischer Lösung mit 24 kg y-Amidonaphtolsulfosäure verbunden. Hierbei bildet sich der Zwischenkörper, der sich als schwarzer unlöslicher Niederschlag ausscheidet; man säuert dann mit Salzsäure an und setzt 7 kg Nitrit
hinzu. Es bildet -sich eine Tetrazoverbindung von der Constitution:
= N—Ca Zf4NH- C6H4- N = N-,
die in Wasser mäfsig mit violetter Farbe löslich ist. Man combinirt die Tetrazoverbindung in Sodalösung bei O0C. mit 24 kg y-Amidonaphtolsulfosäure und giebt unmittelbar danach eine Lösung von 12 kg m - Phenylendiamin hinzu. Der Farbstoff scheidet sich aus. Er färbt ungeheizte Baumwolle schwarz.
Oder: 1 5 kg Acet-p-phenylendiamin werden diazotirt und mit 24 kg y-Amidonaphtolsulfosäure in alkalischer Lösung combinirt. Aus dem gebildeten Azokörper wird in bekannter Weise die Acetylgruppe entfernt und der Diamidoazokörper tetrazotirt. Die (bereits früher beschriebene) Tetrazoverbindung hat die Constitution :
- N-N C -N-N-C
N-^JLn
10 -"4
= N— C1, Η, —N = N-
Man combinirt in alkalischer Lösung mit 24 kg (ι Molecül) y-Amidonaphtolsulfosäure zum Zwischenkörper, säuert dann mit Salzsäure an und diazotirt mit 7 kg Nitrit. Auf diese Weise erhält man eine Tetrazoverbindung der Constitution :
η w
N=N-
10 "* SO3H
y-Amidonaphtolsulfosäure
OH N_ HM_N_
10 'SO3H Λ e1***-"
Sie vereinigt sich leicht mit m-Diaminen. Wird sie z. B. in die alkalisch gehaltene Lösung von 24 kg m-Phenylendiamin eingetragen, so entsteht sofort ein schwarzer Farbstoff, der sich vollständig ausscheidet. Er färbt ungeheizte Baumwolle tiefschwarz.
Ersetzt man in diesen Beispielen das Diamidodiphenylamin oder ρ - Phenylendiamin durch Benzidin, Tolidin, Aethoxybenzidin, Diamidodiphenoläther, oder das m-Phenylendiamin durch m-Toluylendiamin, so erhält man gleichfalls schwarzfärbende Farbstoffe, die, wie auch die oben beschriebenen, den früher erhaltenen analogen Combinationen aus einfacheren Tetrazokörpern im wesentlichen gleichen. Nur ist durch die Häufung der Azogruppen eine Erhöhung der Intensität herbeigeführt. Alle diese Farbkörper färben ungeheizte Baumwolle direct schwarz. Sie unterscheiden sich wenig unter einander. Die Färbungen sind durchweg sehr wasch- und lichtecht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Polyazofarbstoffe aus y-Amidonaphtolsulfosäure nach dem Verfahren der Patente Nr. 57857 und Nr. 64398, darin bestehend, dafs die in der Patentschrift Nr. 67104 beschriebenen Tetrazoverbindungen der allgemeinen Constitution
    -N = N-
    H 0H N
    10 'SO3H
    =N—P-N=N-
    mit einem Molecül y-Amidonaphtolsulfosäure (in alkalischer Lösung) combinirt, dann direct oder nach nochmaliger Diazotirung mit m-Phenylendiamin oder m-Toluylendiamin verbunden werden.
    An Stelle von P — soll hierbei p-Phenylendiamin, Diamidodiphenylamin, Benzidin, Tolidin, Diamidoäthoxydiphenyl oder Diamidodiphenoläther in Anwendung kommen.
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