DE89910C - - Google Patents
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- DE89910C DE89910C DENDAT89910D DE89910DA DE89910C DE 89910 C DE89910 C DE 89910C DE NDAT89910 D DENDAT89910 D DE NDAT89910D DE 89910D A DE89910D A DE 89910DA DE 89910 C DE89910 C DE 89910C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
- C09B35/00—Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
- C09B35/02—Disazo dyes
- C09B35/039—Disazo dyes characterised by the tetrazo component
- C09B35/08—Disazo dyes characterised by the tetrazo component the tetrazo component being a derivative of biphenyl
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Läfst man auf die aj-Naphtylamin-a.j a4-disulfosäure
des Patentes Nr. 40571 rauchende Schwefelsäure oder deren Ersatzmittel einwirken,
so erhält man einen Körper, der das innere Anhydrid einer a-Naphtylamintrisulfosäure
darstellt und der wegen seiner nahen Beziehung zu den Sultonen mit dem Namen Naphtsultamdisulfosäure bezeichnet wird. Dieses
Product zeigt aber gegenüber den Sultonen die auffallende Eigenschaft, sehr widerstandsfähig
gegen gewisse Reagentien zu sein und von Alkalien und verdünnten Säuren auch beim Kochen nicht verändert zu werden. Dagegen
wird durch Schmelzen mit Alkalien der Ring gelöst nnd es entsteht eine O1 a4-Amidonaphtoldisulfosäure,
welche von den bisher bekannten Ämidonaphtolsulfosäuren verschieden ist und die Sulfogruppen in a2 und ß2 besitzt
(vergl. Patent Nr. 80668).
Nach der Patentschrift Nr. 82966 läfst sich diese neue Amidonaphtoldisulfosäure, welche
im Nachfolgenden kurz als Amidonaphtoldisulfosäure S bezeichnet werden soll, zur
Darstellung von symmetrischen Disazofarbstoffen verwenden, welche Baumwolle ohne Beize in
blauvioletten bis blauen Nuancen anfärben. Es wurde nun aufserdem beobachtet, dafs sich
die Amidonaphtoldisulfosäure S auch zu gleichen Molecülen mit den Tetrazoverbindungen
der p-Diamine unter Bildung von Zwischenproducten combiniren läfst, die infolge des
Vorhandenseins einer freien Diazogruppe befähigt sind, sich mit einem weiteren Molecül
eines Amins, Phenols, Amidophenols, Amidophenoläthers bezw. der Sulfo- oder Carbonsäure
einer dieser Verbindungen zu vereinigen. Man gelangt so zu gemischten Disazofarbstoffen
der Amidonaphtoldisulfosäure S, die .sich vor den entsprechenden, mit Hülfe anderer Ämidonaphtolsulfosäuren
darstellbaren gemischten Disazofarbstoffen durch die mehr nach blau bezw. grün gehende Nuance, sowie durch die.
Schönheit und Echtheit der Farbtöne auszeichnen. Diese neuen gemischten Farbstoffe
besitzen aufserdem noch die werthvolle Eigenschaft, sich in Substanz wie auf der Faser
weiter diazotiren und mit beliebigen Farbstoffcomponenten vereinigen zu lassen.
Das Verfahren zur Darstellung dieser un symmetrischen Combinationen besteht im allgemeinen
darin, dafs man die Tetrazoverbindungen der zur Darstellung von Disazofarbstoffen
benutzten Diamine entweder zuerst mit 1 Molecül der Amidonaphtoldisulfosäure S kuppelt und
dann das erhaltene Zwischenproduct mit Aminen, Phenolen, Amidophenolen, Amidophenoläthern
der Benzol- oder Naphtalinreihe bzw. deren Sulfo- oder Carbonsäuren combinirt oder
die Tetrazoverbindungen zuerst mit 1 Molecül der letztgenannten Componenten verbindet und
auf die erhaltenen Zwischenproducte 1 Molecül der neuen Säure einwirken läfst.
Farbstoff aus Dianisidin, ι Molecül
Amidonaphtoldisulfosäure S und ι Molecül
Ct1 -Naphtoi-ct., -sulfosäure.
Eine 24,4 kg Dianisidin entsprechende Lösung von Tetrazodiphenoläther läfst man unter gutem
Umrühren in eine mit Natriumacetat im Ueberschufs versetzte Auflösung von 34,1 kg des
sauren Natriumsalzes der H1 a4-Amidonaphtoldisulfosäure
S allmälig bei o° einfliefsen. Nach kurzer Zeit ist das Zwischenproduct fertig gebildet.
Man fügt nun eine sodaalkalische Lösung von 30 kg Ct1-naphtol-ctj-sulfosäuren!
Natron zu. Man erwärmt, giebt Kochsalz zu, filtrirt den abgeschiedenen Farbstoff und preist
ihn. Derselbe liefert auf ungeheizter Baumwolle grünblaue Töne.
Statt Dianisidin kann man im vorstehenden Beispiele auch Benzidin oder Tolidin verwenden;
ebenso kann man die ctj-Naphtolct2-sulfosäure
ersetzen durch die nachstehend aufgeführten Phenole, Amine, Amidophenole und Sulfosäuren dieser Componenten; endlich
läfst sich, wie schon oben gesagt, auch die Reihenfolge der Kuppelung umkehren, d. h.
man kann auch zuerst die aj-Naphtol-c^-sulfosäure
oder eine andere von den genannten Farbstoffcomponenten mit der Tetrazoverbindung
kuppeln und die erhaltenen Zwischenproducte mit 1 Molecül der neuen Säure combiniren.
In der folgenden Tabelle sind für die nach dem vorliegenden Verfahren erhaltenen Farbstoffe
die Nuancen angegeben.
Färbst off aus:
Nuance:
| Benzidin + | + |
| lure | |
| in | |
| isulf | |
| T3 | |
| Tolidin + | ca* a . |
| *O | |
| midonaphi | |
| Dianisidin + |
α, a4-Amidonaphtol-a2-sulfosäure
α, o4-Amidonäphtol-ß2 ß3-disulfosäure .
ß^Ämido-^-naphtol-ßg-sulfosäure (γ).
P1 ß3-Dioxynaphtalin
Ci1 a4-Dioxynaphtalin-a-sulfosäure
ß-Naphtol ...
dj-Naphtol-ciä-sulfosäure
ßi ß4-Ämidonaphtol
O1 ^-Amidonaphtol-aa-sulfosäure ......
al a4-Amidonaphtol-ß2 ß3-disulfosäure .
ß,-Amido-a4-naphtol-ß3-sulfosäure (γ).
P1 ß;i-Dioxynaphtalin
K1 ^-Dioxynaphtalin-a-sulfosäure
ß-Naphtol
ttj-Naphtol-aj-sulfosäure
ß, ß4-Amidonaphtol
Ci1 a4-Amidonaphtol-22-sulfosäure
Ci1 a4-Amidonaphtol-ß2 ß3-disulfosäure .
ß1-Ämido-ci4-naphtol-ß3-sulfosäure (γ).
ßj ß3-Dioxynaphtalin
ß1 ß4-Dioxynaphtalin
α, aj-Dioxynaphtalin-ct-sulfosäure
ß-Naphtol .'
Ct1-NaPhIpI-2
P1 ß4-Ämidonaphtol
blau blau blau
violettblau grünblau
violett violettblau
violett
grünblau
grünblau
grünblau
violettblau
grünblau
violettblau
blau
blauviolett grünblau grünblau grünblau grünblau
blau grünblau
blau
grünblau blau.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Darstellung von Substantiven Azofarbstoffen mit Hülfe der Amidonaphtoldisulfosäure S (äj ct4-Amidonaphtol-a2 ßj-disulfosäure), darin bestehend, dafs man unter Benutzung des Verfahrens des Patentes Nr. 82966 die Tetrazoverbindungen von Benzidin, Tolidin oder Dianisidin in beliebiger Reihenfolge mit ι Molecül der genannten Säure und 1 Molecül der folgenden Farbstoffcomponenten vereinigt: U1 a^-Amidonaphtol-c^-sulfosäure, Ct1 a4-Amidonaphtol-ß2 ß3-disulfosäure, ßj-Amido-c^-naphtolß3-sulfosäure (γ), βχ ß3- und ßx ß4-Dioxynaph-talin, Naphtol, Ct1-naphtol.t - Dioxy naphtalin - α - sulfosäure, β-3j ß4-Amido-
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE89910C true DE89910C (de) |
Family
ID=361682
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT89910D Active DE89910C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE89910C (de) |
-
0
- DE DENDAT89910D patent/DE89910C/de active Active
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