DE89092C - - Google Patents

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DE89092C
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amidophenol
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alkylated
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/10Amino derivatives of triarylmethanes
    • C09B11/24Phthaleins containing amino groups ; Phthalanes; Fluoranes; Phthalides; Rhodamine dyes; Phthaleins having heterocyclic aryl rings; Lactone or lactame forms of triarylmethane dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Furan Compounds (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Oxygen Or Sulfur (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die gemäfs der Patentschrift Nr. 79693 oder auf andere Weise dargestellte Phtalonsäure
vermag sich bei mäfsigem Erwärmen mit alkylirten m-Amidophenolen zu wohlcharakterisirten farblosen bezw. schwach gefärbten neuen Producten zu condensiren. Hierbei tritt je ι Mol. Phtalonsäure mit je 3 Mol. des Alkylamidophenols zusammen. Bei höherem Erhitzen gehen diese Producte in Rhodamin über (vergl. die Patentschrift Nr. 87028). Ein weiterer derartiger Uebergang findet statt, wenn man die genannten Condensationsproducte mit Oxydationsmitteln behandelt.
Erwärmt man z. B. die essigsaure (oder schwefelsaure) Lösung des Condensationsproductes aus Phtalonsäure und Diäthyl-mamidophenol mit Eisenchlorid einige Zeit auf dem Wasserbad, so ist eine tief roth gefärbte Lösung von Tetraäthylrhodamin entstanden, aus welcher letzteres leicht in reiner Form erhalten werden kann. Die hierbei stattfindende Reaction ist keine momentane, sondern es tritt ein Zwischenproduct auf, welches durch die blaue Farbe der alkalischen Lösung charakterisirt ist, die beim Erhitzen in Roth übergeht. Zur vol-lstä-rMigen ^Umwandlung in den Endfarbstoff ist daher'1 eän längeres Erwärmen des Oxydationsgemisches zweckmäfsig.
In ähnlicher Weise treten Dimethyl-m-amidophenol, Dimethyl-o-amido-p-kresol, Monoäthylm-amidophenol und andere alkylirte m-Amidophenole mit Phtalonsäure zu Condensationsproducten zusammen, welche durch Oxydation in entsprechende Rhodamine übergehen.
Als Oxydationsmittel sind aufser Eisenchlorid insbesondere Braunstein und Persulfate zu nennen, jedoch auch andere, z. B. Chromsäure, Natriumsuperoxyd unddergl., verwendbar; bei einigen von diesen ist besondere Vorsicht geboten, da ein Ueberschufs schnell Zerstörung herbeiführt.
Die Ausführung des Verfahrens sei an folgenden Beispielen erläutert, welche selbstverständlich vielfacher Variation fähig sind.
i. Darstellung des Zwischenproductes aus Phtalonsäure und Diäthyl-m-
amidopheno 1.
194 Gewichtstheile Phtalonsäure (1 Mol.) werden mit 495 Gewichtstheilen Diäthyl-m-amidophenol (3 Mol.) möglichst innig gemischt und alsdann in einem geräumigen, mit Rührwerk versehenen Kessel einige Stunden auf etwa ioo° erhitzt. Die Condensation erfolgt unter geringer Gasentwickelung und verläuft glatt. Die anfangs leicht flüssige Masse wird allmälig zäher und schliefslich fest. Beim Erkalten bildet sie ein sprödes Product, das zerrieben und mit Wasser ausgekocht wird, dem man zweckmäfsig etwas Natriumacetat zufügt. Das Condensationsproduct hinterbleibt im Rückstande. Getrocknet stellt es einen meist etwas roth gefärbten, an sich farblosen Körper vom Schmelzpunkt ca. 175° dar, der, wie in der Patentschrift Nr. 87028 beschrieben, durch Er-
hitzen auf höhere Temperaturen in Rhodamin überführbar ist. Die gleiche Condensation tritt auch bei . Anwesenheit eines indifferenten Lösungsmittels ein.
Aehnliche Producte. entstehen, wenn man im obigen Beispiel das Diäthyl-m-amidophenol durch die äquivalente Menge eines anderen alkylirten m-Amidophenols oder -kresole ersetzt. So bildet z. B. das aus Monoäthyl-mamidophenol entstehende Condensationsproduct ein in Alkohol ziemlich leicht lösliches krystallinisches Pulver, welches dem obigen Condensationsproduct in seinen allgemeinen Eigenschaften gleicht.
Folgende Gründe sprechen dafür, dafs Phtalortsäure und Dialkyl-m-amidophenol sich im Verhältnifs von ι Mol. zu 3 Mol. condensiren:
a) bei genanntem Molecularverhä'ltnifs sind die Ausbeuten an Condensationsproduct nahezu quantitative;
b) die Elementaranalysen entsprechen nahezu der Formel
C39 Hi7 N3 O6 = C0 H6 O5 + 3 C6 Ht (O H) N(C, HJ2 -2
Gefunden: C 72,1, Hj,g, N6,2 pCt.;
berechnet: C 71,7, i/7,2, 2V 6,4 pCt.;
c) die Moleculargewichtsbestimmungen, nach Beckmann in Eisessig ausgeführt, sprechen gleichfalls für die Formel CagHi7Ns O6 und gegen die aus dem Molecularverhältnifs 1 : 2 ableitbare Formel
C2n H31 N2 O6 [M = 506] oder C29 H3.2 N2 O5 [M =
Gefunden:
M = 622 681 645
2. Oxydation der Zwischenproducte
zu den Rhodaminen.
50 Gewichtstheile des nach Beispiel 1 darstellbaren Condensationsproductes aus Phtalonsä'ure und Diäthyl-m-amidophenol werden in 750 Gewichtstheilen verdünnter Essigsäure von 30 pCt. oder in 1000 Gewichtstheilen Wasser unter Zusatz von 64 g 25 proc. Schwefelsäure oder 42 g Salzsäure vom spec. Gew. 1,15 unter Erwärmen gelöst, in die Lösung langsam 21 Gewichtstheile Kaliumpersulfat eingetragen und die Mischung mehrere Stunden bezw. so lange auf dem Wasserbad erhitzt, bis eine Probe derselben nach dem Uebersättigen mit verdünnter Natronlauge keine blaue Färbung mehr zeigt, die beim Erhitzen in Roth übergeht. Alsdann läfst man abkühlen, salzt aus, filtrirt und reinigt erforderlichenfalls durch Umlösen aus angesäuertem . Wasser oder nach einem der anderen für Rhodamin gebräuchlichen Verfahren.
Berechnet für
Qt1Ht1N3O6: C29H84]V2O6:
653 "506.
In ähnlicher Weise vollzieht sich die Oxydation der nach 1. aus Phtalonsäure und anderen alkylirten m-Amidophenolen dargestellten Condensationsproducte.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Darstellung von Rhodaminen, darin bestehend, dafs man zunächst Phtalonsäure und alkylirte , Metamidophenole im Verhältnifs von 1 Mol. zu 3 Mol. durch Erhitzen auf etwa ioo° bei oder ohne Gegenwart eines indifferenten Lösungsmittels zu farblosen Condensationsproducten vereinigt und diese dann mit oxydirenden Mitteln behandelt.
2. Bei dem durch Anspruch 1 geschützten Verfahren die Anwendung von Dimethyl- oder Diäthyl- oder Monoäthyl-m-amidophenol und der Oxydationsmittel Eisenchlorid, Braunstein oder Persulfate.
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