DE872370C - Schaltungsanordnung fuer Fernaemter, in denen die Verbindungen mittels eines Schnurpaares hergestellt werden - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernaemter, in denen die Verbindungen mittels eines Schnurpaares hergestellt werdenInfo
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- H04M3/60—Semi-automatic systems, i.e. in which the numerical selection of the outgoing line is under the control of an operator
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für Fernämter, in denen die Verbindungen mittels
eines Schnurpaares hergestellt werden. Bisher werden bei der Herstellung von Verbindungen
höherer Art (vieradrige Stromkreise) Schnüre mit einem Doppelstöpsel und zwei einfachen Stöpseln
benutzt. Diese Schnüre, welche die Verbindung von vieradrigen Stromkreisen zur Vermittlung mit
zwei Sprechwegen gestatten, weisen erhebliche Mängel auf, die im wesentlichen darin bestehen,
daß die Einrichtung für die Fernämter durch diese Schnüre besonders schwerfällig und die Arbeitsweise
für die Beamtin recht verwickelt wird.
Die Erfindung bezweckt nun, eine Anordnung vorzusehen, die unter Vermeidung dieser besonderen
Schnüre den Verkehr mit Hilfe der üblichen Schnurpaare mit zwei Stöpseln, d. h. also mit Hilfe
der gewöhnlichen Schnurpaare, abzuwickeln gestatten, einerlei, zu welcher Art die herzustellenden
Verbindungen (Verbindungen vieradrig oder zweiadrig) gehören. Erfindungsgemäiß wird dies dadurch
erreicht, daß Schaltmittel im Schnurpaar vorgesehen sind, welche bei der Herstellung von
Verbindungen höherer Art (Zusammenschaltung von vieradrigen Stromkreisen) in den Endeinrichtungen
der Verbindungsleitungen Schaltmittel beeinflussen, welche die Herstellung eines Umgehungsweges
um das Schnurpaar veranlassen. Für die Praxis hat dies die Folge, daß bei der Herstellung
von Verbindungen höherer Art die von
Hand vorzunehmenden Schaltmaßnahmen dieselben bleiben wie die bei Verbindungen niederer Art,
d.h. indem die Beamtin einfach ihr Schnurpaar wie üblich einstöpselt.
Die Erfindung sei nun an Hand der. Schaltbilder an einem Ausführungsbeispiel für die Herstellung
von Verbindungen höherer Art näher beschrieben. . Fig. ι zeigt allgemein die erfindungsgemäße
Anordnung zur Herstellung zweier Verbindungen ίο höherer Art; in der
Fig. 2 sieht man den ankommenden oder abgehenden
Teil eines Stromkreises höherer Art; Fig. 3 zeigt das Schnurpaar; in der
Fig. 4 sind die Stromläufe zur Herstellung zweier
vieradriger Verbindungen gemäß der Erfindung dargestellt..
■In der Anordnung gemäß Fig. 1 erkennt man den
Umgehungsstromkreis mit den Freiwählern LC und CC sqwie die Klinken LJ und CJ, in welche
die Beamtin in bekannter Weise die Stöpsel A und R des Schnurpaares D einführen kann.
Die Art und Weise der Entgegennahme eines Anrufes über einen Stromkreis höherer Art geschieht
in dieser Anordnung genau so wie bei den Stromkreisen niederer Art. Auf jeden Fall wird
das Schnurpaar D von der Beamtin eingestöpselt. Bei der Weitergabe der Verbindung zu einem
Stromkreis niederer Art bleibt die Endeinrichtung T der Fig. 2 mit den beiden Adern verbunden,
so daß die Verbindung in der üblichen Weise über das Schnurpaar verläuft.
Handelt es sich dagegen um die Weitergabe der Verbindung zwischen zwei Stromkreisen höherer
Art, so sprechen, da diese Stromkreise durch die niedrigohmige, mit positivem Potential versehene
C-Ader gekennzeichnet sind, die durch die Gleichrichter Rd.ι und Rd-2 polarisierten Relais Ci
und C 2 (Fig. 3) an. Das Relais C1 schaltet die
Wicklung des Relais C 2 von Erde auf negative Batterie um. Die Folge davon ist, daß das nur auf
einen sehr starken Strom ansprechende Relais C1
(Fig. 2) des anrufenden Stromkreises in Tätigkeit tritt, da zum Hervorrufen des starken Stromes
positive und negative Batterie hintereinandergeschaltet sind.
Durch das Relais C1 (Fig. 12) kommt das Relais
P ι (Fig. 4) über folgenden Weg zum Ansprechen:
Batterie, Arbeitskontakt des Relais C1, Widerstand
und Aderi, Wicklung des Relais Pi, Erde.
Infolge der Erregung dieses Relais P1 werden
die Relais D und Dx stromführend und betätigen ihrerseits die Relais St aller freien Stromkreise
über folgenden Weg: Erde, Wicklung des Relais Sg, Arbeitskontakt des Relais Dx, und in
Vielfachschaltung dazu die Klinke OJ, Ruhekontakt des Relais A1, Ruhekontakt des Relais Dc, Ruhestellungskontakt
N des Freiwählers CC, Wicklung des Relais St, Batterie.
Um zu verhindern, daß ein Stromkreis, dessen spannungsempfindliche Einrichtung (Röhre L)
schadhaft geworden ist, sich auf den anrufenden Stromkreis aufschaltet, ist folgende Anordnung
entsprechend einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen: Durch das Ansprechen des
Relais St wird einerseits das Relais Va erregt, welches den Heizstromkreis der Rohre L einschaltet,
andererseits der Gittertransformator Tg mit der Wechselstromquelle von 400 Hz verbunden.
Wenn demnach die Röhre L nicht beschädigt ist, also normal arbeitet, spricht das Relais T an und
betätigt über einen Arbeitskontakt des Relais St das Relais V1, welches einerseits über seinen
linken Arbeits'kontakt und dem Ruhekontakt des Relais A1 das Relais Gi mit dem Schaltarm t des
Wählers LC verbindet, andererseits über seinen rechten Arbeitskontakt und den Ruhekontakt des
Relais Gt den Antriebsmagneten des Freiwählers LC an Erde anschaltet, so daß dieser Freiwähler
in Abhängigkeit von dem Relais Gt in Tätigkeit tritt. Das Relais Gt wird über die i-Ader beim Auftreffen
auf das vom Relais C1 (Fig. 2) herrührende Potential erregt, setzt den Freiwähler still und
läßt die Relais 57z· und Dc nacheinander ansprechen. Wenn der Freiwähler LC auf den anrufenden
Stromkreis höherer Art anhält, wird der Freiwähler CC des Umgehungsweges auf den angerufenen
Stromkreis höherer Art in Abhängigkeit von den Relais T und Tt wie folgt eingestellt: Das
Relais T wird in folgenden Stromkreis eingeschaltet: Relais T, Röhre L, Gittertransformator
Tg, mittlerer linker Arbeitskontakt des Relais Ro, Bürste und Kontakt c des Freiwählers LC, Klinkenkörper
LJ des anrufenden Stromkreises höherer Art (Fig. 12), dritte Ader des Abfragestöpsels R
(Fig. 3), Kondensator, dritte Ader des Anrufstöpseis A, Klinkenkörper CJ des angerufenen
Stromkreises !höherer Art (Fig. 1 und 2), Ader und Schaltarm c des Freiwäihlers CC (Fig. 4).
Ferner läßt das durch das angesprochene Relais Dc erregte Relais Ro den Freiwähler CC in Abhängigkeit
vom Ruhekontakt des Relais Tt an. Der Freiwähler CC führt bei seiner Bewegung an dem
c-A rm ein über den linken inneren Arbeitskontakt des Relais Ro kommendes Wechselpotential von
40Ό Hz. ■
Trifft der Freiwähler CC auf den Kontakt c, mit dem über die c-Ader des Schnurpaares und über
den Wähler LC das Relais T verbunden ist, so
spricht dieses Relais an.
Um zu vermeiden, daß das Ansprechen dieses Relais, welches ebensogut beim Fortschalten des
Freiwählers· CC auf der dem anrufenden wie auch dem angerufenen Stromkreis entsprechenden
Stellung erfolgen könnte, den Freiwähler in einer falschen Stellung stillsetzt, ist die Anordnung so
getroffen, daß das Relais T bei seinem Ansprechen die Prüfung nicht unterbricht, vielmehr das
Relais Tt in den Stromkreis des Schaltarms t einschaltet, so daß das Relais Tt auf das von der
Ader e der Fig. 2 herrührende Potential anspricht, wobei vorausgesetzt ist, daß der Schaltarm ΐ nicht
der ist, welcher dem anrufenden Stromkreis entspricht; denn in dieser Stellung liegt über den linken ■
äußeren Afbeitskontakt des Relais Ro, den Schaltarm und den Kontakt e des Freiwählers LC ein
Erdpotential.
Bei seinem. Ansprechen setzt das Relais Ti den Freiwähler CC still und läßt das Relais C (Fig. 4)
ansprechen.
Um eine falsche Verbindung zu vermeiden, was eintreten könnte, wenn zwei Prüfungen gleichzeitig
stattfinden und wenn der Freiwäihler CC der Verbindung Nr. 1 auf das Relais T der Verbindung
Nr. 2 in dem Augenblick trifft, in welchem der Wähler CC der Verbindung Nr. 2 sich auf den
Prüfstromkreis mit dem Relais T der Verbindung Nr. ι einstellt, beginnt der Freiwähler CC entsprechend
einem weiteren Merkmal der Erfindung seine Bewegung von einer festen Ruhestellung aus.
Das Relais C (Fig. 4) läßt bei seinem Ansprechen das Relais Ro abfallen, so daß die Röhre L erlischt,
und verbindet die Relais C1 und C 2 (Fig. 4) mit
dem Punkt f des gewünschten Stromkreises.
Bei der Herstellung der Verbindung wird der Abfrageschlüssel EC (Fig. 3) des Schnurpaares
umgelegt, und die Verbindung läuft zweiadrig über dieses Schnurpaar.
Wenn die Beamtin ihren Abfrageschlüssel zurücklegt, legt das Relais C 2 (Fig. 3) über die
Ruheseite des Wechselkontaktes des Relais E an die dritte Ader des Anrufstöpsels A ein Erdpotential,
so daß das Relais C 2 des angerufenen Stromkreises (Fig. 2) anspricht.
Dieses Relais C 2 erregt seinerseits das Relais P, welches das Dämpfungsglied AF unwirksam macht
und mit dem Relais Cx ein Erdpotential über die Ader f gibt. Dieses Relais Cx spricht in Reihe mit.
den Relais C ι und C 2, der Fig. 4 über einen
Arbeitskontakt des Relais C (Fig. 4) an.
Das Relais Cu (Fig. 4) läßt das Relais C4
(Fig. 2) des anrufenden Stromkreises über den Kontaktarm d des freien Wählers LC ansprechen.
Das Relais C 4 erregt das Relais P des anrufenden
Stromkreises, welches das Dämpfungsglied AF dieses Stromkreises unwirksam macht und an die
Endeinrichtung T ein Signal weitergibt, daß es sich um eine Vierdrahtverbindung handelt. Die Endeinrichtung
T des angerufenen Stromkreises gibt die Verbindung mit Hilfe des Relais Cx vieradrig
weiter.
Das Gespräch verlauf t über die Kontaktbänke a, b
und au, b ι der Freiwähler LC und CC. Das
Schnurpaar D bleibt parallel mit den beiden Sprechwegen zum Zwecke der Überwachung mittels
des Schlüssels SUC liegen. Mit Hilfe dieses Schlüssels können die Sprechwege über die Adern 1
bis 4 geleitet werden, um das Gespräch gegebenenfalls über einen Verstärker abzuhören.
Ist nur der Abfrageschlüssel EC (Fig. 3) und nicht auch der Schlüssel SUC betätigt, so wird das
Erdpotential von der dritten Ader des Anrufstöpsels A abgeschaltet. Das Relais C 2, (Fig. 2)
des angerufenen Stromkreises fällt ab, so daß auch die Relais Ci, C2 usw. der Fig. 4, wie es vorher
beschrieben ist, stromlos werden und die Verbindung zweiadrig über das Schnurpaar weiterläuft,
ohne daß der vieradrige Verbindungsstromkreis ausgelöst wird. Wird das Schnurpaar auf der einen
Seite aus der Klinke herausgezogen, so fällt das Relais C1 (Fig. 2) des anrufenden Stromkreises ab
und löst den vieradrigen Verbindungsstromkreis der Fig. 4 aus, so daß ein neuer Anruf bedient
werden kann.
Obwohl die Erfindung nur an einem Ausführungsbeispiel beschrieben ist, so ist doch einleuchtend,
daß die Erfindung auf dieses Ausführungsbeispiel nicht allein beschränkt ist, sondern daß
innerhalb des Rahmens der Erfindung zahlreiche Abwandlungen vorgenommen werden können.
Claims (5)
1. Schaltungsanordnung für Fernämter, in denen die Verbindungen mittels eines Schnurpaares
hergestellt werden, dadurch gekennzeichnet, daß Schaltmittel (Ci und C 2, Fig. 3)
im Schnurpaar vorgesehen sind, welche bei der Herstellung von Verbindungen höherer Art
(Zusammenschaltung vieradriger Verbindungsleitungen) in den Endeinrichtungen der Verbindungsleitungen
Schaltmittel (Ci, Fig. 2) beeinflussen, welche die Herstellung eines Umgehungsweges
um das Schnurpaar veranlassen.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Umgehungsweg zwei Freiwähler (LC und CC, Fig. 4) ent-
hält, von denen der eine (LC) in ankommender Richtung sich auf die anrufende und dann der
andere Freiwähler (CC) in abgehender Richtung auf die angerufene Verbindungsleitung
einstellt, so daß die Verbindung immer nur in einer Richtung über den Umgehungsweg verläuft.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verwendung
des nur in einer Richtung passierbaren Umgehungsweges auch für gemischten Verkehr zwischen den zusammenzuschaltenden
Verbindungsleitungen die Endeinrichtungen der Verbindungsleitungen jeweils mit den Kontaktbänken
beider Freiwähler verbunden sind.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der eine
Freiwähler (LC) eine beliebige, der andere Freiwäihler (CC) dagegen eine feste Ruhestellung
hat.
5. Anordnung nach Anspruch ί bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei Schadhaftwerden des
Umgöhungsstromkreises Schaltmittel (Ai, Fig. 4) in Tätigkeit treten, welche die Anlaßleitung
zu diesem Umgehungsstromkreis unterbrechen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
5812 3.53
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR872370X | 1942-11-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE872370C true DE872370C (de) | 1953-03-30 |
Family
ID=9358866
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM6796A Expired DE872370C (de) | 1942-11-13 | 1950-10-01 | Schaltungsanordnung fuer Fernaemter, in denen die Verbindungen mittels eines Schnurpaares hergestellt werden |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE872370C (de) |
| FR (2) | FR54653E (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1018928B (de) * | 1956-11-13 | 1957-11-07 | Merk Ag Telefonbau Friedrich | Schaltungsanordnung fuer handbediente Vermittlungseinrichtungen fuer Fernaemter des Fernsprechverkehrs |
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0
- FR FR960713D patent/FR960713A/fr not_active Expired
-
1943
- 1943-09-22 FR FR54653D patent/FR54653E/fr not_active Expired
-
1950
- 1950-10-01 DE DEM6796A patent/DE872370C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1018928B (de) * | 1956-11-13 | 1957-11-07 | Merk Ag Telefonbau Friedrich | Schaltungsanordnung fuer handbediente Vermittlungseinrichtungen fuer Fernaemter des Fernsprechverkehrs |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR54653E (fr) | 1950-07-27 |
| FR960713A (de) | 1950-04-22 |
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