DE85701C - - Google Patents

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DE85701C
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pedal
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10DSTRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10D1/00General design of stringed musical instruments
    • G10D1/04Plucked or strummed string instruments, e.g. harps or lyres
    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10DSTRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10D3/00Details of, or accessories for, stringed musical instruments, e.g. slide-bars
    • G10D3/14Tuning devices, e.g. pegs, pins, friction discs or worm gears

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
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  • Electrophonic Musical Instruments (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 51: Musikalische Instrumente.
PAUL STARK in MARKNEUKIRCHEN.
Pedalharfe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Juni 1894 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Pedalharfe, welche an Stelle des bisher verwendeten complicirten Mechanismus zur Aenderung der Töne (z. B. Erärd-Harfe) einen nicht nur einfachen, sondern auch leicht zu handhabenden und zu reparirenden Mechanismus besitzt, wobei aber die Klangwirkung nicht nur eine gleichwerthige ist, sondern auch der bei den bisherigen Mechanismen durch zu plötzliche Anspannung der Saite eintretende harte Tonklang in Fortfall kommen und die Erzielung eines gebundenen Tones möglich sein soll. Infolge der Vereinfachung tritt aufser dem technischen auch ein ökonomischer Vortheil ein, da sich der Preis einer Harfe neuen Systems billiger stellen kann wie derjenige der alten Systeme.
Der Mechanismus zur Umänderung eines eingestellten Grundtones in eine andere Tonart oder zur Erhöhung oder Vertiefung eines Tones um einen halben Ton ist wie folgt construirt.
In dem Resonanzkasten α einer Harfe ist eine oben und unten in Lagern b c angeordnete Führungsschiene d befestigt, welche mit dem Resonanzboden e jedoch in keiner Verbindung steht, um dem Tone die Reinheit voll und ganz zu bewahren. Die Form dieser Führungsschiene ist beliebig, wie ebenso das Material für dieselbe Holz oder Metall sein kann. Die gebräuchlichsten Gestalten dürften die U-förfnige oder die einer geschlitzten Röhre sein, wie in Fig. 2 und 3 angedeutet.
In dieser Führungsschiene befinden sich neben einander gelagert sieben dünne Stäbe f (Fig. 4) beliebigen Materials, entsprechend den sieben Tonarten B, F, C, G, D, A, E, wobei die Grundstimmung der Harfe Es-dur ist. Diese Stäbe liegen in dieser Reihenfolge auf einander (Fig. 5 und 6). Die Stäbe f erhalten Zähne oder Greifer g (Fig. 4) beliebiger Form, deren Entfernung von einarider der Einspannung der Saiten h in die Harfe entspricht, d. h. zwischen je zwei Zähnen liegt eine Octave, so dafs der erste Zahn an der ersten Saite, der zweite an der achten, der dritte an der fünfzehnten u. s. w. anliegt. Diese Stäbe f sind" sehr dünn, der leichten Gangart halber auf einander aufgeschliffen und liegen ohne Zwischenraum neben einander; in der Zeichnung sind nur der Deutlichkeit halber die Stäbe stärker und mit Zwischenraum gezeichnet.
Bei B- bis A-dur haben die Stäbe / je sechs Zähne g, bei E-dur jedoch sieben Zähne (Fig. 7), da die Harfe sechs Octaven umfafst, somit 43 Saiten besitzt.
In Fig. 8 ist die Form der Oeffnungen gezeigt, welche in den Fufs der Harfe .eingearbeitet sind. Durch dieselben gelangen die Pedale nach aufsen. Die Oeffnung zeigt zwei Stufen, in die erste wird das Pedal gestellt, wenn der betreffende Ton um einen halben Ton erhöht werden soll; werden dagegen mehrere oder sämmtliche Pedale in die erste Stufe gestellt, also eine andere Tonart hervorgerufen, so dient die zweite Stufe dazu, einen Ton dieser neuen Tonart um einen halben Ton zu ändern.
In Fig. ι ist die Harfe veranschaulicht, und zwar sind die sechs Octaven je durch die erste Saite.angedeutet. Die Stäbe, welche den Ton verändern, stehen mit Pedalen in Verbindung, bei deren Bethätigung sich die Stäbe nach
unten bewegen und somit, wie aus dem Schema (Fig. 7) ersichtlich ist, die einzelnen Saiten gespannt werden.' Soll ein Ton um . einen halben Ton erhöht werden, beispielsweise der Ton e, so tritt man das E-Pedal herunter, dadurch werden die Saiten 1, 8, 15, 22, 29, 36 und 43 schärfer gespannt und um einen halben Ton erhöht.
In Fig. 7 ist ein Schema aufgestellt, in welcher Weise die Pedale bezw. Stäbe auf die Saiten einwirken; so werden, beispielsweise durch
Ε-Pedal die Saiten 1, 8, 15, 22, 29, 36, 43, Α-Pedal die Saiten 5, 12, 19, 26, 33, 40, D-Pedal die Saiten 2, 9, 16, 23, 30, 37, G-Pedal die Saiten 6, 13, 20, 27, 34, 41, : C-Pedal die Saiten 3, 10, 17, 24, 31, 38, ■ F-Pedal die Saiten 7, 14, 21, 28, 35, 42, B-Pedal die Saiten 4, 11, 18, 25, 32^39 um einen halben Ton erhöht.
Die Anordnung der Pedale ni ist für den' Spieler zweckmäfsig eine derartige, dafs auf der einen Saite vier, auf der anderen deren drei Platz finden. Dieselben sind so gelagert, dafs / und k feste Drehpunkte sind, während / einen einfachen Drehbolzen, darstellt. Bei einem Heruntertreten des Pedals wird sich auch die Stange f nach unten bewegen und die betreffenden Saiten spannen.
■ Will man die sieben Pedale durch ein einziges ersetzen, so verlegt man die Enden der -Pedalhebel η (Fig. 11 und 12) in eine Ebene und bohrt die Knöpfe q derselben weit auf, so dafs die Stange ο hindurchgesteckt werden kann. Diese Stange wird mit dem Fufs in die Hebelenden eingeführt, welche herabgedrückt werden sollen, wodurch dieselben durch einen Druck auf das eine Pedal ρ bethätigt werden. Soll nun auf der Harfe gespielt werden, so ist auf die den Noten vorgezeichnete Tonart zu achten und nach dem in der Tonkunst üblichen Transponirverfahren die Einstellung der Pedale in die erste Stufe vorzunehmen, d. h. etwa vorgezeichnetem b oder ^ aufzulösen oder einzustellen. Durch Einstellen der einzelnen Pedale in die zweite Stufe erfolgt alsdann eine weitere Aenderung des einzelnen Tones.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine ' Pedalharfe, : bei welcher in dem Resonanzkasten in einer Führungshülse (d) Stangen (f) gelagert sind, welche mittelst Pedale (m) verschoben werden können, .hierbei mit Vorsprüngen (Zähnen g) gegen die Saiten drücken und die Spannung derselben derart verändern, dafs eine Umstimmung der Saiten um ,einen halben Ton herbeigeführt wird. ;
2. Eine Ausführungsform der unter 1. gekenn-' zeichneten Harfe, bei welcher die Pedale mit einander und mit einem Coppel-Pedal (p) verbunden werden können, um eine beliebige Anzahl oder auch sämmtliche Pedale mittelst eines einzigen Pedals zu bethätigen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT85701D Active DE85701C (de)

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Country Status (1)

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DE (1) DE85701C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1220707B (de) * 1960-01-15 1966-07-07 Dr Hans Kunitz Chromatische Pedalharfe
DE102007002068A1 (de) * 2007-01-09 2008-07-17 Kühn, Gundolf Halboffenes Saiteninstrument

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1220707B (de) * 1960-01-15 1966-07-07 Dr Hans Kunitz Chromatische Pedalharfe
DE102007002068A1 (de) * 2007-01-09 2008-07-17 Kühn, Gundolf Halboffenes Saiteninstrument

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