DE89745C - - Google Patents

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DE89745C
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    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10DSTRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10D3/00Details of, or accessories for, stringed musical instruments, e.g. slide-bars
    • G10D3/06Necks; Fingerboards, e.g. fret boards
    • G10D3/08Fingerboards in the form of keyboards

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Electrophonic Musical Instruments (AREA)

Description

hm
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 51: Musikalische Instrumente.
H. RUNDE in EIMSBÜTTEL-HAMBURG. Klaviatur für Saiteninstrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. November 1895 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Klaviatur für Saiteninstrumente beliebigerArt (z.B. Violine, Streichzither, Cello, Guitarre u. s. w.). Durch dieselbe wird bezweckt, ein leichtes und sicheres Spielen zu ermöglichen, ohne dafs man genöthigt wäre, jeden einzelnen Ton auf der betreffenden Saite zu suchen und anzudrücken.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist in Fig. 1 diese Klaviatur in Verbindung mit einer Violine dargestellt. Fig. 2 zeigt in gröfserem . Mafsstabe die obere Ansicht des Violinhalses, an welchem die Klaviatur angebracht ist. Die Fig. 3 und 4 sind Querschnitte nach der Linie x-x der Fig. 2 und veranschaulichen die verschiedenen Stellungen der Hebelanordnung im Ruhezustande bezw. bei Bethätigung einer Taste.
Die Klaviatur besteht im wesentlichen aus einer an den Violinenhals angebauten, beliebig geformten Platte a, welche zur Aufnahme der wie bei einem Klavier angeordneten, durch Feder b1 in Stellung gehaltenen Tasten b dient. An diesen Tasten b ist je ein zweiarmiger Hebel cc1 befestigt, dessen Drehpunkt in einem leistenartigen Vorsprung d der Platte α gelegen ist. Das andere gekröpfte Ende c1 der Hebel ist mit Längsstäben e verbunden, an welchen wiederum je ein zweiarmiger Hebel ff1 befestigt ist. Diese Hebel/ besitzen ihren Drehpunkt bei g, und dient ihr freies Ende/1 zum Niederdrücken der Saiten bei Bethätigung der Tasten. An dem vorderen Ende c der Tastenhebel sind aufserdem zweiarmige Hebel h h1 befestigt,' welche ihren Drehpunkt ebenfalls in der Leiste d besitzen und deren freies Ende h1 mit auf den Saiten des Instruments aufliegenden Dämpfern i verbunden ist. Federn il drücken die Dämpfer ζ beständig auf die Saiten nieder.
Die Anordnung und Zahl der Hebel und Dämpfer richtet sich nach der Zahl der Saiten des mit der Anordnung zu versehenden Instruments.
Bei dem auf der Zeichnung dargestellten Beispiel wird sich die Anordnung der Klaviatur wie folgt gestalten:
Wie bekannt, besitzt die Violine vier Saiten, welche auf vier bestimmte Töne abgestimmt sind. Aufser dem Grundton einer jeden Saite ist es erforderlich, beim Spielen durch Drücken auf verschiedene auf einander folgende Stellen mindestens je sechs verschiedene Töne hervorbringen zu können. Diese sechs verschiedenen Einstellungspunkte auf den Saiten werden bei der neuen Klaviaturvorrichtung durch das freie Ende f1 der zweiarmigen Hebel / bethätigt, und zwar so, dafs beim Andrücken einer Taste der betreffende Hebel/ alle vier Saiten in einer Querlinie niederdrückt. Die anderen Enden f1 der Hebel sind mit einem Lä'ngsstab e verbunden , so dafs also eben soviel Längsstäbe wie Niederdruckhebel vorhanden sind. An diesen Längsstäben e sind nun je vier Tastenhebel cc1 befestigt. Die vier Tasten der an einem jeden Längsstab e befestigten Hebel c bezeichnen also die von dem betreffenden . Hebel / bezw. f1 niederzudrückenden vier Saitenstellen bezw. Töne. Auf der Zeichnung Fig. 2 sind zum besseren Verständnifs des Vorgesagten die betreffenden Tasten des sechsten
Niederdruckhebels f1, sowie die betreffenden Tonstellen mit gleichen Zahlen i, i. 3, 4 versehen.
Kurz vor der Streichstelle einer jeden Saite ist ein vermittelst des zweiarmigen Hebels h h' mit den betreffenden Tastenhebeln c verbundener Dämpfer i auf den Saiten angeordnet, welcher von einer kleinen Feder i1 beständig auf letztere aufgedrückt wird. Der an jedem Dämpfer angeordnete zweiarmige Hebel h h1, welcher seinen Drehpunkt bei dl besitzt, ist mit denjenigen Tastenhebeln c verbunden, welche die betreffenden Töne der von dem Dämpfer bethätigten Saite bezeichnen. Es ist also jeder Dämpferhebel h mit sieben, d. h. mit eben soviel Tastenhebeln c zu verbinden, als jede Saite Töne besitzt.
Hieraus ergiebt sich noch, dafs (von oben gerechnet) die ersten sieben Tasten mit den Tönen der ersten Saite, die zweiten sieben Tasten mit den Tönen der zweiten Saite, die dritten sieben Tasten mit den Tönen der dritten Saite und endlich die letzten sieben Tasten mit den Tönen der vierten Saite in Verbindung stehen.
Die Wirkungsweise der vorbeschriebenen Einrichtung ist folgende: Beim Niederdrücken einer beliebigen Taste, z. ß. 1 (Fig. 2), wird das an dem Längsstab e befestigte Hebelende c1 hochgehoben, mit letzterem zugleich der Längsstab e. Hierdurch wird das freie Endey1 des mit dem Längsstab e verbundenen, um Punkt ^drehbaren Hebelst/auf die vier Saiten der Violine niedergedrückt. Von dem vorderen Ende des Tastenhebels c wird gleichzeitig der Dämpferhebel h niedergedrückt und somit der Dämpfer i von der ersten Saite abgehoben. Da nun die Dämpfer der übrigen drei Saiten noch aufliegen, so wird nur jene erste freigemachte Saite bethätigt, und zwar auf dieser Saite nur derjenige Ton, welcher dem niedergedrückten Hebel f1 bezw. der zugehörigen Taste b entspricht. Bei Bethätigung der Tastenhebel 2, 3, 4 spielt sich derselbe Vorgang ab. Jedesmal wird ein anderer Dämpfer i hochgehoben, aber derselbe Hebel f niedergedrückt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Klaviatur für Saiteninstrumente, dadurch gekennzeichnet, dafs die Tasten mit Greif- und Dämpferhebeln derart verbunden sind, dafs beim Niederdrücken einer Taste ein Greifhebel auf die zugehörige Stelle der Saiten gelegt und gleichzeitig von der zum Ertönen zu bringenden Saite der Dämpferhebel abgehalten wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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