DE855290C - Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen

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DE855290C
DE855290C DEP27316A DEP0027316A DE855290C DE 855290 C DE855290 C DE 855290C DE P27316 A DEP27316 A DE P27316A DE P0027316 A DEP0027316 A DE P0027316A DE 855290 C DE855290 C DE 855290C
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DEP27316A
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Theodor Dr Holbro
Walter Dr Kern
Paul Dr Sutter
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Ciba Geigy AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/16Amino-anthraquinones
    • C09B1/20Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
    • C09B1/36Dyes with acylated amino groups
    • C09B1/42Dyes with acylated amino groups the acyl groups being residues of an aromatic carboxylic acid

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen Gegenstand des Hauptpatents 846 592 ist ein Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen, bei dein in mindestens einer Stufe des Herstellungsverfahrens ein acylierendes :Mittel auf ein ve@rküpbares Amin zur Einwirkung gelangt, wobei als mindestens ein acvlierendes Mittel eine solche Carbonsäure lizw. ein funktionelles Derivat davon verwetid.:t wird, die eine Sulfonsäureamidgruppe enthält.
  • Es wurde min gefunden, <iaß nach dem Verfahren dies Hauptpatents wertvolle Farbstoffe der allgemeinen Formel hergestellt «-erden können, wenn man von solchen _\ntlirachinonderivaten ausgeht, die in einer der ,B-Stellungen . des mit II bezeichneten Ringes i Halogenatom enthalten.
  • Die Auswahl der Komponenten gemäß vorliegendem Verfahren kann z. B. so geschehen, daß man ein 4-Ami;no-i-acy.laminoanthTachinon, das in einer der Stellen 6 und 7 i Halogenatom aufweist, mit einem Benzol-i-carhornsäure-4-sulfam@id, vorteilhaft in Form des Säureohlorids, umsetzt. Zu denselben Produkten kann man auch gelangen, wenn man ein entsprechendes i-Amino-4- (4 - sulfamidobenzoyl)-ami,noanthrachinon, das in einer der Stellen 6 und 7 i Halogenatom aufweist, mit einem Acyl-ierungsmittel umsetzt.
  • Als Acylgruppen, die in der Anthrachnonkomponente bereits vorhanden sind oder eingeführt werden, kommen insbesondere aromatische Acylgruppen wie Cinnamoylgruppen, vorzugsweise Aroylgruppen, wie Naphthoyl- und Benzoylgru.ppen in Betracht, wobei deren aromatische Kerne auch substituiert sein können. So kann. man beispielsweise ein 4-Amino-6- oder -7-halogen-i-benzoyl@aminoanthrachinon, das im Benzolkern der Benzoylgruppe substituiert ist, mit einem Benzol-i-car;bonsäure-4-sulfamid, vorteilhaft in Form des Säurechlorids, oder ein i-Amino-6- oder -7-halogen-4- (4 -sulfami,dobenzoyl)-am!i,noanthrachinon miteiner substituierten Benzoesäure ebenfalls zweckmäßig in Form des Säurechlorids umsetzen.
  • Bei den obengenannten Ausgangsstoffen kann zweckmäßig die Sulfamidkruppe am Stickstoffatom substituiert, vorteilhaft d@isubstituiert sein. Als solche Sulfamidgruppen kommen beispielsweise N-Arylal'kyl,sulfamidgruppen wie die Phenylmethylsulfam@kilgruppe, Diaralkyl@sulfami,dgruppen, wie die Dibenzylsulfamid@gruppe und hauptsächlich D-ial'kylsulfamidgruppen, wie Dimethyl-, Diäthyl-, Diällylsulfam:idgruppen sowie solche N-disubstituierte Sulfamidgruppen, in denen Idas Stickstoffatom einem Ring angehört, wie dies beispielsweise in den Sulfopiperididen und Sulfomorplholiden der Fall ist. Als Halogenatom in 6- oder 7-Stellung des Anthradhinonkerns sind beispielsweise Fluor, Brom und Chlor zu nennen.
  • Als mögliche Substituenten für die Acylgruppe kommen solche in Betracht, die in Küpenfarbstoffen üblicherweise vorkommen und die Verwendbarkeit der erhaltenen- Produkte als Küpe,nfarbstoffe nicht beeinträchtigen. Als Beispiele brauchbarer Substituenten seien Alkylgruppen, besonders Methylgruppen, Alkoxygruppen, besonders Äthoxy- und Methoxygruppen, Aryloxygruppen, besonders Phenoxygruppen, Cyangruppen, Alkyl- und Arylsulfon.gruppen, Sulfa.midgruppen von gleicher oder anderer Beschaffenheit als die obengenannten, sowie insbesondere Halogene, wie Chlor, Brom und Fluor genannt.
  • Als Acylierungsmittel, die eine substituierte Benzoylgr,uppeeinführen können, seien insbesondere genannt: Halogenbenzoesäuren, wie a-Chlor-, 3-Chlor-, 4-Chlor-, 4-Brom- und 4-Fluorbenzoesäure, 3=Methoxy-, 4-Metlloxybenzoesäure, 4-Phenoxybenzoesäure, sowie Benzoesäuren, in denen ein weiterer Substituent, z. B. ein weiteres Halogenatom oder eine Alkyl- oder Allkoxygruppe auftritt, wie 3, 4-Dichlorhenzoesäure, 3-Methyl-4-chlorbenzoesäure, 4-Phenyl- bzw. 4-Methylsulfonhenzoesäure. In manchen Fällen können als 6- bzw. 7-Halogenanthrachinone auch Mischungen isomerer Komponenten verwendet werden, z. B. Mischungen von in 6- und 7-Stellung halogenierten Derivaten.
  • D,ie als Komponenten zur Verwendung gelangenden Carbons äuren werden analog dem Verfahren des Hauptpatents zweckmäßig nicht als solche, sondern in Form ihrer reaktionsfähigen funktionellen Derivate, insbesondere der Säurechloride, verwendet. Die Umsetzung der verküpbaren Amine mit den Acylierungsmitteln kann ebenfalls nach den im Hauptpatent beschriebenen Methoden erfolgen, d. h. zweckmäßig in einem indifferenten, vorzugsweise hochsiedenden Lösungs-bzw. Verteilungsmittel bei erhöhter Temperatur.
  • Die nach dem vorliegenden Verfahren erhältlichen Produkte stellen wertvolle Küpenfarbstoffe dar. Sie können in bekannter Weise zum Färben und Bedrucken der verschiedensten Fasern tierischer und insbesondere pflanzlicher Art verwendet werden, so für Wolle, Seide, insbesondere aber für Baumwolle, Leinen, Kunstseide und Zellwolle aus regenerierter Cellulose sowie für Superpolyamidfasern. Man erhält zum Teil sehr reine und echte Färbungen, wobei insbesondere die gute Wasch-, Chlor- und Beuchechtheit in Anbetracht der im Farbstoff molekül enthaltenen Sulfamidgruppe überrascht. Die Farbstoffe können auch in bekannter Weise, z. B. durch Einwirkung von S 03-abgebenden Mitteln in Gegenwart von Metallen, in die entsprechenden Leukoschwefel,säwreester übergeführt und in dieser Form zum Färben und Drucken verwendet werden.
  • Die nachstehenden Beispiele erläutern die vorliegende Erfindung, ohne deren Inhalt jedoch irgendwie zu beschränken. Dabei bedeuten die Teile Gewichtsteile. Beispiel i 48 Teile Benzol-i-carbonsäu@re-4-(N-diimethyl)-sulfamid ! werden in i5oo Teilen wasserfreiem o-Dichlorbenzol verteilt und nach Hinzufügen von i5o Teilen Thionylc Chlorid und einer geringen Menge Pyridin '/E Stunde bei 9o bis ioo° unter Rühren gehalten. Hierauf ,destilliert man das überschüssige Thionylchlorid und etwas o-D.ichlorbenzol im Vakuum ab, gibt 74 Teile einer Mischung von i-Amino-4-benzoylamino-6-dhloranthradhinon und i-Amino-4-benzoylamino-7-chloranthrachinon hinzu und steigert die Temperatur langsam unter Rühren bis zum Sieden. Nach dem Erkalten wird der @in roten Nadeln kristalliaicrende Farbstoff filtriert, mit heißem Alkohol gewaschen und getrocknet. Der in guter Ausbeute erhaltene Farbstoff löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit roter Farbe und färbt Baumwolle aus olivefarbener Küpe in sehr echten, leuchtend blaustic'higroten Tönen. Besonders hervorzuheben ist die vorzügliche Lichtechtheit.
  • An Stelle von o-Dichlorbenzol können auch andere Lösungsmittel, wie Nitrobenzol oder Trichlorbenzol, verwendet werden.
  • Die Mischung aus i-Amino-4-benzoylamino-6-dhloranthrachinon und i-Amino-4-benzoylamino-7-dhlorant'hrachinon wird wie folgt erhalten: Eine Mischung aus i-Ami-no-6-chloranth.rac'hinon und i-Amino-7-chloranthradhinon, wie sie bei Nitrierung, Chlorierung und Reduktion von Anthrachinonß-sulfonsäure entsteht, wird, wie in der amerikanischen Patentschrift 2 134654 (Beispiel 3) für reines 6-Chlorderivat 1}esdhrieben, in eine Mischung von i-Amino-4-nitro-6-chloranthradhinon und i-Amino-4-nitro-7-chloranthrachinon verwandelt. 15 Teile des i-Amino-4-nitrochloranthrachinongemisches werden in 15o Teilen trocknem o-Dic'hlorbenzol verteilt und nach Hinzufügen von 15 Teilen Benzoylehlorid unter Rühren 3 Stunden gekocht.
  • 'Die nach dem Erkalten, Filtrieren und Waschen mit Alkohol erhaltenen gelben Ben.zoylaminokörper werden in der 7fachen Menge o-Dichlorbenzol verteilt, mit der doppelten Menge Phenylhydrazin versetzt und i Stunde bei 130 bis 14o° gerührt. Die nach dem Erkalten abfiltrierten und[ mit Alkohol gewaschenen Aminokörper kristallisieren in violetten Nadeln. Beispiel 2 7 Teile einer Mischung von i-Amino-4- [Bz4-(N-dimethyl) -sulfamidbenzoylamino] -6-chloranthrachinon und i-Amino-4-[Bz4-(N-d-i:methyl)=sulfami-dbenzoylamino] - 7 - chloranthradhinon werden in ioo Teilen trocknem o-Dichlorbenzol verteilt und nach Hinzufügen von to Teilen Benzoyldhlorid 1/z Stunde unter Rühren zum Sieden erhitzt. Der nach dem Erkalten filtrierte, mit heißem Alkohol ausgewaschene und getrocknete Farbstoff bildet rote Nädelchen, welche sich in konzentrierter Schwefelsäure rot lösen. Der Farbstoff färbt Baumwolle aus olivegrüner Küpe in echten blaustichigroten Tönen und eignet sieh auch zum Drucken, nach dem üblichen Pottaschedruckverfahren.
  • An Stelle von o-Dichlorbenzol können auch andere Lösungsmittel, wie Nitrobenzol oder Tridhlorbenzol, verwendet werden.
  • Die Mischung von i -Amino-4- [Bz4-(N-dimethyl) - sulfamidbenzoylamino] - 6 - chloranthrachinon und i - Amino - 4 - [Bz4 - (N - dimethyl)-sulfamidbenzoylamino]-7-chlorant'hradhinon wird wie folgt dargestellt: 12 Teile Benzol-i-carbonsä'ure-4-(N-dimethyl)-su.lfamid werden ;in 17o Teilen trocknem o-Dichlorbenzol verteilt und nach Hinzufügen von 3o Teilen Thionylchlorid und sehr wenig Pyridin '/E Stunde bei 9o bis ioo° gerührt. Hierauf destilliert man das überschüssige Thionylchlorid und etwas o-Dirhlorbenzol im Vakuum ab, gibt 15 Teile der in Beispiel i beschriebenen Mischung aus i-Amaino-4@nitro-6-chloranthradhnon und i-Amino-4-nitro-7-chloranthrachinon hinzu und steigert die Temperatur langsam unter Rühren bis zum Sieden. Der nach dem Erkalten, Filtrieren und Waschen mit Alkohol erhaltene gelbe Körper wird, wie in Beispiel i erwähnt, mit Phenylhydrazin reduziert. Beispiel 3 36 Teile Benzol-i-carbonsäure-4-(N-di-methyl)-sulfamid werden in iooo Teilen trocknem o-Didhlorbenzol verteilt und nach Hinzufügen von 12o Teilen Thionylchlorid und sehr wenig Pyridin 1/x Stunde bei 9o bis ioo° gerührt. Dann werden im Vakuum das überschüssige nionylchlorid und etwas- o-Dichlorbenzol abydestilliert, 55 Teile i-Benzoylamino-4-amino-6-chloranthrachinon zugegeben und langsam unter Rühren auf dien Siedepunkt erhitzt. Nach 5 Minuten langem Sieden läBt man erkalten, filtriert, wäscht mit Alkohol gut aus und trocknet. Das in guter Ausbeute erhaltene i-Benzoylamino-4- [Bz4-(N - dimlethyl) - sulfamidbenzoyl-amino] - 6 - chloranthrachinon bildet rote Kristalle, löst si'c'h in konzentrierter Schwefelsäure mit roter Farbe, färbt-Baumwolle aus grüner Küpe in sehr echten, leuchtend blaustichigroten Tönen und eignet sich auch zum Drucken nach den üblichen Methoden.
  • An Stelle von o-Didhlorbenzol können auch andere Lösungsmittel, wie Nitrobenzol oder Tridhlorben.zol, verwendet werden.
  • i-Benzoylamino-4-amino-6-chlora-nthrachinon erhält man, wie in Beispiel i für eine Mischung beschrieben, aus reinem i-Am-i-no-4-nitro-6-chloranthrac'hinon. Beä s'p iel 4 49 Teile i-[Bz4 -(N-4dimethyl)-sulfamidbenzoylamino]-4-ami,no-6-chlorant'hradhinon werden in 8oo Teilen trocknem o-Dichlorbenzol verteilt und nach Hinzufügen von 8o Teilen Benzoylchlorid 15 Minuten siedend gerührt, worauf eich der Farbstoff beim Erkalten in roten Nadeln abscheidet. Es wird dann filtriert, mit Alkohol ausgewaschen und getrocknet. Das erümltene i-Benzoylamino-4-[Bz4 (N - dimethyl) - sulfami,dfbenzoylamino] - 7 - chlorant'hrachinon löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit roter Farbe und färbt Baumwolle aus grünlicher Küpe in sehr echten roten Tönen.
  • An Stelle von. o-Diehlorbenzol können auch andere Lösungsmittel, wie Nitrobenzol oder Trichlorbenzol, verwendet werden.
  • i - [Bz4- (N-dimethyl)-sulfam-idbenzoylarrvino]-4-amino-6-chloranthrachinon erhält man, wie in Beispiel 2 für eine Mischung beschrieben, aus reinem i-Amino-4-nitro-6-chloiranthrachinon. B,eisp.i-e15 23 Teile Benzol-i-carbonsäure-4-(NJdimethyl)-sulfamid werden in 35o Teilen trocknem Nitrobenzol verteilt und nach Hinzufügen von 16 Teilen Tllionylchlorid und einer geringen Menge Pyridi.n 11/2 Stunden bei 12o° verrührt. Hierauf wird die klare Lösung mit 45,5 Teilen i-(p-Brombenzoylamino)-4-amino-6-chloranbhrachinon versetzt und 2 Stunden bei 125 bis 130° gerührt. Nach dem Erkalten wird der ;in roten Nädelchen auskristallisierte Farbstoff abfiltriert, mit heißem Alkohol gut gewaschen und getrocknet. Der in guter Ausbeute erhaltene Farbstoff löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit rotvioletter Farbe und färbt Baumwolle aus olivefarbener Küpe in echten, blausticnigroten Tönen.
  • Das i-(p-Brombenzoylamino)-4-amnino-6-chloranthrachinon wird wie folgt erhalten: 80,5 Teile p-Bromlaenzoesäure werden in 8oo Teilen trocknem Nitrobenzol verteilt und nach Hinzufügen von 6o Teilen Thionylchlorid und einer sehr geringen Menge Pyridin 2 Stunden bei 9o bis ioo° verrührt. Hierauf versetzt man die Lösung mit 121 Teilen i-Amino-4-nitro-6-chloranthrach,inon und rührt 3 Stunden bei i2o bis 130°. Der nach dem Erkalten abfiltrierte und mit heißem Alkohol gewaschene gelbe Nitrbkörper wird nach den üblichen Methoden reduziert. Das erhaltene i-(p-Broml)enzoylamino)-4-amino-6-cliloranthrachinon bildet aus o-Dichlorbenzol umkristallisiert violette Nädelchen. Beispiel 6 46 Teile Benzol-i-carbonsäure-4-(N-dimethyl)-sulfamid werden in 5oo Teilen trocknem Nitrobenzol verteilt und nach Hinzufügen von 32 Teilen Thionylchlorid 11/2 Stunden bei 12o° unter Rühren gehalten. Hierauf wird mit 82,2 Teilen einer Mischung aus i-(p-C'hlorbenzoylamino)-4-amitio-6-chlorant'hrac'hinon und i-(p-Chlorbenzoylamino)-4-amino-7-chloranbhrachinon versetzt .und 2 Stunden bei 120 bis 130° gerührt. Der nach, dem Erkalten abfiltrierte und gut mit kochendem Alkohol gewaschene Farbstoff bildet ein leuchtendrotes kristallines Pulver, welches sich in konzentrierter Schwefelsäure mit rotvioletter Farbe löst und Baumwolle aus grünblauer Küpe in echten Rosatöneri färbt.
  • Die Mischung aus i-(p-Chlorbenzoylamino)-6-c'hlorantlhrac@hinon und i-(p-Chlorbenzoylamino)-7-chloranthrachinon erhält man durch Acylierung des in Beispiel i beschriebenen i-Amino-4-nitrochloranthra.chinongemisches mit p-Chlorbenzoylchlorid und nachträgliche Reduktion der Nitrogruppe. Der aus o-Dichlorbenzol umkristallisierte Aminokörper bildet violette Nadeln. Beispiel? 27 Teile Be@nzoesäure-4-sulfopiperi,did werden in 25o Teilen trocknem Nitrobenzol verteilt und nach Hinzufügen von 16 Teilen T''hionyl(2hlori,d' und einer sehr geringen Menge Pyridin 11/2 Stunden bei i2o° verrührt. Hierauf wird rnil 37,7 Teilen der in Beispiel 1 beschriebenen i-Amino-4-benzoylaminochloranthrachinonmischung versetzt und 2 Stunden bei 12o bis 130° gerührt. Beim Erkalten kristallisiert der Farbstoff in leuchtendroten Nädelchen aus. Diese werden abfiltriert und gut lnit heißem Alkohol gewaschen. Sie lösen sieh -in konzentrierter Schwefelsäure mit rotvioletter Farbe und färben Baumwolle aus olivefarbener Küpe in sehr echten, blaustichigen Rosatönen.
  • Das Benzo-esäure-4-sulfopiperidid wird wie folgt erhalten: Zu einer Lösung aus 17 Teilen Piperidin in 15o Teilen Wasser werden bei Zimmertemperatur unter Rühren langsam i i Teile Benzol-i-carbonsäure-4-sulfochlorild hinzugefügt. Dann ,rührt man kräftig 2 Stunden hei 5o°, läßt erkalten, filtriert und versetzt das Filtrat bis zur stark sauren Reaktion mit verdünnter Salzsäure. Der ausgefallene Niederschlag wird abfiltriert, mit verdünnter Salzsäure und Wasser gewaschen und bei ioo° getrocknet. Er bildet aus Alkohol umkristallisiert farblose Nadeln.
  • Zu noch reineren Rosatönen gelangt man, wenn die i-Amino-4-benzoylaminoc'liloranthrachinonmischung durch reines i-Benzoylamino-4-amino-6-chloranth@rac'hinon ersetzt wird. Beispiel 8 17 Teile Benzol-i-c.arl)onsäure-4-(N-d@imethyl)-sulfamid werden in 185 Teilen trocknem Nitrobenzol verteilt und nach Hinzufügen von i i Teilen Thionylchlorid 11/2 Stunden bei 12o° verrührt. Hierauf wird mit 3o Teilen i-(p-Methoxybenzoylami,no)-.4-amino-6-chloranthraclhinon versetzt und 2 Stunden bei 12o bis 130° weitergerührt. Der nach dem Erkalten sich in roten Kriställchen abscheidende Farbstoff wird mit 'heißem Alkohol gut ausgewaschen und getrocknet. Er löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit bräunlicher Farbe und färbt Baumwolle aus olivebrauner Küpe in echten blauroten Tönen.
  • Das i - (p - Methoxybenzoylamino) - 4 - amino-6-chloranthrachinon wird wie folgt erhalten: 31 Teile p-Methoxybenzoesäure werden in 35o Teilen trocknem Nitrobenzol verteilt und nach Hinzufügen von 3o Teilen Thionylchlorid' und einer sehr geringen Menge Pyri(din 2 Stunden bei 8o bis 9o° gerührt. Hierauf gibt man 6o Teile i-Amino-4-nitro-6-chloranthrachinon 'hinzu und rührt noch 3 Stunden bei 120 bis 13o°. Beim Erkalten kristallisiert das acylierte Aminoanthrachinon in gelben Nädelchen aus. Die Nitrogruppe wird, wie in Beispiel i erwähnt, mit Phenylhydrazin reduziert. Das Reduktionsprodukt bildet aus o-Dichlorbenzol umkristallisiert rotviolette Nädelchen.
  • Verwendet .man eine Mischung aus i-(p-Methoxy-' 1)enzoylam,ino)-4-amino-6-chloranthrachinon und i - (p - Methoxybenzoylamino) - 4-amino-7-cnloranthrachinon, so gelangt man zu etwas rotstichigeren Tönen. Beispiel 9 9,2 Teile Benzol-i-carl)onsäure-4-(N-dimethyl)-s,ulfami,d, werden in Zoo Teilen o-Dichlorbenzol verteilt und nach Hinzufügen voll 2o Teilen Thionylchlorid und einer geringen Menge Pyridin i Stunde bei 9o bis ioo° verrührt. Nachdem das überschüssige, Thionylchlorid und etwas o-Didhlorbenzol im Vakuum abdestilliert wurden, wird mit 5,4 Teilen 1, 4-Diamino-6-chloranthrachinon versetzt und unter Rühren langsam bis zum Sieden erhitzt. Nach dem Erkalten wird der in roten Kriställchen ausfallende Farbstoff abgesaugt, gut mit kochendem Alkohol gewaschen und getrocknet. Er löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit orangestichigroter Farbe und färbt Baumwolle aus blaugrüner Küpe in echten Rosatönen.
    Lösungsfarbe Farbe der geseiften
    Substitution in konzentrierter Farbe der Kü Färbung
    Acylrest in Ring II Sulfamidgruppe pe
    Schwefelsäure auf Baumwolle
    Benzoyl............. 6, 7-Chlor I Sulfodiäthyl- rotviolett I violett blaustichigrosa
    amid
    Benzoyl............. 6, 7-Chlor Sulfodiallylamid rotviolett oliv rosa
    Benzoyl............. 6,7-Chlor Sulfodibenzyl- rotviolett rotbraun rosa
    amid
    Benzoyl............. 7-Chlor Sulfopiperidid rotviolett olivgrün rosa
    Benzoyl............. 6-Chlor Sulfomorpholid rotviolett violett blaustichigrosa
    Benzoyl............. 6, 7-Chlor desgl. rotviolett violett rosa
    Benzoyl............. 6-Chlor Sulfomethyl- violettrot blauviolett blaustichigrosa
    phenylam.id
    Benzoyl............. 6, 7-Chlor desgl. violettrot blauviolett rosa
    4-Chlorbenzoyl....... 7-Chlor Sulfodimethyl- rot violett rosa
    amid
    4-Chlorbenzoyl....... 6-Chlor desgl. violettrot violett blaustichigrosa
    4-Brombenzoyl....... 7-Chlor desgl. braunrot oliv braunstichigrosa
    4-Phenylsulfonbenzoyl 7-Chlor desgl. rot blaugrün rosa
    4-Phenylsulfonbenzoyl 6-Chlor desgl. violettrot blaugrün orangerot
    4-Jodbenzoyl........ 7-Chlor, desgl. braun grünoliv blaustichigrosa
    4-Jodbenzoyl........ 6-Chlor desgl. braun grünoliv blaustichigrosa
    4-Chlorbenzoyl....... 6, 7-Chlor Sulfopiperidid rotviolett olivgrün rosa
    3. 4, 5-Trimethoxy-
    benzoyl........... 6-Chlor Sulfodimethyl- braunorange oliv rot
    amid
    4-Fluorbenzoyl ...... 6-Chlor desgl. rotviolett braunoliv blaustichigrosa
    4-Phenoxybenzoyl.... 6, 7-Chlor desgl. braunorange violett blaustichigrosa
    4-Chlorbenzoyl....... 6, 7-Chlor Sulfodiäthyl- rotviolett grünblau rosa
    amid
    4-Cyanbenzoyl....... 6-Chlor Sulfodimethyl- rot grün rosa
    amid
    3-Methoxybenzoyl.... 6-Chlor desgl. rotviolett grünblau blaustichigrosa
    Cinnamoyl.......... 6-Chlor desgl. orangebraun blaugrün blaustichigrot
    4-Methoxybenzoyl.... 6-Chlor Sulfomorpholid braun violett blaustichigrosa

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen gemäß Patent 846 592 der allgemeinen gekennzeichnet durch die Verwendung solcher Anehrachinonderivate, diie in einer der /3-Stellungen des mit II bezeichneten Ringes i Halogenatom enthalten.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch i, gekennzeichnet durch eine solche Auswahl der Komponenten, daß der Acylrest ein Benzoylrest ist.
  3. 3. Verfahren gemäß den Ansprüchen i und 2, gekennzeichnet durch eine solche Auswahl der Komponenten, daß dier Sulfamidrest ein Dial'kylsulfamidrest ist.
DEP27316A 1946-07-11 1948-12-28 Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen Expired DE855290C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE952120C (de) * 1952-07-23 1956-11-08 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonkuepenfarbstoffen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE952120C (de) * 1952-07-23 1956-11-08 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonkuepenfarbstoffen

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