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Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen Gegenstand des Hauptpatents
846 592 ist ein Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen, bei dein in mindestens
einer Stufe des Herstellungsverfahrens ein acylierendes :Mittel auf ein ve@rküpbares
Amin zur Einwirkung gelangt, wobei als mindestens ein acvlierendes Mittel eine solche
Carbonsäure lizw. ein funktionelles Derivat davon verwetid.:t wird, die eine Sulfonsäureamidgruppe
enthält.
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Es wurde min gefunden, <iaß nach dem Verfahren dies Hauptpatents
wertvolle Farbstoffe der allgemeinen Formel
hergestellt «-erden können, wenn man von solchen _\ntlirachinonderivaten ausgeht,
die in einer der
,B-Stellungen . des mit II bezeichneten Ringes
i Halogenatom enthalten.
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Die Auswahl der Komponenten gemäß vorliegendem Verfahren kann z. B.
so geschehen, daß man ein 4-Ami;no-i-acy.laminoanthTachinon, das in einer der Stellen
6 und 7 i Halogenatom aufweist, mit einem Benzol-i-carhornsäure-4-sulfam@id, vorteilhaft
in Form des Säureohlorids, umsetzt. Zu denselben Produkten kann man auch gelangen,
wenn man ein entsprechendes i-Amino-4- (4 - sulfamidobenzoyl)-ami,noanthrachinon,
das in einer der Stellen 6 und 7 i Halogenatom aufweist, mit einem Acyl-ierungsmittel
umsetzt.
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Als Acylgruppen, die in der Anthrachnonkomponente bereits vorhanden
sind oder eingeführt werden, kommen insbesondere aromatische Acylgruppen wie Cinnamoylgruppen,
vorzugsweise Aroylgruppen, wie Naphthoyl- und Benzoylgru.ppen in Betracht, wobei
deren aromatische Kerne auch substituiert sein können. So kann. man beispielsweise
ein 4-Amino-6- oder -7-halogen-i-benzoyl@aminoanthrachinon, das im Benzolkern der
Benzoylgruppe substituiert ist, mit einem Benzol-i-car;bonsäure-4-sulfamid, vorteilhaft
in Form des Säurechlorids, oder ein i-Amino-6- oder -7-halogen-4- (4 -sulfami,dobenzoyl)-am!i,noanthrachinon
miteiner substituierten Benzoesäure ebenfalls zweckmäßig in Form des Säurechlorids
umsetzen.
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Bei den obengenannten Ausgangsstoffen kann zweckmäßig die Sulfamidkruppe
am Stickstoffatom substituiert, vorteilhaft d@isubstituiert sein. Als solche Sulfamidgruppen
kommen beispielsweise N-Arylal'kyl,sulfamidgruppen wie die Phenylmethylsulfam@kilgruppe,
Diaralkyl@sulfami,dgruppen, wie die Dibenzylsulfamid@gruppe und hauptsächlich D-ial'kylsulfamidgruppen,
wie Dimethyl-, Diäthyl-, Diällylsulfam:idgruppen sowie solche N-disubstituierte
Sulfamidgruppen, in denen Idas Stickstoffatom einem Ring angehört, wie dies beispielsweise
in den Sulfopiperididen und Sulfomorplholiden
der Fall ist. Als Halogenatom in 6- oder 7-Stellung des Anthradhinonkerns sind beispielsweise
Fluor, Brom und Chlor zu nennen.
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Als mögliche Substituenten für die Acylgruppe kommen solche in Betracht,
die in Küpenfarbstoffen üblicherweise vorkommen und die Verwendbarkeit der erhaltenen-
Produkte als Küpe,nfarbstoffe nicht beeinträchtigen. Als Beispiele brauchbarer Substituenten
seien Alkylgruppen, besonders Methylgruppen, Alkoxygruppen, besonders Äthoxy- und
Methoxygruppen, Aryloxygruppen, besonders Phenoxygruppen, Cyangruppen, Alkyl- und
Arylsulfon.gruppen, Sulfa.midgruppen von gleicher oder anderer Beschaffenheit als
die obengenannten, sowie insbesondere Halogene, wie Chlor, Brom und Fluor genannt.
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Als Acylierungsmittel, die eine substituierte Benzoylgr,uppeeinführen
können, seien insbesondere genannt: Halogenbenzoesäuren, wie a-Chlor-, 3-Chlor-,
4-Chlor-, 4-Brom- und 4-Fluorbenzoesäure, 3=Methoxy-, 4-Metlloxybenzoesäure, 4-Phenoxybenzoesäure,
sowie Benzoesäuren, in denen ein weiterer Substituent, z. B. ein weiteres Halogenatom
oder eine Alkyl- oder Allkoxygruppe auftritt, wie 3, 4-Dichlorhenzoesäure, 3-Methyl-4-chlorbenzoesäure,
4-Phenyl- bzw. 4-Methylsulfonhenzoesäure. In manchen Fällen können als 6- bzw. 7-Halogenanthrachinone
auch Mischungen isomerer Komponenten verwendet werden, z. B. Mischungen von in 6-
und 7-Stellung halogenierten Derivaten.
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D,ie als Komponenten zur Verwendung gelangenden Carbons äuren werden
analog dem Verfahren des Hauptpatents zweckmäßig nicht als solche, sondern in Form
ihrer reaktionsfähigen funktionellen Derivate, insbesondere der Säurechloride, verwendet.
Die Umsetzung der verküpbaren Amine mit den Acylierungsmitteln kann ebenfalls nach
den im Hauptpatent beschriebenen Methoden erfolgen, d. h. zweckmäßig in einem indifferenten,
vorzugsweise hochsiedenden Lösungs-bzw. Verteilungsmittel bei erhöhter Temperatur.
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Die nach dem vorliegenden Verfahren erhältlichen Produkte stellen
wertvolle Küpenfarbstoffe dar. Sie können in bekannter Weise zum Färben und Bedrucken
der verschiedensten Fasern tierischer und insbesondere pflanzlicher Art verwendet
werden, so für Wolle, Seide, insbesondere aber für Baumwolle, Leinen, Kunstseide
und Zellwolle aus regenerierter Cellulose sowie für Superpolyamidfasern. Man erhält
zum Teil sehr reine und echte Färbungen, wobei insbesondere die gute Wasch-, Chlor-
und Beuchechtheit in Anbetracht der im Farbstoff molekül enthaltenen Sulfamidgruppe
überrascht. Die Farbstoffe können auch in bekannter Weise, z. B. durch Einwirkung
von S 03-abgebenden Mitteln in Gegenwart von Metallen, in die entsprechenden Leukoschwefel,säwreester
übergeführt und in dieser Form zum Färben und Drucken verwendet werden.
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Die nachstehenden Beispiele erläutern die vorliegende Erfindung, ohne
deren Inhalt jedoch irgendwie zu beschränken. Dabei bedeuten die Teile Gewichtsteile.
Beispiel i 48 Teile Benzol-i-carbonsäu@re-4-(N-diimethyl)-sulfamid ! werden in i5oo
Teilen wasserfreiem o-Dichlorbenzol verteilt und nach Hinzufügen von i5o Teilen
Thionylc Chlorid und einer geringen Menge Pyridin '/E Stunde bei 9o bis ioo° unter
Rühren gehalten. Hierauf ,destilliert man das überschüssige Thionylchlorid und etwas
o-D.ichlorbenzol im Vakuum ab, gibt 74 Teile einer Mischung von i-Amino-4-benzoylamino-6-dhloranthradhinon
und i-Amino-4-benzoylamino-7-chloranthrachinon hinzu und steigert die Temperatur
langsam unter Rühren bis zum Sieden. Nach dem Erkalten wird
der
@in roten Nadeln kristalliaicrende Farbstoff filtriert, mit heißem Alkohol gewaschen
und getrocknet. Der in guter Ausbeute erhaltene Farbstoff löst sich in konzentrierter
Schwefelsäure mit roter Farbe und färbt Baumwolle aus olivefarbener Küpe in sehr
echten, leuchtend blaustic'higroten Tönen. Besonders hervorzuheben ist die vorzügliche
Lichtechtheit.
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An Stelle von o-Dichlorbenzol können auch andere Lösungsmittel, wie
Nitrobenzol oder Trichlorbenzol, verwendet werden.
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Die Mischung aus i-Amino-4-benzoylamino-6-dhloranthrachinon und i-Amino-4-benzoylamino-7-dhlorant'hrachinon
wird wie folgt erhalten: Eine Mischung aus i-Ami-no-6-chloranth.rac'hinon und i-Amino-7-chloranthradhinon,
wie sie bei Nitrierung, Chlorierung und Reduktion von Anthrachinonß-sulfonsäure
entsteht, wird, wie in der amerikanischen Patentschrift 2 134654 (Beispiel 3) für
reines 6-Chlorderivat 1}esdhrieben, in eine Mischung von i-Amino-4-nitro-6-chloranthradhinon
und i-Amino-4-nitro-7-chloranthrachinon verwandelt. 15 Teile des i-Amino-4-nitrochloranthrachinongemisches
werden in 15o Teilen trocknem o-Dic'hlorbenzol verteilt und nach Hinzufügen von
15 Teilen Benzoylehlorid unter Rühren 3 Stunden gekocht.
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'Die nach dem Erkalten, Filtrieren und Waschen mit Alkohol erhaltenen
gelben Ben.zoylaminokörper werden in der 7fachen Menge o-Dichlorbenzol verteilt,
mit der doppelten Menge Phenylhydrazin versetzt und i Stunde bei 130 bis
14o° gerührt. Die nach dem Erkalten abfiltrierten und[ mit Alkohol gewaschenen Aminokörper
kristallisieren in violetten Nadeln. Beispiel 2 7 Teile einer Mischung von i-Amino-4-
[Bz4-(N-dimethyl) -sulfamidbenzoylamino] -6-chloranthrachinon und i-Amino-4-[Bz4-(N-d-i:methyl)=sulfami-dbenzoylamino]
- 7 - chloranthradhinon werden in ioo Teilen trocknem o-Dichlorbenzol verteilt und
nach Hinzufügen von to Teilen Benzoyldhlorid 1/z Stunde unter Rühren zum Sieden
erhitzt. Der nach dem Erkalten filtrierte, mit heißem Alkohol ausgewaschene und
getrocknete Farbstoff bildet rote Nädelchen, welche sich in konzentrierter Schwefelsäure
rot lösen. Der Farbstoff färbt Baumwolle aus olivegrüner Küpe in echten blaustichigroten
Tönen und eignet sieh auch zum Drucken, nach dem üblichen Pottaschedruckverfahren.
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An Stelle von o-Dichlorbenzol können auch andere Lösungsmittel, wie
Nitrobenzol oder Tridhlorbenzol, verwendet werden.
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Die Mischung von i -Amino-4- [Bz4-(N-dimethyl) - sulfamidbenzoylamino]
- 6 - chloranthrachinon und i - Amino - 4 - [Bz4 - (N - dimethyl)-sulfamidbenzoylamino]-7-chlorant'hradhinon
wird wie folgt dargestellt: 12 Teile Benzol-i-carbonsä'ure-4-(N-dimethyl)-su.lfamid
werden ;in 17o Teilen trocknem o-Dichlorbenzol verteilt und nach Hinzufügen von
3o Teilen Thionylchlorid und sehr wenig Pyridin '/E Stunde bei 9o bis ioo° gerührt.
Hierauf destilliert man das überschüssige Thionylchlorid und etwas o-Dirhlorbenzol
im Vakuum ab, gibt 15 Teile der in Beispiel i beschriebenen Mischung aus i-Amaino-4@nitro-6-chloranthradhnon
und i-Amino-4-nitro-7-chloranthrachinon hinzu und steigert die Temperatur langsam
unter Rühren bis zum Sieden. Der nach dem Erkalten, Filtrieren und Waschen mit Alkohol
erhaltene gelbe Körper wird, wie in Beispiel i erwähnt, mit Phenylhydrazin reduziert.
Beispiel 3 36 Teile Benzol-i-carbonsäure-4-(N-di-methyl)-sulfamid werden in iooo
Teilen trocknem o-Didhlorbenzol verteilt und nach Hinzufügen von 12o Teilen Thionylchlorid
und sehr wenig Pyridin 1/x Stunde bei 9o bis ioo° gerührt. Dann werden im Vakuum
das überschüssige nionylchlorid und etwas- o-Dichlorbenzol abydestilliert, 55 Teile
i-Benzoylamino-4-amino-6-chloranthrachinon zugegeben und langsam unter Rühren auf
dien Siedepunkt erhitzt. Nach 5 Minuten langem Sieden läBt man erkalten, filtriert,
wäscht mit Alkohol gut aus und trocknet. Das in guter Ausbeute erhaltene i-Benzoylamino-4-
[Bz4-(N - dimlethyl) - sulfamidbenzoyl-amino] - 6 - chloranthrachinon bildet rote
Kristalle, löst si'c'h in konzentrierter Schwefelsäure mit roter Farbe, färbt-Baumwolle
aus grüner Küpe in sehr echten, leuchtend blaustichigroten Tönen und eignet sich
auch zum Drucken nach den üblichen Methoden.
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An Stelle von o-Didhlorbenzol können auch andere Lösungsmittel, wie
Nitrobenzol oder Tridhlorben.zol, verwendet werden.
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i-Benzoylamino-4-amino-6-chlora-nthrachinon erhält man, wie in Beispiel
i für eine Mischung beschrieben, aus reinem i-Am-i-no-4-nitro-6-chloranthrac'hinon.
Beä s'p iel 4 49 Teile i-[Bz4 -(N-4dimethyl)-sulfamidbenzoylamino]-4-ami,no-6-chlorant'hradhinon
werden in 8oo Teilen trocknem o-Dichlorbenzol verteilt und nach Hinzufügen von 8o
Teilen Benzoylchlorid 15 Minuten siedend gerührt, worauf eich der Farbstoff beim
Erkalten in roten Nadeln abscheidet. Es wird dann filtriert, mit Alkohol ausgewaschen
und getrocknet. Das erümltene i-Benzoylamino-4-[Bz4 (N - dimethyl) - sulfami,dfbenzoylamino]
- 7 - chlorant'hrachinon löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit roter Farbe
und färbt Baumwolle aus grünlicher Küpe in sehr echten roten Tönen.
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An Stelle von. o-Diehlorbenzol können auch andere Lösungsmittel, wie
Nitrobenzol oder Trichlorbenzol, verwendet werden.
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i - [Bz4- (N-dimethyl)-sulfam-idbenzoylarrvino]-4-amino-6-chloranthrachinon
erhält man, wie in Beispiel 2 für eine Mischung beschrieben, aus reinem i-Amino-4-nitro-6-chloiranthrachinon.
B,eisp.i-e15 23 Teile Benzol-i-carbonsäure-4-(NJdimethyl)-sulfamid werden in 35o
Teilen trocknem Nitrobenzol verteilt und nach Hinzufügen von 16 Teilen Tllionylchlorid
und einer geringen Menge Pyridi.n
11/2 Stunden bei 12o° verrührt.
Hierauf wird die klare Lösung mit 45,5 Teilen i-(p-Brombenzoylamino)-4-amino-6-chloranbhrachinon
versetzt und 2 Stunden bei 125 bis 130° gerührt. Nach dem Erkalten wird der
;in roten Nädelchen auskristallisierte Farbstoff abfiltriert, mit heißem Alkohol
gut gewaschen und getrocknet. Der in guter Ausbeute erhaltene Farbstoff löst sich
in konzentrierter Schwefelsäure mit rotvioletter Farbe und färbt Baumwolle aus olivefarbener
Küpe in echten, blausticnigroten Tönen.
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Das i-(p-Brombenzoylamino)-4-amnino-6-chloranthrachinon wird wie folgt
erhalten: 80,5 Teile p-Bromlaenzoesäure werden in 8oo Teilen trocknem Nitrobenzol
verteilt und nach Hinzufügen von 6o Teilen Thionylchlorid und einer sehr geringen
Menge Pyridin 2 Stunden bei 9o bis ioo° verrührt. Hierauf versetzt man die Lösung
mit 121 Teilen i-Amino-4-nitro-6-chloranthrach,inon und rührt 3 Stunden bei i2o
bis 130°. Der nach dem Erkalten abfiltrierte und mit heißem Alkohol gewaschene gelbe
Nitrbkörper wird nach den üblichen Methoden reduziert. Das erhaltene i-(p-Broml)enzoylamino)-4-amino-6-cliloranthrachinon
bildet aus o-Dichlorbenzol umkristallisiert violette Nädelchen. Beispiel 6 46 Teile
Benzol-i-carbonsäure-4-(N-dimethyl)-sulfamid werden in 5oo Teilen trocknem Nitrobenzol
verteilt und nach Hinzufügen von 32 Teilen Thionylchlorid 11/2 Stunden bei 12o°
unter Rühren gehalten. Hierauf wird mit 82,2 Teilen einer Mischung aus i-(p-C'hlorbenzoylamino)-4-amitio-6-chlorant'hrac'hinon
und i-(p-Chlorbenzoylamino)-4-amino-7-chloranbhrachinon versetzt .und 2 Stunden
bei 120 bis 130° gerührt. Der nach, dem Erkalten abfiltrierte und gut mit kochendem
Alkohol gewaschene Farbstoff bildet ein leuchtendrotes kristallines Pulver, welches
sich in konzentrierter Schwefelsäure mit rotvioletter Farbe löst und Baumwolle aus
grünblauer Küpe in echten Rosatöneri färbt.
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Die Mischung aus i-(p-Chlorbenzoylamino)-6-c'hlorantlhrac@hinon und
i-(p-Chlorbenzoylamino)-7-chloranthrachinon erhält man durch Acylierung des in Beispiel
i beschriebenen i-Amino-4-nitrochloranthra.chinongemisches mit p-Chlorbenzoylchlorid
und nachträgliche Reduktion der Nitrogruppe. Der aus o-Dichlorbenzol umkristallisierte
Aminokörper bildet violette Nadeln. Beispiel? 27 Teile Be@nzoesäure-4-sulfopiperi,did
werden in 25o Teilen trocknem Nitrobenzol verteilt und nach Hinzufügen von 16 Teilen
T''hionyl(2hlori,d' und einer sehr geringen Menge Pyridin 11/2 Stunden bei i2o°
verrührt. Hierauf wird rnil 37,7 Teilen der in Beispiel 1 beschriebenen i-Amino-4-benzoylaminochloranthrachinonmischung
versetzt und 2 Stunden bei 12o bis 130° gerührt. Beim Erkalten kristallisiert der
Farbstoff in leuchtendroten Nädelchen aus. Diese werden abfiltriert und gut lnit
heißem Alkohol gewaschen. Sie lösen sieh -in konzentrierter Schwefelsäure mit rotvioletter
Farbe und färben Baumwolle aus olivefarbener Küpe in sehr echten, blaustichigen
Rosatönen.
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Das Benzo-esäure-4-sulfopiperidid wird wie folgt erhalten: Zu einer
Lösung aus 17 Teilen Piperidin in 15o Teilen Wasser werden bei Zimmertemperatur
unter Rühren langsam i i Teile Benzol-i-carbonsäure-4-sulfochlorild hinzugefügt.
Dann ,rührt man kräftig 2 Stunden hei 5o°, läßt erkalten, filtriert und versetzt
das Filtrat bis zur stark sauren Reaktion mit verdünnter Salzsäure. Der ausgefallene
Niederschlag wird abfiltriert, mit verdünnter Salzsäure und Wasser gewaschen und
bei ioo° getrocknet. Er bildet aus Alkohol umkristallisiert farblose Nadeln.
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Zu noch reineren Rosatönen gelangt man, wenn die i-Amino-4-benzoylaminoc'liloranthrachinonmischung
durch reines i-Benzoylamino-4-amino-6-chloranth@rac'hinon ersetzt wird. Beispiel
8 17 Teile Benzol-i-c.arl)onsäure-4-(N-d@imethyl)-sulfamid werden in 185 Teilen
trocknem Nitrobenzol verteilt und nach Hinzufügen von i i Teilen Thionylchlorid
11/2 Stunden bei 12o° verrührt. Hierauf wird mit 3o Teilen i-(p-Methoxybenzoylami,no)-.4-amino-6-chloranthraclhinon
versetzt und 2 Stunden bei 12o bis 130° weitergerührt. Der nach dem Erkalten sich
in roten Kriställchen abscheidende Farbstoff wird mit 'heißem Alkohol gut ausgewaschen
und getrocknet. Er löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit bräunlicher Farbe
und färbt Baumwolle aus olivebrauner Küpe in echten blauroten Tönen.
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Das i - (p - Methoxybenzoylamino) - 4 - amino-6-chloranthrachinon
wird wie folgt erhalten: 31 Teile p-Methoxybenzoesäure werden in 35o Teilen trocknem
Nitrobenzol verteilt und nach Hinzufügen von 3o Teilen Thionylchlorid' und einer
sehr geringen Menge Pyri(din 2 Stunden bei 8o bis 9o° gerührt. Hierauf gibt man
6o Teile i-Amino-4-nitro-6-chloranthrachinon 'hinzu und rührt noch 3 Stunden bei
120 bis 13o°. Beim Erkalten kristallisiert das acylierte Aminoanthrachinon in gelben
Nädelchen aus. Die Nitrogruppe wird, wie in Beispiel i erwähnt, mit Phenylhydrazin
reduziert. Das Reduktionsprodukt bildet aus o-Dichlorbenzol umkristallisiert rotviolette
Nädelchen.
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Verwendet .man eine Mischung aus i-(p-Methoxy-' 1)enzoylam,ino)-4-amino-6-chloranthrachinon
und i - (p - Methoxybenzoylamino) - 4-amino-7-cnloranthrachinon, so gelangt man
zu etwas rotstichigeren Tönen. Beispiel 9 9,2 Teile Benzol-i-carl)onsäure-4-(N-dimethyl)-s,ulfami,d,
werden in Zoo Teilen o-Dichlorbenzol verteilt und nach Hinzufügen voll 2o Teilen
Thionylchlorid und einer geringen Menge Pyridin i Stunde bei 9o bis ioo° verrührt.
Nachdem das überschüssige, Thionylchlorid und etwas o-Didhlorbenzol im Vakuum abdestilliert
wurden, wird mit 5,4 Teilen
1, 4-Diamino-6-chloranthrachinon versetzt
und unter Rühren langsam bis zum Sieden erhitzt. Nach dem Erkalten wird der in roten
Kriställchen ausfallende Farbstoff abgesaugt, gut mit kochendem Alkohol gewaschen
und getrocknet. Er löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit orangestichigroter
Farbe und färbt Baumwolle aus blaugrüner Küpe in echten Rosatönen.
| Lösungsfarbe Farbe der geseiften |
| Substitution in konzentrierter Farbe der Kü Färbung |
| Acylrest in Ring II Sulfamidgruppe pe |
| Schwefelsäure auf Baumwolle |
| Benzoyl............. 6, 7-Chlor I Sulfodiäthyl- rotviolett
I violett blaustichigrosa |
| amid |
| Benzoyl............. 6, 7-Chlor Sulfodiallylamid rotviolett
oliv rosa |
| Benzoyl............. 6,7-Chlor Sulfodibenzyl- rotviolett rotbraun
rosa |
| amid |
| Benzoyl............. 7-Chlor Sulfopiperidid rotviolett olivgrün
rosa |
| Benzoyl............. 6-Chlor Sulfomorpholid rotviolett violett
blaustichigrosa |
| Benzoyl............. 6, 7-Chlor desgl. rotviolett violett rosa |
| Benzoyl............. 6-Chlor Sulfomethyl- violettrot blauviolett
blaustichigrosa |
| phenylam.id |
| Benzoyl............. 6, 7-Chlor desgl. violettrot blauviolett
rosa |
| 4-Chlorbenzoyl....... 7-Chlor Sulfodimethyl- rot violett rosa |
| amid |
| 4-Chlorbenzoyl....... 6-Chlor desgl. violettrot violett blaustichigrosa |
| 4-Brombenzoyl....... 7-Chlor desgl. braunrot oliv braunstichigrosa |
| 4-Phenylsulfonbenzoyl 7-Chlor desgl. rot blaugrün rosa |
| 4-Phenylsulfonbenzoyl 6-Chlor desgl. violettrot blaugrün orangerot |
| 4-Jodbenzoyl........ 7-Chlor, desgl. braun grünoliv blaustichigrosa |
| 4-Jodbenzoyl........ 6-Chlor desgl. braun grünoliv blaustichigrosa |
| 4-Chlorbenzoyl....... 6, 7-Chlor Sulfopiperidid rotviolett
olivgrün rosa |
| 3. 4, 5-Trimethoxy- |
| benzoyl........... 6-Chlor Sulfodimethyl- braunorange oliv
rot |
| amid |
| 4-Fluorbenzoyl ...... 6-Chlor desgl. rotviolett braunoliv blaustichigrosa |
| 4-Phenoxybenzoyl.... 6, 7-Chlor desgl. braunorange violett
blaustichigrosa |
| 4-Chlorbenzoyl....... 6, 7-Chlor Sulfodiäthyl- rotviolett
grünblau rosa |
| amid |
| 4-Cyanbenzoyl....... 6-Chlor Sulfodimethyl- rot grün rosa |
| amid |
| 3-Methoxybenzoyl.... 6-Chlor desgl. rotviolett grünblau blaustichigrosa |
| Cinnamoyl.......... 6-Chlor desgl. orangebraun blaugrün blaustichigrot |
| 4-Methoxybenzoyl.... 6-Chlor Sulfomorpholid braun violett blaustichigrosa |