DE952120C - Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonkuepenfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonkuepenfarbstoffen

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DE952120C
DE952120C DEC7913A DEC0007913A DE952120C DE 952120 C DE952120 C DE 952120C DE C7913 A DEC7913 A DE C7913A DE C0007913 A DEC0007913 A DE C0007913A DE 952120 C DE952120 C DE 952120C
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DE
Germany
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carboxylic acid
dye
amino
thiophene
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Expired
Application number
DEC7913A
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English (en)
Inventor
Dr Max Staeuble
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Ciba Geigy AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE952120C publication Critical patent/DE952120C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/16Amino-anthraquinones
    • C09B1/20Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
    • C09B1/36Dyes with acylated amino groups
    • C09B1/44Dyes with acylated amino groups the acyl groups being residues of a heterocyclic carboxylic acid

Description

  • Verfahren zur Herstellung von .Anthrachinonküpenfarbstoffen Die Erfindung bezieht sich auf neue Anthrachinonküpenfarbstoffe, welche, wie z. B. der Farbstoff der Zusammensetzung der allgemeinen Formel entsprechen, worin R, einen Rest der Benzolreihe bedeutet.
  • Die neuen Farbstoffe werden erfindungsgemäß hergestellt, indem man in i-Amino-4-acylamino-6, 7-dihalogenanthrachinonen die in i-Stellung befindliche Aminogruppe acyliert und hierbei die Ausgangsstoffe so wählt, daß der eine in den hüpenfarbstoffen vorhandene Acylrest ein gegebenenfalls weitersubstituierter Benzoylrest ist und der andere Acylrest der Formel entspricht. Die beim vorliegenden Verfahren als Ausgangsstoffe zu verwendenden i-Amino-q.-acylamino-6, 7-dihalogenantbrachinone können in 6- und 7-Stellung 2 gleiche Halogenatome, z. B. 2 Chlor- oder Bromatome, oder 2 verschiedene Halogenatome, z. B. i Chloratom und i Fluor-, Brom- oder Jodatom, aufweisen.
  • Die in den i-Amino-4-acylamino-6, 7-dihalogenanthrachinonen vorhandenen bzw. in diese einzuführenden Benzoylreste können weitere, in Küpenfarbstoffen gebräuchliche Substituenten enthalten, beispielsweise Halogenatome, wie Chlor oder Brom, niedrigmolekulare Alkyl- oder Alkoxygruppen, wie Methyl- oder Methoxygruppen, oder auch einen direkt mit dem Benzoylrest verbundenen Phenylrest. Dagegen sollen diese Benzoylreste zweckmäßig von Sulfongruppen und Sulfamidgruppen frei sein, oder allgemein gesagt, die Ausgangsstoffe werden beim vor-Legenden Verfahren. zweckmäßig so gewählt,. daß der entstehende Küpenfarbstoff in den Acylresten als einzigen schwefelhaltigen Substituenten die im Rest der Formel (3).befindliche Dialkylsulfonsäureamidgruppe enthält.
  • Die Acylreste der Formel (3) leiten sich von der Thiophen-2-carbonsäure-5-sulfonsäure ab und enthalten vorzugsweise niedrigmolekulare Alkylgruppen, beispielsweise Methyl-, Äthyl-, n-Propyl- oder Isopropylgruppen. Die beiden Alkylgruppen können auch z. B. an ihren endständigen Kohlenstoffatomen, direkt oder durch ein Heteroatom, aneinander gebunden sein, so daß sie mit dem Stickstoffatom der Sulfonsäureamidgruppe einen weiteren Heteroring, beispielsweise einen Morpholin- oder Piperidinring, bilden.
  • Die als Ausgangsstoffe zu verwendenden i-Aminoq.-acylamino-6, 7-dihalogenanthrachinone können, wie aus den vorstehenden Angaben ersichtlich ist, als Acylrest entweder einen Benzoylrest oder einen Rest der Formel (3) enthalten. Sie lassen sich nach an sich bekannten Methoden herstellen, beispielsweise durch Monoacylierungvon i, 4-Diamino-6, 7-dihalogenanthrachinonen oder Reduktion von i-Nitro-q.-acylamino-6, 7-dihalogenanthrachinonen, die ihrerseits durch Acylierung von i-Nitro-4-amino-6, 7-dihalogenanthrachinonen erhältlich sind.
  • Die Weiteracylierung der so erhältlichen i-Aminoq.-acylamino-6, 7-dihalogenanthrachinone mit den Benzoylierungsmitteln bzw. den Acylierungsmitteln, die den Rest der Formel (3) abgeben, kann ebenfalls nach an sich bekannten Methoden erfolgen, zweckmäßig unter Verwendung der betreffenden Carbonsäurehalogenide, insbesondere der Chloride. Mit Vorteil acyliert man in hochsiedenden Lösungsmitteln, wie Dichlorbenzol oder Nitrobenzol, bei erhöhter Temperatur, beispielsweise Temperaturen von über ioo°, gewünschtenfalls unter Zusatz von säurebindenden Mitteln und/oder katalytisch wirkenden Mitteln, wie Pyridin, Diäthylamin oder Natiiumcarbonat.
  • Die nach dem vorliegenden Verfahren erhältlichen neuen Farbstoffe, welche der bereits erläuterten Formel (2) entsprechen, können als Pigmentfarbstoffe sowie zum Färben und Bedrucken der verschiedensten Materialien, insbesondere von cellulosehaltigen Fasern, wie Baumwolle, Leinen, Kunstseide und Zellwolle aus regenerierter Cellulose, verwendet werden. Sie können gewünschtenfalls auch in Form ihrer in üblicher Weise hergestellten Leukoestersalze nach den für diese Farbstoffklasse bekannten Verfahren Verwendung finden. Die Färbungen zeichnen sich in der Regel durch einen reinen Farbton und durch gute Echtheitseigenschaften aus.
  • Gegenüber dem in der USA.-Patentschrift :z 505 253 beschriebenen Farbstoff, der durch Acylierung von i, 4-Diaminoanthrachinon mit Thsophen-2-carbonsäurechlorid erhalten wird, zeigen die verfahrensgemäß erhaltenen Farbstoffe den Vorzug, reinere und stärkere Färbungen auf Baumwolle zu ergeben.
  • In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile und die Prozente Gewichtsprozente. Beispiel i 2,6 Teile Thiophen-5-dimethylsulfonsäureamid-2-carbonsäure vom Schmelzpunkt i78° (hergestellt aus Thiophen-2-carbonsäure-5-sulfonsäurechlorid und Dimethylamin) werden mit 2 Teilen Thionylchlorid in 5o Teilen trockenem Nitrobenzol 1/2 Stunde bei 9o° verrührt und anschließend mit 4,2 Teilen i-Amino-4-benzoylamino-6, 7-dichloranthrachinon bei i2o° während 2 Stunden kondensiert. Nach dem Erkalten wird der in violettroten Kristallblättchen anfallende Farbstoff filtriert und mit Alkohol gewaschen. Man erhält etwa 5,4 Teile des Farbstoffes der Formel Baumwolle wird aus olivgrüner Hydrosulfitküpe in reinen, echten rotstichigvioletten Tönen gefärbt.
  • Beispiel 2 1,3 Teile Thiophen-2-carbonsäure-5-dimethylsulfnnsäureamid werden mit i,2 Teilen Thionylchlorid in 3o Teilen trockenem Nitrobenzol 1/2 Stunde bei 9o° verrührt und anschließend mit 2,3 Teilen i-Benzoylamino-4-amino-6-chlor-7-bromanthrachinon bei 125 bis 13o° während 2 Stunden kondensiert. Nach dem Erkalten wird der auskristallisierte Farbstoff filtriert, mit Alkohol gewaschen und im Vakuum bei iio° getrocknet. Man erhält etwa 3 Teile Farbstoff, der aus Nitrobenzol umkristallisiert in violettroten Kristallblättchen erhalten wird. Baumwolle wird aus olivgrüner Hydrosulfitküpe in reinen, echten violettroten Tönen gefärbt. Dieser, i Atom Chlor und i Atom Bronn pro Molekül enthaltende Farbstoff färbt etwas blaustichiger als der im Beispiel i beschriebene Farbstoff mit j e i Chloratom in 6- und 7-Stellung des Anthrachinonkerns. i - Benzoylamino -4- amino - 6-chlör-7-bromanthrachinon kann aus 2-Chlor-3-bromanthrachinon (erhältlich aus 2-Ainino-3-bromanthrachirion - durch Diazotierung und nachfolgende Umsetzung mit Kupfer(1)-chlorid) durch Nitrieren, Reduzieren, Überführen des erhaltenen Amins in die O xaminsäure, nochmaliges Nitrieren, Abspalten des Oxalsäurerestes, Benzoyheren und Reduzieren erhalten werden.
  • Beispiel 3 45 Teile Thiophen-2-carbonsäüre-5-diäthylsulfonsäureamid (hergestellt aus Thiophen-2-carbonsäure-5-sulfonsäurechlorid und Diäthylamin) werden mit 1,5 Teilen Thionylchlorid und 3o Teilen trockenem Nitrobenzol durch halbstündiges Erwärmen bei go bis ioo° in das Thiophen-5-diäthylsulfonsäureamid-2-carbonsäurechlorid übergeführt, und dieses wird, wie im Beispiel i angegeben, mit 2,1 Teilen i-Amino-4-benzoylamino-6, 7-dichloranthraehinon zum Farbstoff kondensiert und aufgearbeitet. Man erhält etwa 2,4 Teile des Farbstoffes der Formel Baumwolle wird aus olivgrüner Hydrosulfitküpe in. echten, weinroten Tönen gefärbt.
  • Ersetzt man die angegebene Menge von 1,5 Teilen Thiophen -:z - carbonsäure -,5 - diäthylsulfönsäurearnid durch x,55 Teile Thiophen-2-carbonsäure-5-sulfOnsäurepiperidid (hergesteht aus Thiophen-2-carbcnsäure -5-sulfonsäurechlorid und Piperidin), so erhält man etwa 2,3 Teile des Farbstoffes der Formel Ersetzt man die angegebene Menge von 1,5 Teilen Thiophen - 2 - carbonsäure - 5 - diäthylsulfonsäureamid durch 1,55 Teile Thiophen-2-carbonsäure-5-sulfonsäuremorpholid (hergestellt aus Thiophen-2-carbonsäure-5-sulfonsäurechlorid und Morpholin), so erhält man etwa 2,7. Teile des Farbstoffes der Formel Auch diese beiden letztgenannten Farbstoffe färben Baumwolle aus olivgrüner Hydrosulfitküpe in echten weinroten Tönen.
  • Beispiel q. 2,gTeüeThiophen-2-carbonsäute-5-isopropylmethylsulfonsäureamid (z. B. hergestellt aus Thiophen-2-carbonsäure-5-sulfonsäurechlorid und Isopropylamin und anschließender Stickstoffmethylierung des erhaltenen Thiophen-2-carbonsäure-5--isopropylsulfonsäureamids mittels Dimethylsulfat und Natriumhydroxydlösung) werden in 50 Teilen trockenem Nitrobenzol mit 2 Teilen Thionylchlorid 1/, Stunde bei go bis g5° verrührt und anschließend, wie im Beispiel i angegeben, mit 4,29 Teilen i-Amino-q.-benzoylamino-6, 7-dichloranthrachinon kondensiert. Man erhält nach dem Aufarbeiten etwa 5,5 Teile des Farbstoffes der Formel Baumwolle wird aus olivgrüner Hydrosulfitküpe in echten, rein violettroten Tönen angefärbt.
  • Beispiel 5 =,3 Teile Thiophen-2-carbonsäure-5-dimethylsulfonsäureamid werden mit 1,5 Teilen Thionylchlorid in qo Teilen trockenem Nitrobenzol 1/2 Stunde bei go° verrührt und hierauf mit 2,25 Teilen i-Amino-¢ - (p - chlorbenzoylamino) - 6, 7 - dichloranthrachinon während 2 Stunden bei 13o° kondensiert. Nach dem Erkalten wird der kristallin anfallende Farbstoff filtriert, mit Alkohol gewaschen und im Vakuum bei iro° getrocknet. Man-erhält etwa 2,2 Teile des Farbstoffes der Formel Baumwolle wird aus olivgrüner Hydrosulfitküpe in echten violetten Tönen gefäbt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonküpenfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daB man in i-Amino-4-acylamino-6, 7-dihalogenanthrachinonen, insbesondere i-Amino-q.-acylamino-6,7-dichloranthrachinonen, die in i-Stellung befindliche Aminogruppe acyliert und hierbei die Ausgangsstoffe so wählt, daB der eine in den Küpenfarbstoffen vorhandene Acylrest ein gegebenenfalls weitersubstituierter-Benzoylrest ist und der andere Acylrest der Formel entspricht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentanmeldung . p 27316 IVb/22b D (Patent Nr. 855 29o).
DEC7913A 1952-07-23 1953-07-21 Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonkuepenfarbstoffen Expired DE952120C (de)

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DE952120C true DE952120C (de) 1956-11-08

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DEC7913A Expired DE952120C (de) 1952-07-23 1953-07-21 Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonkuepenfarbstoffen

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DE (1) DE952120C (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE855290C (de) * 1946-07-11 1952-11-10 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE855290C (de) * 1946-07-11 1952-11-10 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen

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