DE833805C - Verfahren zur Abtrennung nichtaromatischer Sulfamidocarbonsaeuren aus ihren Herstellungsgemischen - Google Patents

Verfahren zur Abtrennung nichtaromatischer Sulfamidocarbonsaeuren aus ihren Herstellungsgemischen

Info

Publication number
DE833805C
DE833805C DEP13809D DEP0013809D DE833805C DE 833805 C DE833805 C DE 833805C DE P13809 D DEP13809 D DE P13809D DE P0013809 D DEP0013809 D DE P0013809D DE 833805 C DE833805 C DE 833805C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acids
aromatic
separation
sulfamidocarboxylic
mixtures
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP13809D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Gerhard Balle
Dr Heinz Schild
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Farbwerke Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG, Farbwerke Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEP13809D priority Critical patent/DE833805C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE833805C publication Critical patent/DE833805C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/01Sulfonamides having sulfur atoms of sulfonamide groups bound to acyclic carbon atoms
    • C07C311/02Sulfonamides having sulfur atoms of sulfonamide groups bound to acyclic carbon atoms of an acyclic saturated carbon skeleton

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Abtrennung nichtaromatischer Sulfamidocarbonsäuren aus ihren Herstellungsgemischen Zur Herstellung nichtaromatischer Sulfamidocarbonsäuren werden die durch gleichzeitige Einwirkung von Halogen und Schwefeldioxyd auf nichtaromatische Kohlenwasserstoffe oder Halogenkohlen-,vasserstoffe erhältlichen Sulfohalogenide mit Ammoniak oder primären Aminen behandelt und die entstandenen Sulfamide nach bekannten Verfahren in Sulfamidocarhonsäuren umgewandelt. Letzteres kann erfolgen z. B. durch Umsetzung der Sttlfamide mit Halogencarhonsäuren in Gegenwart eines säurebindenden Mittels: ferner durch Umsetzung der Sulfamide mit Acrvlnitril und anschlie-Lten<@e Verseifting der -ehildeten Sulfamidopropioiiitrile; ferner tltircli Umsetzung der Alkylsulfamide finit Laktonen, z.B. Butyrolakton. Die so erhältlichen Sulfamidocarbonsäuren enthalten je nach ihrer Herstellung mehr oder weniger nichtumgesetzte nichtaromatische Kohlenwasserstoffe, vor allen Dingen dann, wenn man, um möglichst weitgehend von Monosulfohalogeniden auszugehen, die Einwirkung von Halogen- und Schwefeldioxyd auf nichtaromatische Kohlenwasserstoffe nur so weit gehen läßt, claß etwa die Hälfte oder weniger der angewandten nichtaromatischen Kohlenwasserstoffe in Sulfohalogenide umgewandelt ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß man die Sulfamidocarbonsäuren in einfacher Weise von den ihnen bei-,"ein ischten nichtumgesetzten nichtaromatischen Kohlenwasserstoflen 1>efi-eien kann, wenn man die erhaltenen Mischungen mit einem niedrig-molekularen Alkohol oder Keton extrahiert. wobei man den angewandten Alkohol oder dem Keton, je nach der Kettenlänge der Ausgangsstoffe und des Alkohols oder Ketons, noch gewisse Mengen Wasser zusetzen kann. Man kann für die Extraktion einzelne Alkohole oder Ketone und auch Gemische dieser Verbindungen verwenden. Bei der Behandlung der kohlenwasserstoffhaltigen Sulfamidocarbonsäuren mit niedrigmolekularen Alkoholen oder Ketonen oder deren Gemischen, gegebenenfalls unter Zusatz von Wasser, bilden sich zwei Schichten, von denen die obere die Kohlenwasserstoffe und die untere die Sulfamidocarbonsäuren, gelöst im Alkohol oder Keton, enthalten. Die Sulfamidocarbonsäuren sind aus diesen Mischungen durch Abdestillieren des Alkohols oder des Ketons und gegebenenfalls von Wasser in einfacher Weise rein herzustellen. Sie enthalten nach einmaliger Extraktion im allgemeinen unter io°/o Kohlenwasserstoffe.Man kann die Extraktion der Sulfamidocarbonsäuren mit den Alkoholen oder Ketonen im unterbrochenen oder im durchlaufenden Betrieb> ausführen, und man kann bei gewöhnlicher, erniedrigter oder erhöhter Temperatur arbeiten.
  • 1)ie Sulfamidocarl)onsäuren sind Verbindungen nlit oberflächenaktiven Eigenschaften, die- als Emulgiermittel für Fette und Öle und bei der Herstellung von Reinigungs- und Korrosionsschutzmitteln Verwendung finden können. Beispiel i ioo Gewichtsteile eines Gemisches aus Sulfocllloriden und nichtumgesetzten Ausgangskohlenwasserstoffen, wie es durch teilweise Umsetzung eines Paraffinkohlenwasserstoffgemisches von den Siedegrenzen 230 bis 320° mit Chlor und Schwefeldioxyd nach der Patentschrift 71; ;.45 erhalten wird, das noch etwa 54% nichtumgesetzte Kohlenwasserstoffe enthält, werden mit Ammoniak behandelt. Die so gebildeten kohlenwasserstoffhaltigen Sulfamide werden in bekannter Weise in Gegenwart von Natriumhydroxyd mit chloressigsaurem Natrium umgesetzt. Durch Fällen mit Mineralsäure erhält man eine Mischung von Sulfamidoessigsäuren mit den nichtumgesetzten Kohlenwasserstoffen.
  • Diese kohlenwasserstoffhaltigen Sulfamidoessigsäuren werden mit der gleichen Gewichtsmenge
    8,5"/oigen wässerigen Acetons durchgeschüttelt; die
    Mischung trennt sich schnell in zwei Schichten, von
    denen die obere die niclitunigesetzten Koldenwasser-
    stoffe enthält, während die untere eine Lösung der
    Sulfamidocarbonsäuren in 85"/oig:ni wässerigen
    Aceton darstellt. Aus der letzteren können die
    Sulfaniidocarlionsäuren durch Destillation des Ace-
    tons und des noch vorliau(Ieneit Wassers leicht in
    reiner Form erhalten \%-erden. Sie enthalten noch
    etwa 2 bis ;";'o Kohlenwasserstoff.
    Bei sl)ie12
    ioo Gewichtsteile des in Beispiel i beschriebenen
    Gemisches von Sulfamidocarl)onsäuren und Kohlen-
    wasserstoften «-erden mit i 2o Gewichtsteilen
    S5°/oigen wässerigen Methanols durchgeschüttelt.
    Die ollere der sich bildenden zwei Schichten enthält
    die Kohlenwasserstoffe, während die untere eine
    Lösung der Sulfamidocarbonsäuren in wässerigem
    Methanol darstellt. Bei der Destillation von Me-
    thanol und Wasser aus dieser I_östing wird ein Teil
    der Sulfamidocarbonsäuren in die llethvlester um-
    gewandelt. Man verseift deshalb zuerst mit Natron-
    lauge oder einer anderen Base und treibt im An-
    schluß daran das Li>stingsniittel und Wasser ab.
    Auch hierbei enthalten die Stilfamidocarbonsäuren
    weniger als 5% Kohlenwasserstoff.

Claims (1)

  1. PATEN TANSPRÜTCHE: i. Verfahren zur Abtrennung nichtaromati- scher Sulfamidocarlionsäuren aus ihren Um- setzungsgemischen, die erhalten werden, nenn man Halogen und Schwefeldioxyd gleich- zeitig auf nichtaromatische Kolilenwasserstoffe einwirken läßt, die s,) erhaltenen Sulfo- halogenide, die noch Kolilenwasserstoffe ent- halten, mit Ammoniak oder primären Aminen behandelt und die gebildeten Sulfarnide in be- kannter Weise in Sulfamidocarbonsäuren über- führt, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzungsgemische zur Entfernung der noch vorhandenen Kohlenwasserstoffe. gegebenenfalls nach Abtrennung von 1>0i der Umsetzung ver- wendeten indifferenten Lösungsmitteln, mit einem niedrigmolekularen Keton oder einem niedrigmolekularen :@lkoliol oder mit Mischun- gen dieser Verbindungen extrahiert. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch ge- kennzeichnet, daß man wasserhaltige Alkohole oder Ketone zur Extraktion verwendet.
DEP13809D 1945-03-15 1945-03-15 Verfahren zur Abtrennung nichtaromatischer Sulfamidocarbonsaeuren aus ihren Herstellungsgemischen Expired DE833805C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP13809D DE833805C (de) 1945-03-15 1945-03-15 Verfahren zur Abtrennung nichtaromatischer Sulfamidocarbonsaeuren aus ihren Herstellungsgemischen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP13809D DE833805C (de) 1945-03-15 1945-03-15 Verfahren zur Abtrennung nichtaromatischer Sulfamidocarbonsaeuren aus ihren Herstellungsgemischen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE833805C true DE833805C (de) 1952-03-13

Family

ID=7364808

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP13809D Expired DE833805C (de) 1945-03-15 1945-03-15 Verfahren zur Abtrennung nichtaromatischer Sulfamidocarbonsaeuren aus ihren Herstellungsgemischen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE833805C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE833805C (de) Verfahren zur Abtrennung nichtaromatischer Sulfamidocarbonsaeuren aus ihren Herstellungsgemischen
DE868952C (de) Waschmittel
DE762279C (de) Verfahren zur Entwaesserung von Roherdoel-Emulsionen
DE767812C (de) Verfahren zur Herstellung oberflaechenwirksamer Stoffe
DE417411C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkylschwefelsaeuren aus Olefine enthaltenden Gasen und Daempfen
DE909691C (de) Verfahren zur Gewinnung wasserunloeslicher Alkohole aus Primaerprodukten der katalytischen Kohlenoxydhydrierung
DE531157C (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeuren oder Sulfonsaeuren enthaltenden Erzeugnissen aus Mineraloelen oder Mineraloelfraktionen
DE882701C (de) Verfahren zur Herstellung von Acetylencarbinolen
DE852852C (de) Verfahren zur Reinigung von Methylcyclohexanon
DE833806C (de) Verfahren zur Abtrennung nichtaromatischer Sulfamide aus ihren Herstellungsgemischen
DE695997C (de) Verfahren zur Herstellung von AEthylenglykol aus Dichloraethan
DE842048C (de) Verfahren zur Herstellung von polymeren Allylsulfonsaeuren
DE881039C (de) Verfahren zur Herstellung des Pentaerythrit-dichlorhydrin-monoschwefligsaeureesters
DE920789C (de) Verfahren zur Reinigung von Adipinsaeuredinitril
DE595987C (de) Verfahren zur Gewinnung von Produkten mit besonders hohem Emulgierungsvermoegen aus den alkalischen Raffinationsabfaellen der Mineraloele
DE896194C (de) Verfahren zur Kondensation von Aldehyden
DE854515C (de) Verfahren zur Herstellung hoehermolekularer Alkylsulfonsaeuren bzw. deren Salzen
DE551778C (de) Verfahren zur Darstellung von optisch aktiven Phenylpropanolmethylaminen
DE846693C (de) Verfahren zum Neutralisieren von alkalischen rohen Teersaeuren
DE825405C (de) Verfahren zur Herstellung von oberflaechenaktiven Schwefelsaeureestersalzen
DE362459C (de) Raffinierung von Mineraloelen u. dgl.
DE881794C (de) Verfahren zur Herstellung kapillaraktiver Stoffe
DE851184C (de) Verfahren zur Herstellung ungesaettigter Fettsaeuren
AT235853B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Thiobarbitursäuren
DE254858C (de)