DE83098C - - Google Patents

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DE83098C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/58Material containing hydroxyl groups
    • D06P3/60Natural or regenerated cellulose
    • D06P3/68Preparing azo dyes on the material

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Wir veröffentlichten im Juli des Jahres 1
ein Verfahren, um mittels Paranitranilin und ß-Naphtol ein schönes und echtes Roth auf der Baumwollfaser herzustellen. Die Verbindung für sich ist ein ziegelfarbiges Roth, welches bei gewöhnlicher Temperatur so stark von der Faser absublimirt, dafs sie für Färbe- und Druckereizwecke unverwendbar war. Wir erhielten dagegen ein Roth von grofser Schönheit und Echtheit, indem wir die Lö-sung von ß-Naphtolnatriurn, mit welcher der Stoff zuerst imprägnirt wird, OeI in löslicher Form zufügten. Am geeignetsten erwies sich für diesen Zweck das ricinusölsaure Natron oder das durch Sulfonirung des Ricinusöls erhaltene sogenannte Türkischrothöl als Natronverbindung. Der Stoff wird, nachdem er mit dieser Mischung foulardirt und darauf getrocknet ist, in bekannter Weise roth gefärb't, indem man ihn durch die Lösung des diazotirten Paranitranilins passirt, wäscht und dann seift.
Das Verfahren eignet sich vorzüglich zur Herstellung glatter rother Farben, dagegen weniger gut für Roth mit weifser Reserve. Während sich das ohne OeI hergestellte Orange sehr gut reserviren läfst, erhält man ein weit weniger gutes Weifs, sobald OeI vorhanden ist. Es handelte sich deshalb darum, für das letztere einen Ersatz zu finden, mittels dessen man ein ebenso schönes, aber leicht reservirbares Roth herzustellen im Stande ist.
Wir haben nun gefunden, dafs die Herstellung brillanter bläulichrother Nuancen auch durch Ersatz der Fettsäureverbindungen in der Naphtolgrundirung durch gewisse andere organische Körper ausführbar ist. Die besten Resultate erhält man mit Traganthgummi oder auch mit Gelatine, doch sind auch noch andere sonst zur Bereitung von Verdickungen verwendete Substanzen, z. B. Stärkemehl, Mehl, natürliche ■ Gummisorten, sowie künstliche, dextrinartige Gummisurrogate hierzu geeignet.
Der Zusatz dieser obengenannten Substanzen zur Naphtolnatriumlösung bewirkt eine bessere Fixirung des Naphtolnatriums, sowie die Erzielung des Blaustiches.
Das auf diese Weise erzeugbare Roth ist mit Zinnsalz- oder auch mit Sulfitfarben leicht zu reserviren, und es gelingt im Gegensatz zu dem früher bekannten Verfahren, bei welchem das mit der Faser verbundene OeI (Fettsäuren oder Sulfofettsäuren) Zinnverbindungen und gelb gefärbte Zersetzungsproducte der Diazoverbindung energisch festhielt, ein tadelloses Weifs zu erzielen. Aufserdem schützt der Zusatz von Traganth oder dergl. die Faser vor der Corrosion durch die concentrirten Zinnsalzreservefarben.
ι. Beispiel.
4,5 kg ß-Naphtol, ) nach
4,5 kg Natronlauge 40 ° B., > erfolgter Lösung 75 1 heifses Wasser, ^ zufügen:
35 1 Tragahthschleim (60 g Traganth im Liter), mit Wasser auf 1 50 1 stellen.
2. Beispiel. 4,5 .kg ß-Naphtol,
nach erfolgter Lösung
zufügen:
4,5 kg Natronlauge 400 B., ./'■ 75 1 heifses Wasser,
.. 35 1 Gelatinelösung (60 g Gelatine im Liter). .Die mit diesen Lösungen präparirten Stücke werden nun in bekannter Weise mit Diazolösung gefärbt oder bedruckt.
Zur Herstellung von Weifsreserven druckt man vor der Entwickelung mit der Diazolösung auf das mit Naphtolnatrium nach obigen Beispielen vorbereitete Gewebe saure Zinnsalzoder Natrium- bezw. Kaliumsulfitfarben.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Neuerung bei der Erzeugung von Paranitranilinroth in der Färberei und Zeugdruckerei, darin bestehend, dafs man der die Grundirungs- oder Präparationsflüssigkeit bildenden Lösung von ß-Naphtolnatrium an Stelle des sonst gebräuchlichen Türkischrothöls Verdickungsmittel des Zeugdruckes, z. B. Traganthgummi, Leim, Gelatine, natürliches Gummi, dexfrinartige Gummisurrogate, Weizenstärke oder Mehl hinzufügt.
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