DE82425C - - Google Patents

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DE82425C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D39/00Pile-fabric looms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Decoration Of Textiles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Man hat bis jetzt zwar gobelinartige Waaren sowie Chenillewaaren mit reliefartigen oder vertieften Chenillemustern durch Anwendung von Sparchenille mit längerem oder kürzerem Pol hergestellt (Patentschrift Nr. 68821), eine Waare jedoch, bei welcher gobelinartige Stellen mit Chenillestellen abwechseln, ist in der Weberei noch nicht bekannt.
Derartige Waare wird nun auf folgende Weise hergestellt:
Es wird eine Vorwaare gewebt, die wie die Vorwaare des Chenillegewebes die Farben des Schusses der Hauptwaare als Querstreifen in Breite und Reihenfolge erhält.
Die neue Vorwaare (Fig. 1) unterscheidet sich aber von der für Chenillewaare verwendeten dadurch, dafs die Kettenfäden eines Vorwaarenbandes nicht immer in gleicher Entfernung von einander bleiben, sondern an manchen Stellen eng zusammen, an anderen in zwei Gruppen möglichst weit aus einander liegen, wie dies in vergröfsertem Mafsstabe aus den Fig. ι und ia zu ersehen ist.
Zur Herstellung dieser Vorwaare dient die auf beiliegender Zeichnung dargestellte Einrichtung.
Zwei Webblätter liegen hinter einander (Fig. 2 und 3), von denen das Blatt a} a2 die in Fig. 4 und 5 gezeichnete. Form hat und auf und ab verschoben werden kann, während b ein gewöhnliches Blatt mit geraden Rietstäben ist, welche die aus Fig. 2 und 3 ersichtliche Stellung zu einander haben.
Wenn der für Raupenchenille bestimmte Theil der Vorwaare gewebt wird, steht das vordere Blatt tief (Fig. 4) und die Kettenfädenbündel A:, Ar0, die aus je einem oder zwei Fäden bestehen, bilden das Fach innerhalb des oberen Theiles Ci1 des Blattes.
Beim Weben des für Noppenchenillebändchen bestimmten Theiles der Vorwaare ist das vordere Blatt hochgehoben, die Kettenfädenbündel Ar1 k.2, die bei dem Heraufschieben, da sie vom Blatt b aus einander gehalten werden, sich trennen, treten in je eine ·Abtheilung des Blattes a2 und bilden darin das Fach.
Auf diese Weise hat es der Weber in der Hand, durch Auf- und Abschieben des Vorderblattes die bei der in der Vorwaare (Fig. 1) gezeichneten Kettenfädenstellungen nach Erfordern zu wechseln.
Wenn man anstatt Leinwandbindung Dreherbindung anwendet, kann man mit vier bezw. zwei und zwei Kettenfäden auskommen.
Aus der so gewebten Vorwaare werden, indem sie nach der in Fig. 1 punktirten Linie / zerschnitten wird, Bänder (Fig. ia) gebildet, die man wie die gewöhnlichen oder wie die durch Patent Nr. 7,2256 geschützten Chenillebänder zusammendreht. Dabei entsteht an den Stellen, wo, wie bei ^ bis y, die acht Kettenfäden dicht an einander liegen, gewöhnliche Chenille und an den Stellen, wo die Kettenfäden, wie bei y bis x, in zwei Gruppen getheilt sind, entsteht ein Schnürchen, genannt Kordel- oder Noppenchenille (Fig. ib), der durch Patent Nr. 72256 geschützten Art.
Wird dieser Raupenchenille und Noppenchenille enthaltende Faden als Setzchenilleschufs beim Weben eingebracht, so bildet sich eine Waare, in welcher gobelinartige Stellen, durch die Noppenchenille hervorgebracht, mit gewöhnlicher Chenille abwechseln.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Setzchenillefaden zur Herstellung von Geweben mit gobelinartigem Grunde und Chenillefiguren oder umgekehrt, bei welchem gewöhnliche Raupenchenille mit Noppenchenille der durch die Patente Nr. 60398 und Nr. 72256 geschützten Art abwechselt.
2. Ein Verfahren zur Herstellung der Vorwaare für den unter 1. gekennzeichneten Setzchenillefaden, darin bestehend, dafs die Kettenfäden der Vorwaare durch zwei Blätter (b und Ci1 a2) geführt werden, von welchen das vordere mit gegabelten Rietlücken versehen ist und bei der Herstellung gewöhnlicher Raupenchenillevorwaare so weit gesenkt wird, dafs die Kettenfäden durch den nicht gegabelten Theil der Rietlücken kufen, während bei der Herstellung von Noppenchenille (Schnürchen-Kordelchenille) das Vorderblatt (Ci1 O2) gehoben wird, so dafs die im nicht gegabelten oberen Theil einer RietlUcke beisammen liegenden Kettenfäden durch den unteren gegabelten Theil dieser Lücke aus einander getheilt werden, wobei das Hinterblatt (b) diese Theilung regelt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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