DE79909C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62C—VEHICLES DRAWN BY ANIMALS
- B62C11/00—Safeguarding appliances not otherwise provided for, e.g. for readily releasing unmanageable draught animals
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- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Catching Or Destruction (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verhütung des Durchgehens der Zugthiere,
welche in einen Wagen eingeschirrt sind; diese Vorrichtung ist leicht zu handhaben und
an Wagen jeder Art, auch an den schon vorhandenen Wagen, ohne namhafte Kosten anzubringen.
Fig. 1 ist ein mit der Vorrichtung versehener zweiräderiger Wagen in Seitenansicht,
Fig. 2 eine Oberansicht und Fig. 3 eine Vorderansicht desselben. Fig. 4 deutet die Anwendung
der Vorrichtung an einem vierräderigen Wagen an.
Auf der Innenseite jedes Rades, d. h. bei vierräderigen Wagen jedes Hinterrades, ist eine
Rolle A befestigt, die sich mit dem Rad dreht; die Rolle "hat einen vorspringenden Rand und
einen parallel zu ihr stehenden Stift a in geringem Abstand. Unter dem Wagen ist quer
eine Stange B drehbar gelagert, deren Enden abwärts gebogen sind und gegenüber den
beiden Rollen A in eine federnde Klaue b, Fig. 6, enden, die in den hohlen Stiel eines
Hakens C, Fig. 5, eingeschoben wird und sich mit den an den beiden Federn befestigten oder
angeformten Nasen in den Ausschnitten c des Hakens C fängt. Die Nasen b1 der Federn
sind nach vorn wie nach hinten abgeschrägt, so dafs ein leichtes Einschieben der Klaue in
den Haken und ebenso ein leichtes Auslösen stattfindet. Jeder mit einiger Kraft auf den
Haken C oder auf die Klaue b ausgeübte Zug wird die. Federn b zusammendrücken und aus
den Ausschnitten c des Hakens herausgleiten lassen, worauf die Klaue aus dem Haken befreit
ist. Der Hebel B hat einen Arm B\ welcher mit einem Handgriff versehen ist, der
vom Wagen aus bequem erfafst und in der Richtung des Pfeiles (Fig. 1) vorwärts gedrückt
werden kann. Es ist danach leicht ersichtlich, dafs bei dieser Vorwärtsbewegung des Hebelarmes
B1 die Klauen b an den Enden der Stange B in die durch Fig. 1 punktirt gezeigte
Lage, also nach der Rolle A hin bewegt werden , wobei der Haken C sich gegen die
Rolle A anlegt und der Stift α bei der Drehung des Rades in den Haken einfassen mufs. In
einer Oese c1 des Hakens C ist ein Riemen, Gurt oder eine Kette D befestigt, welche vorn
an den Geschirrtheilen des Pferdes, zweckmäfsig
am Kummet, angehängt und durch einen abgezweigten Riemen Dl mit dem Zügel E
verbunden ist, doch kann der Riemen D auch direct mit dem Zügel E verbunden sein.
Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist folgende:
Will das Pferd durchgehen, so drückt man den Hebelarm B1 in der Richtung des Pfeiles
nach vorn und bewegt dadurch augenblicklich den Haken C dicht an die Rolle D an der
Radnabe, so dafs sich der Stift α der Rolle mit dem Haken C fängt und letzteren bei der
Drehung der Rolle mitreifst. Dadurch wird der Haken C von der federnden Klaue b losgerissen
und der Riemen, Gurt oder Kette D wickelt sich nun schnell auf die sich mit dem
Rad drehende Rolle auf, wobei das Pferd durch den sich immer mehr verkürzenden
Claims (1)
- Riemen und Zügel immer stärker zurückgezogen und schon nach wenigen Umdrehungen des Rades absolut verhindert wird, weiterzustürmen. Je schneller die Fahrt, um so schneller wickelt sich der Riemen D auf und um so kräftiger wirkt der Zug, ohne jedoch ruckweise einzusetzen und ein Stürzen des Thieres herbeizuführen. Das Pferd wird vielmehr allmälig, wenn auch sehr schnell, zurückgezogen und unweigerlich zum Stehen gezwungen. Die Feder c" des Hakens verhindert, dafs der Stift a, wenn er in den Haken eingetreten ist, bei der Drehung des Rades wieder herausgleitet.Bei vierräderigen Wagen (Fig. 4) geht von jeder Rolle A eine Kette (Riemen oder Gurt) nach vorn und theilt sich hinter dem Pferd in zwei Stränge, welche zu beiden Seiten jedes Pferdes an dessen Geschirrtheil bezw. Zügel angehängt sind, um in gleicher Weise zu wirken, wie in Fig. 1.Aufser der Vorrichtung zum Verhüten des Durchgehens der Pferde kann auch noch eine Vorrichtung zur Aufrichtung des stürzenden oder stolpernden Pferdes angebracht sein. Dieselbe besteht aus einer Kette G (Riemen oder Gurt), welche am Wagengestell befestigt und über Rollen oder sonstige Führungen nach dem Kummet oder einem Geschirrtheil am Vordertheil des Thieres geleitet ist. Gleitet das Thier aus und stürzt mit den Vorderfüfsen, so wird es von der sich straff ziehenden Kette G gehalten und emporgerissen bezw. verhindert, ganz niederzustürzen.Paten τ-An spruch:Eine Vorrichtung zur Verhinderung des Durchgehens von Zugthieren durch Aufwickeln der Zügelleinen auf mit den Wagenrädern sich drehenden Trommeln, dadurch gekennzeichnet, dafs auf die federnd gestalteten Enden (b) eines Hebels (B* B b) leicht abziehbare, mit den Zügelleinen verbundene Haken (C) aufgesteckt und Stifte (a) an den mit den Rädern verbundenen Trommeln (A) angebracht sind, zu dem Zwecke, bei Bewegung des Hebels (B1) die Haken (C) in Eingriff zu bringen mit den Stiften (a), wodurch ein Abziehen der Haken von den Hebelenden und ein Aufwickeln der Zügelleinen erfolgt. ;Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE79909C true DE79909C (de) |
Family
ID=352515
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT79909D Active DE79909C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE79909C (de) |
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0
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