DE72322C - Vorrichtung zum Festklemmen und Nachlassen von Bändigungszügeln bei durchgehenden Zugthieren - Google Patents
Vorrichtung zum Festklemmen und Nachlassen von Bändigungszügeln bei durchgehenden ZugthierenInfo
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B68—SADDLERY; UPHOLSTERY
- B68B—HARNESS; DEVICES USED IN CONNECTION THEREWITH; WHIPS OR THE LIKE
- B68B5/00—Details or accessories; Fastening devices for bridles, reins, harnesses, or the like
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 56: Pferdegeschirr.
Zugthieren.
Scheuende Pferde können bekanntlich dadurch am Durchgehen gehindert werden, dafs
man ihren Kopf mittelst eines für diesen Zweck am Zaume besonders angeordneten sogenannten
Bändigungs- oder Hemmzügel gegen die Brust hin anzieht. In dieser Zwangsstellung den
Kopf des Pferdes erforderlichenfalls für längere Zeit zu erhalten, würde die Kräfte des Fahrenden
schliefslich übersteigen. Ein vorzeitiges Nachlassen des oder der Bändigungszügel aber
würde die Gefahr des Durchgehens des oder der Pferde herbeiführen.
Eine Vorrichtung, die, selbstthä'tig wirkend,
den angezogenen Bändigungszügel beliebig lange gegen Lockerung sichert, deren hemmende
Wirkung auf diesen Zügel aber erforderlichenfalls durch diesen selbst aufgehoben werden
kann, bildet den Gegenstand der hier vorliegenden Erfindung.
Diese Vorrichtung, welche in der beiliegenden Zeichnung in verschiedenen Ausführungsformen dargestellt ist, kann entweder für jedes
der nach den beiden Zaumseiten führenden Bändigungszügelenden einzeln an der bezüglichen
Seite des Kummets bezw. der Gabeldeichselspitze oder bei Zweispännern auch für die zu einem Zügel vereinigten Bremszügelenden
gemeinsam auf der Deichsel angebracht werden.
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer auf dem Kummet oder der Deichsel zu
befestigenden Platte a, die an einem rechtwinklig aufgebogenen Ende einen daran gelenkig
befestigten Hebel b trägt. Eine Feder c wirkt so auf letzteren, dafs dessen Ende gegen
die Platte α hingedrängt wird. Das Ende des Hebels b kann entweder, wie in Fig. 1 und 2,
mit Zähnen versehen oder auch, wie in Fig. ia, stumpf kantig gestaltet sein; in letzterem Falle
ist an der Stelle der Platte a, gegen welche das Hebelende wirkt, eine Rinne α1 eingearbeitet.
Am Hebel b sitzt ein Arm b\ welcher über
das freie Ende der Platte α hinausreicht und hier mit einem Führungsschlitz für den Bändigungszügel
versehen ist; für den gleichen Zweck findet sich auch ein Schlitz in der den Hebel b
tragenden Aufbiegung der Platte α vor. Das zwischen dem Hebel b und dem Ende des
Armes b1 liegende Plattenende ist etwas aufgebogen
und an seiner oberen Kante abgerundet.
Der in der Richtung des Pfeiles vom Zaume kommende Bändigungszügel läuft, wie in der
Zeichnung punktirt angedeutet, durch den Schlitz in der Aufbiegung der Platte a, dann
zwischen dieser und dem Ende des Hebels b hindurch, über die oben abgerundete Aufbiegung
a1 der Platte α und schliefslich durch
den Schlitz im Arm bl nach der Hand des Fahrenden.
Wird der Bändigungszügel vom Fahrenden angezogen, so geht er innerhalb der Vorrichtung
in eine mehr gestreckte Lage über, wie in Fig. 3; zufolge der hierfür bemessenen Lage
des Führungsschlitzes im Arm bl gegenüber
dem Ende des Hebels b kommt dieses aufser Berührung mit dem und demnach aufser
Wirkung auf den Bändigungszügel.
In diesem angezogenen, also zwischen dem Kopf des Pferdes und der Hand des Fahrenden
gespannten Zustande wird man den Bändigungszügel erhalten, wenn der Gefahr des Durchgehens
nur für kurze Zeit durch Anziehen des Pferdekopfes gegen den Hals vorzubeugen ist.
Müfste dies für längere Zeit geschehen, so wird man, nachdem das Anziehen des Kopfes
genügend herbeigeführt ist, den Bändigungszügel schnell loslassen; dann wird unter Einwirkung
der Feder c der Hebel b gegen den Zügel gedrückt und dieser, bevor er noch
zwischen der Vorrichtung nach dem Pferdekopf hin fortgleiten kann, zwischen der Platte α und
dem Ende des Hebels b festgehalten; jeder vom Pferdekopf ausgeübte Zug auf den Zügel wird
zufolge der dementsprechend geneigt gewählten Stellung des Hebels b gegenüber der Platte a
seine Klemmung zwischen diesen beiden nur verstärken.
Ist dann zum Zweck der Freigabe des Pferdekopfes der Bändigungszügel wieder zu lüften,
so wird man, indem man ihn anspannt, die Vorrichtung in den in Fig. 3 gezeichneten Zustand
versetzen. Läfst dann der Fahrende, dem vom Pferdekopf ausgehenden Zuge nachgebend,
den Zügel, jedoch ohne denselben locker werden zu lassen, allmälig etwas nach, so gleitet derselbe durch die infolge der Zügelspannung
gelöste Klemmvorrichtung so weit hindurch, dafs der Pferdekopf genügend freie
Bewegung erhält.
In solchen Fällen, in welchen für den überhängenden Theil des Armes b nicht genügend
Raum vorhanden ist, kann man die wirksame Stelle des Hebels b entsprechend höher legen,
indem man statt der Aufbiegung α2, wie in Fig. 4, ein Paar Walzen d anordnet, zwischen
deren eine und das Ende des Hebels b der Bändigungszügel eingeklemmt wird.
Um die Sicherheit für das sofortige Festhalten des angezogenen Bändigungszügels durch
die Vorrichtung zu erhöhen, können auf der Aufsenseite des Zügels in kurzen Abständen
von einander Knöpfe angebracht werden, wie in Fig. 5, deren einer sich gegen das Ende des
Hebels b legt. Für diese Knöpfe müssen dann in den Führungsschlitzen am Arme bl und der
Aufbiegung der Platte α Aussparungen vorhanden sein, damit sie hier ungehindert passiren
können.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Vorrichtung zum Festklemmen und Nachlassen von Bändigungszügeln bei durchgehenden Zugthieren, dadurch gekennzeichnet, dafs der am Zaum des Pferdes angeschlossene Bändigungszügel zwischen einer Platte (a) bezw. an dieser angeordneten Walze (d) und dem Ende eines von einer Feder (c) beeinflufsten Hebels (b) bei Gefahr des Durchgehens der Pferde in angezogenem Zustande festgehalten und nach Beseitigung dieser Gefahr dadurch wieder gelockert wird, dafs der angestraffte Bändigungszügel einen ihn führenden Arm (bl) und durch diesen den mit ihm verbundenen Klemmhebel (b) hebt, zufolge dessen der nun nicht mehr eingeklemmte Zügel dem von den Köpfen der Pferde auf ihn ausgeübten Zug zu folgen und sich zu lockern vermag.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE72322C true DE72322C (de) |
Family
ID=345551
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT72322D Expired - Lifetime DE72322C (de) | Vorrichtung zum Festklemmen und Nachlassen von Bändigungszügeln bei durchgehenden Zugthieren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE72322C (de) |
-
0
- DE DENDAT72322D patent/DE72322C/de not_active Expired - Lifetime
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