DE86302C - - Google Patents

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DE86302C
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Germany
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B68SADDLERY; UPHOLSTERY
    • B68BHARNESS; DEVICES USED IN CONNECTION THEREWITH; WHIPS OR THE LIKE
    • B68B1/00Devices in connection with harness, for hitching, reining, training, breaking or quietening horses or other traction animals
    • B68B1/04Bridles; Reins
    • B68B1/06Bits

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vehicle Cleaning, Maintenance, Repair, Refitting, And Outriggers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 56: Pferdegeschirr.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein Gebifs veranschaulicht, durch welches Trense und Kandare vereinigt sind und welches sowohl allein als Trense, als auch als Kandare benutzt werden kann.
Dasselbe macht die bisher übliche Unterlagtrense mit dem Kopfstücke entbehrlich. Das Gebifs zeichnet sich auch dadurch aus, dafs das Mundstück a, wenn es nach jedesmaligem Gebrauche gereinigt werden soll, ohne Lösung der (sechs) Zaum- und Zügelschnallen leicht herausgenommen werden kann.
Ferner bietet es den Vortheil, das Mundstück leicht gegen ein anderes auswechseln zu können, so dafs je nach der Eigenart des Pferdes ein gerades, glattes, geschweiftes, geriffeltes, gebrochenes Mundstück bezw. ein Hohl-, Scharnier- oder Gummigebifs oder auch ein Gebifs mit Zungenstrecker oder Spieler u. s. w. eingesetzt werden kann, ohne dafs dadurch eine andere Kandare benöthigt wird.
Falls ein Theil des Gebisses beschädigt wird, läfst sich derselbe leicht durch einen Reservetheil ersetzen, zumal die Theile an beiden Seiten des Gebisses vollständig gleich sind.
Das Gebifs besteht aus dem Mundstück a, den Verbindungsbolzen (b), welche zugleich die Ringe r zum Anschnallen der Backenstücke des Kopfzaumes tragen, ferner aus den Winkelhebeln cc1 mit dem Zügelringe r1 (für den Kandarenzügel) und r2 (für den Trensenzügel) und der durch die kleinen Bügel c2 an dem Hebelarm c gehaltenen Kinnkette k.
Die Hebel c c1 bewegen sich in horizontaler Richtung und die Arme c
r1 durch so wird die
desselben sind nach aufsen gerichtet, so dafs die in diesem angebrachten Ringe rl etwas abstehen, wodurch ein energischeres Lenken des Pferdes ermöglicht wird.
Uebt man nun an diesen Ringen
die Kandarenzügel einen Zug aus,
die Kinnkette des Pferdes geprefst, und
Vorrichtung wirkt dann als Kandarengebifs.
Werden hingegen die Ringe r2, welche an den Hebeln c verschiebbar sind, durch die Trensenzügel angezogen, so wirkt das Gebifs als einfache Trense, wobei die Hebel c nebst der Kinnkette vom Kinn entfernt gehalten werden, so weit es die Kette k gestattet.
Soll nur die Kandare mit einem Zügel zur Anwendung kommen, so wird der Zügel in die Ringe r1 geschnallt und wird durch die Ringe r2 mit hindurchgezogen, damit diese nicht hinderlich sind und zugleich zur Sicherheit dienen. Hierbei beeinflussen die Ringe r2 infolge ihrer Weite die Bewegung des Hebels c nicht.
Soll das Gebifs nur als Trense dienen, so befestigt man den Trensenzügel an die Ringe r2, während die nun freien Ringe r1 einwärts über die Köpfe α1 gedreht werden (s. punktirte Stellung in Fig. i), nachdem das Mundstück herausgenommen wurde.
Die als Drehbolzen für die Hebel dienenden Bolzen b sind in bekannter Weise mit Nasen η versehen, während in den Köpfen aL der Stange α und in den Scharniertheilen 62 der Hebel entsprechende Einschnitte angebracht sind, so dafs die Bolzen mit den Nasen eingeführt werden können.
Die Einschnitte- in den Scheiben b2 sind jedoch so angeordnet, dafs sie in der normalen Stellung (Fig. ι und 5) nicht in der gleichen Richtung wie die Einschnitte in den Köpfen stehen. Die Bolzen b können also nur dann herausgezogen werden, wenn die Hebel nach Lösen der Kinnkette entsprechend gedreht sind.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein als Trense und Kandare benutzbares Pferdegebifs, gekennzeichnet durch an beiden Enden der Gebifsstange (a) drehbar befestigte Winkelhebel (c C1J, deren in der Verlängerung der Gebifsstange liegende Arme (cl) die Kandarenzügel aufnehmen, während die unter das Kinn des Pferdes greifenden anderen Hebelarme (c) die Trensenzügel aufnehmen und durch die Kinnkette (k) mit einander verbunden sind, zu dem Zwecke, durch Anziehen der Trensenzügel das Gebifs in der gewöhnlichen Weise als Trense, durch Anziehen der Kandarenzügel aber die Kinnkette anzupressen und das Gebifs nach Art der Kandare benutzen zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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