DE165252C - - Google Patents

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DE165252C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B68SADDLERY; UPHOLSTERY
    • B68BHARNESS; DEVICES USED IN CONNECTION THEREWITH; WHIPS OR THE LIKE
    • B68B1/00Devices in connection with harness, for hitching, reining, training, breaking or quietening horses or other traction animals
    • B68B1/04Bridles; Reins

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, welche die Aufzeichnung des jeweilig auf einen Pferdezügel ausgeübten Zuges dadurch ermöglicht, daß während der Aus-Übung des Zuges ein Schreibstift auf einer Unterlage entlang gezogen wird und darauf einen Strich zurückläßt, dessen Länge der auf die Zügel ausgeübten Kraft entspricht. Dabei findet gleichzeitig eine selbsttätige
ίο Weiterschaltung der Unterlage statt, welche zweckmäßig die Form einer Scheibe besitzt, auf der der Schreibstift die einzelnen Aufzeichnungen radial vom Mittelpunkt aus vornimmt. Die Scheibe weist in diesem Falle eine Randverzahnung auf und wird bei jedem Zügelzug durch ein mit dem Schreibstift in Verbindung stehendes Schaltwerk um einen Zahn weiter gedreht, so daß jede Schaulinie auf einem anderen Scheibenradius verzeichnet ist.
Um auch während des Reitens eine deutliche Beobachtung der Vorrichtung zu ermöglichen , wird mit derselben zweckmäßig ein Fächer in Verbindung gebracht, welcher je nach der Größe seiner Ausbreitung die Stärke des Zügelzuges deutlich erkennen läßt. Die Vorrichtung ist besonders bei Pferderennen und Trainierungen von Wert, um die jeweilige Handhabung der Zügel zu den verschiedenen Zeitpunkten nachträglich genau feststellen zu können.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand zur Darstellung gebracht, und zwar bedeutet Fig. 1 eine Seitenansicht, Fig. 2 eine abgebrochene Ansicht der Anzeigevorrichtung, während Fig. 3 die Anordnung der ganzen Einrichtung an einem Pferde veranschaulicht,
Das Gebiß A schließt sich dem Gebißring B an, der mit dem Zügel F durch ein Gelenk J G verbunden ist. Das Backenstück d, das auch an dem Gebißring B angeschlossen ist, weist ebenso wie der Stirnriemen h, das Kopfstück i und der Kehlriemen ρ die übliche Lage auf. Die ganze Zäumung wird in gewohnlicher Weise mit Hilfe von Schnallen festgehalten.
Von dem Gelenk / G kann sich nur der Teil G drehen, während der Bolzen J in seiner Längsrichtung durch den Ring B hindurch verschiebbar ist und in der aus Fig. 1 ersichtlichen Weise von einer Schraubenfeder H umgeben wird. Innerhalb des Ringes B ist mit der in der Hülse K geführten Stange J ein Winkelstück M mit Hilfe der Muttern NL verbunden. Das eine Ende der Feder H drückt gegen die Mutter L, und das andere Ende derselben findet seinen Stützpunkt an der Hülse K. Das Winkelstück trägt eine. Stange P, deren Arm R mit einem Graphitstift 5 oder dergl. versehen ist, welcher gewöhnlich gegen den Mittelpunkt einer Scheibe T anliegt. Diese Scheibe ist an einer der beiden Seitenwände B' des Ringes B um einen Zapfen drehbar und läßt sich leicht auswechseln. Mit Hilfe der Stellschraube O läßt sich die Lage der Stange P mit Bezug auf das Winkelstück M leicht regeln, um den
Stift S bei jeder Spannungseinstellung der Feder //zentrieren zu können. Die Scheibe T ist an ihrem Umfange mit Zähnen U versehen und läßt sich mittels einer Schaltklinke V um ihre Achse drehen. Die Klinke V ist um einen an einer der Seitenwände B' sitzenden Stift drehbar, der auch gleichzeitig den Drehzapfen für den zweiarmigen Hebel a (Fig. i) bildet. Das untere Ende des Hebels α ist mit der Stange P durch ein Gelenk Z verbunden.
Wird auf die Zügel ein Zug ausgeübt, so wird unter Vermittlung der Stange P die Klinke V ein wenig um ihre Achse gedreht.
Ihre Spitze senkt sich dabei und schaltet die .Scheibe T um einen Zahn weiter. Gleichzeitig mit dieser Drehung der Scheibe erfolgt auch eine Verschiebung des Stiftes S vom Mittelpunkte fort, wobei der Stift auf der Scheibe T einen Strich verzeichnet, dessen Länge, die durch die mit Ziffern versehenen Kreislinien W angegeben wird, der Stärke des Zuges entspricht. Hört der Zug auf, so kehrt die Vorrichtung in die Ruhelage zurück und es wird beim Hochgehen der Klinke V ein Zurückdrehen der Scheibe T durch die Gegenklinke X verhindert.
Das obere Ende des Hebels α steht mittels eines Gelenkes b mit einer Stange oder einem nachgiebigen Zugorgan c in Verbindung, das in einer Aushöhlung des Backenstückes d eingebettet ist und bis unter das Kopfstück i führt, wo es unmittelbar hinter den Pferdeohren mit einer Schnur oder einem Draht k (Fig. 2) verbunden ist. Dieser Draht k läuft über eine Führungsrolle Z, welche mittels eines Armes m an dem Kopfstück befestigt ist. Das Ende der Schnur oder des Drahtes k ist bei η an das Gestell 0 eines um Zapfen s drehbaren Fächers q angeschlossen, welcher von dem Lager t eines Kissens u getragen wird.
Jedesmal, wenn beim Anzug der Zügel F eine radiale Verstellung des Stiftes 5 stattfindet, wird auch der sichtbare Fächer q mehr oder weniger geöffnet und zeigt dadurch die jeweilige Stärke des Zügelzuges nach außen deutlich erkennbar an.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Aufzeichnen und , Sichtbarmachen des auf die Pferdezügel ausgeübten Zuges, dadurch gekennzeichnet, daß beim Anziehen der Zügel ein Schreibstift verstellt wird, der auf einer selbsttätig weiter geschalteten Unterlage die Größe des jeweilig auf die Zügel ausgeübten Zuges angibt.
2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schriftstift (S) in der Ruhelage im Mittelpunkt einer Scheibe (T) ruht und beim Anzug der Zügel auf der Scheibe einen radialen Strich verzeichnet, wobei die Scheibe gleichzeitig durch eine Schaltklinke (V) um einen Zahn weiter geschaltet wird, zum Zwecke,' die verschiedenen Kraftwirkungen auf die Zügel auf verschiedenen Radien der Scheibe zu verzeichnen.
3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stärke des Zuges gleichzeitig durch einen Fächer (q) nach außen siehtbar gemacht wird, welcher sich der jeweiligen Stärke des Zuges entsprechend weniger oder mehr ausbreitet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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