DE138293C - - Google Patents

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DE138293C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62CVEHICLES DRAWN BY ANIMALS
    • B62C11/00Safeguarding appliances not otherwise provided for, e.g. for readily releasing unmanageable draught animals

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
ΛΙ138293 KLASSE 636.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 7. Mai lgoi ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Verhütung des Durchgehens von Pferden, bei welcher ein mit den Zügeln verbundener Fangriemen nach Auslösen einer Sperrvorrichtung von einer auf der Vorderachse angeordneten Vorrichtung erfafst und auf die Vorderachse des Wagens aufgewickelt wird, um dadurch die Zügel anzuziehen. Von ähnlichen bekannten Vorrichtungen unterscheidet sich die vorliegende Erfindung dadurch, dafs dieselbe als eine mit hakenartigen Zähnen versehene Scheibe ausgebildet ist, welche bei ihrer durch die Bewegung des Wagens erfolgenden Drehung einen nach Auslösen der Sperrvorrichtung in ihre Bewegungsbahn kommenden, mit den Fangriemen verbundenen Ring erfafst und den Fangriemen zum Anziehen der Zügel auf die Scheibe bezw. auf die Achse des Wagens aufwickelt. Ferner ist eine Anordnung vorgesehen, welche den Fangriemen in seiner Stellung derart sichert, dafs der zu erfassende Ring nur im gewünschten Augenblick bewegt werden kann.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht die neue Bremsvorrichtung; es zeigt:
Fig. ι eine Ansicht mit theilweisem Längsschnitt, die Vorrichtung in Verbindung mit dem entsprechenden Theil eines Wagens.
Fig. 2 einen Grundrifs der Vorrichtung bezw. wagerechten Schnitt nach Linie A-B der Fig. 1, Fig. 3 das Fangrad mit den aufgewickelten Zügeln als Einzeltheil.
Auf der Vorderachse χ befindet sich ein Fangrad 0. Die Zügel ^, welche der Kutscher für gewöhnlich in der Hand hat, tragen einen Fangriemen a, welcher in einem unter dem Kutscherbocke befestigten Gehäuse b endigt und an diesem Ende, jedoch aufserhalb des Gehäuses b, einen beweglichen Ring c trägt. Der Riemen α wird in dem Gehäuse b durch eine Feder d für gewöhnlich festgehalten. Jene Feder legt sich in entsprechende Schlitze e des Gehäuses b (Fig. 2) und steht über dessen Seitenwände ein wenig hinaus. Auch in dem hinteren Gehäuseende sind Aussparungen f vorgesehen, in welche sich beim ruhenden Zustande der Vorrichtung der durch eine Schleife des Riemens α gehende Bolzen oder Ringtheil des Ringes c, welcher die Verbindung mit dem eigentlichen Fangring r herstellt, hineinlegt. Infolge dieser Einrichtung kann sich das Ende des Riemens α in dem Gehäuse b beim Fahren weder vor- noch rückwärts verschieben und sich auch nicht in die Höhe heben. Hierdurch wird erreicht, dafs der Fangring r stets in der für die Erreichung seines Zweckes nothwendigen unveränderlichen Lage bleibt. In der Ruhelage wird der in dem Ring c hängende bewegliche Fangring r durch einen Sperrstift i hoch gehalten. Dieser steht unter dem Einflufs einer Feder η und ist an einer Zugschnur k befestigt. Die Zugschnur läuft über Gleitrollen /, geht durch die Wand g des Bockes und endigt an deren Innenseite in einen Ring m. Dieser ist somit vom Kutscher sehr leicht erreichbar.
Beim Scheuen der Pferde zieht der Kutscher den Ring m an und giebt die Zügel frei. Durch das Anziehen des Ringes m giebt der Stift i den Fangring r frei, der alsdann von den Haken des auf der drehbaren Vorderradachse befindlichen Fangrades 0 ergriffen wird
(s. punktirte Einzeichnung Fig. i). Hierdurch wickelt sich der Verbindungsriemen α um das Fangrad ο (Fig. 3) und zieht die Zügel \ nach. Infolge dessen werden die Köpfe der Pferde zurückgezogen und letztere selbst zum Stehen gebracht. Die Vorrichtung arbeitet somit unter Verwendung der eigenen Kraft der Pferde. Je mehr die Pferde anziehen, desto mehr werden deren Köpfe zurückgezogen, wodurch sie arbeitsunfähig werden.
Will man die zum Stehen gebrachten Pferde wieder aus ihrer gebremsten Lage befreien, so hat der Kutscher nur nöthig, einen im Boden des Kutschersitzes vorgesehenen Deckel q zu öffnen, mit den Pferden so weit rückwärts zu fahren, dafs sich die Zügel \ und Riemen a von dem Fangrade ο wieder abwickeln, worauf er den Fangring r wieder in seine normale Stellung bringt, also hochhebt und durch den Sperrstift i festhält.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eine Vorrichtung zur Verhütung des Durchgehens von Pferden, bei welcher ein mit den Zügeln verbundener Fangriemen nach Auslösen einer Sperrvorrichtung von einer auf der Vorderradachse angeordneten Vorrichtung erfafst und auf die Vorderachse des Wagens aufgewickelt wird, um dadurch die Zügel anzuziehen, dadurch gekennzeichnet, dafs diese Vorrichtung als eine mit hakenartigen Zähnen versehene Scheibe (0) ausgebildet ist, welche bei ihrer durch die Bewegung des Wagens erfolgenden Drehung einen nach Auslösen der Sperrvorrichtung in ihre Bewegungsbahn kommenden, mit dem Fangriemen (a) verbundenen Ring (r) erfafst und den Fangriemen zum Anziehen der Zügel auf die Scheibe bezw. auf die Achse des Wagens aufwickelt.
    Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs die Führungshülse (b) für den Fangriemen (a) in ihrem Innern eine gegen den Fangriemen (a) wirkende Bremsfeder (d) besitzt, zu dem Zwecke, die Lage des Fangriemens (a) in der Hülse (b) zu sichern und ein vorzeitiges Eingreifen des Riemens^) mit der Scheibe (0) zu verhindern.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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