DE32783C - Anzug-Vorrichtung für Wagen - Google Patents

Anzug-Vorrichtung für Wagen

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DE32783C
DE32783C DENDAT32783D DE32783DA DE32783C DE 32783 C DE32783 C DE 32783C DE NDAT32783 D DENDAT32783 D DE NDAT32783D DE 32783D A DE32783D A DE 32783DA DE 32783 C DE32783 C DE 32783C
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DE
Germany
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wheel
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DENDAT32783D
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English (en)
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E. SCHULTZE in Wilhelmshaven
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62CVEHICLES DRAWN BY ANIMALS
    • B62C5/00Draught assemblies
    • B62C5/005Starting aids

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 63: Sattlerei und Wagenbad.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 22. November 1884 ab.
. Das Pferd wirkt zunächst vermittelst Hebelübersetzung, die man beliebig wählen kann, auf den Radumfang und zieht erst dann den Wagen direct, wenn der Wagen durch die indirecte Zugvorrichtung in Bewegung gesetzt ist. Man hat es durch diesen indirecten Anzug in der Hand, bei einer anfänglichen grofsen Vorwärtsbewegung des Pferdes eine kleine Vorwärtsbewegung des Wagens herbeizuführen, d. h. die zur Inbewegungsetzung des Wagens nothige Arbeit auf einen gröfsereri Weg zu vertheilen.
Diese Anzug-Vorrichtung besteht aus der Muffe i, welche bei festen, lenkbaren Achsen auf diese aufgekeilt, bei drehbaren Achsen durch einen Kegel am Lagerkörper befestigt wird. Die oben und unten in die Muffe eingearbeiteten Nuthen bestimmen mit den am Hebel h befindlichen Führungsstiften k den Lauf, sowie das Ein- und Ausrücken des Hebels selbsttätig. Der Hebel K ist auf der Muffe i drehbar und durch die Führungsstifte k in den Nuthen geführt. Das Gegengewicht g dreht den Hebel zurück und bringt ihn somit in . seine Anfangslage. . Die an diesem Gegengewicht g befestigten Klauen m greifen in den Klauenkranz η des Hinterrades ein. Die Scheiben e und f sind aus einem Stück und bei einem lenkbaren Wagen auf dem1 Lenknagel beweglich befestigt. Zugschnüre abc verbinden den Hebel h mit den Scheiben e und f und durch den Zugschwengel d mit dem Pferde.
Am Bruststück des Pferdegeschirres werden die mit Haken versehenen Enden der Zugschnur α eingehakt. Beim Anziehen des Pferdes wird die Zugschnur α. welche etwa 40 cm kürzer als der Zugstrang selbst ist, und somit der Zugschwengel d angezogen: dieses Anziehen veranlafst das Abwickeln der Schnur b von der Scheibe e, dadurch das Aufwickeln der Schnur c auf die Scheibe f und somit die Vierteldrehung des Hebels h bis zur waagerechten Lage. Durch die Führungsstifte k in den Nuthen wird der Hebel h bei dieser Vorwärtsdrehung gegen das Rad geführt; dadurch greifen die Klauen m in den Klauenkranz η des Hinterrades ein, bewirken eine Vierteldrehung dieses Rades und mithin eine Vorwärtsbewegung des ganzen Wagens. Gleichzeitig rückt sich der Hebel h, durch den schraubenartigen Gang der Nuthen gezwungen, selbsttätig aus. Jetzt treten die wirklichen Zugstränge durch Weiterschreiten des Pferdes in Wirkung, der Hebel ρ schnappt durch den Druck der Feder 0 in die Scheibe/ und hält somit den Hebel h in seiner waagerechten ausgerückten Lage fest, bis der Kutscher nach einem Stillstande des Wagens durch einen Tritt auf den Drücker q des Hebels ρ die Scheibe/ wieder frei macht. Hierdurch wird der Hebel h durch sein Gegengewicht g in seine Angriffslage zurückgezogen. Bei diesem Rückwege sind die Führungsstifte k und somit der Hebel h gezwungen, den äufseren Gang der Nuth zu passiren, damit der Hebel das Rad nicht berührt.
Man kann die Anzug - Vorrichtung in der Weise anordnen, wie Fig. 6 und 7 zeigen, unter Vermeidung von zwischenliegenden Aufwickelungsscheiben. Z ist der Haken, an dem das Ortscheit befestigt ist. Dieser Haken hat
Spielraum in der Längsachse des Wagens und wird durch Feder ο stets nach hinten gedrückt. Zieht das Pferd an, so wird Haken ^ zuerst nach vorwärts bewegt und dadurch auch der Hebel h; letzterer, der sich um χ dreht, trägt die Zugstange ν, die vermittelst Sperrklinke k in das am Rad sitzende Sperrrad s greift und dadurch letzteres ein wenig dreht. Ist Hebel h in die punktirte Stellung gekommen, so legt sich derselbe gegen Winkel ψ und das Pferd zieht nun -direct den Wagen.
Die Auslösevorrichtung für die Sperrklinke kann beliebig angeordnet sein.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Verbindung der anfänglich wirkenden Zugvorrichtung α b mit der später wirkenden Zugvorrichtung d, die zuerst ein alleiniges Wirken der Zugvorrichtung ab und den späteren "directen Angriff durch d gestattet und herbeiführt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT32783D Anzug-Vorrichtung für Wagen Active DE32783C (de)

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