DE79856C - - Google Patents

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DE79856C
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toluidine
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/10Amino derivatives of triarylmethanes
    • C09B11/24Phthaleins containing amino groups ; Phthalanes; Fluoranes; Phthalides; Rhodamine dyes; Phthaleins having heterocyclic aryl rings; Lactone or lactame forms of triarylmethane dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Condensationsproducte aus Fluorescei'nchlorid und Dichlorfluoresceinchlorid einerseits und primären aromatischen Basen, wie z.B. Anilin, o-Toluidin, p-Toluidin, p- und o-Phenetidin etc. andererseits (s. Patentschriften Nr.49057 und 53300) lassen sich durch Erhitzen mit Halogenalkylen, z. B. Bromäthyl unter Zusatz von Alkali, am besten in alkoholischer Lösung, in neue Producte überführen, welche Aethylderivate der Ausgangsproducte darstellen und sich von diesen in ihren Eigenschaften wesentlich unterscheiden.
Das Aethylderivat des Condensationsproductes aus Fluorescei'nchlorid und o-Toluidin ist in Wasser unlöslich, wie das Ausgangsproduct; in saurem und alkalischem Sprit löst es sich bedeutend schwerer wie dieses. Die Farbe dieser Lösung ist erheblich gelbstichiger; getrocknet besitzt es eine hellrothe Farbe, während der nicht äthylirte Körper ein dunkelrothviolettes Pulver bildet. Im Verhalten gegen concentrirte Schwefelsäure von 66° B. zeigt das neue Product den bemerkenswerthen Unterschied, dafs es sich viel schwerer sulfurirt, wie das nicht äthylirte Ausgangsproduct. Während letzteres nach Y2 bis 1 stündigem Erwärmen mit sechs Theilen concentrirter Schwefelsäure auf 30 bis 400 C. bereits in eine alkalilösliche Sulfosäure übergeht, zeigt der äthylirte Farbstoff bei gleicher Behandlung kaum eine Veränderung; zur Umwandlung in die Sulfosäure sind hier mindestens 8 Theile concentrirte Schwefelsäure und circa vierstündiges Erwärmen auf 40 bis 50° C. erforderlich. Die mit den Sulfosäuren des Ausgangsproductes und des äthylirten Körpers erzielten Färbungen zeigen einen starken Unterschied, indem letztere bedeutend gelbstichiger und lebhafter sind. Die eingeführte Aethylgruppe zeigt gegen abspaltende Reagentien grofse Beständigkeit. So läfst sich der äthylirte spritlösliche Farbstoff mit einem grofsen Ueberschufs alkoholischer Natronlauge stundenlang kochen, ohne die geringste Veränderung zu erleiden.
Beispiel:
15 kg des spritlöslichen Condensationsproductes aus Fluoresce'inchlorid und o-Toluidin werden mit 8 kg Bromäthyl und 9,5 kg Natronlauge von 35° B. in 40 1 Sprit (95 pCt.) in einem mit Rührwerk versehenen Autoclaven 10 Stunden auf 100 bis 1200C. erhitzt. Nach dem Abdestilliren des Sprit wird der Bombeninhalt zerkleinert, mit verdünnter Salzsäure ausgewaschen und getrocknet. Zur Sulfurirung werden ι ο kg des wie oben angegeben äthylirten spritlöslichen Farbstoffes in 80 kg Schwefelsäure von 66° B. eingetragen und so lange (circa 4 Stunden) auf 40 bis 50 ° C. erwärmt, bis eine Probe in Soda löslich ist. Das Sulfurirungsgemisch wird in Wasser gegossen, die Sulfosäure abfiltrirt, ausgewaschen und in Soda gelöst. Aus dieser Lösung wird das Natronsalz durch Kochsalz gefällt, abgeprefst und getrocknet.
Statt concentrirter Schwefelsäure kann man auch Monohydrat oder Schwefelsäure, welche einige Procente Anhydrid enthält, zur Sulfu-
rirung verwenden, und gelingt in diesem Falle dieselbe je nach dem Anhydridgehalt der Säure schon bei niedrigerer Temperatur und in kürzerer Zeit.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Darstellung von sauren Rhodaminfarbstoffen, darin bestehend, dafs man die aus Fluoresce'inchlorid oder Dichlorfluoresce'inchlorid einerseits und primären aromatischen Aminen andrerseits erhältlichen Condensationsproducte in alkoholischer Lösung mit einem Halogenalkyl unter Zusatz von Alkali erhitzt und die erhaltenen spritlöslichen Farbstoffe durch Behandeln mit concentrirter monohydratischer oder schwachrauchender Schwefelsäure in Sulfosäuren überführt.
    Als besondere Ausführungsform des unter Anspruch ι. geschützten Verfahrens die Anwendung des Condensationsproductes aus Fluoresce'inchlorid und o-Toluidin.
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