DE67649C - Verfahren zur Darstellung von Amidoazokörpern aus Diamidodiphenylmethanbasen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Amidoazokörpern aus Diamidodiphenylmethanbasen

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DE67649C
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DE
Germany
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amidoazo
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diamidodiphenylmethane
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DENDAT67649D
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Leipziger Anilinfabrik Beyer & Kegel in Fürstenberg a. O
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/02Disazo dyes
    • C09B35/039Disazo dyes characterised by the tetrazo component
    • C09B35/205Disazo dyes characterised by the tetrazo component the tetrazo component being a derivative of a diaryl- or triaryl- alkane or-alkene
    • C09B35/21Disazo dyes characterised by the tetrazo component the tetrazo component being a derivative of a diaryl- or triaryl- alkane or-alkene of diarylmethane or triarylmethane

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
Die Diamidodiphenylmethanbasen, welche durch Einwirkung von Formaldehyd auf 2 Molecule Anilin oder seine Homologen erhalten werden, lassen sich durch Einwirkung ihrer Tetrazoverbindungen auf aromatische Amine in . Tetrazoamidoverbindungen und durch Umlagerung in Amidoazoverbindungen überführen. Die Verfahren zur Darstellung sind in den nachfolgenden Beispielen beschrieben:
Beispiel I. 19,8 kg Diamidodiphenylmethan werden in 300 1 Wasser und 70 kg concentrirter Salzsäure gelöst, auf 40 gekühlt und durch Zusatz einer wässerigen Lösung von 14 kg Nitrit in die Tetrazoverbindung übergeführt.
In die beständig durch Eiszusatz auf etwa 4° abgekühlte Lösung rührt man 18,6 kg Anilin ein und scheidet die Tetrazoamidoverbindung. durch Zufügen von essigsaurem Natrium oder Natronlauge als dicken, gelblichen Brei ab, der filtrirt, ausgewaschen und gut geprefst wird. Der zerkleinerte Prefskuchen wird in eine Mischung von 26 kg Anilinsalz und 120 kg Anilin eingetragen und bis zur erfolgten Umsetzung bei 20 bis 40 ° gut durchgerührt. Sobald eine Probe beim Erwärmen mit Salzsäure keine Stickstoffentwickelung mehr zeigt, ist die Einwirkung vollendet.
Die Masse wird nun entweder schwach alkalisch gemacht und das überschüssige Anilin mit Wasserdampf abgetrieben, oder sie wird vortheilhafter in eine Lösung von 185 kg Salzsäure und 550 1 Wasser eingerührt, wobei man die Temperatur nicht über 300 steigen läfst. Das in feinen, violetten Krystallen abgeschiedene Salz der Amidoazoverbindung wird filtrirt und bis zur Entfernung des Anilins mit angesäuertem Wasser gewaschen.
Nach diesem Verfahren lassen sich alle durch Anwendung von Anilin, ο - Toluidin, ρ - und m-Xylidin entstehenden Amidoazokörper darstellen. Die Chlorhydrate der mit Anilin gekuppelten Basen bilden violette Krystalle, diejenigen der höheren Homologen rothe, fein krystallinische Niederschläge. In angesäuertem Wasser sind die Chlorhydrate wenig mit rother Farbe löslich, die Sulfate unlöslich. Die freien Basen lösen sich wenig in Wasser, leicht in Aether und Alkohol mit gelber Farbe. Die Nuance der alkoholischen Lösung wird mit steigendem Kohlenstoffgehalt der Amidoazobasen röther. Durch Zusatz von Mineralsäuren wird die Farbe der alkoholischen Lösung in Roth, bei einigen Basen in ein sehr lebhaftes Blauroth verändert.
Beispiel II. Die Darstellung der durch Vereinigung mit ρ - Toluidin entstehenden Amidoazokörper geschieht in etwas anderer Art.
19,8 kg Diamidodiphenylmethan werden nach Beispiel I. diazotirt und unter Anwendung einer Lösung von 29 kg salzsaurem ρ - Toluidin, ähnlich wie im vorigen Beispiel angegeben, in die Tetrazoamidoverbindung übergeführt. Dieselbe wird in abgeprefstem, zerkleinertem Zustande in eine auf 60 bis 650 erhitzte Mischung von 29 kg salzsaurem p-Toluidin und 200 kg p-Toluidin eingetragen und so lange bei dieser Temperatur erhalten, bis die Umwandlung beendet ist. Die Chlorhydrate sind gelbbraun, wenig in Wasser löslich, die Sulfate unlöslich. Die freien Basen lösen sich in Alkohol und Aether mit gelber Farbe. Ein Zusatz von
Mineralsäuren zu der alkoholischen Lösung der Base ruft eine rothbraune Färbung hervor.
Beispiel III. Die Vereinigung der Tetrazodiphenylmethanbasen mit α - Naphtylamin zu Amidoazobasen erfolgt sofort ohne Umlagerung in essigsauren und neutralen Lösungen. Die nach Beispiel I. aus ig,8 kg Diamidodiphenylmethan erhaltene Tetrazoverbindung läfst man in eine kalte Lösung von 36 kg salzsaurem a-Naphtylamin einfliefsen und erhält die fertige Amidoazoverbindung in bronceglänzenden Krystallen, wenn man die freie Mineralsäure mit essigsaurem Natron oder Alkalien zum gröfsten Theile abstumpft. Die Salze der durch Vereinigung mit a-Naphtylamin erhaltenen Amidoazokörper sind fast unlöslich in Wasser. Die freien Basen lösen sich in Aether und Alkohol mit gelber Farbe, Mineralsäure ruft in der alkoholischen Lösung eine rothviolette Färbung hervor.
Die im Vorhergehenden beschriebenen Amidoazobasen dienen zur Darstellung von Azofarbstoffen.
Zur Ueberführung in' die Tetrazoverbindungen sind die im Pastenzustande erhaltenen Chlorhydrate am geeignetsten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Amidoazoverbindungen aus Diamidodiphenylmethan, Diamidodi-o- tolylmethan, Diamidodi-p-tolylmethan, Diamidodi-p-xylylmethan, darin bestehend, dafs man die Tetrazoverbindungen von je 1 Molecül der vorstehenden Basen:
    a) durch Behandeln mit 2 Molecülen Anilin, o- und p-Toluidin, m- und p-Xylidin in essigsaurer, neutraler oder alkalischer Lösung in Tetrazoamidoverbindungen überführt, welche bei Gegenwart eines Ueberschusses. der zuletzt angeführten Basen und bei Anwesenheit ihrer salzsauren Salze in Amidoazokörper übergehen, oder
    b) durch Einwirkung von 2 Molecülen a-Naphtylamin direct in Amidoazokörper umwandelt.
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