DE243124C - - Google Patents

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DE243124C
DE243124C DENDAT243124D DE243124DA DE243124C DE 243124 C DE243124 C DE 243124C DE NDAT243124 D DENDAT243124 D DE NDAT243124D DE 243124D A DE243124D A DE 243124DA DE 243124 C DE243124 C DE 243124C
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naphthylamine
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hydrochloric acid
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B31/00Disazo and polyazo dyes of the type A->B->C, A->B->C->D, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B31/16Trisazo dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 243124 .-KLASSE 22 a. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Mai 1910 ab.
Die in den Patentschriften 116348, 121421, 163321 und deren Zusätzen beschriebenen tertiären Trisazofarbstoffe enthalten als Mittelglieder 2 Moleküle a-Naphtylamin oder 1 · 6-5 oder ι · 7-Naphtylaminsulfosäure und färben Baumwolle in blauen bis violetten Tönen an. Die Lichtechtheit dieser Produkte ist auf die Verwendung von 2 a-Naphtylaminmolekülen oder deren Sulfosäuren in Mittelstellung zurückzuführen.
Es wurde nun gefunden, ,daß man sehr lichtechte braune Farbstoffe erhalten kann, wenn man beide a-Naphtylaminmoleküle oder auch nur eines durch ein Benzolderivat ersetzt und als Schlußkomponenten Nitrophenylendiamin, dessen Homologe oder Dioxychinolin verwendet. Die auf diese Weise erhältlichen Farbstoffe besitzen vorzügliche färberische Eigenschaften, wie Echtheit gegen Alkalien und organische Säuren. Sie unterscheiden sich von den gelben und orangefarbenen Produkten der Patentschriften 97714 und 98843 durch ihre wertvollen braunen Nuancen und durch erhöhte Lichtechtheit, durch die sie sich namentlich vor den bekannten braunen Azofarbstoffen des Handels auszeichnen.
Als Benzolderivate in Mittelstellung kommen Anilin, o-Anisidin und m-Anisidin und deren Homologe und Substitutionsprodukte in Betracht.
Beispiel 1.
34,7 kg des Natriumsalzes der 2-Naphtylamin-3 · 6-disulfosäure werden in bekannter Weise mit 6,9 kg Nitrit diazotiert und dann mit einer Lösung von 10,7 kg m-Toluidin in Wasser und 15 kg Salzsäure versetzt. Durch Zugabe von 13 kg Natriumacetat und darauffolgendes allmähliches Neutralisieren mit Soda wird die Kuppelung vollendet und der gebildete Monoazofarbstoff durch Überführen in das Natriumsalz mittels Natronlauge, Zufügen von 8 kg Nitrit und Ansäuern mittels 45 kg Salzsäure bei 10 ° diazotiert. Nach Zugabe von Salz und nach 4 stündigem Rühren preßt man ab, rührt das Preßgut mit Wasser an, läßt nochmals eine Lösung von 10,7 kg m-Toluidin hinzu und verfährt bei der Kuppelung dieses zweiten Moleküls genau in der oben beschriebenen Weise. Nach Zufügung von Natronlauge wird der Disazofarbstoff durch Anwärmen und eventuelle Zugabe von Wasser in Lösung gebracht, die Lösung durch Filtration von Verunreinigungen befreit und nach dem Abkühlen, wie oben ausgeführt, weiter diazotiert. Die gebildete Diazoverbindung wird abermals abgepreßt, mit Wasser angerührt und dann mit einer Lösung von 15 kg Nitro-mphenylendiamin in Wasser und 15 kg Salzsäure versetzt. Nach 5 stündigem Rühren in mäßiger Wärme läßt man erst essigsaures Natrium und dann Sodalösung hinzulaufen. Man macht schließlich alkalisch, salzt den Farbstoff aus und preßt ihn ab. Er färbt Baumwolle in orange- bis gelbbraunen Tönen und besitzt eine vorzügliche Lichtechtheit.
Farbstoffe mit ganz ähnlichen Eigenschaften erhält man beim Ersatz des m-Toluidins durch o-Toluidin und des Nitro-m-phenylendiamins durch Nitro-m-toluylendiamin oder der 2-Naphtylamin-3 · 6-disulfosäure durch andere Sulfo-
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säuren oder Carbonsäuren der Naphtalin-oder Benzolreihe.
Verwendet man p-Xylidin, Aminophenoläther oder Kresidin als Mittelglieder, so werden mehr rote bis rotbraune Farbstoffe erhalten. Auch Anilin läßt sich, als Mittelkomponente verwenden, doch ist es dann vorteilhafter, den Umweg über die Formaldehydbisulfitverbindung des Anilins oder das Toluolsulfoanilid zu nehmen.
Beispiel 2.
34,7 kg des Natriumsalzes der 2-Naphtylamin-4■· 8-disulfosäure werden nach der Diazotierung mit a-Naphtylamin gekuppelt und der so gebildete Monoazofarbstoff in bekannter Weise weiter diazotiert und abgepreßt. Nach dem Anrühren wird eine Lösung von "13,7 kg Kresidin in Wasser und 15 kg Salzsäure hinzugefügt und die Kuppelung durch Zugabe von essigsaurem Natrium und Soda allmählich vollendet. Der gebildete Disazofarbstoff wird nach dem Ansäuern und Aussalzen durch Filtration vom überschüssigen Kresidin befreit, wieder mit Wasser angerührt, durch Zugabe von Natronlauge in das Natriumsalz verwandelt und mittels 8 kg Nitrit und 45 kg Salzsäure weiter diazotiert, worauf zu der Reaktionsmasse Salz zugefügt und die gebildete Diazoverbindung nach 5 stündigem Rühren abnitriert wird. Sie wird hierauf mit Nitro-mphenylendiamin in der oben beschriebenen Weise gekuppelt und liefert ein tiefes Braun von roter Nuance.
Beispiel 3.
Der aus 9,3 kg Anilin durch Diazotieren und, Kuppeln mit 1 · 7-Naphtylaminsulfosäure gewonnene Monoazofarbstoff wird mit Natronlauge in das Natriumsalz übergeführt und hierauf mit 45 kg Salzsäure und 9 kg Nitrit weiter diazotiert. Die Diazoverbindung wird abfiltriert und mit einer Lösung von 10,7 kg m-Toluidin in Wasser und 15 kg Salzsäure versetzt. Nach Zugabe von 13 kg Natriumacetat wird mehrere Stunden gerührt, mit Soda neutralisiert, nach beendeter Kuppelung mit Natronlauge alkalisch gemacht, mit 8 kg Nitrit und 45 kg Salzsäure wiederum diazotiert, die Diazoverbindung abfiltriert und wie oben mit Nitrophenylendiamin gekuppelt. Der Farbstoff färbt Wolle in rotbraunen Tönen an.
Beispiel 4.
30 kg des Natriumsalzes des Sulfanilsäureazoanilins (aminoazobenzolsulfosaures Natrium) werden in bekannter Weise diazotiert und mit einer Lösung von 12,1 kg p-Xylidin in Wasser und 15 kg Salzsäure versetzt. Die Kuppelung und Weiterdiazotierung erfolgt genau in der in den vorhergehenden Beispielen beschriebenen Art und Weise. Nach dem Abpressen und Wiederanrühren wird die Diazoverbindung mit einer Lösung von 16,5 kg Nitro-m-toluylendiamin in heißem Wasser und Salzsäure versetzt und die Kuppelung wie oben zu Ende geführt. Der Farbstoff färbt Baumwolle in orangebraunen Tönen an.
Bei Verwendung von Dioxychinolin an Stelle des Nitro-m-phenylen- oder -toluylendiamins als Schlußkomponente wird unmittelbar in alkalischer Lösung gekuppelt. Die damit erhaltenen Farbstoffe weichen ■ in Nuance und Eigenschaften nur wenig von den entsprechenden Nitrophenylenfarbstoffen ab.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung von braunen tertiären Trisazofarbstoffen für Baumwolle, darin bestehend, daß man Diazosulfosäuren oder -carbonsäuren nacheinander mit 2 Molekülen gleicher oder verschiedener Amine der Benzolreihe mit freier p-Stellung, oder daß man Diazoverbindungen mit 1 Molekül a—Naphtylamin, 1 · 6- oder 1 · 7-Naphtylaminsulfosäure und ι Molekül eines der genannten Benzolderivate in beliebiger Reihenfolge vereinigt, die so gebildeten Aminodisazokörper weiter diazotiert und go mit Nitrophenylendiamin, Nitrotoluylendiamin oder Dioxychinolin kuppelt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE742765C (de) * 1938-08-16 1943-12-10 Chemische Ind Ges Verfahren zur Herstellung von Tris- und Polyazofarbstoffen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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