DE116640C - - Google Patents

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DE116640C
DE116640C DENDAT116640D DE116640DA DE116640C DE 116640 C DE116640 C DE 116640C DE NDAT116640 D DENDAT116640 D DE NDAT116640D DE 116640D A DE116640D A DE 116640DA DE 116640 C DE116640 C DE 116640C
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amidonaphthol
amidoazo
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B33/00Disazo and polyazo dyes of the types A->K<-B, A->B->K<-C, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B33/18Trisazo or higher polyazo dyes
    • C09B33/22Trisazo dyes of the type A->B->K<-C

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Primäre Disazofarbstoffe aus Amidonaphtolsulfosäuren, welche die Eigenschaft besitzen, mit Metallsalzen Lacke zu bilden, sind bisher nicht dargestellt worden. Es ist bisher nicht gelungen, die für die Praxis in Betracht kommenden Amidonaphtoldisulfosäuren mit solchen Diazoverbindungen zu paaren, welche zwei salzbildende Gruppen in der ο-Stellung enthalten; sogar die durch ihre besondere Kuppelungsenergie ausgezeichnete Amidonaphtoldisulfosäure K vereinigt sich nicht mit den Diazoverbindungen der Amidosalicylsäuren in saurer Lösung zu einheitlichen o-Amidoazofarbs'toffen. Auch an zweiter Stelle lassen sich die Diazosalicylsäuren nicht combiniren mit den aus Diazoverbindungen und Amidonaphtoldisulfosäuren in saurer Lösung dargestellten Monoazofarbstoffe^ Die aus den Ämidonaphtolmonosulfosäuren und Amidosalicylsäure dargestellten primären Disazofarbstoffe (Patente 81241 und 91855) hingegen sind keine wahren Beizenfarbstoffe, da sie bei dem Nachbehandeln mit Metallsalzen auf der Faser keine eigentlichen, beständigen Lacke bilden, vielmehr leicht zerstört werden.
Es hat sich nun gezeigt, dafs man, ausgehend von der Amidonaphtoldisulfosäure K oder der Amidonaphtolmonosulfosäure S, wahre Beizenfarbstoffe, die gleichzeitig primäre Disazofarbstoffe sind, darstellen kann, wenn man als Diazoverbindung die diazotirte Amidoazoverbindung aus p-Amidosalicylsäure-azo-ct-naphtylamin bezw. deren ßs- oder ß4- sulfosäure anwendet. Diese Diazoverbindung vereinigt sich mit den genannten Amidonaphtolsulfosäuren sowohl in
Gegenwart von Säure an erster oder auch an zweiter Stelle mit den von jenen Sulfosäuren sich ableitenden ortho-Amidoazofarbstoffen. Durch diese Zwischenschiebung des α - Naphtylamins sind also nicht nur die Schwierigkeiten beseitigt, die sich der glatten Einführung der Salicylsäure bei Farbstoffen aus der Amidonaphtoldisulfosäure K darboten, es ist vielmehr erst dadurch sowohl bei diesen als bei den aus· der Amidonaphtolsulfosäure S dargestellten primären Disazofarbstoffen der technisch höchst werthvolle Zweck erreicht worden, Farbstoffe erhalten zu haben,, die bei der Nachbehandlung mit Chromsalzen auf der Faser in Lacke übergehen. Die Farbstoffe der Patente 81241 und 91855, soweit zu ihrer Darstellung Amidosalicylsäure zur Anwendung kommt, halten wohl eine Nachbehandlung mit geringen Mengen Bichromat auf dem alten Bade einigermafsen aus, sie bilden aber hierbei keine waschechten Lacke, die entsprechenden Producte des vorliegenden Verfahrens stellen hingegen wirkliche Beizenfarbstoffe dar, sie werden durch die für das Nachchromiren auf frischem oder altem Bade üblichen Bichromatmengen nicht zerstört, sondern in echte Lacke übergeführt. Zudem sind die durch die Einführung des a-Naphtylaminrestes in das Farbstoffmolecül erhaltenen Producte viel farbkräftiger als die entsprechenden Farbstoffe der Patente 81241 und 91855.
Die so erhaltenen Farbstoffe stellen meist braun bronzeglänzende Pulver dar, sie sind in Wasser, namentlich in der Wärme, gut löslich, in concentrirter Schwefelsäure lösen sie sich mit grünblauer bis blauer Farbe auf, beim Verdünnen mit Wasser wird die Farbsäure aus-
gefällt. Sie färben Wolle in dunkelgrünen bis grünschwarzen Nuancen an.
Beispiele.
I. 15,5 kg Amidosalicylsäure werden in der üblichen Weise diazotirt und mit 24,5 kg Ct1 ß4-naphtylaminsulfosaurem Natron in Gegenwart von Soda combinirt. Nachdem die Farbstoffbildung beendigt ist, wird mit Salzsäure angesäuert und der Amidoazofarbstoff durch Zusatz von 7 kg Nitrit in den Diazokörper übergeführt. Denselben läfst man nun zu dem aus 14,5 kg a-Naphtylamin und 34,1 kg Amidonaphtoldisulfosäure K dargestellten ortho-Amidoazofarbstoff in Gegenwart von Alkali einlaufen. Nach einigem Rühren ist die Combination beendigt. Man wärmt an, salzt aus, filtrirt, preist und trocknet. Der Farbstoff färbt Wolle in saurem Bade schwärzlich grün. Die Färbungen werden durch Nachchromiren in der Nuance kaum verändert, nehmen jedoch dadurch an Echtheit bedeutend zu.
II. Der aus 15,5 kg Amidosalicylsäure und 14,5 kg a-Naphtylamin dargestellte Amidoazofarbstoff wird in salzsaurer Lösung durch Zusatz von 7 kg Nitrit in die Diazoverbindung übergeführt. Diese läfst man nun in Gegenwart von Alkali einwirken auf den aus 9,3 kg Anilin und 34,1 kg Amidonaphtoldisulfosäure K dargestellten Amidoazofarbstoff. Nach einigem Rühren, wodurch die Reaction zu Ende geführt wird, wärmt man an, salzt aus, filtrirt,
■ preist und trocknet. Der so erhaltene Farbstoff färbt Wolle in saurem Bade grün. Durch Nachchromiren wird die Echtheit wesentlich erhöht.
III. Der aus 15,5 kg Amidosalicylsäure und 24,5 kg α j β 4 - naphtylaminsulfosaurem Natron dargestellte Amidoazofarbstoff wird mit 40 kg Salzsäure und 7 kg Nitrit in den Diazoazokörper übergeführt. Diesen läfst man nun in Gegenwart eines Ueberschusses von Soda einwirken auf den aus 9,3 kg Anilin und 24 kg Amidonaphtolsulfosäure S in Gegenwart von freier Salzsäure dargestellten Monoazofarbstoff. Nach einigem Rühren wärmt man an, salzt aus, filtrirt, preist und trocknet. Der so erhaltene Farbstoff färbt Wolle in saurem Bade grUnschwarz. Durch Nachchromiren nehmen die Färbungen an Intensität und Echtheit bedeutend zu.
IV. Der aus 15,5 kg Amidosalicylsäure und 24,5 kg Ct1 ß4- naphtylaminsulfosaurem Natron dargestellte Amidoazofarbstoff wird in den Diazokörper übergeführt. Zu diesem läfst man eine Lösung von 24 kg Amidonaphtolsulfosäure S und 5,3 kg Soda fliefsen und fügt, um die Kuppelung zu beendigen, noch die der vorhandenen Acidität entsprechende Menge Natriumacetat hinzu. Nach mehrstündigem Rühren neutralisirt man mit Natronlauge, fügt einen Ueberschufs von Soda und sodann die aus 10,7 kg p-Toluidin in der üblichen Weise erhaltene Diazoverbindung hinzu. Nach einigem Rühren wird angewärmt, der Farbstoff ausgesalzen, abfiltrirt, geprefst und getrocknet. Er färbt Wolle in saurem Bade grünschwarz. Die Färbungen werden durch Nachchromiren wesentlich echter.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren zur Einführung des Salicylsäurerestes in die primären Disazofarbstoffe aus der peri-Amidonaphtoldisulfosäure K und der peri-Amidonaphtolmonosulfosäure S zum Zwecke der Gewinnung von Beizenfarbstoffen, darin bestehend, dafs man die aus Diazosalicylsäure durch Combination mit a-Naphtylamin oder dessen ß3- bezw. ß4-Monosulfosäure dargestellten Amidoazofarbstoffe nach dem erneuten Diazotiren
    a) entweder mit der Amidonaphtoldisulfosäure K oder der Amidonaphtolmonosulfosäure S in Gegenwart von Säure combinirt und auf die erhalteneu secundären Azofarbstoffe ein Molecül einer Monodiazoverbindung einwirken läfst oder
    b) mit den in saurer Lösung dargestellten ο - Amidoazofarbstoffen aus einem Molecule einer Diazoverbindung und einem Molecule der Amidonaphtoldisulfosäure K oder Amidonaphtolsulfosäure S vereinigt.
    Soweit bei dem Verfahren zur Combination weiter diazotirte Amidoazofarbstoffe aus den Cleve-Säuren verwendet werden, wird das Verfahren der Patente 73901 und 83572 mitbenutzt.
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