DE284699C - - Google Patents

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DE284699C
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diazotized
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/36Trisazo dyes of the type
    • C09B35/362D is benzene

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 284699 KLASSE 22 a. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. März 1913 ab.
Es wurde gefunden, daß blaue Trisazofarbstoffe von wertvollen Eigenschaften entstehen, wenn man ein diazotiertes p-Nitroamin mit einer Naphtolsulfosäure kuppelt, den entstandenen Monoazofarbstoff reduziert, weiter diazotiert und mit ι · 6- oder ι · 7-Naphtylaminsulfosäure kombiniert .und diesen Disazofarbstoff nochmals diazotiert und zum Schluß mit Resorcin kombiniert. Zu demselben Ziele gelangt man, wenn man ein Acetyl-p-diamin diazotiert, mit einer Naphtolsulfosäure kuppelt, den erhaltenen Monoazofarbstoff verseift und wie oben beschrieben weiter verarbeitet. Dieselben Farbstoffe werden auch erhalten, wenn man von der 4-Nitro-i-naphtylamin-6- oder -7-sulfosäure bzw. der 4-Acidylamino-inaphtylamin-6- oder -7-sulfosäure ausgeht, indem man sie mit einem Amin mit freier p-Stellung kuppelt und den weiter diazotierten Monoazofarbstoff mit einer Naphtolsulfosäure kuppelt. Der Disazofarbstoff wird reduziert bzw. verseift, weiter diazotiert und mit Resorcin kombiniert.
Endlich kann man die Farbstoffe auch noch auf einem dritten Wege erhalten, indem man die Monoazofarbstoffe vom Typus N H2 · X · N2-Clevesäure diazotiert, mit einer Naphtolsulfosäure kuppelt, weiter diazotiert und mit Resorcin kombiniert.
Die so erhaltenen Disazofarbstoffe färben Baumwolle in grün- bis rotblauen schönen Nuancen an; die Färbungen sind von hervorragender Waschechtheit, die durch Nachbehandlung mit Formaldehyd noch gesteigert wird; die Lichtechtheit ist ebenfalls eine gute. Die Farbstoffe nach dem vorliegenden Verfahren unterscheiden sich von bekannten analog zusammengesetzten Produkten, die an letzter Stelle a-Naphtolsulfosäuren enthalten, vorteilhaft durch ihre größere Intensität und durch ihre bedeutend größere Affinität zur Faser. Auch haben sie vor diesen Farbstoffen den Vorzug, daß sie sich auf der Faser durch Formaldehyd fixieren lassen.
Die Farbstoffe der britischen Patentschrift 2789/1892 sind, soweit sie nicht Aminonaphtoldisulfosäure H enthalten, die hier nicht in Betracht kommt, überhaupt keine blauen Farbstoffe; es werden auch in diesem Patente Farbstoffe, die einerseits eine Naphtolsulfosäure, andererseits ein Phenol als Endkomponenten enthalten, nicht beschrieben.
Das Verfahren wird durch folgende Beispiele erläutert:
55 Beispiel 1.
13,8 kg p-Nitranilin werden wie üblich mit 6,9 kg Natriumnitrit und Salzsäure diazotiert und die Diazoverbindung mit 26 kg 2-naphtol-7-sulfosaurem Natrium in Gegenwart von Soda kombiniert. Der Farbstoff wird auf 60° angewärmt und abfiltriert. Er wird nun angeschlämmt, mit Schwefelnatrium versetzt und bei mäßiger Temperatur so lange gerührt, bis die Reduktion der Nitrogruppe zur Aminogruppe beendigt ist. Er wird dann ausgesalzen und abfiltriert.
Der so erhaltene Aminoazofarbstoff wird mit 6,9 kg Natriumnitrit und 60 kg Salzsäure weiter diazotiert. Die entstandene Diazoverbindung läßt man. in eine bis zum Schluß durch Soda alkalisch gehaltene Lösung von 24,5 kg i-naph-
tylamin-7-sulfosauremNatrium einlaufen. Nachdem die Kombination beendigt ist, stellt man mit Salzsäure sauer, gibt noch 48 kg Salzsäure hinzu und diazotiert mit 7 kg Nitrit weiter. Die Diazoverbindung wird abfiltriert, angeschlämmt und in Gegenwart von Soda mit 11 kg Resorcin kombiniert. Der Farbstoff wird ausgesalzen, abfiltriert und getrocknet. Er erzeugt auf ungebeizter Baumwolle blau violette Töne. Durch nachträgliches Behandeln mit verdünnter Formaldehydlösung gehen diese in schöne blaue Färbungen von vorzüglicher Waschechtheit über.
Ersetzt man das p-Nitranilin in diesem Beispiel durch 15 kg Acetyl-p-phenylendiamin, kombiniert dann mit 2-Naphtol-7-sulfosäure, verseift nun mit Natronlauge und verarbeitet schließlich den erhaltenen Aminoazofarbstoff wie oben angegeben weiter, so entsteht der gleiche Farbstoff.
Wird dagegen p-Nitranilin durch die entsprechende Menge Nitroaminokresolmethyläther
(CH3:N H2: OCH3:NO2 = 1.3.4.6)
und die 2 · 7-Naphtolsulfosäure durch die 2 · 6-Naphtolsulfosäure ersetzt, so erhält man einen Farbstoff, welcher auf ungebeizter Baumwolle schöne blaue Töne gibt. Auch hier wird durch Nachbehandeln mit Formaldehyd die Nuance schöner und die Waschechtheit besser.
Beispiel 2.
26,8 kg 4-Nitro-i-naphtylamin-7-sulfosäure werden mit 36 kg Salzsäure und 6,9 kg Nitrit diazotiert und die Diazoverbindung mit einer Lösung von 13,7 kg m-Amino-p-kresolmethyläther in 12 kg Salzsäure versetzt. Der entstehende Aminoazokörper wird abfiltriert, mit 6,9 kg Nitrit und Salzsäure weiter diazotiert und die erhaltene Diazoverbindung mit einer Lösung von 26 kg 2-naphtol-7-sulfosaurem Natrium in Gegenwart von Soda gekuppelt. Nach beendigter Kombination gibt man bei mittlerer Temperatur eine Lösung von Schwefelnatrium hinzu und rührt, bis Lösung und völlige Reduktion der Nitrogruppe eingetreten ist.
Der reduzierte Disazofarbstoff wird durch Aussalzen abgeschieden und abfiltriert, dann wieder aufgelöst, mit Nitrit und Salzsäure nochmals diazotiert und mit Resorcin in Gegenwart von Soda gekuppelt. Der in üblicher Weise durch Salz abgeschiedene Trisazofarbstoff gibt auf ungebeizter Baumwolle schöne blaue Färbungen.
Beispiel 3.
Das in bekannter Weise aus 15 kg Acetylp-phenylendiamin und 22,3 kg i-Naphtylamin-7-sulfosäure und nachfolgendes Verseifen erhaltene Natronsalz der p-Aminobenzol-azo-Clevesäure wird mit Salzsäure angesäuert, mit kg Nitrit einseitig diazotiert und in Gegenwart von Soda mit 26 kg 2-naphtol-7-sulfosaurem Natrium kombiniert. Wird der so erhaltene Disazofarbstoff ausgesalzen, abfiltriert, wie in Beispiel 1 weiter diazotiert und mit Resorcin kombiniert, so erhält man einen Farbstoff von gleichen Eigenschaften.

Claims (3)

Patent-Anspruch: Verfahren zur Darstellung von Substantiven Polyazofarbstoffe^ darin bestehend, daß man
1. p-Nitroamine oder Monoacidyl-p-diamine der Benzolreihe mit Naphtolmonosulfosäuren kombiniert, im erhaltenen Monoazofarbstoff die Nitro- bzw. die Acidylaminogruppe reduziert bzw. verseift, den so entstandenen Aminoazofarbstoff weiter diazotiert, mit Naphtylaminsulfosäure-i · 6 oder -i · 7 (oder einem Gemisch beider) kuppelt, nochmals diazotiert und mit Resorein kombiniert,
2. 4-Acidylamino- bzw. 4-Nitro-i-naph- , tylamin-6- oder -7-sulfosäure (oder ein Gemisch dieser Säuren) mit · primären, aromatischen Aminen, welche eine freie p-Stellung besitzen, kombiniert, die erhaltene Aminoazoverbindung weiter diazotiert, mit Naphtolmonosulfosäuren kuppelt, die Ace-
. tylgruppe abspaltet bzw. die Nitrogruppe reduziert, nochmals weiter diazotiert und mit Resorcin kombiniert.
3. Diaminoazoverbindungen, welche man durch Reduktion bzw. Verseifung der Monoazofarbstoffe aus p-Nitroaminen bzw. p-Acetdiaminen und Naphtylaminsulfosäuren Cleve (1 · 6- und 1 · 7- oder Gemisch beider) erhält, einseitig weiter diazotiert, mit Naphtolmonosulfosäuren kombiniert, nochmals diazotiert und mit Resorcin kombiniert.
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