DE398792C - Verfahren zur Herstellung saurer Azofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung saurer Azofarbstoffe

Info

Publication number
DE398792C
DE398792C DEG58852D DEG0058852D DE398792C DE 398792 C DE398792 C DE 398792C DE G58852 D DEG58852 D DE G58852D DE G0058852 D DEG0058852 D DE G0058852D DE 398792 C DE398792 C DE 398792C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
parts
red
preparation
sulfo
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEG58852D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Chemische Ind Ges
GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
BASF Schweiz AG
Original Assignee
Chemische Ind Ges
GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
Gesellschaft fuer Chemische Industrie in Basel CIBA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Ind Ges, GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE, Gesellschaft fuer Chemische Industrie in Basel CIBA filed Critical Chemische Ind Ges
Application granted granted Critical
Publication of DE398792C publication Critical patent/DE398792C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung saurer Azofarbstoffe. Im Hauptpatent 3656z7 wird ein Verfahren zur Herstellung saurer Farbstoffe beschrieben, dadurch gekennzeichnet, daß Monoacidyldiaminodiarylsulfone diazotiert und mit 2-Amino-$-oxynaphthalin-6-sulfosäure und deren N-Substitutionsprodukten gekuppelt werden.
  • In weiterer Ausbildung dieses Verfahrens wurde nun gefunden, daß man zu neuen wertvollen Säurefarbstoffen gelangen kann, wenn man die Diazoverbindungen der Monosulfosäuren der Amino_ diarylsulfone der allgemeinen Formel (wobei die Sulfogruppe sich in dem einen oder dem anderen der beiden Benzolkerne, welche noch weitere Substituenten tragen können, befinden kann) mit unsulfierten ß-VTaphthylaminen und deren N-Substitutionsprodukten sowie unsulfierten, mindestens zwei aromatische Kerne enthaltenden T-Substitutionsprodukten des Anilins und seiner Homologen kuppelt. Es werden orange bis blaurote Farbstoffe erhalten, welche sich durch reinen Farbton, vorzügliche Waschechtheit, sehr gute Lichtechtheit und gutes Egalisierungsvermögen auszeichnen.
  • Die als Zwischenprodukte verwendeten sulfierten o-Aminodiarylsulfone, deren Herstellung in den folgenden Beispielen beschrieben wird, bilden alle helle Pulver, die sich in Wasser leicht lösen. Mit salpetriger Säure geben sie schwer lösliche Diazoverbindungen, welche durch ihre Beständigkeit ausgezeichnet s#.nd. Beispiel r.
  • 443 Teile der Diazoverbindüng des monoacetylierten 2,4-Diamino-4 =methyl-5 =@su@lfo-r, r'-diphenylsulfons (erhalten durch Kondensieren von p-Toluolsulfinsäure mit 2, 4-Dinitr o-r-chlorbenzol, Sulfieren, Reduzieren, Acetylieren und Diazotieren des Kondensationsproduktes) werden in eine Lösung von 2o,7 Teilen Äthyl-ß-naphthylaminchlorhydrat eingetragen. Die Kupplung findet rasch statt; der entstandene Farbstoff wird alkalisch ausgesalzen und filtriert. Er bildet in trockenem Zustande ein braunrotes Pulver, das sich in Wasser mit blauroter und in konzentrierter Schwefelsäure mit brauner Farbe löst. Er färbt Wolle aus schwefelsaurer Flotte in sehr egalen, licht- und waschechten, blauroten Tönen an.
  • Der Ersatz, in diesem Beispiel der Diazoverbindung des inonoacetylierten 2, 4-Diainino-4'-niethyl-5'-sulfo-1, i'-diphenylsulfons durch die Diazoverbindung des monoacetylierten 2, 5'-Diamino-4-sulfo-4'-niethyl-i, i'-diphenylsulfons (erhalten z. B. durch Kondensieren der p-Toluol,swlfinsäure mit i-Clilor-2-@tiitrobenzol-4-sulfOsäure, Nitrieren, Reduzieren, Acetylieren und Diazotieren des Kon-(lensatiQtisproduktes) führt zu einem ähniichen Farbstoff, während die Verwendung der Diazoverbindung der Sulfosäure des nionoacetylierten 2, 5-Diainino-4'-methyl-i, i'-<lipheiiylsulfons (erhalten durch Sulfieren und Acetylieren des 2, 5-Diamino-4'-inethyl-i, i'-<liphenylsulfons der deutschen Patentschrift 2t:2214) zu einem wesentlich blaueren Produkt führt. Beispiel e.
  • 35,6 Teile der Diazov erbindung des 2-Aniiiio-4-sulfo-4'-niethyl-i, i'-diphenylsulfons (erhalten durch Kondensieren der p-Toluolsulfitisäure mit i-Chlor-2-nitrobenzol-4-sulfosäure, Reduzieren und Diazotieren des Kondensationsproduktes) werden in eine Lösung von 17,9 Teilen ß-Naphthylaminchlorhydrat eingetragen. Nach beendigter Kupplung wird der Farbstoff alkalisch ausgesalzen und filtriert. Er bildet in trockenem Zustande ein ziegelrotes Pulver, das sich in Wasser mit roter und in konzentrierter Schwefelsäure mit gelbbrauner Farbe löst. Er färbt Wolle aus essigsaurem Bade in sehr egalen, licht- und waschechten, ziegelroten Tönen an.
  • Der Ersatz des ß-Naphthylamins durch das Phenyl-ß-naphthylamin führt zu einem roten Farbstoff von ähnlichen Eigenschaften, der Ersatz des ß-Naphthylamiiis durch Ätliyl-/inaphthylaniin führt zu einem blauroten Farbstoff. Beispiel 3.
  • 40,1 Teile der nitrierten Diazoverbindung des 2-Amino-4-sulfo-4 =niethyl-i, i'-diphenylsulfons (erhalten durch Kondensieren der p-Toluolsulfinsäure mit i-Chlor-2-nitrobenzol-4-sulfosäure, Reduzieren, Diazotieren und Nitrieren des Kondensationsproduktes) werden in eine Lösung von 2o,7 Teilen Äthyl-ßnaphthylamin eingetragen. Die Kupplung findet rasch statt; der entstandene Farbstoff wird alkalisch ausgesalzen und filtriert. Er bildet in trockenem Zustande ein braunrotes Pulver, das sich in Wasser mit blauroter, in konzentrierter Schwefelsäure mit brauner Farbe löst. Er färbt Wolle aus essigsaurem Bade in sehr egalen, licht- und waschechten, blauroten Tönen an.
  • Beispiel.. 4I,3 Teile der Diazoverbindung des nionoacetylierten 2, 4-Diainino-4'-inethyl-5'-sulfo-1, i'-diphenylsulfons werden in 5oo Teilen Wasser verteilt und mit einer Lösung von 21,1 Teilen Äthylbenzylanilin in i i Teilen Salzsäure versetzt. Die Kupplung tritt sehr bald ein; sie wird durch vorsichtiges Abstumpfen der freien Mineralsäure gefördert. Der Farbstoff wird alkalisch ausgesalzen und abfiltriert. Er bildet in trockenem Zustande ein oranges Pulver, das sich in Wasser mit oranger und in konzentrierter Schwefelsäure mit gelber Farbe löst und Wolle aus schwefelsaurem Bade in sehr gleichmäßigen, lebhaften und vollen orangen Tönen färbt. Diese Färbungen sind vorzüglich alkali- und waschecht und sehr gut lichtecht.
  • Wendet man anstatt Äthylbenzylanilin Diphenylamin als Kupplungskomponente an, so bekommt man etwas braunere Farbstoffe. Beispiel s.
  • 35,6 Teile der Diazoverbindung des 2-Amii-io-4-sulfo-q:-niethyl-i, i'-diphenylsulfons werden in 5oo Teilen Wasser verteilt und mit einer Lösung von 2i,1 Teilen Äthylbenzylanilin in i i Teilen Salzsäure versetzt. Die Kupplung tritt sehr bald ein, sie wird durch vorsichtiges Abstumpfen der freien Mineralsäure gefördert. Der- Farbstoff wird alkalisch ausgesalzen und abfiltriert; er bildet in trockenem Zustande ein oranges Pulver, das sich in Wasser mit oranger und in konzentrierter Schwefelsäure mit gelber Farbe löst und Wolle aus essigsaurem Bade in sehr gleichmäßigen, lebhaften und vollen orangen Tönen färbt. Die Färbungen sind vorzüglich alkali- und waschecht und sehr gut lichtecht.
  • Wendet man statt Äthylbenzylanilin 1Tethylbenzylanilin oder Methyldiphenylamin an, so bekommt man etwas gelbere bzw. braunere Farbstoffe.
  • Die Diazoverbindungen des 2-Amino-4-sulfo-i, i'-dipheny lsulfons bzw. des 2-Amino-4-sulfo-4'-chlor-i, i'-diphenylsulfons (erhalten :lach den Angaben des Beispiels 2 aus Benzol-bzw. p-Chlorbenzolsulfinsäure) geben ganz ähnliche Farbstoffe.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUCH: Verfahren zur Herstellung saurer Wollfarbstoffe nach Patent 365617, dadurch gekennzeichnet, daß die Diazoverbindungen der Monosulfosäuren der Aminodiarylsulfone der allgemeinen Formel (wobei die Sulfogruppe sich in dem einen oder dem anderen der beiden benzolischen Kerne, welche noch weitere Substituenten tragen können, befinden kann) mit unsulfierten ,B-Naphthylaminen und deren N-Substitutionsprodukten sowie unsulfierten, mindestens zwei aromatische Kerne enthaltenden N-Substitutionsprodukten des Anilins und seiner Homologen lcup; pelt.
DEG58852D 1922-04-29 1923-04-11 Verfahren zur Herstellung saurer Azofarbstoffe Expired DE398792C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH398792X 1922-04-29

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE398792C true DE398792C (de) 1924-07-16

Family

ID=4514155

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEG58852D Expired DE398792C (de) 1922-04-29 1923-04-11 Verfahren zur Herstellung saurer Azofarbstoffe

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE398792C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748912C (de) * 1935-09-07 1944-11-13 Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748912C (de) * 1935-09-07 1944-11-13 Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE398792C (de) Verfahren zur Herstellung saurer Azofarbstoffe
DE1644052A1 (de) Verfahren zur Herstellung von neuen,wasserunloeslichen Azofarbstoffen
DE1150163B (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen gelben Monoazofarbstoffen
DE594326C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen
DE916968C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofabstoffen
DE964975C (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen
DE608860C (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen
DE628961C (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen
DE965917C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Monoazofarbstoffen
DE226348C (de)
DE652871C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
DE416822C (de) Verfahren zur Darstellung direktziehender Baumwollazofarbstoffe
DE452014C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen und ihren Chromverbindungen
DE513763C (de) Verfahren zur Herstellung von zum Faerben von Acetylcellulose geeigneten Disazofarbstoffen
DE868033C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Disazofarbstoffen
DE670432C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
DE409281C (de) Verfahren zur Herstellung von sauren Monoazofarbstoffen fuer Wolle
DE632135C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
DE745333C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE818670C (de) Verfahren zur Herstellung von Trisazofarbstoffen
DE632444C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
DE723293C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen
DE625934C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE842978C (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen der Pyrazolonreihe
DE419866C (de) Verfahren zur Darstellung von Monoazofarbstoffen