DE79183C - Berippung für Resonanzböden - Google Patents

Berippung für Resonanzböden

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DE79183C
DE79183C DENDAT79183D DE79183DA DE79183C DE 79183 C DE79183 C DE 79183C DE NDAT79183 D DENDAT79183 D DE NDAT79183D DE 79183D A DE79183D A DE 79183DA DE 79183 C DE79183 C DE 79183C
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DENDAT79183D
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R. W. kurka, Wien V, Wienstr. 45
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10CPIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
    • G10C3/00Details or accessories
    • G10C3/06Resonating means, e.g. soundboards or resonant strings; Fastenings thereof

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisherigen Neuconstructionen und Verbesserungen von Resonanzböden, die Anbringung v.on sogenannten Hauptrippen, die Gegenstege, die mechanischen Spannvorrichtungen der Resonanzböden durch einen von der Zarge aus wirkenden Druck, haben ein und dasselbe Ziel angestrebt, nämlich die Kraft des Tones mit der Dauer desselben -zu vereinen, was hauptsächlich für die kurz mensurirten Saiten in der hohen Mittellage und im Discant berechnet war. Es sollte der Erfahrungssatz utngestofsen werden, dafs die Poesie des Tones unvereinbar sei mit seiner sonoren Macht. Die Erfolge waren in den meisten Fällen wohl erkennbar, aber, nach Ansicht des Erfinders, nicht zufriedenstellend und standen in keinem Einklänge zu der Mehrarbeit und den Mehrkosten, die sie verursachten. Nach Kenntnifsnahme und Versuchen dieser vorbeschriebenen Neuerungen gelangte man zur Ueberzeugung, dafs die Schwingungsgleichheit oder die Herstellung eines aliquoten Verhältnisses zwischen den Schwingungen des Resonanzbodens und der Saiten blos, durch eine ausgiebigere Stützung des Steges erreicht werden kann, bei welcher aber der übrige Theil des Bodens, hauptsächlich jener gegen die Zargen zu gelegene, nicht alterirt werden darf, da er sonst seine Schallfortpflanzungsfähigkeit einbüfst.
Wenn nun die Anbringung eines massiven Gegensteges nicht den befriedigenden Erfolg aufweisen konnte, so lag es nahe, dem Stege nach unten mehr, aber, freiere Stützpunkte zu geben, die eine gesteigerte Schwingungszahl des Resonanzbodens zur Folge haben und durch Verringerung der Spannweite zwischen den Durchkreuzungspunkten des Steges mit den Rippen die ungleichmäfsige Qualität der Töne beheben.
Das nachfolgend beschriebene Berippungssystem ist nun geeignet, diesen letzteren Anforderungen vollständig Rechnung zu tragen. Dasselbe ist in beiliegender Zeichnung in Fig. 1 im Grundrifs und in Fig. 2 in perspectivischer Ansicht dargestellt.
Auf dem Resonanzboden A werden die in Form einer Schleife massiv gebogenen Leisten R von hartem, möglichst gleichmäfsigem und feinjährigem Holze derart durch Ueberblattung (bei r) gegen einander und auf dem Resonanzboden befestigt, dafs der Zwischenraum L genau unterhalb des Steges S zu liegen kommt.
Die kürzere Achse dieses Raumes soll mit der Entfernung der eigenen Aufsencurve jener der Nachbarrippen gleich sein oder in gleichem Verhältnifs zu- bezw. abnehmen. Durch diese Anordnung laufen die Holzjahre genau analog der Curve ohne künstliche Bindemittel und sind demnach ganz aufserordentliche Tonleiter.
Die Schleifencurve ist aufserdem derart construirt, dafs sie eine runde Kernfigur bildet, welche im Discant bei engerer Rippenlage die Kreisform annimmt, bei der allmäligen Rippenentfernung, gegen den Bafs zu, sich jedoch zu einer immer gestreckter werdenden Ellipse erweitert, dadurch also auch zur gleichmäfsigen Abnahme der Schwingungszahl des Resonanzbodens in der Richtung vom Discant nach dem Bafs beiträgt.
Diese derart construirten Rippen werden in der gewöhnlichen Weise auf dem Resonanzboden befestigt und von der Stegseite aus durch Schrauben c gut verschraubt.
Die Vortheile des neuen Berippungssystems sind nach Angabe des Erfinders im wesentlichen folgende:
1. die Schwingungszahl des Resonanzbodens wird in ein richtigeres Verhältnifs gebracht zu jener der darüber liegenden Saiten, daher eine Erhöhung des Ge'sanges der Töne bei Erhaltung ihrer ursprünglichen Kraft bezw. auch Verstärkung des Tonvolumens im allgemeinen;
2. durch die ganz gleichmäfsig zu- und abnehmende Spannung des Resonanzbodens wird auch die Ausgeglichenheit des Charakters der einzelnen Töne sowohl als auch der verschiedenen Register (Bafs, Mittellage, Discant) unter einander erzielt;
3. die Erreichung eines gröfseren Widerstandes gegen den durch die Saiten auf den Resonanzboden ausgeübten Druck und dadurch Erzielung einer gröfseren Dauerhaftigkeit.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Berippung für Resonanzböden, dadurch gekennzeichnet, dafs die Rippen auf dem dem Saitensteg gegenüberliegenden Theil des Resonanzbodens derart gekrümmt und über einander gelegt sind, dafs die Zahl der Kreuzungsstellen der Rippen' mit dem Saitensteg gröfser ist als die Zahl der an jeder Seite des Steges verlaufenden Rippen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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